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Coronavirus 2019-nCoV

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NeusserGletscher schrieb:
Vielleicht wären dauerhaft leichte oder mittlere Kontaktbeschränkungen genau der richtige Weg gewesen als dieses hilflose Auf / Zu Gehampel? Wobei mich die Entwicklung in Österreich schon ein wenig überrascht, denn auch dort haben Hotels und Gastronomie enorm in Maßnahmen investiert. Ich habe die Maßnahmen in Österreich aber sonst nicht weiter verfolgt. Was und wo haben sie denn zu früh oder viel geöffnet?
Danke für diesen konstruktiven Beitrag! Ja, nach meiner Meinung hätte man den ganzen Sommer über Maßnahmen setzen sollen wie sie zB.: in SFL im Juli freiwillig gemacht wurden. Und dann Richtung Herbst eher noch strenger. Nur hat man dann aber in Ö gesehen, dass die minimalen "Verschärfungen" und die Appelle an die Eigenverantwortung absolut nichts genutzt haben. Bei euch in D lief es - warum auch immer - ohnehin wesentlich besser.

Ein Beispiel: unser Bildungsminister hat seit Monaten immer wieder gepredigt, dass die armen Schüler keine Masken im Unterricht tragen müssen, weil das ja ach so schlimm sei. Wir haben an unserer Schule im Elektronik-Labor die Schüler höflich gebeten, sie mögen doch die Masken verwenden, weil wir bei der Kontrolle der Schaltungen zwangsläufig sehr engen Kontakt haben müssen. Alles überhaupt kein Problem...
 
Pancho schrieb:
Auswandern nach Schweden läuft bei dir? :rolleyes:
Das er gerne auswandern würde, hat er auch schon vor Corona gesagt. Weil es in Deutschland einfach furchtbar sei und alles schlecht läuft. Aber er meinte, er sei zu alt dafür. Schade.
 
Also ich wander sicher nicht aus - höchstens nach Tirol... :lol:

...in der Pension!
 
GIFWilli59 schrieb:
Pancho schrieb:
Auswandern nach Schweden läuft bei dir? :rolleyes:
Das er gerne auswandern würde, hat er auch schon vor Corona gesagt. Weil es in Deutschland einfach furchtbar sei und alles schlecht läuft. Aber er meinte, er sei zu alt dafür. Schade.
Andererseits, wenn das Schule machen würde, werden vielleicht noch die bilateralen Beziehungen zwischen D und Schweden belastet. Irgendwann kann er vielleicht schwedisch, und die verstehen dort, was er sagt?

Und Internet gibt’s da ja auch... :rolleyes:
 
Kurz kündigt Massentests in Österreich zum Ende des Lockdowns an.

Aus meiner Sicht ein sinnvoller Schritt.

Tyrolens schrieb:
Ein komische Lockdown wird das in Österreich:

https://derstandard.at/permalink/rc/1000208237/context?ref=live_red_content


Es werden sich also nach wie vor allerhand Leute gegenseitig treffen und das Virus weiterhin im Privatbereich verteilen. A trifft wichtige Bezugsperson B, B trifft wichtige Bezugsperson C und C trifft D usw usw.

Ja komische Einschränkung. Und dann auch noch zuerst anders angekündigt. Schafft nicht gerade Vertrauen.
 
Irgendwie muss man die erreichte Spitzenstellung bei den weltweiten Neuinfektionen ja verteidigen:


https://www.derstandard.at/story/2000121710636/oesterreich-aktuell-mit-hoechster-neuinfektionsrate-weltweit

Österreich hat die höchste Rate an Neuinfektionen weltweit! Wenn ich die Corona-Politik der letzten Monate so Revue passieren lasse, scheint man irgendwie der Trumpschen Logik aufgesessen zu sein, dass das Virus irgendwann ohne eigenes Zutun verschwinden werde. In der ZIP2 hat vorgestern ein Statistiker vorgerechnet, dass im Grunde seit Juni wieder exponentielles Wachstum gab. Zunächst unbemerkt aber seit August/September völlig offensichtlich. Weil man im Sommer selbst einfachste Schutzmaßnahmen wie Masken bei Servicepersonal und Mindestabstand abgelehnt hat. Dafür jetzt wieder Notbremse und vermutlich Triage in der kommenden Woche...Bravo!
 
ghostbikersback schrieb:
In der ZIP2 hat vorgestern ein Statistiker vorgerechnet, dass im Grunde seit Juni wieder exponentielles Wachstum gab.
Ja, das ist der Neuwirth. Nachdem ab Juni der R-Wert immer knapp über 1 lag, war klar dass das nicht gut gehen kann. Ich hab das in Kollegenkreis seit Anfang August (Rückkehr von nach drei Wochen SFL :D mit sehr guten Maßnahmen!) immer wieder gesagt. Wurde aber mehr oder weniger mitleidig belächelt. Aber das ist ja genau das Kennzeichen einer exponentiellen Entwicklung.
 
sr99 schrieb:
Die Covid-Taskforce der Schweiz empfiehlt einen Lockdown Light für die nächsten 8 Wochen inkl. Schliessung der Skigebiete

https://www.20min.ch/story/chaos-in-der-corona-taskorce-795610741635

Das sagt der Artikel doch gar nicht aus (die Aussage zu den Skigebieten scheint Spekulation des Autors zu sein, das wird auch nicht als Aussage der Taskforce gekennzeichnet).

