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Coronavirus 2019-nCoV

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Der grosse Unterschied im Herbst war dass die Risikogruppen ungeimpft waren. Das ändert sich jetzt ja zunehmend
 
Jan Tenner schrieb:
snowflat schrieb:
Bei uns im Kreis - wie auch sicher in anderen Kreisen Deutschlands - werden täglich vom Kreis die Zahlen veröffentlicht und kommentiert. Waren es zuletzt lange Zeit die 30 bis 39 Jährigen, die maßgeblich zum Infektionsgeschehen beigetragen haben, sind es nun gerade die 11 bis 29 Jährigen: https://www.facebook.com/MainTaunusKreis/posts/5397590090281903
Ja, das kann man ja beobachten, ob es sich so entwickelt, dass vorwiegend junge Menschen symptomlos durch die Infektionslage "durchgeschleust" werden können, ohne dass es großartig zu schweren Fällen in den Risikogruppen führt.
Im Herbst war das leider ein grandioser Trugschluss. Da hat sich das Infektionsgeschehen, was anfangs eher auf die jüngere Bevölkerung verteilt war, bei zunehmender Inzidenz leider sehr schnell sehr stark auf Intensiv- und Sterbefälle ausgeweitet.

Zumindestens die Alten- und Pflegeheime sind bei uns schon durchgeimpft :top:
 
Ich glaub dass die hier alle mitlesen... :lol: :lol: :mrgreen:
 
Jan Tenner schrieb:
Doch! Bislang habe ich noch keinen einzigen Hinweis irgendwo gelesen, dass es Regionen gibt, in denen es eine hohe Anzahl an infizierter Kinder gibt, ohne dass die allgemeine Inzidenz über alle Altersgruppen nicht auch hoch wäre und damit auch auf die schweren Verläufe durchschlägt.
Wenn du gegenteilige Beispiele hast, kannst du sie ja gerne erläutern.

So war es bis jetzt ja. Sollte ja langsam dank Impfungen besser werden.
Habe deinen Kommtar eher aufgefasst als Kinder auf Intensiv, das ist ja Gott sei Dank nicht so...
Dass es bislang eben nicht gelang, die Inzidenzen aus den alten Generationen rauszuhalten lag wahrscheinlich nicht am mangelnden Lockdown....
 
"Trotz steigender Infektionszahlen - Merkel fasst Corona-Lockerungen ins Auge"

https://www.t-online.de/nachrichten...merkel-fasst-corona-lockerungen-ins-auge.html

Na sowas, gerade wollte sie noch einen "Mega-Lockdown" mit Ausgangssperren und eingestelltem öffentlichen Verkehr...

Und Söder geht auch unter die Lockerer:

https://www.br.de/nachrichten/bayer...-naechste-woche-weitere-oeffnungen-an,SPjZGd1

"Bei Sport und Kultur sollten dem Ministerpräsidenten zufolge ebenfalls die Schwellenwerte 35 und 50 als Maßstab für mögliche Lockerungen dienen. "Nur bei der Gastronomie und Hotellerie ist der Horizont deutlich später", erläuterte der Ministerpräsident. Denn dort sei es schwieriger, Schutzkonzepte mit Abstand und Masken umzusetzen."

O.K., Masken beim Essen sind schwierig, aber Abstand geht. Und Ferienwohnungen und Camping haben das Problem doch gar nicht.

Schon erstaunlich was sich in der Politik so tut. Mein Eindruck: Wir kommen durch die Impfungen so langsam in eine Situation die mehr Lockerungen erlaubt. Das wird ein Prozess sein der so nach und nach weitergeht. Wer politisch noch was werden will sollte dem nicht immer 2 Schritte hinterherlaufen. Wer einen Schritt vorausläuft wird aber auch bestraft. Schon schwierig für die Jungs und Mädels. Aber wenn sie so gut sind wie sie es von sich glauben werden sie es schon schaffen. :wink:
 
Merkel geht eh in Rente im September. Vielleicht gar nicht so schlecht, dass die keinen Wahlkampf mehr machen muss.
 
