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Das Snowboarden ist dem Tode geweiht...

Seit ungefähr 20 Jahren versuche ich, dann auch mal auf ein Snowboard zu gehen. Ich fahre seit über 40 Jahren Ski bin bis vor 35 Jahren auch ab und zu Skateboard gefahren und brauche vor dem inneren Auge natürlich allenfalls eine halbe Stunde Eingewöhnungszeit, bis ich das Bügelbrett ohne Rutscher in flottem Tempo auf der Kante bis ins Tal carve.

Leider (oder Gott sei Dank) hat es nie geklappt, immer war das Wetter entweder zu gut oder zu schlecht, so dass ich an dem Tag dann doch lieber auf Skiern gefahren bin.

Werde jetzt erst mal Telemark als nächstes in Angriff nehmen und dann mal schauen. Ich habe aber schon den Eindruck, dass Snowboard nicht gerade boomt.

Ich habe irgendwo einen Bericht auf Youtube gesehen, wonach die Board-Hersteller für sich das Problem erkennen, dass durch die ganze Big Air-Werbung die Leute denken, "Snowboard ist was für Akrobaten aber nicht für mich."

Ich kann mich noch erinnern, dass die Snowbarder einen Skifahrer wie mich genervt haben, wenn die am Vormittag durch eine blödes Traversieren einen ganzen Tiefschnehang kaputt gefahren haben. Und wie hier schon mal geäußert, dass die ständig hinter der Kuppe sitzen müssen. Auch könnte ich mich immer tot lachen, wenn die Jungs sich unter dem Selssellift in einem total zerfahrenen Eishang abquälen, eigentlich nur vorwärts abrutschen und dabei aussehen wie so die Spielfiguren früher in meinem Sandkasten. Es gibt leider kaum richtig gute Snowboarder zu sehen, die auch mal was auf der Kante zeigen, meistens nur Gerutsche und Hingehocke. Wobei auf der Zillertalarena war mir aufgefallen, dass es dort mehr gute Snowboarder gab.

Ich habe aber meinen Frieden mit den Snowboardern gemacht, finde es immer wieder nett, mal im Sessellift so ein bisschen Trashtalk zu machen. Ich finde, die Skiklamotten sind erst durch den Druck der Konkurrenz der Snowboard-Firmen wie O'Neil und Burton mal wieder schicker geworden und auch sehr viel technischer mit mehr features. Und wahrscheinlich würde es ohne Snowboards auch keine Carving-Skier geben.

Wenn ich jedenfalls mal einen guten Snowboarder sehe, freut es mich genauso, dem zuzuschauen, wie einem guten Skifahrer.

Und ich liebe es natürlich, wenn wir in der Gruppe einen Snowboarder haben, auf diesen am Lift, am Ziehweg und sonstwo zu warten ;-)
 
Interessantes Thema hier! Jedenfalls bin ich auch der Meinung, dass das Boarden an sich so schnell nicht aussterben wird... eine Randerscheinung wird es indes sicherlich noch lange sein/bleiben...und das finde auch ich irgendwie ganz gut so. Wie schon von Vorrednern hier angesprochen braucht auch in meinen Augen das Snowboarden ganz allgemein kein Massenpublikum anzusprechen, da dies heutzutage schon wieder fast ein Alleinstellungsmerkmal an sich ist... so wie es zu beginn der Ära eben auch war. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass man z.B. mit heutigen, modernen Carvingboards auf der Piste extremst auffällt: Es geht bei mir sogar soweit, dass ich für Fotos mit meinen Boards hinstehen darf, weil der gemeingefährliche Skifahrer sowas noch nie gesehen hat...und ich fahre bloss VIRUS Nightmare I & VIRUS Thunder. Allerdings ist mir mittlerweile auch klar geworden, weshalb die Leute auf 2 Brettern so neugierig sind: Was die meisten Skifahrer als "carven" verstehen hat wenig bis nix damit zu tun, was ich, oder auch andere Race-Carver, unter dem selben verstehen. Nur fliegen ist schöner! :D
 
freerider13 schrieb:
Hach! Ist das lustig hier... :mrgreen:

Die gute alte Snowboarddiskussion. Tot oder nicht...

Ich sag euch was: (...)


Geniale Satire, feine Klinge, Kompliment!

Oder sollte ich mich täuschen? Du meinst das am Ende ernst und es handelt sich dabei bloß um einen Exzess von Narzissmus und Distinktion?

w.
 
weedy schrieb:
freerider13 schrieb:
Hach! Ist das lustig hier... :mrgreen:

Die gute alte Snowboarddiskussion. Tot oder nicht...