Im Wallis (wo die Zahlen derzeit besonders stark zurückgehen verglichen mit dem Rest der Schweiz, und zwar auch die der Krankenhausbelegung -> Infektionen pro Tag vor 2 Wochen ca. 700 im gleitenden 7-Tage-Schnitt, derzeit etwa 400 https://www.vs.ch/documents/6756452/7008787/2020%2011%2013%20-%20Sit%20Epid%20-%20%C3%89tat%20Stand) wurde im Prinzip genau das gemacht was die Taskforce vorschlägt: Freizeiteinrichtungen zu, Restaurants nur zum Mitnehmen, Hotels und Skigebiete offen.

Übrigens gehen auch in Bezug auf die Schweiz insgesamt die Zahlen derzeit zurück - und zwar sowohl Neuinfektionen als auch Krankenhausbelegung.
 
j-d-s schrieb:
sr99 schrieb:
Die Covid-Taskforce der Schweiz empfiehlt einen Lockdown Light für die nächsten 8 Wochen inkl. Schliessung der Skigebiete

https://www.20min.ch/story/chaos-in-der-corona-taskorce-795610741635

Das sagt der Artikel doch gar nicht aus. Im Wallis (wo die Zahlen derzeit besonders stark zurückgehen verglichen mit dem Rest der Schweiz, und zwar auch die der Krankenhausbelegung -> Infektionen pro Tag vor 2 Wochen ca. 700 im gleitenden 7-Tage-Schnitt, derzeit etwa 400 https://www.vs.ch/documents/6756452/7008787/2020%2011%2013%20-%20Sit%20Epid%20-%20%C3%89tat%20Stand) wurde im Prinzip genau das gemacht was die Taskforce vorschlägt: Freizeiteinrichtungen zu, Restaurants nur zum Mitnehmen, Hotels und Skigebiete offen.

Hmm ja hast du vielleicht sogar Recht, die Aussage bzgl den Skigebieten im Artikel hat mich aber etwas verwirrt hmm
 
Also im Moment werden die Skigebiete sicher offen bleiben, da man sich mit den aktuellen Massnahmen halbwegs durchschaukeln kann. Es findet viel Selbsteinschränkung statt. Auch wenn die Restaurants offen sind, sind viele leer.

In der Hochsaison werden wir dann sehen. Die Chance, dass die Skigebiete offen bleiben ist grösser wenn wenige Touristen kommen. Weil man darf nicht vergessen, in normalen Jahren vervielfacht sich die „Bevölkerungszahl“ in den betroffenen Regionen. Die dortigen Spitäler laufen dann schon zu normalen Zeiten am Limit. Glaub nicht dass diese Zusatzbelastung z.B. das Walliser Gesundheitswesen in denn letzten Wochen auch noch gestemmt hätte.

Tyrolens schrieb:
Dazu gibt es leider, verständlich ist es, keine Zahlen.
Da die Belegung der Intensivstationen zb auch in Tirol extrem niedrig ist, die Sterbezahlen aber relativ hoch, kann man sich auch so einiges denken.
Wobei nach meinen Erfahrungen Intensivstationen unter normalen Bedingungen meistens dann doch versuchen, auch Patienten mit schlechten Prognosen durch zu bringen. Wenn man Zeit hat, kann man es ja mal versuchen.

Da gibt es aber schon auch grosse Mentalitätsunterschiede. Gerade in ländlicheren Regionen in der Schweiz lässt man es irgendwann auch mal gut sein. Selbst zu normalen Zeiten. Ich kenne ein Krankenhaus, das während der ersten Welle sogar explizit eine Abmachung mit den Altenheimen hatte, keine Patienen einzuweisen.

In Deutschland handelt man da - wahrscheinlich historisch bedingt - ziemlich anders. Da steht mehr die Lebensdauer und nicht die Qualität im Vordergrund. Das sieht man ja auch in der Sterbehilfe-Debate, wo die Schweiz wesentlich liberaler ist.
 
Oder man macht halt das "Modell Wallis" und Restaurants bieten nur Speisen zum Mitnehmen an (und in Hotels müssen die Leute ihr Essen auf dem Zimmer verzehren).
 
