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Coronavirus 2019-nCoV

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Doch sicher. Weil der Lockdown härter und länger dauert und vergiss nicht die Minderwirkung der Impfungen.
 
Tyrolens schrieb:
Doch sicher. Weil der Lockdown härter und länger dauert und vergiss nicht die Minderwirkung der Impfungen.
Stell mal die Grafik zur Entwicklung unter

https://www.srf.ch/news/international/grafiken-zu-corona-weltweit-faelle-impfungen-uebersterblichkeit-corona-zahlen-weltweit-2

auf Infizierte, neu gemeldet, pro 100.000 und linear und Vergleiche CH, AT, Vereinigtes Königreich, Portugal:
Daraus kann man einzig ableiten, dass ein Lockdown wirkt, und zwar mit und ohne Mutation. Alles andere ist Spekulation, da die Rahmenbedingungen überall unterschiedlich sind. Gemeinsamkeit ist aber immer, dass der Lockdown wirkt.
Mutmaßen kann man zu Portugal noch, dass das eine Weihnachtswelle ist, die es so wohl auch in anderen Ländern gegeben hätte, wenn man es dort so hätte laufen lassen, wie die Portugiesen.
 
Ich finde es schade, dass sich bislang niemand unserer Skandinavien-Experten hier näher zu den Maßnahmen in Norwegen geäußert hat. Ich habe mich zugegeben von dem selbstsicheren Auftreten einiger User ins Bockshorn jagen lassen und war davon ausgegangen, dass Norwegen im Gegensatz zu Schweden ein absolut hartes Corona-Regime eingeführt hat. Doch wenn ich jetzt mangels eigener Ortskenntnis mir die offiziellen Dokumente dazu anschaue, dann habe ich den Eindruck, dass Norwegen zwar mehr getan hat als Schweden, aber deutlich weniger als Deutschland.

Aktuell gelten folgende Regeln in Oslo:
es sind private Treffen bis zu 10 Personen erlaubt
Restaurants sind zumindest für private Veranstaltungen bis zu 10 Personen geöffnet, in der Einleitung steht, dass Restaurants, Bars, Pubs und Cafés wieder öffnen dürfen
kleine Läden sind geöffnet, ebenso Friseure
Kitas und Schulen sind unter Einhaltung strenger Regeln geöffnet
Schulsport wie Schwimmen ist möglich
Außensportanlagen bleiben mit Einschränkungen zugänglich
der Besuch von Pflegeheimen unterliegt strengen Hygieneregeln

Quelle: Stadt Oslo

Zu Beginn der Pandemie wurden vor allem Kitas, Schulen und Universitäten geschlossen. Die Einreise wurde stark erschwert. Außer Wikipedia finde ich leider keine halbwegs brauchbare zeitliche Aufstellung.

Aktuell lese ich auch nichts von geschlossenen Skigebieten oder von Skitouristen, die wie Schwerverbrecher verfolgt und von den Pisten vertrieben werden. Im Gegenteil, wenn ich mit Live-Bilder anschaue, dann sehe ich viele Wintersportler, die in Sesseln auf den Berg transportiert werden und ihrem Hobby nachgehen können.



Von den Öffnungszeiten könnte man sich in den Alpen gerne einmal eine Scheibe abschneiden. 9-21 Uhr. Nicht schlecht, wo in den Alpen mancher Lift schon ab 15:00 dicht macht. Beachtet auch die langen Schlangen vor den Liften. Bei dieser Dichte an Menschen bekäme der eine oder andere Reporter aus der Boulevardpresse Schnappatmung.

Wie sieht es denn mit denjenigen aus, die uns hier Norwegen immer als leuchtendes Beispiel und Gegenpol zu Schweden präsentiert haben? Welche Maßnahmen wurden zu welchem Zeitpunkt in Norwegen beschlossen und führten dazu, dass die reinen Fallzahlen niedriger sind als in dem Nachbarland oder aktuell auch in Deutschland?
 
3303 schrieb:
Stell mal die Grafik zur Entwicklung unter

https://www.srf.ch/news/international/grafiken-zu-corona-weltweit-faelle-impfungen-uebersterblichkeit-corona-zahlen-weltweit-2

auf Infizierte, neu gemeldet, pro 100.000 und linear und Vergleiche CH, AT, Vereinigtes Königreich, Portugal:
Daraus kann man einzig ableiten, dass ein Lockdown wirkt, und zwar mit und ohne Mutation. Alles andere ist Spekulation, da die Rahmenbedingungen überall unterschiedlich sind. Gemeinsamkeit ist aber immer, dass der Lockdown wirkt.
Mutmaßen kann man zu Portugal noch, dass das eine Weihnachtswelle ist, die es so wohl auch in anderen Ländern gegeben hätte, wenn man es dort so hätte laufen lassen, wie die Portugiesen.

