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Wurzelsepp schrieb:
Ganz ehrlich: Wenn jetzt keine Notsituation ist, wann dann??

Es geht darum, vorher alles zu tun, um schwere Verläufe mit intensiven Verläufen zu vermeiden, wenn das nicht mehr geht, dann klar,

Die Gleichung mit der Freiheit und den Kosten gehe ich nicht mit. Tiefe Inzidenzen bieten richtig gemanaged sicher mehr Freiheit für alle, von den Kosten reden wir gar nicht.

EDIT:
Jede Wette, hätten wir entschieden reagiert vor der zweiten Welle, wären wir jetzt längst raus und alle auf der Piste.
 
Pancho schrieb:
Jede Wette, hätten wir entschieden reagiert vor der zweiten Welle, wären wir jetzt längst raus und alle auf der Piste.

Weiss nicht, dann hätten wir die zweite Welle einfach jetzt. Wenn man es unter Kontrolle behalten will, gehts wohl nicht mit lockern im Winter.
 
Pancho schrieb:
Es geht darum, vorher alles zu tun, um schwere Verläufe mit intensiven Verläufen zu vermeiden, wenn das nicht mehr geht, dann klar,

Die Gleichung mit der Freiheit und den Kosten gehe ich nicht mit. Tiefe Inzidenzen bieten richtig gemanaged sicher mehr Freiheit für alle, von den Kosten reden wir gar nicht.
EDIT:
Jede Wette, hätten wir entschieden reagiert vor der zweiten Welle, wären wir jetzt längst raus und alle auf der Piste.
Zum Edit:
1. Das ist die einfachst mögliche Wette, da du sie weder verlieren noch gewinnen kannst...
2 Ist das in der CH schon möglich, obwohl die zweite Welle wohl schlimmer verpennt wurde als in De oder At.

Zum ersten Satz:
Ich bin NICHT der Meinung, dass man alles tun muss, um schwere Verläufe zu vermeiden, weder bei Corona noch sonst... würde man das machen müsste man als Konsequenz zB ein Tempolimit von 20km/h auf allen Strassen einführen, schliesslich liessen sich so "viele Unfälle mit intensiven Folgen vermeiden". Ja, dieses Tempolimit würde viel kosten, aber das tun die aktuellen Coronamassnahmen auch. Ja, das Tempolimit würde nicht überall auf Akzeptanz stossen, das tun die Coronamassnahmen aber auch nicht. Und ja, der Vergleich ist dämlich, mir ist mitten in der Nacht nichts Besseres in den Sinn gekommen, sorry.
 
Pilatus schrieb:
Pancho schrieb:
Jede Wette, hätten wir entschieden reagiert vor der zweiten Welle, wären wir jetzt längst raus und alle auf der Piste.

Weiss nicht, dann hätten wir die zweite Welle einfach jetzt. Wenn man es unter Kontrolle behalten will, gehts wohl nicht mit lockern im Winter.

Natürlich weiß ich es auch nicht wirklich. Wir haben im Sommer sehr viel Potential verschenkt, mit dem Wischi-Waschi-Quatsch im November dann nochmals. Klar muss man immer gegensteuern, aber wenn man es schnell tut, geht es auch sanfter, davon bin ich überzeugt (rede von D).
 
Wurzelsepp schrieb:
Pancho schrieb:
Es geht darum, vorher alles zu tun, um schwere Verläufe mit intensiven Verläufen zu vermeiden, wenn das nicht mehr geht, dann klar,

Die Gleichung mit der Freiheit und den Kosten gehe ich nicht mit. Tiefe Inzidenzen bieten richtig gemanaged sicher mehr Freiheit für alle, von den Kosten reden wir gar nicht.
EDIT:
Jede Wette, hätten wir entschieden reagiert vor der zweiten Welle, wären wir jetzt längst raus und alle auf der Piste.
Zum Edit:
1. Das ist die einfachst mögliche Wette, da du sie weder verlieren noch gewinnen kannst...
2 Ist das in der CH schon möglich, obwohl die zweite Welle wohl schlimmer verpennt wurde als in De oder At.