Ich sag euch was: (...)


Geniale Satire, feine Klinge, Kompliment!

Oder sollte ich mich täuschen? Du meinst das am Ende ernst und es handelt sich dabei bloß um einen Exzess von Narzissmus und Distinktion?

w.

Wie so oft:
Ein klein wenig von alledem wahrscheinlich! :wink:
Aber die Quintessenz der - natürlich in einer durchaus augenzwinkernden Darstellungsweise geschriebenen - Aussage hast du ja eh rausgelesen wie ich merke. 8)

Schöne Grüße,
Jan
 
extremecarver schrieb:
Hmm, das 198er Undertaker finde ich durchschnittlich (mit 67kg) - das 185er kommt mir härter vor als das Nitro Saber (bin das Nitro aber schon zig Jahre nicht mehr gefahren).
Die Pogo sind für Hardboots - klar dass die härter sind (genauso wie alle anderen Swallows die rein für Hardboots gedacht sind). Von Jester kenne ich gar kein Swallow. Meinst du die Serienversion vom Powder Equipment Type B (Jester und Powder Equipment hatte ja AFAIK gleichen Herstellungsort, wobei Powder Equipment halt aufwändiger/teurer waren - aber teils selbe Shapes). Weicher sind die Powder Equipment/Jester Type B allemal wie das Undertaker. Das Big Gun war dann ja auch weicher als der Undertaker vielleicht bis du das zuletzt gefahren? Und ich liebe die flache Nose im Powder. Auf der Piste ist sie zu lang was halt zu Vibrationen/rattern führt - aber im Pow finde ich es perfekt und absolut nicht versenkbar, auch mit Einleiten von jedem Schwung voll übers vordere Bein (wo man mit den ganzen kurzen Rockerbrettern einen Sturz bauen würde).

Mein Lieblingsallround Powder Brett ist das Type B 190 S (das M ist mir etwas zu hart). Sowas von spielerisch und leicht drehbar aber trotzdem schön stabil bei Speed wenns nicht allzu hart ist.

Den DeeLuxe Spark XV - ja wenn da die Sohle mit dem Monster Überstand nicht wäre. Ich fahre ab und an noch immer einen alten Spark, und traurere meinem Spark NT nach (der ist mit Dynafit Pins ja der echte Vorgänger vom XV). Hast du die Sohle einfach abgerundet mit Säge?


Die altuellen Snowboard Cross Kurse - ja leider viel zu geradeaus. Sch*** Skifahrer. Wegen denen dürfen wir nun so gerade aus fahren. Gut dass es nicht mehr Boarder Cross heißt :-)
Aber Spaß machens trotzdem, wobei teils die Sprünge auch einfach zu groß sind - viel zu viele Verletzungen und Stürze. Dazu sind die Kurven so dass man da kaum mehr überholen kann. Früher gabs oft mal eine Kurve die innen schneller war, dann eine die außen schneller war. Dadurch dass man innen dann halt mit Hardboots schneller carven konnte, hatte man mit Hard wie Soft eine Chance. Wenn man die Kurve eh nur noch in der Bank durchfährt, und dann die Monster Sprünge plus zig mal pushen - dann ist man mit Hardboots klar langsamer - wobei ich denke das mit den heutigen BX Soft Brettern man auch generell schneller wäre. Früher waren die Softbretter einfach nicht gut genug angepasst. Heute sind die ja schon fast wie Raceboards nur breiter. Sehr lange effektive Kante bezogen auf die Gesamtlänge, langer Radius, deutlich härter, usw.

Servus!

Undertaker: Die "Härte" war ja prinzipiell schon da, aber der Shape ist meiner Meinung nach halt so, dass man es nicht umsetzen kann. Erst fängt es an zu schwänzeln vom Tail her - dann zu flattern. Ich persönlich mag das nicht. Das Saber liegt da einfach deutlich besser - auch, wenn es einem beim durchdrücken weicher vorkommt...
Pogo: Klar, das ist fein. Nicht nur für Hardboots - die ich eigentlich nur noch extrem selten raushole. Bin aber auch seinerzeit schon lieber Factory Prime mit Flexbindung gefahren (oder Nachfolger) - zumindest beim SuperG oder RTL. Nur Slalom eigentlich mit Platte. Oder Abfahrt, das geht definitiv dann nicht mehr auf Soft. War da aber immer ein Exot...