Die Ausbrüche waren in allen betroffenen Ländern weitaus stärker als die davor.
England: https://coronavirus.data.gov.uk/
 
Tyrolens schrieb:
3303 schrieb:
Stell mal die Grafik zur Entwicklung unter

https://www.srf.ch/news/international/grafiken-zu-corona-weltweit-faelle-impfungen-uebersterblichkeit-corona-zahlen-weltweit-2

auf Infizierte, neu gemeldet, pro 100.000 und linear und Vergleiche CH, AT, Vereinigtes Königreich, Portugal:
Daraus kann man einzig ableiten, dass ein Lockdown wirkt, und zwar mit und ohne Mutation. Alles andere ist Spekulation, da die Rahmenbedingungen überall unterschiedlich sind. Gemeinsamkeit ist aber immer, dass der Lockdown wirkt.
Mutmaßen kann man zu Portugal noch, dass das eine Weihnachtswelle ist, die es so wohl auch in anderen Ländern gegeben hätte, wenn man es dort so hätte laufen lassen, wie die Portugiesen.

Die Ausbrüche waren in allen betroffenen Ländern weitaus stärker als die davor.
England: https://coronavirus.data.gov.uk/
Genau, in allen. Ob mit oder ohne hohen Mutationsanteil.
 
@3303
„Lockdown“ ist ein sehr dehnbarer Begriff.
Hier die Bewegungsdaten von Brockmann seit der ersten Welle:
https://www.covid-19-mobility.org/

Da siehst du Phasen mit und ohne „Lockdown“. Die Unterschiede sind enorm und das in einem Land.

Wenn sich zwei Zustände in zwei Ländern zu verschiedenen Zeitpunkten „Lockdown“ nennen, ist das sicher nicht das selbe.

Als wir faktisch tatsächlich den krassesten realen Lockdown-Zustand hatten, hieß er nicht so...

EDIT:
Ich hab mich immer gefragt, wieso die erste Welle so klein war. Dann hab ich irgendwann diese Grafik gefunden und hatte so ne Idee...
 
Fakt ist, dass in all diesen Ländern die zweite Welle viel stärker war als die erste und dass Maßnahmen gewirkt haben. Die ganzen anderen Einflussfaktoren kann man divers auslegen.
Ich bleibe dabei, dass zurzeit keine große Panik wegen der Mutationen angebracht ist. Wichtig wäre, dass man schnell und laufend die Impfstoffe anpasst und sich bewusst wird, dass wir die nächsten Jahre turnusmäßig nachimpfen sollten.
 
3303 schrieb:
Fakt ist, dass in all diesen Ländern die zweite Welle viel stärker war als die erste und dass Maßnahmen gewirkt haben. Die ganzen anderen Einflussfaktoren kann man divers auslegen.
Ich bleibe dabei, dass zurzeit keine große Panik wegen der Mutationen angebracht ist. Wichtig wäre, dass man schnell und laufend die Impfstoffe anpasst und sich bewusst wird, dass wir die nächsten Jahre turnusmäßig nachimpfen sollten.

Siehe mein Edit...
 
Pancho schrieb:
Als wir faktisch tatsächlich den krassesten realen Lockdown-Zustand hatten, hieß er nicht so...
Einer der Gründe dafür war, dass mit der Einführung von Grenzkontrollen Lieferketten zusammen gebrochen sind und in der Folge viele Firmen mangels Material ihre Tore schlossen. Ich kann dies aus eigener Anschauung bestätigen, denn normalerweise setzt vor meiner Haustüre Werktags gegen 6:00 der Berufsverkehr ein. Ab Mitte März war dagegen paradisische Ruhe. Auch waren Samstags die Schlangen vor den Läden deutlich kürzer als jetzt, die Menschen haben sich schlicht weniger vor die Türe getraut und erst einmal von den gehamsterten Vorräten gelebt, die sie sich noch schnell ab Ende Februar zugelegt haben.

Im zweiten Lock-Down hat man dagegen versucht, diesen weitgehend auf das Privatleben zu beschränken. Das man als Werktätiger in der Regel täglich 9 Stunden mit Kollegen zusammen ist und dann vielleicht auch noch eine Stunde mit vielen anderen Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln, war das vielleicht nicht ganz so effizient wie im März. Zumal die Infektionszahlen aufgrund privater Verhaltensänderugnen im März ja schon zurück gingen, bevor erste Maßnahmen beschlossen wurden.
 
You get what you pay for.
EDIT:
Bzw. Könnte man das etwas optimieren mit dem was jetzt weiß
 
Nachdem ich auf Seite "Number of the beast" auch vertreten sein will, hier meine Anmerkung zum Thema "Lockdown hilft":

Kurzfristig ja klar, langfristig???

Gibt da schöne zahlen von USA Cali gegen Texas. Harter Lockdown gegen möglichst viel Freiheit. So viel Unterschied war / ist da nicht.

