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Das Snowboarden ist dem Tode geweiht...

Momentan gibt's halt viel neue Sachen im Bereich Splitboarden, und weil Touren gehen ja voll im Trend liegt wird sich das auch auf die Snowboard Industrie auswirken. Ich habe diesen Winter extrem viele mit Splitboards gesehen und es werden sicher noch mehr werden wenn das Material etwas erschwinglicher er wird. Momentan sind da die Preise schon noch heftig, wobei es es schon erschwinglicher ist wie noch vor 2-3 Jahren.
 
Es gibt so viele kleine Marken da viele Große verschwinden (eh zu recht, von der Qualität können die einfach mit den kleinen nicht mithalten). Bei Splitboards gibts halt seit ein paar Jahren mehr von großen Marken, die Preise sind aber nicht wirklich gesunken....
IMHO sind die meisten Snowboards einfach viel zu kurz, ein Allroundsnowboard hat halt etwa Körpergröße +-10cm. Damit hat man dann bis auf Funpark und Wald was gescheites - egal ob zum carven auf Piste oder freeriden im Pow - klar im Pow geht nichts über eine ordentliche Gun in Körpergröße +~20cm, bzw im Wald ein extremes Pintail. Und im Park braucht man eher was wirklich kurzes was sonst wenig Spaß macht. Generell wurden einfach viel zu viele Kinder/Parkbretter an Erwachsene verkauft, so hat man schön den Sport ruiniert.

Die Anzahl der kleinen Manufakturen die gescheite spezialisierte Bretter statt 0815 Schrott bauen ist finde ich seit 10-15 Jahren stabil, sie kommen halt derzeit mehr in Fokus da die großen Verschwinden - aber wenn man sieht dass auch bei den kleinen Manufakturen immer wieder welche gehen, und neue kommen dann dürften die ihre Anzahl verkaufter Bretter etwa halten...


Und bei Boots und Bindungen geht halt rein gar nichts weiter bzw eher rückwärts. Eine Nidecker Carbon 900 Bindung vom Jahr 2000 ist noch immer für ihren Einsatzzweck (aggressiv mit viel Speed fahren, egal ob BX oder Big Mountain) nicht übertroffen, und die Boots sind zwar leichter geworden, aber dafür nach 20-30 Tage durchgefahren. Da waren die Softboots aus Montebelluna bis Anfang der 2000er Jahre klar haltbarer und hochwertiger als der ganze jetzige Schrott mit Schnellschnürsystemen.

Und bei Hardboots braucht man nicht reden - da war bis heuer ein seit über 15 Jahren nicht mehr produzierter Schuh (Northwave Point 900/950) die absolute Referenz, seit heuer hat der damalige Entwickler von Northwave halt die Point Serie neu aufgelegt... Bindungen sind im Hardbootbereich jetzt auch nicht grade besser geworden, die flache Burton Bügelbindung von vor 20 Jahren ist noch immer weit verbreitet im Weltcup, wurde halt neu aufgelegt (unter anderer Marke, Burton produziert ja nichts mehr im Hardboot Bereich) ist aber ident. Bindungsplatten waren eine Revolution im Rennbereich, und die Boards sind im Hardbootbereich auch deutlich besser geworden (wobei ein Kessler, Oxxess oder SG von vor 10 Jahren dürfte noch immer ziemlich top sein, Die "Revolution" kam da halt mit Kessler).
 
Ja, so wie du das beschreibst ist Snowboarden definitiv dem Tod geweiht :D

Keine guten Boots? keine guten Boards mehr? Nichts hat sich verändert seit mindestens zehn Jahren oder ist nur schlechter geworden?
Man, das ist lächerlich...

Frag dich mal, warum ein 163er Brett heute im Tiefschnee so gut funktioniert wie vor zwanzig Jahren ein 200er,
Warum macht ein relativ weiches Brett mit extremem Volume-Shift so unglaublich viel Spaß.

Hast du dich mal mit einer hochwertigen Union, Ride oder Rome Bindung mit relativ hartem Boot auf ein Korua Café Racer gestellt?

Schau dir mal die yearning for turning videos an.
Wenn die Profis nach so altbackenem Material schreien würden, wie du es tust, würde es wohl immer noch produziert werden.
 