Jester: Nein, ist schon ein eigenes. Am WE kann ich ja mal Foto machen. :wink:

Zum Spark: Nein, den Fahre ich so. Meist mit den besseren Burtonbindungen, vo man die Baseplate von der Größe her einstellen kann im Toebereich. Klappt eigentlich prima, weil man eh etwas höher steht. schleift auch nix. Habe allerdings auch nur Größe 42 - mit ner 46er sähe es eventuell anders aus...

Und BX: ich geb dir völlig recht. Der eigentliche Charakter ist halt völlig verloren gegangen. Eigentlich solls ja so sein, dass du so viel Konzentration aufs Durchfahren der Hindernisse legst, dass du noch nicht mal im Ansatz auf die Idee kommst den Ellenbogen rauszufahren. Damals auch ganz wichtig: "Gleichberechtigung" für Hard- und Softbootfahrer - bedingt durch die Auswahl der Hindernisse.
Alles in Vergessenheit geraten. Keine Walls, Pipes, Schnecken, Step-up Jumps; das höchste der Gefühle ist noch ne schlecht geshapte Box...
Der Einfallsreichtum ist einfach verloren gegangen, das war ja aber der eigentliche Kern der Disziplin.

(BTW: Schon mal gesehen, wie ein Skicrosser einen Step-up von 60cm meistert? Mit drei Gegnern daneben? 8O Ich schon! 8) :mrgreen: Und ich sag euch: Das klappt! 8) 8) 8) Es werden halt bloß die Könner von den stupiden Heizern getrennt!! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: )

Ach, ich würd gern nochmal wieder selbst nen Kurs bauen... 8)

Schöne Grüße,
Jan
 
freerider13 schrieb:
Und BX: ich geb dir völlig recht. Der eigentliche Charakter ist halt völlig verloren gegangen. Eigentlich solls ja so sein, dass du so viel Konzentration aufs Durchfahren der Hindernisse legst, dass du noch nicht mal im Ansatz auf die Idee kommst den Ellenbogen rauszufahren. Damals auch ganz wichtig: "Gleichberechtigung" für Hard- und Softbootfahrer - bedingt durch die Auswahl der Hindernisse.
Alles in Vergessenheit geraten. Keine Walls, Pipes, Schnecken, Step-up Jumps; das höchste der Gefühle ist noch ne schlecht geshapte Box...
Der Einfallsreichtum ist einfach verloren gegangen, das war ja aber der eigentliche Kern der Disziplin.

(BTW: Schon mal gesehen, wie ein Skicrosser einen Step-up von 60cm meistert? Mit drei Gegnern daneben? 8O Ich schon! 8) :mrgreen: Und ich sag euch: Das klappt! 8) 8) 8) Es werden halt bloß die Könner von den stupiden Heizern getrennt!! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: )

Ach, ich würd gern nochmal wieder selbst nen Kurs bauen... 8)

Schöne Grüße,
Jan

Interdisziplinärer Cross-Kurs beim alpinforum Weltcup? Der Shaper bekommt bestimmt ne Kiste Bier :D
 
danimaniac schrieb:
freerider13 schrieb:
Und BX: ich geb dir völlig recht. Der eigentliche Charakter ist halt völlig verloren gegangen. Eigentlich solls ja so sein, dass du so viel Konzentration aufs Durchfahren der Hindernisse legst, dass du noch nicht mal im Ansatz auf die Idee kommst den Ellenbogen rauszufahren. Damals auch ganz wichtig: "Gleichberechtigung" für Hard- und Softbootfahrer - bedingt durch die Auswahl der Hindernisse.
Alles in Vergessenheit geraten. Keine Walls, Pipes, Schnecken, Step-up Jumps; das höchste der Gefühle ist noch ne schlecht geshapte Box...
Der Einfallsreichtum ist einfach verloren gegangen, das war ja aber der eigentliche Kern der Disziplin.

