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TONI_B schrieb:
Ich bleibe dabei: ein Großteil der Tiroler lebt vom Fremdenverkehr - direkt oder indirekt!

auch wenn ich das immer noch nicht glaube, das wären - in meinem Verstaendniss - schon deutlich weniger als die ursprünglich von dir postulierten "nahezu alle" - erkläre doch bitte mal, was fuer dich "nahezu alle" bedeutet.
 
Willst du jetzt ernsthaft über "nahezu alle" und "Großteil" diskutieren? Brauchst du eine %-Angabe auf zwei Kommastellen genau? Sorry, aber dafür ist mir die Thematik zu ernst...
 
Bitte nicht füttern!

Warum jetzt in Frage gestellt wird, dass Tirol ein vom Tourismus abhängiges Land ist - und das war im Endeffekt die Kernaussage, das muss man wirklich nicht verstehen. :nein:
 
Mal grundsätzlich: Das ganze schimpfen auf die Personen, die sich angeblich "unvernünftig" verhalten hat was von "ich bin mir sicher einen Stau gibt es nur weil ein Arxxxloch ganz vorne fährt"

Das ist einfach zu billig das so zu behaupten. Jeden den ich kenne, der es hat, hat sich vernünftig & regelgerecht verhalten.
 
albe-fr schrieb:
TONI_B schrieb:
Ich bleibe dabei: ein Großteil der Tiroler lebt vom Fremdenverkehr - direkt oder indirekt!

auch wenn ich das immer noch nicht glaube, das wären - in meinem Verstaendniss - schon deutlich weniger als die ursprünglich von dir postulierten "nahezu alle" - erkläre doch bitte mal, was fuer dich "nahezu alle" bedeutet.

Ich suche dir die Zahlen die Tage raus ... das ist sogar nach Bezirken aufgegliedert wo man ganz markant sehen kann wer eher Industrie hat (und das korreliert - von Abwanderung betroffen ist) und wer stark vom Tourismus lebt (und Zuwanderungsbezirk ist)
 
baeckerbursch schrieb:
Das ist einfach zu billig das so zu behaupten. Jeden den ich kenne, der es hat, hat sich vernünftig & regelgerecht verhalten.
Das ist ja schön, dass Du so einen umsichtigen Bekanntenkreis hast.

Aber leider ist es nun mal so, dass Unvernunft und Leichtfertigkeit Treiber der Pandemie sind. Jemand hat es ja mal so formuliert, dass diese Pandemie auch ein Intelligenztest für die Menschheit sei - und der geht in vielen Fällen halt nicht so gut aus.
War es zum Beispiel klug, am Wochende vor dem Lockdwon light nochmal die Gastronomie zu stürmen, bevor alles dichtmacht? Sicher nicht, und in diesem Punkt waren viele Menschen im März noch schlauer. Ist es schlau, das Gastroverbot mit einem Take Away-Service auszuhebeln, indem sich Menschenmassen mit derm "mitgenommenen" Essen einfach auf der Wiese vor der Alm niederlassen? Solche Beispiele gibt es viele.
Es soll hier gar nicht darum gehen, ob das alles menschlich verständlich ist, und es soll auch keine Schlaumeierei sein - die Logik hinter der Pandemie ist aber eigentlich ganz simpel - viele Kontakte, viele Infektionen. Und für die Schlussfolgerungen daraus braucht man kein Hochschulstudium.
 
valdebagnes schrieb:
mal ein reales Besipiel wie die Nachverfolgung derzeit in DE aufgesetzt ist:
in der Nachmittagsbetreuung der Schule ist eine Beteuerin positiv getestet worden. Diese hatte 8 Tage davor Essen ausgegeben und am Ende 3 Kinder betreut.

Das Gesundheitsamt gibt sieht für weitere Tests keine Veranlassung, da nach Sebstauskunft der Betreuungsorganisation Masken getragen und Abstände eingehalten wurden.
Wie will man das festgestellt haben? Ich gehe jede Wette ein das das Gesundheitsamt nachgefragt hat ob Masken/Abstände eingehalten wurden. Wer bitte macht bei dieser Frage ein Kreuz auf 'Nein' und riskiert damit seinen Ruf/die Geschäftsgrundlage? Und wenn die Leitung die Mitarbeiterin fragt, dann wird die natürlich nur eine Antwort haben, sonst ist sie ihren Job los.
Da man es durch einen Test nicht ausschließen will ist folglich also alles ok und wenn bei den Kindern eine Infektion auftreten sollte ist es nicht in der Schule passiert, sondern im 'häusliche Bereich'.