Na ja... viel Szene Kenner bist dann aber nicht ?

der kleine unbeliebte US Riese Burton hatte zu dieser Saison ein Ü40 :) gerechtes Step-On Bindung auf den Mark geworfen. Das Ein- und Austeigen funktioniert nun genau so selbstverständlich wie Mitte/Ende der 90iger das Hartboot F2 Step-In oder auch Skibindungen.

Klar der Preis, das Set 570 (mit Ruler Boot) bzw. 670 (mit Photon Boot) ist nicht gerade ein Schnapper, weil man beides zusammen kaufen muss. allerdings herkömliche hochwertige Bindungen und Boots können preislich auch mithalten.

Man weiß, dass die aktuelle Zielgruppe äler wird. Kommende Saison wirft Nitro wohl auch ein neues Step-In / - On wie auch immer an den Markt

s'läuft
 
Nein schlechter geworden ist es bis auf Boots nicht - aber viel weitergegangen ist auch nicht so wirklich. Fahr doch mal ein 15 Jahre altes Swellpanik oder Phenix mit ~2m Länge (etwa ein Swellpanik Amok 196 - wurde glaube ich 2001-2006 gebaut) . Dass steckt dir jedes, aber wirklich jedes 163er Brett ab 30-40cm Powder sowas von weg, da schmeißt du dein 163er einfach nur noch in die nächste Mülltonne. Gut Phenix und Swellpanik waren ziemliche Edelmarken, Handarbeit und Swellpanik hat vielleicht 30 Bretter pro Jahr gehaped. Selbst ein 15 Jahre altes Rossi Undertaker 198 oder 185 (verkauft von 2001 bis 2005 oder 2006 wenn ich das richtig erinnere) fährt ab 30-40cm Pow jedem noch so modernen neuem kurzen Brett einfach auf und davon. Sehe ich immer wieder wenn ich mit viel Speed an Leuten vorbeifahre die schon mehr oder weniger stecken geblieben sind mit ihren modernen kurzen Rocker Freeridebrettern. Ist halt einfach Physik - je flacher und länger der Anstieg, desto schneller läufts im Powder - und die Swallows von damals hatten halt schon 50-90cm langen Rise. Ich komme mit meinen alten langen Brettern auch immer an den ganzen Ski Freeridern vorbei wenns tiefer und flacher wird. Klar ein Tanker 200 ist nicht die Referenz im Powder - da kann ein modernes 163er mit viel Pintail und Rocker schon vom Float mithalten - aber nicht vom Speed.

Bist du jemals ein Swellpanik (etwa ein Amok 196), oder Phenix oder immerhin mal ein Rossi Undertaker (defintiv kein gutes Swallow, aber Preis/Leistung war halt gut - weil 500€ vs 2-3000€) gefahren? Oder was ich ja sehr gern mag ein Powder Equipment Type B 190 Custom (also das in Holz/Carbon ohne Topsheet)? Gut das Powder Equipment ist recht modern, wird nun aber auch schon seit 7-8 Jahren ident hergestellt. Kostet halt auch über 1000€ - und man hat oft Angst wegen Felsen/Steinen - weil es recht aufwendiger Leichtbau ist. Und seit Swellpanik aufgehört hat (gut ist schon lange her) klafft da definitiv eine Lücke.


Ich habe eine 1 Jahre alte Ride Capo, Ride hat übrigens IMHO mehr oder weniger die alten Nidecker 800/900 Bindungen vom Prinzip nachgebaut.... Und die kann um gar nichts besser als meine alte Carbon 900. Das Problem der Carbon 900 ist dass irgendwann die Inserts der Straps durchdrehen, bzw halt der Carbon Highback mit Pech vom Sessellift zerstört wurde. Der Highback der Ride ist dazu lange nicht so hochwertig und ist mehr ein Carbon Fake statt dem Glasfaser/Carbon Compound Highback der 900. Die Nidecker ist dazu deutlich besser gedämpft, aber wiegt halt auch über 1/3 mehr. Es gibt inzwischen aber schon ein paar Bindungen (allerdings eher Handarbeit als Serie) welche die Carbon 900 übertreffen wenn es um Direktheit/Dämpfung geht - aber nicht von den großen Herstellern.

