• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Coronavirus 2019-nCoV

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich hab nochmals über dieses Priesemann-Modell nachgedacht. Schaut, bzw. hört euch einfach mal die nach der Stelle folgenden Minuten mal konzentriert an, behaltet das Bild mit der Waage im Hinterkopf, versucht da zu folgen:
https://youtu.be/OQUU3QsKoZk?t=30m52s

Sie spricht von einem metastabilen Zustand, der durch stabile Inzidenzen bei moderaten Maßnahmen gekennzeichnet wird. Hatten wir nicht genau diesen Zustand im Sommer? Ist das nicht eigentlich ein Indiz, dass dieses Modell stimmen könnte?

Gekippt ist es dann gegen Herbst (siehe Bild mit der Waage, dort spielt Saisonalität ja auch eine Rolle), wir haben verpennt, auf der anderen Seite Gas zu geben, und die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, deswegen kam es wie es jetzt ist?

EDIT:
albe, was sagst Du dazu? Unsere Mathelehrer? Alle anderen gerne auch... :D
 
Ich bin gespannt auf die weiteren Fallzahlen aus Israel.

Vor 3 Tagen hat man ja gehört das die Impfung beginnt zu wirken, ich hoffe das dem auch so ist & das ganze Nachhaltig wirkt. Die Fallzahlen schauen ja ganz ähnlich zu anderen Ländern aus.
 
Tyrolens schrieb:
Das denke ich mir auch. Bei den Mutationen ist der Zug längst abgefahren. Was will man nun mit einer Eindämmung erreichen? Was mach machen könnte: Jedes Dorf mit einer Inzidenz von über 100 wie im Frühling unter Vollquarantäne stellen.

Laut Schätzungen gibt es schon 4000 Mutationen. Wie bitte kommt man dann auf den Gedanken dies eindämmen zu können? Denn selbst wenn, dann kommt die nächste.

Panikagieren der Politik, nix anderes!
 
Pancho schrieb:
Aber genau so werden Fakenews geboren, und davon haben wir genug.

Genug haben wir nicht nur Fake News, sondern auch ständig wiederholte Meinungen und irreführende Vereinfachungen.

Daher Danke für deinen obigen Beitrag (vor allem das verlinkte Video) und für die vielen Beiträge davor, mit denen du hier – scheinbar unermüdlich – die Qualität hebst.

Es wäre schön, wenn (auch mit Hilfe deiner Beiträge) mehr Leute ihre Kenntnisse über Wissenschaft ausbauen würden, und vor allem einsehen könnten, dass Wissenschaft ein Prozess ist, kein Personenkult. Deshalb funktioniert sie. Über kurz oder lang setzen sich nicht die am lautesten geäußerten Erkenntnisse durch, sondern diejenigen, die einer Überprüfung am besten standhalten.

So macht es auch für Gesellschaft und Politik Sinn, stets die besten Erkenntnisse heranzuziehen und nicht möglichst viele verschiedene Meinungen beliebiger Qualität. Und es macht Sinn, gesicherte Erkenntnisse zu akzeptieren und sich dann zu fragen, wie wir das Beste daraus machen. Ganz blöd ist es, auf Überbringer möglicherweise unbequemer Nachrichten zu feuern, stattdessen Realitätsverweigerung zu betreiben und einen Irrlichter-Kult aufzuziehen.

Im Video konnten wir lernen, dass Viola Priesemann zwar von Haus aus Physikerin ist, die vorgestellten Erkenntnisse aber keineswegs abgehoben im Elfenbeinturm gewonnen wurden, wie mancher hier zu gern glauben möchten. Die haben tatsächlich Gesundheitsämter befragt und aus erster Hand erfahren, wie die Dinge in der Praxis laufen. Und sie hat sehr wohl die sozialen Aspekte im Blick, wie die geringere Kooperationsbereitschaft bei niedriger Inzidenz. Was wollen wir mehr?

Wenn also kritisiert wird, dann bitte zunächst die Sache und mit gehöriger Demut im Lichte möglicher eigener Fehleinschätzungen, gerade wenn die Dinge komplex sind. schmidti vermisst die Betrachtung der Anzahl zu verfolgender Kontakte im Einzelfall, die bei geringeren Beschränkungen natürlich höher ist und dann mehr Arbeit pro Fall macht. Eine Aussage dazu konnte ich auf die Schnelle im Video auch nicht finden. Wenn man sich ansonsten aber anhört, wie die gearbeitet haben, wäre die Annahme nahe liegend, dass dieser Faktor aufgrund der Gespräche mit Gesundheitsämtern in die Modellierung eingeflossen ist.
 