Zum ersten Satz:
Ich bin NICHT der Meinung, dass man alles tun muss, um schwere Verläufe zu vermeiden, weder bei Corona noch sonst... würde man das machen müsste man als Konsequenz zB ein Tempolimit von 20km/h auf allen Strassen einführen, schliesslich liessen sich so "viele Unfälle mit intensiven Folgen vermeiden". Ja, dieses Tempolimit würde viel kosten, aber das tun die aktuellen Coronamassnahmen auch. Ja, das Tempolimit würde nicht überall auf Akzeptanz stossen, das tun die Coronamassnahmen aber auch nicht. Und ja, der Vergleich ist dämlich, mir ist mitten in der Nacht nichts Besseres in den Sinn gekommen, sorry.

Ich hab mir das nicht selbst aus den Fingern gesaugt, und ich weiß nicht ob es wirklich gegangen wäre.

Es ist ein komplettes Konzept, dass in D von der bereits verlinkten Melanie Brinkmann und dem Ökonomen Fuest entwickelt wurde, gestützt wird es von Frau Priesemann und dem Helmholtz-Team.

Ich habe es hier oft verlinkt, man muss sich damit etwas beschäftigen. Mich hat die Logik, soweit ich es verstehe, überzeugt.
Das liest sich nicht in einem Post. Scroll hier oder Google.

Stichwort „No-COVID“ nicht zu verwechseln mit „Zero-COVID“, das ist etwas anderes.
 
Pancho schrieb:
Tiefe Inzidenzen bieten richtig gemanaged sicher mehr Freiheit für alle, von den Kosten reden wir gar nicht.

Das halte ich für doppelte Märchenstunde. Erklärt habe ich das einige Seiten vorher. Und wie ich die Entwicklung der Diskussion der letzten Tage wahrnehme dann häufen sich die Stimmen von Experten und Politikern, die das ähnlich sehen. Die Zukunft wird es zeigen.
 
Was in jedem Fall bleibt, sind weniger Opfer.

Ich dachte du hältst prinzipiell nix von Experten?
 
Wurzelsepp schrieb:
Ich bin NICHT der Meinung, dass man alles tun muss, um schwere Verläufe zu vermeiden, weder bei Corona noch sonst... würde man das machen müsste man als Konsequenz zB ein Tempolimit von 20km/h auf allen Strassen einführen, schliesslich liessen sich so "viele Unfälle mit intensiven Folgen vermeiden". Ja, dieses Tempolimit würde viel kosten, aber das tun die aktuellen Coronamassnahmen auch. Ja, das Tempolimit würde nicht überall auf Akzeptanz stossen, das tun die Coronamassnahmen aber auch nicht. Und ja, der Vergleich ist dämlich, mir ist mitten in der Nacht nichts Besseres in den Sinn gekommen, sorry.

Hab grad einen Artikel gefunden, der das Konzept ziemlich kompakt erläutert. Schwere Fälle werden quasi als Nebeneffekt reduziert. Ich finde es wäre einen Versuch wert:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-pandemie-wissenschaftler-fordern-no-covid-strategie-fuer-europa-a-04070b17-9753-4aaa-b3c8-ddea469e0ede

Priesemann hat das modelltechnisch mit ihrem Team am Helmholtzinstitut modelliert.
So jetzt gehe ich auch mal schlafen... :D
 
Danke für den Link Pancho, er zeigt nur wieder dass kein geeignetes Konzept exisitiert um in absehbarer Zeit auf die 10er Inzidenz zu kommen.

Als Zielgröße nannte Brinkmann Inzidenzwerte möglichst in der Größenordnung von zehn. Dies sei durchaus in überschaubarer Zeit erreichbar, wie Beispiele anderer Länder oder auch die niedrigen Inzidenzwerte in Deutschland im vergangenen Sommer zeigten.
Welche anderen Länder haben es ohne weitreichende Ausgangssperren (nicht Beschränkungen!) in "überschaubarer Zeit" geschafft, von einer 100er Inzidenz auf eine 10er Inzidenz zu kommen?

Zum zweiten Satzteil braucht man eh nix zu sagen. Ja da war Sommer, was haben wir jetzt???