Naja, die Wahl kommt näher und die Aktzeptanz der Maßnahmen sinkt allmählich, was man deutlich an den Umfragen der letzten Wochen gesehen hat.
Zudem geht das Impfen (wenn auch langsam) voran, der Frühling naht und die Mutante ist wohl doch nicht sooo dramatisch wie zunächst gedacht...
Ein verschärfter Lockdown wäre jetzt völlig unangebracht.
Aber leider keine Fortschritte an Schulen und Kitas (die Schulen werden aktuell wieder geöffnet nach dem Prinzip geteilte Klassen, Lüften und Hoffen...). Die Gesundheitsämter sträuben sich (vielerorts) nach wie vor gegen die Einführung von zeitgemäßer effizienter Software, die Corona App ist nach wie vor komplett wirkungslos und auf vielen Handys bereits wieder deinstalliert. Selbst- uns Schnelltests sind weiterhin versprochen aber praktisch nicht verfügbar und noch in weiter Ferne. Viele Unternehmen warten noch auf die November- und Überbrückungshilfen und die Pleitewelle vieler Unternehmen baut sich gerade bedrohlich am Horizont auf.
Aber immerhin haben wir mal mit dem Impfen begonnen. Um die vulnerablen Gruppen muss man sich nun dank Impfung auch keine großen Gedanken mehr machen, da sie nun besser geschützt sind. Immerhin ein klitzekleiner Fortschritt.

Ach ja, die Skisaison neigt sich in ein paar Wochen auch dem Ende zu und wir müssen uns hier nicht mehr dauernd Gedanken machen, ob wir noch mal zum Skifahren kommen werden oder nicht.
Und noch was der Astrazenca Imfpstoff wird gerade angepriesen wie Sauerbier weil er wie blei in den Regalen liegt. Wer will noch mal, wer hat noch nicht?
 
Mt. Cervino schrieb:
...und die Pleitewelle vieler Unternehmen baut sich gerade bedrohlich am Horizont auf.

Da deutet aber einiges darauf hin, dass das ohne Maßnahmen bei zügellos laufender Pandemie noch schlechter wäre.

Untersuchungen aus den USA und Skandinavien haben beispielsweise gezeigt, dass nur ein geringerer Teil des Konsumrückgangs und des Verlusts an Arbeitsplätzen im Frühjahr 2020 auf die Lockdown-Maß- nahmen während der ersten Corona-Welle zurückzuführen sind. Der Großteil des wirtschaftlichen Rückgangs ist durch das hohe lokale Infektionsgeschehen zu erklären; d. h. der Konsum würde auch ohne Schließungsanordnungen erheblich einbrechen, in einigen Fällen mit Zeitverzögerung (u. a. An- dersen et al., arXiv 2020; Chetty et al., NBER 2020; Goolsbe & Syverson, J Public Econ 2021; Juranek et al., CESifo WP 2020). Wenn die Angst vor einer Infektion mit dem Virus groß ist oder das Konsumerlebnis nur unter hohen Einschränkungen möglich ist, halten sich die Menschen zurück, den stationären Han- del oder Dienstleistungen mit engem Personenkontakt aufzusuchen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Vor diesem Hintergrund können darüber hinaus klassische konjunkturpolitische Maßnahmen den privaten Konsum kaum stimulieren (u. a. Chetty et al., NBER 2020; Dorn, Fuest et al., ifo Schnell- dienst 73(7) 2020; Fuest, Neumeier et al., ifo Schnelldienst digital 2021). Hinzu kommt, dass bei unkon- trollierter Pandemie die Gefahr von Krankheitsausfällen steigt. Zahlreiche unabhängige Studien kom- men folglich zu dem Schluss, dass die Kontrolle und Eindämmung der Pandemie auch im Interesse der Wirtschaft und der Sicherung von Arbeitsplätzen liegt (u. a. Baqaee et al., NBER 2020; Dorn, Khailaie et al., medRxiv 2020; Holtemöller, IWH Discussion P. 2020; Jones et al., NBER 2020).
Quelle:
https://www.ifo.de/DocDL/Fuest_etal_2021_proaktive_Bekaempfung_SARS-CoV-2_Handlungsoptionen.pdf
(S. 23/24)