Und bei den Boots ärger ich mich seit Jahren über die minderwertige Qualität, sei es Burton Driver X, Salomon Malamute, 32 Forecast usw - ja neu fahren sie sich super. Aber nach 20-30 Tagen darf ich die zur Hälfte als Garantiefall einschicken weil die Schnürung kollabiert oder sie schon durchgenudelt sind. Warum werden keine Boots mehr hergestellt so wie früher? Viel zu viel Handarbeit und zu teuer. Die Durchschnittsqualität der Boots ist schon gestiegen, aber die besten Boots Anfang der 2000er Jahre waren den heutigen besten Boots in Haltbarkeit einfach überlegen. Ist ja nicht so dass es da beim Material eine Revolution gab. Den Pros ist das sowas von egal, die können ja zig Boots/Boards/Bindungen jedes Jahr kaputtfahren. Dazu sind damals wie heute sehr viele mit einem geschäumten Innenschuh unterwegs - und die waren von 20 Jahren im High End Bereich auch nicht anders wie heute. Sprich ein guter handgenähter Lederliner, der dann geschäumt wird. Hält damals wie heute quasi eine Ewigkeit - und kostet halt gleich mal das 3fache vom Boot.
Bei Hardboots braucht man ja nicht reden, da sind neuwertige Northwave Point 9X auf ebay für vierstellige Summen jahrelang weggegangen, weil jeder Pro im Weltcup noch irgendwie einen haben wollte (seit heuer natürlich nicht mehr nötig, nachdem es ihn wieder gibt).


Rein vom Material gibts ja nichts revolutionäres im Ski wie Snowboardbereich. Aktuell im Snowboard Race/BX Bereich quasi sogar einen kleinen Rückschritt weil AMAG beim Titanal die dünnste Version die sehr beliebt war eingestellt hat weil die Nachfrage wohl nicht groß genug war.
Dazu glaub nicht immer dass das drinnen steckt im Board was draufsteht. So einige der Edelschmieden (bis auf Kessler die keine Whitelabels herstellen) haben schon Bretter hergestellt und Topsheets der großen draufgeklebt für Pros.
 
Michael-Hagi schrieb:
Na ja... viel Szene Kenner bist dann aber nicht ?

der kleine unbeliebte US Riese Burton hatte zu dieser Saison ein Ü40 :) gerechtes Step-On Bindung auf den Mark geworfen. Das Ein- und Austeigen funktioniert nun genau so selbstverständlich wie Mitte/Ende der 90iger das Hartboot F2 Step-In oder auch Skibindungen.

Klar der Preis, das Set 570 (mit Ruler Boot) bzw. 670 (mit Photon Boot) ist nicht gerade ein Schnapper, weil man beides zusammen kaufen muss. allerdings herkömliche hochwertige Bindungen und Boots können preislich auch mithalten.

Man weiß, dass die aktuelle Zielgruppe äler wird. Kommende Saison wirft Nitro wohl auch ein neues Step-In / - On wie auch immer an den Markt

s'läuft

F2/DeeLuxe/Proflex Step-In war IMHO der ärgste Schrott (egal ob Hard oder Soft), gut dass es verschwunden ist. Einfach zuwenig seitlicher Flex möglich. Die alten Burton Step-In im Softbereich hatten auch das Problem wenn nicht so stark (dafür recht starke Probleme mit Vereisung), und sind daher folgerichtig verschwunden (wie lange gab es die? Bis Mitte der 2000er?). Die aktuellen bin ich noch nicht probegefahren aber jede seitliche Fixierung widerstrebt mir. Ich will keinen harten seitlichen Flex. Dass sie es Step On nennen, spricht eh schon Bände. Man will ja nicht zugeben dass es mit den zurecht verschwundenen Step In Bindungen dasselbe Prinzip hat.