Neandertaler schrieb:
Apropos wegen deiner Signatur, Schneeuchs.
Durchseuchung statt Dauerlockdown!
In Portugal läuft gerade der Realversuch:
PORTUGAL
Totalüberlastung in Portugal durch Covid-19
Die Intensivstationen in Portugal sind überbelegt, das Personal geht aus. Ärzte machen Politiker für die Katastrophe verantwortlich, weil diese "Weihnachten retten" wollten
...
Nach Angaben der Ärztekammer haben sich bereits 23.000 der 50.000 Ärzte mit Covid infiziert. Beim Pflegepersonal sieht es noch schlimmer aus. "Betten haben wir, aber es mangelt beim Management der menschlichen Ressourcen", muss Gesundheitsministerin Marta Temido eingestehen.
...
https://www.derstandard.at/story/2000123867946/totalueberlastung-in-portugal-durch-covid-19
Die brauchen gerade Hilfe. Also hin da und du wirst Teil einer wunderbaren Durchseuchung.

Geht nicht, Grenze geschlossen. :wink:

Aber Indien scheint es geschafft zu haben:

https://www.nzz.ch/international/in...enimmunitaet-erreicht-ld.1599761?reduced=true

In der Ukraine hat es die Hälfte schon gehabt, seitdem stabilisiert sich wohl die Lage:

https://www.krone.at/2333665

Und in Brasilien mag man nicht mehr:

https://www.rtl.de/cms/trotz-corona...lien-nach-einzug-ins-copa-finale-4683497.html
 
Pancho schrieb:
Hatten wir nicht genau diesen Zustand im Sommer?

vermutlich - ich habe jetzt en R Wert nicht mehr im Kopf, erinnere mich aber daran, dass die Gastronomie wieder geöffnet wurde bei einer Inzidenz von unter 10. In Verbindung damit, dass (zumindest hier im Freiburger Raum) das öffentliche Leben quasi nur im Freien stattgefunden hat, hat das gut funktioniert. Der Fehler ist dann aus meiner Sicht im Herbst passiert, als man viel zu lange damit gewartet hat Kontakte wieder einzuschränken.

Ansonsten, mir fehlt die Zeit das Paper vernuenftig zu lesen - ich muss gerade etwas anderes reviewen... - aber jeder der mag kann ja den Code und die Daten der zugrunde liegenden Simulation downloaden und mal experimentieren was passiert wenn man Parameter ändert.
 
christopher91 schrieb:
Laut Schätzungen gibt es schon 4000 Mutationen. Wie bitte kommt man dann auf den Gedanken dies eindämmen zu können? Denn selbst wenn, dann kommt die nächste.

Panikagieren der Politik, nix anderes!

Mutation ist nicht gleich Mutation. Die südafrikanische Mutation ist deshalb in aller Munde, weil sie meines Wissens den Wirkungsgrad der mRNA Impfstoffe auf ~ 50% reduziert.
So wie man jede Infektion eindämmen kann, kann man das auch bei Mutationen.
 
Pancho schrieb:
Ich hab nochmals über dieses Priesemann-Modell nachgedacht. Schaut, bzw. hört euch einfach mal die nach der Stelle folgenden Minuten mal konzentriert an, behaltet das Bild mit der Waage im Hinterkopf, versucht da zu folgen:
https://youtu.be/OQUU3QsKoZk?t=30m52s

Sie spricht von einem metastabilen Zustand, der durch stabile Inzidenzen bei moderaten Maßnahmen gekennzeichnet wird. Hatten wir nicht genau diesen Zustand im Sommer? Ist das nicht eigentlich ein Indiz, dass dieses Modell stimmen könnte?

Gekippt ist es dann gegen Herbst (siehe Bild mit der Waage, dort spielt Saisonalität ja auch eine Rolle), wir haben verpennt, auf der anderen Seite Gas zu geben, und die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, deswegen kam es wie es jetzt ist?

EDIT:
albe, was sagst Du dazu? Unsere Mathelehrer? Alle anderen gerne auch... :D


Merci fürs posten, schau ich mir definitv an!
 