So läuft Therorie in der Praxis...

Na komm, irgendeinen Vorteil muss es doch haben, wenn die ganze Zeit mit Maske rumgelaufen wird. Ich wäre jetzt eher schockiert, wenn alle zwei Wochen in Quarantäne müssten.

Vielleicht wäre da ja ein Mittelweg angebracht? 5 Tage Quarantäne und dann Schnelltest? Zusätzlich "vor die Infektion" kommen und schauen, wo die KP1 möglicherweise bei einem Superspreader Event waren.

Möchte mir gar nicht vorstellen wie die armen Contact Tracer mit Papier und Stift Listen führen, fürchte Excel ist da schon das höchste der Gefühle.

Kind 1 wurde hier nicht getraced weil ein anderes Kind ähnlich heißt...
 
baeckerbursch schrieb:
Jeden den ich kenne, der es hat, hat sich vernünftig & regelgerecht verhalten.

Müsste man sich halt auch genauer ansehen, denn niemand will schuldig sein.
Irgendwo muss man sich infiziert haben. Das wo und wie ist essentiell. Die meisten Menschen lügen, wenn man sie darauf anspricht. Hab ich selber schon erlebt.
 
icedtea schrieb:
Unterschlage doch bitte die im Link zumindest für ganz Österreich angegebene indirekte Wertschöpfung nicht; wenn man den Wert auf Tirol runterbrechen würde, landete man bei fast 42% Gesamtwertschöpfung. Ist schon ne ganze Menge :ja:, selbst wenn es am Ende nur 1/3 wäre.

Das wird wohl genauso berechnet wie die Wertschöpfung die mir als selbstständiger ITler der Tourismus bring, und weshalb ich Tourismusbeiträge zahlen muss..
 
rush_dc schrieb:
Womit machen denn die Tiroler denn sonst Geld?

Genauso wie alle anderen: Handwerk, Industrie, Dienstleistung, etc. Halt hier und da etwas anders verteilt.
 
So lange die Banken mit ziehen, hat der Tourismus in Tirol null Probleme. Jedenfalls in den Hochburgen. Alle anderen sind auch schon ohne COVID-19 mehr tot als lebendig.
 
Tobi-DE schrieb:
valdebagnes schrieb:
mal ein reales Besipiel wie die Nachverfolgung derzeit in DE aufgesetzt ist:
in der Nachmittagsbetreuung der Schule ist eine Beteuerin positiv getestet worden. Diese hatte 8 Tage davor Essen ausgegeben und am Ende 3 Kinder betreut.

Das Gesundheitsamt gibt sieht für weitere Tests keine Veranlassung, da nach Sebstauskunft der Betreuungsorganisation Masken getragen und Abstände eingehalten wurden.
Wie will man das festgestellt haben? Ich gehe jede Wette ein das das Gesundheitsamt nachgefragt hat ob Masken/Abstände eingehalten wurden. Wer bitte macht bei dieser Frage ein Kreuz auf 'Nein' und riskiert damit seinen Ruf/die Geschäftsgrundlage? Und wenn die Leitung die Mitarbeiterin fragt, dann wird die natürlich nur eine Antwort haben, sonst ist sie ihren Job los.
Da man es durch einen Test nicht ausschließen will ist folglich also alles ok und wenn bei den Kindern eine Infektion auftreten sollte ist es nicht in der Schule passiert, sondern im 'häusliche Bereich'.

So läuft Therorie in der Praxis...

Na komm, irgendeinen Vorteil muss es doch haben, wenn die ganze Zeit mit Maske rumgelaufen wird. Ich wäre jetzt eher schockiert, wenn alle zwei Wochen in Quarantäne müssten.

Vielleicht wäre da ja ein Mittelweg angebracht? 5 Tage Quarantäne und dann Schnelltest? Zusätzlich "vor die Infektion" kommen und schauen, wo die KP1 möglicherweise bei einem Superspreader Event waren.

Möchte mir gar nicht vorstellen wie die armen Contact Tracer mit Papier und Stift Listen führen, fürchte Excel ist da schon das höchste der Gefühle.

Kind 1 wurde hier nicht getraced weil ein anderes Kind ähnlich heißt...