(BTW: Schon mal gesehen, wie ein Skicrosser einen Step-up von 60cm meistert? Mit drei Gegnern daneben? 8O Ich schon! 8) :mrgreen: Und ich sag euch: Das klappt! 8) 8) 8) Es werden halt bloß die Könner von den stupiden Heizern getrennt!! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: )

Ach, ich würd gern nochmal wieder selbst nen Kurs bauen... 8)

Schöne Grüße,
Jan

Interdisziplinärer Cross-Kurs beim alpinforum Weltcup? Der Shaper bekommt bestimmt ne Kiste Bier :D

Bin sofort dabei! Nehme auch zwei oder drei Kisten bis der Kurs steht... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
freerider13 schrieb:
Bin sofort dabei! Nehme auch zwei oder drei Kisten bis der Kurs steht... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


bis der Kurs steht? Also dabei? dann wird's mal richtig kreativ
 
danimaniac schrieb:
freerider13 schrieb:
Bin sofort dabei! Nehme auch zwei oder drei Kisten bis der Kurs steht... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


bis der Kurs steht? Also dabei? dann wird's mal richtig kreativ

Gut. Je nach Anzahl der Mithelfer müssen wir dann vielleicht noch mal über die Zahl der Kisten sprechen bis so ein Kurs dann fertig ist... :mrgreen:
Und zugegeben: Heutzutage muss man leider noch so was wie "reguläre Arbeit" zeitlich einkalkulieren... :wink:

Aber wenn Zeit und Ort passen: WORD!

Jan
 
Wenn ich jedenfalls mal einen guten Snowboarder sehe, freut es mich genauso, dem zuzuschauen, wie einem guten Skifahrer.
So geht es mir auch. Oder ich fahre so einem gerne hinterher. Doch das ist absolute Seltenheit, dass man so jemandem begegnet, selbst in Laax.
 
rush_dc schrieb:
Also ich fahre Ski und hauptsächlich snowboard und finde diese neuen bügel einfach scheisse.
Ist halt was für Leute mit schmalen zahnstochern an den Füssen.
Ich frag mich immer wieder ob die Leute die sowas planen auch selber mal fahren?!

Diese "neuen" Bügel findet sowieso jeder scheisse der das Skifahren mal gelernt hat *duck*

Kann nur von meiner Erfahrung mit Boardern berichten ... ja die tun sich schwer! SEHR SCHWER mit diesem neumodischen Zeug ... da haben wir Skifahrer es noch leicht ich klemm mir diesen Pseudofussraster unter die Bindung und hab meine Entspannung ... selbst sehr erfahrene Snowboarder die ich kenne rutschen laufend runter ... andererseits haben sie auch wieder weniger Gewicht am Fuß
 
Kreon100 schrieb:
Finsteraarhorn schrieb:
Auf den kleinen Mistrastern halten oft nichtmal die Skis. Ich rutsche öfters mal ab. Mach ich was falsch? Brauche ich einen Kurs?
Und natürlich überteeibt der Autor, es ist ja auch Watson.

Offensichtlich ja. Ich habe jetzt bei einer Liftfahrt von einer Fachmännin gelernt, dass diese kleinen Fußrasten dazu gedacht sind, sie zwischen Skischuh und Ski, also die Lücke über der Bindungsplatte zu schieben. Funktioniert prima und man rutscht nicht ab. Kleines Handbuch oder zumindest ein erklärendes Schild wäre aber angebracht. Hat bei mir Jahre gedauert, bis ich das mitbekommen habe.
Das ist völliger Hafenkäse. Ich habe diese „Technik“ soeben auf neusten Doppelmayr- UND Leitner-KSBs (Andermatt-Nätschen, beide Baujahr 2017) ausprobiert. Funktioniert überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich rutsche bei normalem Draufstellen meiner Skis nie ab. Beim Doppelmayr rutsche ich mit dieser zwischen-Schuh-und-Ski-Technik sofort weg, zumal mein Schuh ja auch seitlich abgerundet ist. Bei den etwas breiteren Leitner-Fussrastern komme ich nicht genügend weit rein, da sie zu gegen die Stange hin zu breit werden, sind dafür aber etwas weniger rutschig.
 
tja, vielleicht die Skischuhe verwachst :lol:

Also bei mir funktioniert das, wobei ich nicht behaupte, das es besser geht oder nur so gemacht werden darf.
 
mit nem Snowboard geht es jedenfalls nicht. Und das ist schade... :D
 
Super Artikel!! Und so passend zum 1. April :lach: :lach: :lach:
 
Snowboarder seien beim Abendessen nicht angemessen gekleidet.... :biggrin:
Schöner Einfall! !
 
:lach:
Die Überwachungsdrohnen und das automatische Abschalten der Lifte finde ich besonders gut. Sorry danimaniac, mir gefällt der Gedanke :P
 
:lol: :lol: :lol:

Mal aufs Datum von dem Beitrag geschaut? Schöner Aprilscherz und hat hier wohl einige erwischt :lol:
 
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