Highbacks an der Bindung statt im Schuh gab es damals ja auch schon. Ist also nur altes neu aufgekocht - mit denselben Problemen wie damals (vereisen und seitlich keine Bewegungsfreiheit).
Ich bin Step in ja gar nicht abgeneigt - aber einen nicht seitlichen Step In zu bauen (also mittig) der nicht zu groß ist, und bei Vereisung keine Probleme macht ist noch niemand gelungen....
 
extremecarver schrieb:
F2/DeeLuxe/Proflex Step-In war IMHO der ärgste Schrott (egal ob Hard oder Soft), gut dass es verschwunden ist. Einfach zuwenig seitlicher Flex möglich. Die alten Burton Step-In im Softbereich hatten auch das Problem wenn nicht so stark (dafür recht starke Probleme mit Vereisung), und sind daher folgerichtig verschwunden (wie lange gab es die? Bis Mitte der 2000er?). Die aktuellen bin ich noch nicht probegefahren aber jede seitliche Fixierung widerstrebt mir. Ich will keinen harten seitlichen Flex. Dass sie es Step On nennen, spricht eh schon Bände. Man will ja nicht zugeben dass es mit den zurecht verschwundenen Step In Bindungen dasselbe Prinzip hat.

na ja...
für die damalige Zeit fande ich die Entwicklung schon recht gut, was die Hartboot Step-In für den Wintersport-Urlauber im Vergleich zur damaligen Ski-Stuff bot. immer aus Sicht eines Hobbiesten und keines Profisportlers.

Ich kam jahrelang mit dem Burton Asym, Pogo und zum Schluß dem Virus den Berg runter. Nach einigen Jahren Pause, nervte mich die unbequeme Hartboot und Racebretter Welt extrem, um mit der skifahrenden Familie zusmmen Spaß zu haben (wobei aktuell nur noch die beiden weibliche Fraktion Mutter & Tochter ( 8 ) Ski, fahren, der Junior wechselte mit 14 auf's Board und ist nun mega happy. Die ganzen bisherigen Schnelleinstiegstystem und deren Thematik Eis und Schnee kenne ich nur vorm hören sagen...

Aber meiner Frau war es nach meinem Wechsel vor erst 4 Jahren auf Softies, eigentlich immer extremst nervig, Liftaustieg und warten warten warten, btw. ich fand es ebenfall recht nervig, das hinsetzten, anschnallen, los hoppeln usw.

Und hier ist (aus meiner Sicht dem Jake Burton mit seiner Vorgabe ans R&D team) 100% gelungen, eine neue allterain taugliche Step-On Bindung (welche na klar auch wieder div. Nachteile für einzelne hat) auf den Markt zu bringen. Die Bindung ist an 3-Punkten (vorne 2 auf Höhe der Zehen, hinten an der Ferse) befestigt und hält!!!

Auch hier wird die Zielgruppe nicht das ganze Boarder-Volk (Alpine bis Park und von 10 - 60+ ) sein können, aber es erleichtert dem Alltagsfahrer auf der Piste doch einiges und der Spaß ist da. Hier bin ich am Thema, mir geht es um Spaß, nicht um 10tel, hunderstel. Jup, auch das las man schon, die "werksfahrer" fahren noch immer altherkömliche Ratsche an Olympia ...
 
Es sind früher ja sogar einige Profis mit der Intec (F2) Step-In im Weltcup gefahren - bis sie dann halt irgendwann draufkamen dass es einfach langsamer ist. Lustigerweise fuhren etwa Bozetto und Grabner nie mit Step Ins - und haben wenn ich mich nicht stark irre alle Siege mit den Northwave Point eingefahren. Als dann die Schoch Brüder auch Northwave fuhren wurde allen klar dass die deutlich besser als die Raichle sind. Die Hardboot Stepins hatten auch kaum Eisprobleme - Bei Softboots schaut/schaute das anders aus.
Mit so einigen der sauschmalen Virus Bretter - sind die Step In sogar im Vorteil - weil die Bindungswinkel halt sau hoch sind.

Unbequem waren die Hardboots einfach nur mit den mitgelieferten Innenschuhen. Ordentlicher Schäumer rein und beim fahren bzw im Lift deutlich bequemer wie Softboots. Beim zu Fuß gehen ist Softboot natürlich bequemer/besser.