Bei uns macht man das viiiiel schlauer ... an einer Poly wurden alle Lehrer bis auf 2 positiv getestet - jetzt holt man ganz vorbildlich die Schüler alle zum Test in die Schule - mit dem ÖPNV
 
Sorry, wer ernsthaft anzweifelt, dass in Tirol die Mehrheit der Leute am Tourismus hängt, kennt das Land überhaupt nicht. Fahr doch mal im Mai durch Gerlos, Tux, Sölden oder Seefeld. Da ist - nichts. Außer ein paar Betrieben im Inntal und vereinzelten Leuchttürmen gibt es doch auch überhaupt keine Exportunternehmen, die echte Wertschöpfung generieren. Alles hängt am Tourismus: Das gilt für den Lehrer (bezahlt aus Steuergeld das übewiegend aus dem Tourismus kommt), die Seilbahnen (bezahlt von den Touris), den Bäcker, die Schreinerei (ohne Hotels weniger/kaum Aufträge), den Busfahrer etc. Du kannst die ganze Kette durchgehen, es gibt kaum Ausnahmen. Ohne die „Devisen“ aus dem Tourismus sähe es in Tirol ganz finster aus. Am Ende entsteht Wohlstand dadurch, dass man etwas hat, was man anderen Leuten unter den Selbstkosten verkaufen kann. Und ein Almbauer aus dem Ötztal fährt nicht auf Urlaub ins Zillertal. Der Kreislauf funktioniert nur, wenn ausländisches Geld ins Land kommt. Nur das ist echte, originäre Wertschöpfung. Ein Blick in die 60er Jahre hilft.
 
Im Liveticker der TT heute zwei ganz interessante Sachen, zum Einen:
https://liveblog.tt.com/414/coronavirus/86333/covid-neuinfektionen-im-europavergleich

Interessant wie der Verlauf der Schweiz ohne Lockdown anderen Ländern mit Lockdown ähnelt.

Und zum Anderen:
Südtirol plant nun einen Massenschnelltest ähnlich zur Slowakei.

Österreich wird wohl weiter rumeiern, am effektivsten wäre einfach alle bleiben 2 Wochen daheim, auch Arbeit, dann hätte man wohl bis März hoffentlich danach halbwegs humane Zahlen. So wird man bis ins Frühjahr nur alles mehr zerstören.

Zu dem Handeln von Bayern als Reaktion auf das Gerichtsurteil bei Fitnessstudio ist jedes Wort zuviel. So hetzt man Bürger gegen sich auf.
 
Aber leider ist es nun mal so, dass Unvernunft und Leichtfertigkeit Treiber der Pandemie sind. Jemand hat es ja mal so formuliert, dass diese Pandemie auch ein Intelligenztest für die Menschheit sei - und der geht in vielen Fällen halt nicht so gut aus.

Nur dumm, das unvernunft und leichtfertig sehr individuell sind.

Was für dich unvernünftig ist, ist für den nächsten (mit völligen Recht) ganz normal. Da brauchst nur das Skifahren als Beispiel nehmen.
 
ghostbikersback schrieb:
Sorry, wer ernsthaft anzweifelt, dass in Tirol die Mehrheit der Leute am Tourismus hängt, kennt das Land überhaupt nicht. Fahr doch mal im Mai durch Gerlos, Tux, Sölden oder Seefeld. Da ist - nichts. Außer ein paar Betrieben im Inntal und vereinzelten Leuchttürmen gibt es doch auch überhaupt keine Exportunternehmen, die echte Wertschöpfung generieren. Alles hängt am Tourismus:

Ich glaube du hast ein sehr komisches Bild von Tirol, um nicht zu sagen vielleicht das eines Skifahrers. Niemand bezweifelt, dass es in vielen Seitentäler ohne Tourismus ziemlich schwarz aussehen würde. Nur machen wohnt da nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Schaut dir z.B. diese Karte der Bevölkerungsdichten an: https://tirolatlas.uibk.ac.at/maps/interface/thema.py/sheet?id=426 Im nächsten Schritt kommt dann vielleicht auch die Erkenntnis dass die Menschen aus der Inntallfurche nicht nach Hintertux oder Sölden pendeln um als Skilehrer oder Zimmermädchen zu arbeiten, und dann könnte man Tante Gugl nach den größten Arbeitgebern oder anderen Statistiken befragen.
 
baeckerbursch schrieb:
Aber leider ist es nun mal so, dass Unvernunft und Leichtfertigkeit Treiber der Pandemie sind. Jemand hat es ja mal so formuliert, dass diese Pandemie auch ein Intelligenztest für die Menschheit sei - und der geht in vielen Fällen halt nicht so gut aus.