Ich weiß Pancho, du kannst und musst mir diese Fragen nicht beantworten, das wäre die Aufgabe des Verfassers gewesen. Ah ich sehe gerade, da kam noch etwas:


Eine Notwendigkeit für drastische zusätzliche Einschränkungen sehen die Forscherinnen und Forscher nicht, wohl aber für einen klügeren und effizienteren Lockdown, wie Priesemann sagte. Beispielsweise seien keine Grenzschließungen erforderlich, sofern die Reisenden vor und nach dem Grenzübertritt konsequent getestet würden, sagte Brinkmann. Bei der Kontaktbeschränkung seien kleine, stabile soziale Blasen weniger problematisch als ständig wechselnde Kontakte.

Generell sollten die Bedingungen für Homeoffice und Onlineunterricht verbessert werden, um Infektionsrisiken zu mindern. Wo dies nicht gehe, sollten auch an Schulen und Arbeitsplätzen mehr kostenlose Tests angeboten werden, um Ausbrüche frühzeitig zu erkennen.
Und das soll ausreichen um "in überschaubarer Zeit" auf eine 10er Inzidenz zu kommen?? Nicht falsch verstehen, grundsätzlich finde ich die Maßnahmen auch sinnvoll, aber nicht um auf eine 10er Inzidenz zu kommen, sondern um das Infektionsgeschehen auf einem beherrschbaren Niveau zu halten.
 
powdertiger schrieb:
Pancho schrieb:
Tiefe Inzidenzen bieten richtig gemanaged sicher mehr Freiheit für alle, von den Kosten reden wir gar nicht.

Das halte ich für doppelte Märchenstunde.
Das Märchen wird in Finnland, Norwegen, Japan, Südkorea, Taiwan, Island und einigen anderen Ländern gelebt. Und in Neuseeland und Australien wurde es den ganzen Winter über gelebt.
Mit nur sehr wenig eingeschränkten Freiheiten, viel weniger schweren Verläufen und viel weniger Todesfällen.
 
Jan Tenner schrieb:
powdertiger schrieb:
Pancho schrieb:
Tiefe Inzidenzen bieten richtig gemanaged sicher mehr Freiheit für alle, von den Kosten reden wir gar nicht.

Das halte ich für doppelte Märchenstunde.
Das Märchen wird in Finnland, Norwegen, Japan, Südkorea, Taiwan, Island und einigen anderen Ländern gelebt. Und in Neuseeland und Australien wurde es den ganzen Winter über gelebt.
Mit nur sehr wenig eingeschränkten Freiheiten, viel weniger schweren Verläufen und viel weniger Todesfällen.
kannst mal wieder ein Land streichen
https://www.dw.com/de/japan-ist-kein-vorbild-in-der-corona-abwehr-mehr/a-56402366
was alle massiv eingeschränkt haben ist natürlich die Reisefreiheit...
 
Das Märchen wird in Finnland, Norwegen, Japan, Südkorea, Taiwan, Island und einigen anderen Ländern gelebt. Und in Neuseeland und Australien wurde es den ganzen Winter über gelebt.

Japan ist kein Vorbild mehr.

Südkorea, Taiwan, Island, Neuseeland: sind politische oder geografische Insellagen. Wenig Grenzgänger, kaum Transit, leicht durchzusetzendes Grenzregime. Gilt sinngemäß ggf. sogar für Finnland und Norwegen.

Australien: Über 100 Tage Lock-Down, freies Reisen innerhalb des Landes eingeschränkt, wer von Sydney nach Melbourne will, braucht eine Ausnahmegenehmigung, Australische Bürger haben Schwierigkeiten, in ihr eigenes Land zurück zu kehren.

Das ist kein Märchen, das ist ein Alptraum.
 
Japan steht trotzdem im Vergleich zu zb Detuschland bestens da.

Was mich mehr beschäftigt ist, wie das in Asien mit dem Impfen ablaufen soll. Die einzigen, die intensiv impfen, ist China.

https://www.nytimes.com/2021/01/31/world/asia/japan-south-korea-vaccinations.html


Wer glaubt, Taiwan und Südkorea seien soooo einfach abzuschotten, war wahrscheinlich noch nie dort. Das sind beides Industriestandorte mit erheblichem Transit.
 