Ich hab bei Olympia dieses Jahr beim Snowboard Cross noch 2 Nidecker Carbon 900 ausmachen können - ist nicht easy bei den TV Bildern. Wären die wirklich veraltet würden die wohl nicht mehr gefahren - erst recht wo man die ja quasi nirgends mehr auftreiben kann da schon seit zig Jahren nicht mehr hergestellt. Und Boardercross ist IMHO noch die Disziplin die am nächsten am gewöhnlichen Pistenfahren dran ist - die ganzen großen Marken wie Burton, Salomon, Nitro und Co - nicht vorhanden. Die Bretter sind alle von den kleinen Schmieden wie Oxxess, Kessler, SG Snowboards, Black Pearl und Co. Niemand fährt mit Step In oder Step On (bezieht sich auf alle Snowboard Disziplinen bei Olympia) und im Alpinbereich ist die gute alte Burton Bügelbindung noch immer extrem verbreitet (wenn auch meist halt der funktionell identische Nachbau, da die alten inzwischen einfach kaputt sind)
 
Die Mehrzahl aller Snowboarder, und das sind dann ja diejenigen, die den Unterschied zwischen "dem Tode geweiht" und "Snowboarden lebt und ist gesund" fahren Softboots mit wenig extremen Brettern.

Ich persönlich hab Snowboarden auf einem überlangen Camber mit Hardboots gelernt und bin unendlich froh, inzwischen mit Softboots ein sehr hartes Hybrid-Camber Board zu fahren. (Übrigens mit ner RIDE-Capo, die gerne haltbarer sein dürfte)
Das Ding funktioniert überall sehr gut. Ich vermisse das 190er Brett nicht.

Was den Auftrieb im Tiefschnee angeht. Da geht es um Fläche, nicht um Länge. Das richtige Powderbrett ist vorne schön breit und hinten etwas schmäler (oder Swallow/Fish/sonstwas-Tail) sinkt daher hinten etwas ein und floatet vorne super.
Das können die modernen Bretter sehr sehr gut. Schau die World Freeride Tour an oder so... Was fährt ein Travis Rice? ca 161er Brettchen im Backcountry. freeride Jeremy Jones? laut eigener Aussage in Chile ein 147er Brett, in Alaska ein 161er... (https://www.jonessnowboards.com/base-camp/team/jeremy-jones.html)

Es ist ja okay, dass du das alte Zeug echt gut findest und gerne fährst. Macht aber die Mehrheit nicht. Fährt doch kaum einer alpin mit hardboots.
Musst du also nicht als absolute Wahrheit darstellen...
 
Ich fahr auch kaum mehr alpin/hardboots, aber bei einem fetten Powdertag geht halt nix über ein gescheites Swallowtail solange du nicht rückwärts landen möchtest.
Und ja die Ride Capo, nochmal kauf ich sie sicherlich nicht. Die Buckles/Straps sind eine Katastrophe was die Haltbarkeit angeht (selbes Problem seit 30 Jahre :-) taucht immer wieder auf). Und nein die Fläche ist nicht alles. Sonst wäre ich mit einer Swallow Nose nicht so krass schneller im Pow wie mit einem Longboard. Es geht vor allem darum dass der Angriffswinkel in den Schnee möglichst flach ist, danach kommt dann Fläche, dann Länge. Und Rocker/Camrocker usw ist halt klar besser diesbezüglich als klassisches Camber, aber die ganzen Swallowtails/französischen Powderbretter hatten dass halt schon vor 30 Jahren kapiert - und sind quasi nach vorne alle Camrocker, nach hinten halt Camber - aber da beginnt der Rise auch fast überall rund um die vordere Bindung, und geht dann halt dank Länge deutlich länger (und damit flacher weil steiler ja nicht nötig ist - ergo schneller) nach vorne.

