Mt. Cervino schrieb:
christopher91 schrieb:
Wow erstmals positive News zwecks Impfstoffmengen. Biontech liefert im 2. Quartal 14 Mio Dosen mehr nach Deutschland.
Zeigt aber auch deutlich was mit früherer hoher Bestellung wohl sofort möglich gewesen wäre!
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/biontech-will-75-millionen-zusaetzliche-impfstoff-dosen-liefern-a-699b9505-e620-448a-9d44-de974268b585
Das zweite Quartal endet am 30.6.2021. Wenn die Pandemie so läuft wie letztes Jahr dann kann man sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Impfung zu diesem Zeitpunkt auch sparen, weil a) entweder der Impfschutz mit der Zeit abnimmt oder b) die Impfung nicht mehr so gut gegen neue Mutationen wirkt. Man wird im Sommer genau beobachten müssen, wie das Virus auf der Südhalbkugel mutiert um dann ggf. die Impfstoffe darauf anzupassen. Im Herbst werden wir dann erstaunt feststellen, dass wir noch immer nicht genügend Produktionskapazitäten haben, um für alle Betroffenen die Impfdosen innerhalb einer akzeptablen Zeitspanne bereit zu stellen und das "Spiel" beginnt von vorne. Das muss zwar nicht so sein, aber bevor wir erneut in einen Lock-Down gehen, kann ich damit leben, wenn die Bundesregierung eine Milliarde Euro für eine Produktionsstätte in den Sand setzt, die am Ende ggf. nicht benötigt wird. Wobei auf der Erde wohl Ende des Jahres noch einige Millionen Menschen leben werden, die sicher gerne die Überschüsse abnehmen, die Deutschland ggf. nicht benötigt.
Das Bundesamt für Statitik hat übrigens eine
Pressemitteilung zur Sterblichkeit in 2020 heraus gegeben.
[url=https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_044_12621.html schrieb:
Destatis[/url]"]Die gestiegenen Sterbefallzahlen im Jahr 2020 sind größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen. Insgesamt starben mindestens 576 646 Personen in dieser Altersgruppe (+41 152 Fälle oder +8 % im Vergleich zu 2019). Die Zahl der ab 80-Jährigen dürfte im Laufe des Jahres nach Ergebnissen der Bevölkerungsvorausberechnung um etwa 4 bis 5 % zugenommen haben. Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen liegen etwa auf dem Vorjahresniveau (+1 817 Fälle)
Hier hat wohl das Schutzkonzept für die ältere Bevölkerung versagt. Hatten wir eines? Es wäre interessant zu sehen, wie Tübingen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt hier abgeschnitten hat.
Länder mit moderatem Corona-Managment wie Schweden oder die Schweiz liegen derzeit bei den
wöchentlichen Sterbezahlen unter denen von Deutschland (für Schweden sind die letzten 2 Wochen wegen Meldeverzug zu ignorieren). Um Schweden ist es überhaupt sehr still geworden, nachdem die dortige Regierung die rechtliche Grundlage für Beschränkungen geschaffen hatte und darauf hin zum wiederholten Mal das Ende des schwedischen Sonderwegs beschworen wurde. Vielleicht hat Schweden auch nur einfach aus den Fehlern im Frühjahr gelernt und schützt nun seine ältere Bevölkerung besser, während alle andere Menschen weitgehend uneingeschränkt ihr normales Leben leben können? Wäre es nicht besser gewesen, sich im Detail anzuschauen, was andere Länder besser machen anstatt immer nur auf Regierungen einzuhacken, die es wagen, einen anderen Kurs zu verfolgen?
Mt. Cervino schrieb:
Manchmal denke ich aber, dass die Politik gar keine Interesse daran hat, die Verbreitung der UK Mutation nachzuweisen, weil aktuell sehr viel einschränkende Maßnahmen mit der zusätzlichen potentiellen Gefahr der UK-Mutation begründet wurden...
Man sollte niemals Absicht unterstellen, wo fachliche Überforderung als Erklärung völlig ausreichend ist
