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Coronavirus 2019-nCoV

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Der Astra Zeneca-Impfstoff ist halt billig und damit auch für Schwellenländer geeignet.

Der Todesfall in Luzern war absehbar wenn man bei den >90 Jährigen anfängt zu impfen. Ich hätte ja bei den 55-75 Jährigen angefangen. Ich denke das ist die Gruppe bei denen COVID am meisten Lebensjahre in guter Lebensqualität zerstört.

Zu diskutieren wird auch geben, dass die Info als erstes und bereits nach wenigen Stunden in Twitter-Meldungen von irgend welchen Impfskeptikern erschien...
 
Hallo,
mit dem Argument:

Der Todesfall in Luzern war absehbar wenn man bei den >90 Jährigen anfängt zu impfen. Ich hätte ja bei den 55-75 Jährigen angefangen. Ich denke das ist die Gruppe bei denen COVID am meisten Lebensjahre in guter Lebensqualität zerstört

kannst du dir eigentlich das ganze Lockdown Theater ersparen, weil so du unbewusst genau so argumentierst als jemand, der gar keine Maßnahmen haben will. Der Grund für den Lockdown ist ja, das man es unbedingt vermeiden will zwischen verschiedenen "Werten" von Leben zu unterscheiden und so "das Recht auf Leben" eines demenzkranken 95 jährigen genau so viel wert sind wie die eines 10 jährigen.

Und aus genau dem Grund wird auch bei den ganz alten Angefangen, weil die das höchste Sterbe Risiko haben.

Oder willst du als gesunder, mit 99,95% Überlebenswahrscheinlichkeit den Impfstoff jemanden wegnehmen, der vielleicht nur 95% Überlebens Wahrscheinlichkeit hat?

Übrigens eine super Zusammenstellung über Politikeraussagen übers Jahr verteilt:

https://www.youtube.com/watch?v=QHia0gY98Oc&feature=youtu.be
 
Es gibt dazu tatsächlich ein Paper, in dem ein sehr fähiger Epidemiologe begründet, warum als erstes jüngere Menschen geimpft werden sollten, unter der Voraussetzung natürlich, dass Impfstoff Mangelware ist. Ist auch einfach nachvollziehbar: Wer infiziert die Altenheimbewohner? Die Pfleger. Sind die Pfleger alt? Nein. Sind die Pfleger sozial sehr engagiert? Auf jeden Fall.
Anderes Beispiel aus der Verwandschaft: Hausärztin infiziert hat COVID_19 asymptomatisch und infiziert das halbe Dorf, darunter zahlreiche Personen, die sich in häuslicher Pflege befinden. Wenn Impfstoff Mangelware ist, sollte man zuerst die Hausärztin impfen; die ist der Superspreader.
 
Die Mitarbeiter der mobilen Pflegedienste sind auch noch so eine Gruppe 🤔
 
Die Bevorzugung von solchem Personal ist ja gut begründbar und macht ja auch Sinn.
 
Ist ja auch deswegen alles Prio 1:

Über 80-Jährige
Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.
 
Pancho schrieb:
Ist ja auch deswegen alles Prio 1:

Über 80-Jährige
Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.

:top: (wer lesen kann, hat mehr vom Leben)
 
Artikel dazu:

https://www.wired.com/story/covid-19-vaccine-super-spreaders/


Da steckt schon eine Menge Know How dahinter. Wäre halt eine smarte Lösung, aber mit "smart" haben wir es ja nicht so und derzeit schon gar nicht. ;) Es geht da nicht nur um Pflegekräfte. Das war nur ein einfach zu verstehendes Beispiel meinerseits.
Der Haken ist aber ein ganz anderer: Sollte die Impfung zu keiner sterilen Immunität führen, bringt das überhaupt nichts.


Anderes Thema: https://www.timesofisrael.com/israel-nears-500000-vaccinated-in-new-daily-record-teachers-to-be-prioritized/

Ich weiß nicht, wie objektiv diese Zeitung ist, aber wenn das stimmt:

Zitate: "... Israel expects to receive a total of 3.8 million doses of the Pfizer vaccine by Thursday ... 4 million more doses are expected from Pfizer in February, and a million from Moderna ... Netanyahu is in contact with Pfizer to ensure that Israel does not run short in January. ..."

Falls sich jemand fragt, wo der ganze BioNTech Impfstoff hin ist.

In Israel ruft dich dein Hausarzt an und fragt dich, warum du nicht zum Impfen kommst. :D
 
baeckerbursch schrieb:
Hallo,
mit dem Argument:

Der Todesfall in Luzern war absehbar wenn man bei den >90 Jährigen anfängt zu impfen. Ich hätte ja bei den 55-75 Jährigen angefangen. Ich denke das ist die Gruppe bei denen COVID am meisten Lebensjahre in guter Lebensqualität zerstört

kannst du dir eigentlich das ganze Lockdown Theater ersparen, weil so du unbewusst genau so argumentierst als jemand, der gar keine Maßnahmen haben will. Der Grund für den Lockdown ist ja, das man es unbedingt vermeiden will zwischen verschiedenen "Werten" von Leben zu unterscheiden und so "das Recht auf Leben" eines demenzkranken 95 jährigen genau so viel wert sind wie die eines 10 jährigen.

Und aus genau dem Grund wird auch bei den ganz alten Angefangen, weil die das höchste Sterbe Risiko haben.

Oder willst du als gesunder, mit 99,95% Überlebenswahrscheinlichkeit den Impfstoff jemanden wegnehmen, der vielleicht nur 95% Überlebens Wahrscheinlichkeit hat?