Und was sehr hart betrifft, harte moderne Bretter gibts doch eh nicht mehr. Fahr mal ein altes Rossi Undertaker/Big Gun, das war hart (vor allem das 185er da selber Core wie das länger 198er) - quasi Kern wie ein Alpinboard. Rossi Undertaker sieht man ja noch ab und zu (sind ja sehr robust die Planken). Auf der Piste carved es sich ziemlich perfekt (die Nose vibriert etwas zu stark), im Powder ist es nahe am Optimum (halt weit weg von Swellpanik) - nur auf hartem Altschnee/Windharsch/Big Mountain Bedingungen ist es ein Gemurks. Da ist es einfach so hart dass man keinen Gripp findet (außer man wiegt 90-100kg). Und Big Mountain Competitions sind fast immer bei eher härteren Bedingungen nicht im tiefen Pow. Dazu wird inzwischen halt auf Tricks extrem viel Wert gelegt. Ginge es nur drum am schnellsten Unten zu sein bzw große Cliffs zu droppen wären die Boards deutlich länger an Tagen wo es nicht so hart ist und Swallow Tails wären auch einige zu sehen (nur mit runderer Nose, die sau spitze Nose ist vor allem ein Style Faktor). An Tagen mit weniger Neuschnee, bzw im Wald fahre ich auch gerne mal Pintails - Never Summer mag ich da recht gerne. Aber halt noch immer in größeren Länge (165-170cm - sprich 10-15cm unter Körpergröße).

Auf den ganzen relativ kurzen gerockerten Shapes muss man relativ zentral stehen - sonst spickt es einen. Auf einem langen Brett braucht man sich da keine Gedanken machen. Landungen von Cliffdrops sind mit Swallowtail extrem smooth, ohne den Gegenpop nach oben nach der Landung.
 
Also letzten Donnerstag waren in St.Johann von knapp 100 Wintersportlern knapp 10 Softbooter und 6 Hardbooter unterwegs... Uns gibt's schon Noch... Nur Ned überall und immer... Ich fahre jetzt seit 20 Jahren Step in mit Normalen Deluxe(Raichle) Schuhen mit höherwertigen Innenschuhen und hab keine Probleme... Meine Softboots sind 3 mal getragen und mir viel zu unbequem... Dazu kaum gefühlter Halt auf dem Softbootboard... Beim Skifahren bevorzuge ich aber auch die klassischen Carving Skier mit möglichst wenig Rocker sch*****... Powder und Off piste bin ich als Kind und Jugendlicher oft genug gefahren :-)
 
Es gibt sogar ein Skigebiet in Österreich (naja ich glaube seit heuer ist es offiziell kein Skigebiet mehr, auch wenn sich eigentlich seit 10 Jahren nichts mehr geändert hat dort, die offiziellen Skirouten werden ja auch schon seit Jahren nicht mehr Nachmittags per Kontrolle abgefahren - seit der Schlepper LSAP ist) - wo die Snowboarder klar in der Mehrheit sind. Die Zutaten, steil, waldig und rein Offpiste - dass ist bei Skifahrern einfach noch immer nicht wirklich beliebt.
Mir kommt so vor als hätte sich der Abwärtstrend seit 2-3 Jahren eingependelt - viele sind es halt wirklich nicht mehr.
 
Ich nehme an, Du sprichst von der Rax.
Dein Beitrag liest sich gerade, als wären wir im Rateforum.

Ich bin ein Schifahrer, der dort sicher nicht runter möchte. Denn bei den Zutaten hast Du einen wesentlichen Punkt vergessen. Die Tage, an denen ausreichend Schnee liegt, um da runter zu fahren, sind sehr rar.
 
Korrekt. Wobei am Krippenstein unter den Offpistefahrern die Snowboarder auch noch einen guten Anteil haben (so 35-50%). Krippenstein ist somit IMHO das Gebiet mit dem zweit größten Boarderanteil in AT. Grad in den großen Skigebieten (über 100km Pisten real) sind Snowboarder dagegen immer seltener. Selbst in guten Funparks sind inzwischen die Skifahrer ja nicht mehr in krasser Minderheit sondern es ist recht ausgeglichen.

Und die besten Tage auf der Rax sind die wo man unten zu Fuß rausgehen muss, bzw halt einen Arschrodel mitnimmt. Da ist man oft alleine trotz Hammer Neuschnee - und kritisch bzw schneefrei sind meist eh nur die unteren 150-200HM... Wenns noch Nass ist rodelt es sich da dann eh okay und man schafft noch locker den 30min Takt (und der wird gefahren wenn auch nur eine einzige Person da ist. Hatte mal einen Tag wo ich sicherlich 10mal alleine mit Fahrer rauf bin, dazu noch 5-6mal mit ein paar Wanderern - trotz 60-70cm feinstem Pulverschnee oben bis Mitte).
 