EDIT
Übrigens wussten das Experten bereits seit Beginn der Pandemie Dieser Link wurde hier im Thread schon im März oder April 2020 geteilt:
https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/mar/25/there-is-no-trade-off-between-the-economy-and-health

Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen Wirtschaft und Schutz der Bevölkerung wenn man wirklich beide Alternativen komplett mit allen Folgen vergleicht.
Tiefe Fallzahlen sind für beides das Beste. Wird immer deutlicher.
 
Es hat hier niemand gefordert, dass wir die Pandemie unkontrolliert laufen lassen sollen (wie in den USA und Teilen Skandinaviens geschehen).

Es geht mir um kontrollierte intelligente Öffnungen für Branchen/Betriebe mit adäquaten und ausgefeilten Hygienekonzepten.
 
Auch nehme ich an, das viele Betriebe nichts dagegen hätten den Lockdown zu verlängern, wenn Hilfen gezahlt werden würden.

Aber nachdem dir der Staat einerseits den Laden schließt und andererseits die Hilfe nicht zukommen lässt, da braucht man sich nicht zu wundern das die Stimmen der Betriebe lauter werden.

Ich warte immer noch auf die Novemberhilfe.....
 
ski-chrigel schrieb:
Zum Glück sehen das mittlerweile zahlreiche Politiker anders. Öffnungen sind für die Wirtschaft essenziell. Den totalen Schutz gibt es nicht, das Risiko, dass es wieder zu mehr Ansteckungen kommt und indirekt vor allem ältere Menschen wieder mehr gefährdet werden, muss in Kauf genommen werden. In der Schweiz scheint sich diese Erkenntnis in immer mehr Kantonen durchzusetzen: https://www.suedostschweiz.ch/politik/2021-02-21/oeffnungsstrategie-das-schlaegt-die-buendner-regierung-dem-bundesrat-vor
Oder
https://www.blick.ch/schweiz/aktuelle-news-zum-coronavirus-ticker-zum-sars-aehnlichen-virus-aus-china-id15715896.html

Naja, aus dieser Äußerung geht doch immer noch dieses tief verwurzelte falsche Verständnis hervor, es gäbe diesen eigentlich nicht existenten Zeilkonflikt zwischen dem Anstreben niedriger Fallzahlen und wirtschaftlichen Belangen.

Wenn sich tiefe Fallzahlen mit intelligenten Öffnungs-, Schutz- und Teststrategien realisieren lassen - klar, umso besser.

Wer aber meint Opfer für Wirtschaft in Kauf nehmen zu müssen, hat es immer noch nicht verstanden. Es gibt bei steigenden Opferzahlen keinen wirtschaftlichen Aufschwung, auch wenn es keine Maßnahmen gibt.

Mt. Cervino schrieb:
Es hat hier niemand gefordert, dass wir die Pandemie unkontrolliert laufen lassen sollen (wie in den USA und Teilen Skandinaviens geschehen).

Es geht mir um kontrollierte intelligente Öffnungen für Branchen/Betriebe mit adäquaten und ausgefeilten Hygienekonzepten.
 
Es geht doch überhaupt nicht um das Ausspielen Wirtschaft gegen Corona-Opfer/Tote.
Es geht doch längst um viel mehr...