Die Gruppe von 55-75 hat nie und nimmer eine Überlebenswahrscheinlichkeit 99.95%. Und das sind die die Mehrheit auf den Intensivstationen ausmachen und das System an ihre Grenzen bringen. Die Alten >85 Jahre packens oder sie sterben, die kommen nie nie nie auf die Intensivstation.

Diese Impfstrategie wird die direkte Mortalität zumindest vorest stark senken aber die Spitäler zu wenig und die Intensivstationen fast gar nicht entlasten.

rush_dc schrieb:
Manche scheinen zu vergessen, dass ich als Geimpfter trotzdem Überträger sein kann.
Oder gibts diesbezüglich schon andere Informationen?

Edit:
Die sterile Immunität ist bislang weder für den Biontech-Impfstoff noch für die weiteren zur Zulassung anstehenden Impfstoffe nachgewiesen.

https://www.swr.de/wissen/corona-impfung-das-ist-wichtig-100.html


Ist auch schwierig das entgültig zu beweisen. Aber eine gewisse annektotische Evidenz werden wir diesbezüglich sicher bald auch haben...

So lange das unklar ist, macht es in erster Linie Sinn, Leute mit hohem Risiko für einen schweren Verlauf zu impfen. Und nicht die potentiellen Überträger.
 
Pilatus schrieb:
Die Gruppe von 55-75 [...] sind die die Mehrheit auf den Intensivstationen ausmachen und das System an ihre Grenzen bringen. Die Alten >85 Jahre packens oder sie sterben, die kommen nie nie nie auf die Intensivstation.
Für Deutschland gilt dies wohl nicht. Ich habe da auf Anhieb einen Kommentar eines Lesers gefunden:

[url=https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117975/Mehr-junge-COVID-19-Patienten-auf-den-Intensivstationen-als-im-Fruehjahr schrieb:
Leserkommentar[/url]"]Ausgerechnet wären das in den Sentinel-Krankenhäusern also 12 Corona-Patienten 15-35Jahre, 26 Corona-Patienten 35-59 Jahre und 63 Coronapatienten über 60 Jahre alt. Der Altersmedian liegt hier aktuell offenbar deutlich über 60 Jahren. In der Studie zu Corona vs. GW-SARI (SARI in "Grippewellen") (Epid Bull 2020;41:3–10 | DOI 10.25646/7111) lag der Altersmedian der Hospitalisierten bei 73, der für die Intensivpflicht bei 72 und der für die Beatmung bei 71 Jahren. Ob sich das mediane Alter aktuell unterscheidet, kann man aus den Daten nicht sagen.

Die Sentinel-Studie, auf die sich der Kommentarschreiber im ersten zitierten Satz bezieht, findest Du beim RKI. Siehe Abb. 6.
 
NeusserGletscher schrieb:
Pilatus schrieb:
Die Gruppe von 55-75 [...] sind die die Mehrheit auf den Intensivstationen ausmachen und das System an ihre Grenzen bringen. Die Alten >85 Jahre packens oder sie sterben, die kommen nie nie nie auf die Intensivstation.
Für Deutschland gilt dies wohl nicht. Ich habe da auf Anhieb einen Kommentar eines Lesers gefunden:

[url=https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117975/Mehr-junge-COVID-19-Patienten-auf-den-Intensivstationen-als-im-Fruehjahr schrieb:
Leserkommentar[/url]"]Ausgerechnet wären das in den Sentinel-Krankenhäusern also 12 Corona-Patienten 15-35Jahre, 26 Corona-Patienten 35-59 Jahre und 63 Coronapatienten über 60 Jahre alt. Der Altersmedian liegt hier aktuell offenbar deutlich über 60 Jahren. In der Studie zu Corona vs. GW-SARI (SARI in "Grippewellen") (Epid Bull 2020;41:3–10 | DOI 10.25646/7111) lag der Altersmedian der Hospitalisierten bei 73, der für die Intensivpflicht bei 72 und der für die Beatmung bei 71 Jahren. Ob sich das mediane Alter aktuell unterscheidet, kann man aus den Daten nicht sagen.

Die Sentinel-Studie, auf die sich der Kommentarschreiber im ersten zitierten Satz bezieht, findest Du beim RKI. Siehe Abb. 6.

Das passt doch wunderbar zu dem was ich geschrieben habe? Dazu kommt dass wir in der zweiten Welle auch in Deutschland deutlich mehr Fälle haben und sicher auch da die Schwelle zur Intensivstation gestiegen ist. Sprich das mediane Alter der Intensivpatienten wird nocheinmal ein bisschen runter sein und dann haben wir genau die Situation die ich schildere.

baeckerbursch schrieb:
OK, ich denke auch das 99.95 übertrieben ist, aber ich glaube daß es noch über 99 liegt.

Bei den 55-75 Jährigen ohne best mögliche Therapie? Vergiss es...
 
Wir wissen relativ gesichert, daß sie Sterblichkeit so 0,2 bis 0,4 beträgt. Das bedeutet im Umkehrschluss, daß die Überlebensrate bei 99.6 bis 99.8 liegt.

Und wir wissen über dies, daß das Virus ab einem bestimmten Alter (bzw. Gesundheitszustand) ganz besonders zuschlägt. Geschätzt ab ü75 oder ü80.

Demnach müssen die Personen, die sich unterhalb dieser Grenze befinden eine (deutlich) geringere Sterblichkeit haben als die oberhalb.
 
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