Finsteraarhorn schrieb:
Auf den kleinen Mistrastern halten oft nichtmal die Skis. Ich rutsche öfters mal ab. Mach ich was falsch? Brauche ich einen Kurs?
Und natürlich überteeibt der Autor, es ist ja auch Watson.

Offensichtlich ja. Ich habe jetzt bei einer Liftfahrt von einer Fachmännin gelernt, dass diese kleinen Fußrasten dazu gedacht sind, sie zwischen Skischuh und Ski, also die Lücke über der Bindungsplatte zu schieben. Funktioniert prima und man rutscht nicht ab. Kleines Handbuch oder zumindest ein erklärendes Schild wäre aber angebracht. Hat bei mir Jahre gedauert, bis ich das mitbekommen habe.
 
Kreon100 schrieb:
Finsteraarhorn schrieb:
Auf den kleinen Mistrastern halten oft nichtmal die Skis. Ich rutsche öfters mal ab. Mach ich was falsch? Brauche ich einen Kurs?
Und natürlich überteeibt der Autor, es ist ja auch Watson.

Offensichtlich ja. Ich habe jetzt bei einer Liftfahrt von einer Fachmännin gelernt, dass diese kleinen Fußrasten dazu gedacht sind, sie zwischen Skischuh und Ski, also die Lücke über der Bindungsplatte zu schieben. Funktioniert prima und man rutscht nicht ab. Kleines Handbuch oder zumindest ein erklärendes Schild wäre aber angebracht. Hat bei mir Jahre gedauert, bis ich das mitbekommen habe.

Oh echt? Man lernt nie aus :idea:
 
Nach 2 Skitagen in Japan dieses Jahr finde ich das Thema hier irgendwie lustig. Dort ist die Snowboardquote in vielen Gebieten gefühlt bei >50% (ganz normale Skigebiete ohne irgendetwas besonderes für Boarder) und auf den Pisten kommt es mir so vor wie in den Alpen zu den Hochzeiten des Snowboard-Booms. Wenn vor einem wieder so ein Pulk aus 15 Snowboard-Anfängern die Piste auf jede erdenkliche Art blockiert, bin ich über den aktuellen Zustand in den Alpen doch ganz froh.

Also falls die Boards in den Alpen aussterben, dann ist das ein rein europäisches (und amerikanisches?) Phänomen.
 
Hach! Ist das lustig hier... :mrgreen:

Die gute alte Snowboarddiskussion. Tot oder nicht...

Ich sag euch was:
Ich bin froh, dass es sich reduziert hat. Eher "gesundgeschrumpft"!

Ich gehör noch zu der Generation, die vor dem Hype angefangen hat. Also richtig davor - als wir noch die langhaarigen Bombenleger in Neonklamotten waren, wo jeder Liftwart noch überlegt hat, ob er uns überhaupt hochlassen darf... Noch bevor die Bekleidungsindustrie festgelegt hat, dass die "lustigen" Snowboarder "lustige" Drachenmützen bis zum Arsch zu tragen haben...
Und ganz ehrlich: Mit dem Hype der Mittneunziger konnt ich nie was anfangen:
Während wir uns im Hinterland 2 Tage lang 5m-Kicker in Wächten geschaufelt haben um Iguana Backflips in nen Powderhang zu landen kamen die Skatertypen aus der Stadt, die mit nem K2 Fatbob bei 10 Km/h durch nen "Funpark" mit 50cm Kickern gejibbt sind und sich furchtbar geil vorkamen. In Ihren Baggyjeans...
Jetzt wirklich: Soll ich denen etwa nachtrauern???? Nö...
Später kam die FIS bloß drauf, das Snowboarden doch keine Modeerscheinung ist und hat alles an sich gerissen. Und schlussendlich den Sport damit kaputt gemacht. Ich gehörte auch zu den ersten BXlern - wenn ich mir aber heute die absolut langweiligen "Autobahnen" bei Olympia anschaue kommt mir ehrlich gesagt das kotzen... Langweiliges Beamtentum...

Ganz ehrlich: Wenn sich der Sport gesund schrumpft ist das absolut kein Schaden! Back to the roots. Die ECHTE Gruppe der Snowboarder war schon ursprünglich eine kleine Gruppe von Freaks, blieb es über all die Jahre auch und wird es immer bleiben! 8) Da brauchts den Rest nicht.