NeusserGletscher schrieb:
Das Märchen wird in Finnland, Norwegen, Japan, Südkorea, Taiwan, Island und einigen anderen Ländern gelebt. Und in Neuseeland und Australien wurde es den ganzen Winter über gelebt.
Südkorea, Taiwan, Island, Neuseeland: sind politische oder geografische Insellagen. Wenig Grenzgänger, kaum Transit, leicht durchzusetzendes Grenzregime. Gilt sinngemäß ggf. sogar für Finnland und Norwegen.
Und in Schweden ist alles ganz anders, oder wie? Norwegen und Finnland bekommen die niedrigen Inzidenzen aufgrund der natürlichen Gegebenheiten geschenkt, während in Schweden die topographischen, klimatischen und kulturellen Gegenheiten gaaaanz anders sind, so dass sie natürlicherweise eine 10x höhere Todesrate als die Nachbarstaaten haben?
Eine typische Nebelkerze von dir!
 
Jan Tenner schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Das Märchen wird in Finnland, Norwegen, Japan, Südkorea, Taiwan, Island und einigen anderen Ländern gelebt. Und in Neuseeland und Australien wurde es den ganzen Winter über gelebt.
Südkorea, Taiwan, Island, Neuseeland: sind politische oder geografische Insellagen. Wenig Grenzgänger, kaum Transit, leicht durchzusetzendes Grenzregime. Gilt sinngemäß ggf. sogar für Finnland und Norwegen.
Und in Schweden ist alles ganz anders, oder wie? Norwegen und Finnland bekommen die niedrigen Inzidenzen aufgrund der natürlichen Gegebenheiten geschenkt, während in Schweden die topographischen, klimatischen und kulturellen Gegenheiten gaaaanz anders sind, so dass sie natürlicherweise eine 10x höhere Todesrate als die Nachbarstaaten haben?
Eine typische Nebelkerze von dir!

dafür aber mit insgesamt deutlich weniger Einschränkungen...
uralte Statistik, was besseres hab ich nicht gefunden
https://www.europarl.europa.eu/workingpapers/soci/w16/summary_de.htm
dürfte seitdem explodiert sein, zeigt aber ne Tendenz zu den Grenzgängern.
Wir haben schwedische Besitzer, bisher schimpft von denen keiner über den Weg.

mal wieder was zu den Inzidenzen, dürfte überall gleich sein:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/extreme-inzidenz-unterschiede-in-baden-wuerttemberg-100.html
man kann also davon ausgehen, dass die Inzidenz in AT auf Grund der Massentests eigentlich gar nicht höher ist als in DE
 
Pilatus schrieb:
rush_dc schrieb:
Ist doch oft so, je mehr Genie oder studiert desto weniger Plan vom richtigen Leben.

Was ist denn das richtige Leben?

Momentan zusehen zu müssen wie seine Existenz den Bach runtergeht die man sich Jahrelang aufgebaut hat.
Außerdem ist das Arbeitslosengeld ein Witz, hier gehört dringend nachgebessert. Als Kellner/in zb. hast momentan ganz andere Sorgen, wie sollst den von den paar Euro überleben? Kein Trinkgeld usw.
55% von an Scheißdreck verdienen reicht halt nicht.
 
Klar darf man Long Covid nicht verharmlosen, aber ich denke nicht das es ein Regelfall ist.

Die Annahme, das man nach einer Lungenentzündung nach 2 Wochen wieder Sport machen darf ist auch komplett aus der Luft gegriffen; Covid ist keine einfache Erkrankung, trotzdem haben die überwiegende Mehrzahl (vor allem der jüngeren) kein Problem damit.

Wenn es so schlimm wäre, wäre halb Schweden schon beim Lungenfacharzt. Auch hatten es in D schon mehr als 2 Millionen Menschen!

Sich an Einzelfällen aufzuhängen zeugt nicht von Weitsicht.
 
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