Edit: war zu spät :cry:
 
baeckerbursch schrieb:
Gibt da schöne zahlen von USA Cali gegen Texas. Harter Lockdown gegen möglichst viel Freiheit. So viel Unterschied war / ist da nicht.
Da dürfte aber auch die unterschiedliche Siedlungsstruktur eine Rolle spielen - Kalifornien hat wesentlich mehr EW/m² und besonders große Ballungsräume in der Bay Area, um LA und um SD (und zusätzlich die endlosen Homeless-Zeltstädte auf den Straßen in LA [und inzwischen wohl auch SFO], die es in dieser Ausprägung afaik in Texas nicht gibt).
 
Pancho schrieb:
@3303
„Lockdown“ ist ein sehr dehnbarer Begriff.
Hier die Bewegungsdaten von Brockmann seit der ersten Welle:
https://www.covid-19-mobility.org/

Da siehst du Phasen mit und ohne „Lockdown“. Die Unterschiede sind enorm und das in einem Land.

Wenn sich zwei Zustände in zwei Ländern zu verschiedenen Zeitpunkten „Lockdown“ nennen, ist das sicher nicht das selbe.

Als wir faktisch tatsächlich den krassesten realen Lockdown-Zustand hatten, hieß er nicht so...

EDIT:
Ich hab mich immer gefragt, wieso die erste Welle so klein war. Dann hab ich irgendwann diese Grafik gefunden und hatte so ne Idee...

Tolle Animation leider nur bis Anfang Dezember.


Eigentlich hätten doch auf Sylt und in Meckpomm im Sommer die Särge knapp werden müssen.
Im Gegensatz dazu war die Altivitaet in Sachsen bis Anfang Dezember sehr gering, trotzdem die hohen Zahlen..
Sind halt doch nur Coronaviren, aber vielleicht schaffen es die MUTANTEN ja länger den Medienrubel rollen zu lassen.

Ich habe eine Vermutung, die nicht zu bestätigen ist, da wir in D entgegen dem Rat der anmahnenden Mediziner 2020 bisher kaum sequenzieren können:
In Tschechien gibt es seit langem eine böhmische Mutante, die sich durch die Pendler nach Sachsen , Südbrandenburg, NordostBayern 😉, und nachfolgend nach Thüringen (mittels AfD Aerosoldepotparteibuch) 🙃ausgebreitet hat
 
Komplexe Themen eignen sich eben wunderbar für Verschwörungstheorien. Ob da schlüssige Argumente helfen? Ich weiß es nicht.

Schweden schafft es ja auch und guck dir Texas im Vergleich zu Kalifornien an! Billiger Populismus hats in diesen Tagen eben einfach.
 
gfm49 schrieb:
baeckerbursch schrieb:
Gibt da schöne zahlen von USA Cali gegen Texas. Harter Lockdown gegen möglichst viel Freiheit. So viel Unterschied war / ist da nicht.
Da dürfte aber auch die unterschiedliche Siedlungsstruktur eine Rolle spielen - Kalifornien hat wesentlich mehr EW/m² und besonders große Ballungsräume in der Bay Area, um LA und um SD (und zusätzlich die endlosen Homeless-Zeltstädte auf den Straßen in LA [und inzwischen wohl auch SFO], die es in dieser Ausprägung afaik in Texas nicht gibt).

Ich dachte, das spielt keine Rolle, denn auch in Texas wohnen die meisten Menschen ja in den großen Agglomerationen.

So erklärt das doch zumindest immer Jan Tenner, in dem er kundtut, dass Finnland 1:1 mit Zentraleuropa vergleichbar wäre :lol: :lol: :lol:

Inhaltlich bin ich da grundsätzlich bei dir, gfm49, was Kalifornien und Texas angeht.
 
Nächstes Impfstoff Problem : Die EU Cow AstraZeneca wirkt nicht deutlich gegen die Südafrika Mutation.

Im Gegensatz zu den mRNA Impfstoffen. Bestätigt mich nur in meiner Meinung welche ich nur nehme.
 
WackelPudding schrieb:
So erklärt das doch zumindest immer Jan Tenner, in dem er kundtut, dass Finnland 1:1 mit Zentraleuropa vergleichbar wäre
Wo setze ich das 1:1 gleich?? Da gehört schon ein bisschen Kontext dazu. Hast du bewusst Weg gelassen. Von deinem angeblichen konstruktiven Diskussionsstil, bei dem du dich nach eigenem Bekunden um Austausch von Argumenten bemühst, ist nichts mehr übrig geblieben, du Heuchler.
Wenn du mit gfm49 und dem Beckerburschen über die Bevölkerungsdichten diskutieren willst, dann lass. Mich da aus dem Spiel und lass den ad hominem Quatsch.
 
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