Nur dumm, das unvernunft und leichtfertig sehr individuell sind.

Was für dich unvernünftig ist, ist für den nächsten (mit völligen Recht) ganz normal. Da brauchst nur das Skifahren als Beispiel nehmen.

Das kann man ganz objektiv beurteilen: Alles was dem Virus bei der Verbreitung hilft, ist unvernünftig. Alles was die Verbreitung verhindert, ist vernünftig. Und dafür gibt es ganz klare Richtlinien: Wenn man mehr als 2m Abstand hält und Schmierinfektionen verhindert, springt das Virus nicht. Es wäre eigentlich recht einfach aber die menschliche Natur ist eine andere...
 
Zum Thema Fitnessstudios: Man kann sich halt auch nicht "toddifferenzieren". Das müsste man dann wahrscheinlich auch bei Fitnessstudios machen, z.B. zwischen denen mit medizinischem Ansatz und den Muckibuden, vor denen im Sommer bei Wiedereröffnung um Mitternacht die Steroidjunkies ohne Masken dicht an dicht anstanden (die Bilder vergesse ich nicht :roll: :nein: ).

Das die Reaktion dann wieder gleichmacherisch ist, war jetzt nicht überraschend; was soll man dann anderes tun :?:
 
hch schrieb:
ghostbikersback schrieb:
Sorry, wer ernsthaft anzweifelt, dass in Tirol die Mehrheit der Leute am Tourismus hängt, kennt das Land überhaupt nicht. Fahr doch mal im Mai durch Gerlos, Tux, Sölden oder Seefeld. Da ist - nichts. Außer ein paar Betrieben im Inntal und vereinzelten Leuchttürmen gibt es doch auch überhaupt keine Exportunternehmen, die echte Wertschöpfung generieren. Alles hängt am Tourismus:

Ich glaube du hast ein sehr komisches Bild von Tirol, um nicht zu sagen vielleicht das eines Skifahrers. Niemand bezweifelt, dass es in vielen Seitentäler ohne Tourismus ziemlich schwarz aussehen würde. Nur machen wohnt da nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Schaut dir z.B. diese Karte der Bevölkerungsdichten an: https://tirolatlas.uibk.ac.at/maps/interface/thema.py/sheet?id=426 Im nächsten Schritt kommt dann vielleicht auch die Erkenntnis dass die Menschen aus der Inntallfurche nicht nach Hintertux oder Sölden pendeln um als Skilehrer oder Zimmermädchen zu arbeiten, und dann könnte man Tante Gugl nach den größten Arbeitgebern oder anderen Statistiken befragen.

Komisches Bild, darüber kann man sich streiten, liegt ja immer daran wer worauf schaut...aber ich bin Ausländer, lebe seit 7 Jahren in Innsbruck und habe Tirol seitdem sehr gut kennengelernt. Vermutlich habe ich inzwischen mehr vom Land gesehen als viele hier Geborene (ist oft ein Phänomen). Und ja, verglichen mit Deutschland, Frankreich und der Schweiz gibt es kaum Wertschöpfung abseits des Tourismus. Ohne das Geld von „außen“ (dazu zählt natürlich auch der inländische Tourist) sähe es in Tirol wirtschaftlich sehr schlecht aus. Es gibt doch kaum Firmen, die etwas für den Weltmarkt oder den österreichischen Markt produzieren. Und ohne dass entsteht keine Wertschöpfung. Die Amerikaner profitieren von Google, Amazon und Co, die Deutschen von der Industrie und die Tiroler vom Tourismus. Das ist der Quell des Wohlstands in Tirol. Umso unverständlicher ist mir worum man diese Geldquelle nicht schützt und die VirusZahlen im Griff hat. Sogar Deutschland - die nicht so abhängig vom Tourismus sind - bekommt es besser hin. Ein Land das man sicher bereisen kann, weil die Zahlen niedrig sind, wäre derzeit ein Goldgrube. Selbst Durchschnitt wäre ok. Aber 3,5 x so hoch wie in Deutschland? Das ist gefährlich für die eigene Bevölkerung und wirtschaftlich dumm.
 
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