Und zur Materialwahl:

Da geb ich @extremecarver absolut Recht im großen und ganzen. Bis auf eins:
Das Rossignol Undertaker ist ne absolut lahme weiche Gurke - sorry! Nose ist zu flach, swallow vom shape her zu lang. Kaum Druck auf der Kante ab hinterer Bindung. Definitiv das schlechteste in meinem "Fuhrpark".
Ich bevorzuge für normale Tage meist das Nitro Saber Pow (alte Version). Guter allrounder. Das Pogo swallow ist das härteste, aber auch das schmälste. Auftrieb nur bei Vollgas garantiert. Aber selbst das Jester oder das Voile Splitswallow sind noch besser als das Undertaker...

Und wegen Boots:
Im Vergleich zu denen von Burton (Ion, Driver X und andere) ist mein Liebling inzwischen der Deeluxe Spark XV. Gut, die grobe Sohle braucht Anpassung der Bindung - Haltbarkeit und Steifheit sind aber unschlagbar. Wegen "Splitboardboot" auch schön auf "weich" einstellbar bei Bedarf... Probiers mal! :wink:

Schöne Grüße,
Jan
 
Hmm, das 198er Undertaker finde ich durchschnittlich (mit 67kg) - das 185er kommt mir härter vor als das Nitro Saber (bin das Nitro aber schon zig Jahre nicht mehr gefahren).
Die Pogo sind für Hardboots - klar dass die härter sind (genauso wie alle anderen Swallows die rein für Hardboots gedacht sind). Von Jester kenne ich gar kein Swallow. Meinst du die Serienversion vom Powder Equipment Type B (Jester und Powder Equipment hatte ja AFAIK gleichen Herstellungsort, wobei Powder Equipment halt aufwändiger/teurer waren - aber teils selbe Shapes). Weicher sind die Powder Equipment/Jester Type B allemal wie das Undertaker. Das Big Gun war dann ja auch weicher als der Undertaker vielleicht bis du das zuletzt gefahren? Und ich liebe die flache Nose im Powder. Auf der Piste ist sie zu lang was halt zu Vibrationen/rattern führt - aber im Pow finde ich es perfekt und absolut nicht versenkbar, auch mit Einleiten von jedem Schwung voll übers vordere Bein (wo man mit den ganzen kurzen Rockerbrettern einen Sturz bauen würde).

Mein Lieblingsallround Powder Brett ist das Type B 190 S (das M ist mir etwas zu hart). Sowas von spielerisch und leicht drehbar aber trotzdem schön stabil bei Speed wenns nicht allzu hart ist.

Den DeeLuxe Spark XV - ja wenn da die Sohle mit dem Monster Überstand nicht wäre. Ich fahre ab und an noch immer einen alten Spark, und traurere meinem Spark NT nach (der ist mit Dynafit Pins ja der echte Vorgänger vom XV). Hast du die Sohle einfach abgerundet mit Säge?


Die altuellen Snowboard Cross Kurse - ja leider viel zu geradeaus. Sch*** Skifahrer. Wegen denen dürfen wir nun so gerade aus fahren. Gut dass es nicht mehr Boarder Cross heißt :-)
Aber Spaß machens trotzdem, wobei teils die Sprünge auch einfach zu groß sind - viel zu viele Verletzungen und Stürze. Dazu sind die Kurven so dass man da kaum mehr überholen kann. Früher gabs oft mal eine Kurve die innen schneller war, dann eine die außen schneller war. Dadurch dass man innen dann halt mit Hardboots schneller carven konnte, hatte man mit Hard wie Soft eine Chance. Wenn man die Kurve eh nur noch in der Bank durchfährt, und dann die Monster Sprünge plus zig mal pushen - dann ist man mit Hardboots klar langsamer - wobei ich denke das mit den heutigen BX Soft Brettern man auch generell schneller wäre. Früher waren die Softbretter einfach nicht gut genug angepasst. Heute sind die ja schon fast wie Raceboards nur breiter. Sehr lange effektive Kante bezogen auf die Gesamtlänge, langer Radius, deutlich härter, usw.
 
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