Tyrolens schrieb:
christopher91 schrieb:
Laut Schätzungen gibt es schon 4000 Mutationen. Wie bitte kommt man dann auf den Gedanken dies eindämmen zu können? Denn selbst wenn, dann kommt die nächste.

Panikagieren der Politik, nix anderes!

Mutation ist nicht gleich Mutation. Die südafrikanische Mutation ist deshalb in aller Munde, weil sie meines Wissens den Wirkungsgrad der mRNA Impfstoffe auf ~ 50% reduziert.
So wie man jede Infektion eindämmen kann, kann man das auch bei Mutationen.

Viren mutieten nunmal, nicht jede Mutation ist gleich.

Aber das sie mutieren war klar und damit muss man umgehen. Und man kann alles eindämmen aber zu welchem Preis?

Und aktuell schlagen die Mutationen sich in den Fallzahlen nicht negativ wieder. Drum ist das für mich grad zuviel agieren aus Vorsicht.

Drum gut das Tirol nicht abgeschottet wird. Wäre eh nicht rechtsmäßig, wie ja für den Lockdown im Frühjahr das Gericht entschieden hatte zwecks Gemeinequarantäne.
 
Es ist ökonomisch einzudämmen, bevor das Problem groß wird. Das wissen wir inzwischen ziemlich sicher.
 
Pancho schrieb:
Es ist ökonomisch einzudämmen, bevor das Problem groß wird. Das wissen wir inzwischen ziemlich sicher.

Das siehst du so, ich sehe das aufgrund der ganzen Begleitfolgen der Maßnahmen eben anders.
 
Wir brauchen auch weniger Maßnahmen, deren Folgen du fürchtest, wenn wir es nicht verbummeln. Haben wir jetzt durch unser Warten, Zögern und Hoffen bis November mehr oder weniger Maßnahmen (samt Nebenwirkungen)? : :wink:
 
Schneefuchs schrieb:
Geht nicht, Grenze geschlossen. :wink:

aber nicht ganz:
"Bei der Einreise aus dem EU- und Schengenraum auf dem Luftweg werden ab dem 31. Januar 2021 je nach Risikoeinstufung unterschiedliche Maßnahmen angewandt. Für Einreisen aus Deutschland gilt in der jetzigen Einstufung die Pflicht, einen negativen PCR Test (max. 72 h vor Abflug entnommen) gegenüber der Fluggesellschaft vor Abflug nachzuweisen. Diese Pflicht gilt nicht für Kinder unter 2 Jahren. Reisende müssen bei Einreise auf dem Luftweg eine elektronische Reiseanmeldung (Passenger Locator Card) machen. Eine Einreise über den Landweg ist ab dem 31. Januar 2021 nur noch möglich, wenn ein Wohnsitz in Portugal (in der Regel das „Certificado de Registo de Cidadão da União Europeia“) nachgewiesen werden kann oder zu beruflichen (Grenzpendler) oder gewerblichen Zwecken. Über etwaige Ausnahmen wie z.B. Einreise bei einem familiären Notfall entscheiden die Grenzbeamten. Es wird empfohlen entsprechende Unterlagen mitzuführen. Diese Einreisebeschränkungen gelten zunächst für 14 Tage."
Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/portugal-node/portugalsicherheit/210900

etwas ausführlicher hier: https://www.visitportugal.com/de/content/covid-19-informationen-%C3%BCber-ma%C3%9Fnahmen-portugal?fbclid=IwAR32orXPHLfWdc6yRa1lM9chJyganKqJ2HzC5m-ZSrpZ5w-A5vQacSFb5Ps
 
Oliver.O schrieb:
Genug haben wir nicht nur Fake News, sondern auch ständig wiederholte Meinungen und irreführende Vereinfachungen.
(...)
Es wäre schön, wenn (auch mit Hilfe deiner Beiträge) mehr Leute ihre Kenntnisse über Wissenschaft ausbauen würden, und vor allem einsehen könnten, dass Wissenschaft ein Prozess ist, kein Personenkult. Deshalb funktioniert sie. Über kurz oder lang setzen sich nicht die am lautesten geäußerten Erkenntnisse durch, sondern diejenigen, die einer Überprüfung am besten standhalten.
(...)
... dass dieser Faktor aufgrund der Gespräche mit Gesundheitsämtern in die Modellierung eingeflossen ist.