Bildung, Struktur und soziales Miteinander (für die Kinder und Jugendliche)...
Vereinsamung von (alten) Menschen in Isolation...
Soziale Kontakte...
Sportliche Betätigung und die damit zusammenhänge Gesundheit...
Langfristiges Überleben der Betriebe und damit Erhalt der Arbeitsplätze....
Langfristiges Generieren von Steueraufkommen um die Corona Schulden zu tilgen...
Integration von Migranten (die aktuell auch komplett zu kurz kommt)...
Reisen, Erleben und die Welt entdecken....
Eine normale geordnete Gesundheitsversorgung ALLE Krankheiten betreffend...
Hoffnung, Zuversicht und Perspektive für die Menschen...

um nur einige Punkte zu nennen.
Zusammenfassend: All das was das Lebens lebenswert macht und was wichtig zum Fortbestand und zur Weiterentwicklung unsere Gesellschaft ist.
Momentan findet vieles davon nicht statt.
Wir müssen endlich begreifen, dass wir noch lange mit den Virus umgehen müssen, ohne uns davon lähmen zu lassen.
 
@Pancho: Wir sind ja so froh drum, dass Du es als fast einziger verstehst und die vielen Politiker und Wirtschaftsführer nicht... Es bleibt ein Abwägen, auch wenn Du das partout nicht wahrhaben willst. Und es geht auch nicht um „keine“ Massnahmen. Die Schweiz hat dies wohl eindrücklich demonstriert und die deutlich höheren Todesfallzahlen in Kauf genommen. Noch ist es zu früh für die „Endabrechnung“ aber ich würde eine gute Flasche Wein wetten, dass die Schweiz nach Beendigung der Pandemie wirtschaftlich deutlich besser dasteht als die umliegenden Länder.
 
ski-chrigel schrieb:
@Pancho: Wir sind ja so froh drum, dass Du es als fast einziger verstehst und die vielen Politiker und Wirtschaftsführer nicht... Es bleibt ein Abwägen, auch wenn Du das partout nicht wahrhaben willst. Und es geht auch nicht um „keine“ Massnahmen. Die Schweiz hat dies wohl eindrücklich demonstriert und die deutlich höheren Todesfallzahlen in Kauf genommen. Noch ist es zu früh für die „Endabrechnung“ aber ich würde eine gute Flasche Wein wetten, dass die Schweiz nach Beendigung der Pandemie wirtschaftlich deutlich besser dasteht als die umliegenden Länder.

Ich weiß nicht ob es dir entgangen ist:
Ich zitiere Wirtschaftswissenschaftler, die es erklären.
 
Mt. Cervino schrieb:
Es geht doch überhaupt nicht um das Ausspielen Wirtschaft gegen Corona-Opfer/Tote.
Es geht doch längst um viel mehr...

Bildung, Struktur und soziales Miteinander (für die Kinder und Jugendliche)...
Vereinsamung von (alten) Menschen in Isolation...
Soziale Kontakte...
Sportliche Betätigung und die damit zusammenhänge Gesundheit...
Langfristiges Überleben der Betriebe und damit Erhalt der Arbeitsplätze....
Langfristiges Generieren von Steueraufkommen um die Corona Schulden zu tilgen...
Integration von Migranten (die aktuell auch komplett zu kurz kommt)...
Reisen, Erleben und die Welt entdecken....
Eine normale geordnete Gesundheitsversorgung ALLE Krankheiten betreffend...
Hoffnung, Zuversicht und Perspektive für die Menschen...

um nur einige Punkte zu nennen.
Zusammenfassend: All das was das Lebens lebenswert macht und was wichtig zum Fortbestand und zur Weiterentwicklung unsere Gesellschaft ist.
Momentan findet vieles davon nicht statt.
Wir müssen endlich begreifen, dass wir noch lange mit den Virus umgehen müssen, ohne uns davon lähmen zu lassen.

Meine Rede. Danke.
 
Den wenigsten Einfluss hat es bei tiefen Zahlen.
 
Pancho schrieb:
Ich weiß nicht ob es dir entgangen ist:
Ich zitiere Wirtschaftswissenschaftler, die es erklären.
Aber leider in einem falschen Kontext.
Um es noch mal zu Wiederholen: Es geht hier nicht um Voll-Shutdown vs. komplett Laufen lassen.
Das hat kein Land hier Zentraleuropa Land so extrem gemacht. Die einen haben stärkerer Maßnahmen ergriffen und die anderen etwas weniger strikte Maßnahmen.
 
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