Jetzt weiß ich endlich, warum wir KEINE großangekündigete Ausfallentschädigung bekommen:

Wir mussten so ein Machtwerk finanzieren:



Danke Bundesregierung.
 
Tyrolens schrieb:
Und eine Winterskisaison, die fraglicher denn je ist.

Die Skisaison kann man als Tourist, glaube ich, komplett abhaken. Ich denke, wie schon mal geschrieben, dass nur Einheimische u. ggfl. Tagestouristen skifahren können. Skiurlaub mit Übernachtung wird m.E. komplett ausfallen.
 
Heute wurden für AUT als Ziel mal 1.000 bis 2.000 Neuinfektionen/Tag in den Raum gestellt. Das ist noch immer zu viel. Wir müssten konstant unter 500 liegen um den Tourismus wieder zum Laufen zu bringen.
 
Die "50er-Grenze" ist aber eine rein politische Entscheidung ohne jegliche wissenschaftliche Basis oder gar Bezug zur Realität. Schon gar nicht ist sie "kritisch", wie von Medien und Politikern wiederholt behauptet - zahlreiche, nein, eigentlich alle Gegenden Europas sind da schon teilweise seit mehreren Monaten um ein Vielfaches drüber, dennoch sind die Intensivkapazitäten, also Landesweit, nicht überlastet.

Ich weiß, dass immer wieder behauptet wird, dass das die Grenze der Kontaktnachverfolgungskapazitäten durch die Gesundheitsämter wäre - nur wenn das so wäre, hätte man diese Kapazitäten ja ausbauen müssen, um die Grenze anzuheben und so einen Lockdown zu verhindern. Außerdem sagst selbst Lauterbach, der ja am liebsten einen seit März bis heute durchgehenden Lockdown gehabt hätte, dass die Kontaktnachverfolgungsstrategie gescheitert und daher sinnlos ist: Das Virus ist inzwischen überall. Überall kann man sich infizieren, jeder kann infektiös sein. Dadurch weiß man dann nicht, wer wen angesteckt hat oder umgekehrt.

Kontaktnachverfolgungen gehen vielleicht noch wenn man insgesamt 10.000 aktive Fälle hat. Und mit der deutschen Methode (per Telefon durchs örtlich zuständige Gesundheitsamt, wohnt ein Kontakt in einem anderen Ort, werden die Daten per Fax rübergeschickt und dann muss ein Mitarbeiter von dort anrufen - als ob man noch nicht wüsste, dass man auch in andere Ortschaften telefonieren kann) ist es selbst dann wenig effektiv, weil zu langsam. DAS ist nämlich das, wo Japan, Südkorea und Taiwan viel besser sind. Klar haben sie dafür quasi null Datenschutz - aber wenn ich mal vergleiche, ob eine umfassende Überwachung besser ist oder immer wieder Lockdowns, dann ist doch die Überwachung das kleinere Übel - WENN man dafür Lockdowns wirklich ausschließt.

Übrigens kann ich die "Risikozonen" ohnehin nicht nachvollziehen, und das wird kaum einer können: Auch in D sind nahezu alle Landkreise deutlich drüber, und trotzdem gehen die Menschen dort ihrem normalen Leben nach - also abgesehen natürlich von den staatlich verordneten Maßnahmen.
 
Es gibt aber genau null Tourismus während des Lockdowns. Daher ist es ziemlich unsinnig, den Lockdown zu machen während touristische Hochsaison wäre. Wir wissen ganz genau, dass Touristen in großer Zahl eben nur in den Weihnachts- und Faschingsferien kommen, und während der restlichen Saison viel weniger Leute kommen, ganz ohne Corona und bei allerbesten Bedingungen. So war es bisher immer.

Wenn man dann aber als Ziel so niedrige Zahlen hat, dass man selbst an Fasching noch im Lockdown ist, dann nützt das gar nichts. Zahlen niedrig, aber es kommen trotzdem nur wenige Leute, weil Nebensaison.

Wenn man alles zusperrt kann niemand kommen. Und dass die Leute wirklich massenhaft noch Angst vor "Risikozonen" haben, obwohl inzwischen sowieso quasi alles eine ist, auch D selber, würde ich dann doch stark bezweifeln.
 
Tyrolens schrieb:
Heute wurden für AUT als Ziel mal 1.000 bis 2.000 Neuinfektionen/Tag in den Raum gestellt. Das ist noch immer zu viel. Wir müssten konstant unter 500 liegen um den Tourismus wieder zum Laufen zu bringen.
So lange pro Tag mehr Personen gesund werden als erkranken, können es auch 1000 sein - wird aber schwer werden! Wir müssen mal runter von der latenten "Durchseuchung", wo man nicht im Griff hat, wer wo infiziert ist.
 
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