Danke dir für deinem Beitrag. Ja, das ist irgendwo der Antrieb, obwohl ich selbst nicht wirklich Wissenschaftler bin. Aber ich bin überzeugt, dass es unsere schärfste Waffe gegen die Herausforderungen der Zeit ist, und sehe dass sie systematisch diskreditiert wird. Möchte nicht ins dunkle Mittelalter....

Das Problem ist, dass die schweigende Mehrheit vielleicht so lange schweigt, bis sie nix mehr zu sagen hat - wenn es dumm läuft...
 
Pancho schrieb:
Danke dir für deinem Beitrag. Ja, das ist irgendwo der Antrieb, obwohl ich selbst nicht wirklich Wissenschaftler bin. Aber ich bin überzeugt, dass es unsere schärfste Waffe gegen die Herausforderungen der Zeit ist, und sehe dass sie systematisch diskreditiert wird. Möchte nicht ins dunkle Mittelalter....

Das Problem ist, dass die schweigende Mehrheit vielleicht so lange schweigt, bis sie nix mehr zu sagen hat - wenn es dumm läuft...

So sehe ich das auch, Schweigen wird ja leider zu oft in Zustimmung umgedeutet...
 
Pancho schrieb:
Wir brauchen auch weniger Maßnahmen, deren Folgen du fürchtest, wenn wir es nicht verbummeln. Haben wir jetzt durch unser Warten, Zögern und Hoffen bis November mehr oder weniger Maßnahmen (samt Nebenwirkungen)? : :wink:

Das im November ein harter Lockdown sinnvoller gewesen wäre sind wir uns eh einig.

Das heißt aber nicht das nun Dauerlockdown und No Covid sinnvoll ist aus Angst vor Mutationen, über die man aber wenig weiß.
 
Ich hab noch nie für irgendwas aus Angst plädiert. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Auch wenn man aus Angst vor Begleitfolgen der Maßnahmen diese ablehnt und zu früh beendet oder gar nicht einleitet, wäre das panisches Handeln.

Angst und Panik ist kein Monopol einer Seite hier, wird aber in meiner Wahrnehmung vorwiegend einer Seite angekreidet.

Dauerlockdown wird langsam zum Kampfbegriff gegen Befürworter niedriger Zahlen. Dabei wird genau das ja dadurch vermutlich vermieden.
 
Pancho schrieb:
Oliver.O schrieb:
Genug haben wir nicht nur Fake News, sondern auch ständig wiederholte Meinungen und irreführende Vereinfachungen.
(...)
Es wäre schön, wenn (auch mit Hilfe deiner Beiträge) mehr Leute ihre Kenntnisse über Wissenschaft ausbauen würden, und vor allem einsehen könnten, dass Wissenschaft ein Prozess ist, kein Personenkult. Deshalb funktioniert sie. Über kurz oder lang setzen sich nicht die am lautesten geäußerten Erkenntnisse durch, sondern diejenigen, die einer Überprüfung am besten standhalten.
(...)
... dass dieser Faktor aufgrund der Gespräche mit Gesundheitsämtern in die Modellierung eingeflossen ist.

Danke dir für deinem Beitrag. Ja, das ist irgendwo der Antrieb, obwohl ich selbst nicht wirklich Wissenschaftler bin. Aber ich bin überzeugt, dass es unsere schärfste Waffe gegen die Herausforderungen der Zeit ist, und sehe dass sie systematisch diskreditiert wird. Möchte nicht ins dunkle Mittelalter....

Das Problem ist, dass die schweigende Mehrheit vielleicht so lange schweigt, bis sie nix mehr zu sagen hat - wenn es dumm läuft...
Das sich mehr Menschen mit den Ergebnissen der Wissenschaft auseinandersetzen, dem stimme ich gerne zu!
Machen wir gleich weiter damit und hören kurz Herrn Prof. Streeck zu, der war gestern Abend bei Markus Lanz im ZDF zu sehen. Übrigens sind auch die Ausführungen des Rostocker Oberbürgermeisters interessant: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz
 
Hab ich gesehen. Streeck hat nix Neues, außer ein Buch - Rostock fand ich sehr spannend. Die Journalistin hat die Kritik an Streeck treffend formuliert. Auf die harten Inhalte festgenagelt ist er doch sehr Mainstream. Wo hat er denn abweichende Standpunkte?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben