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Davos Klosters 18 / 19

Firnfan schrieb:
Laax ist ein geniales, grosses Skigebiet, mit fast perfekter Bahnkonfigurationen, aber miserablem Oeffnungsangebot (gibt es in den Alpen ein anderes Gebiet mit einem so grossen Anteil geschlossener Anlagen? Dass La Siala, Lavadinas etc geschlossen entwickelt sich zum Normal- statt zum Ausnahmefall) und nur durchschnittlicher Pistenpräparation.
Ersteres betrachte ich als völlige Polemik. Es gab in den letzten Wochen bis fast Monaten gefühlt (vermutlich locker nachweisbar, zeigt sich ja auch aufgrund der Schneelage auf der Alpensüdseite) nie so viele Stark-Nordwindtage wie diesen Winter und dann ist Laax einfach ein Mist weil extrem anfällig. Gäbe es gleich viele Stark-Föhntage, wäre die Bilanz der Öffnunge in Lenzerheide-Arosa die gleiche wie jetzt in Laax. Andermatt brilliert übrigens auch nicht wirklich, weil halt ebenfalls windexponiert. Dummerweise dort bei nördlichen UND südlichen Windrichtungen. Davos hingegen darf sich glücklich schätzen, generell recht windstabil zu sein. Dass man marketingtechnisch dafür aber hinterherhinkt, ist hier glaube ich oft gut beschrieben worden.
Bei zweiterem bin ich voll bei Dir. Die Präparation in Laax war zu Zeiten der zwei rivalisierenden Teams erste Klasse. Nachdem der Chef des einen Teams „verloren“ hatte und gehen musste, nahm die Qualität sukzessive ab und ist heute mE. nicht mal mehr durchschnittlich.
 
Firnfan schrieb:
Erste Zwischenbilanz / Frequenzen bis 31.12.2018: Graubünden + 5.5%, Davos aber minus 4.4% im Vgl. zu Vorjahr (https://www.nzz.ch/wirtschaft/den-schweizer-bergbahnen-glueckt-der-saisonstart-ld.1448577 )! Der Rückgang erstaunt mich, prima vista sehe ich keine offensichtlichen Gründe, warum Davos im Vgl zu den anderen Bündner Skigebieten so schlecht abgeschnitten hat. Liegt es allenfalls an der grundsätzlichen "Abbau- statt Aufbaumentalität" in Davos, konkret "immer weniger" wie zB. Pischa / fehlender Anschlusss Strela? Oder honoriert der Skitourist Innovationen und Erweiterungen wie in Arosa/Lenzerheide oder in Laax und straft die innovationsarmen Gebiete ab? Fakt ist mE, dass der Bergbahnennutzer in Davos nicht den Eindruck erhält, dass da innovative Betreiber am Werke sind, m.E. würde es marketingmässig dem Gebiet enorm gut tun, wieder mal einen "Wurf" zu landen, m.E. am besten im schwach erschlossenen, aber sehr sehr attraktiven Schifer-Gebiet auf Parsenn. Was ist Eure Meinung, wie erklärt Ihr Euch diese Frequenzschwäche in Davos?
Also das ist eine Momentaufnahme von einem kurzen Abschnitt einer einzigen Saison und damit kaum aussagekräftig. Parsenn und Jakobshorn haben später als sonst geöffnet und die restlichen Skigebiete waren nur seit etwa einer Woche erst geöffnet zu diesem Zeitpunkt.
Prinzipiell stimme ich dir zu, es wird viel zu wenig in neue Bahnen investiert und nur Bestandserhaltung in dieser Hinsicht betrieben. Den Bergbahnen fehlt es an Visionen für die Zukunft und das wird sich mittelfristig zu einem Nachteil entwickeln, da bin ich mir sicher. Eine Verbindung zur Schatzalp und eine Verbindung Jakobshorn-Rinerhorn würde die Region und die DKB weit voran bringen und wird aus nicht nachvollziehbaren Gründen von den DKB abgelehnt beispielsweise. Aber darüber wurde ja im Infrastruktur Topic schon viel diskutiert.
Dass nichts investiert wurde stimmt aber so nicht. Am Berg wurde vor allem in die Beschneiung investiert, das ist für den Skigast erstmal nicht sichtbar. Aber schau mal die Winter zwischen 2014 und 2016 an. Da konnte man in Davos auf dem Jakobshorn und der Parsenn fast Vollbetrieb anbieten während man beispielsweise in Laax mit Mühe und Not den Naturschnee für eine Hand voll Pisten zusammen kratzen musste. Auch musst du bedenken dass die DKB nach streng nach betriebswirtschaftlichen Kriterien geführt werden und seit bald 20 Jahren hoch rentabel sind und für ihre Anteilseigner Dividende erwirtschaften können. Lenzerheide und Laax steht da wesentlich schlechter da. Zu guter letzt möchte ich noch anmerken dass Davos-Klosters ja nicht nur aus den DKB besteht sondern auch zum Beispiel aus den Klosters-Madrisa Bergbahnen, und diese sind durchaus innovativ und haben in den letzten Jahren viel investiert.
 
ski-chrigel schrieb:
Firnfan schrieb:
Laax ist ein geniales, grosses Skigebiet, mit fast perfekter Bahnkonfigurationen, aber miserablem Oeffnungsangebot (gibt es in den Alpen ein anderes Gebiet mit einem so grossen Anteil geschlossener Anlagen? Dass La Siala, Lavadinas etc geschlossen entwickelt sich zum Normal- statt zum Ausnahmefall) und nur durchschnittlicher Pistenpräparation.
Ersteres betrachte ich als völlige Polemik. Es gab in den letzten Wochen bis fast Monaten gefühlt (vermutlich locker nachweisbar, zeigt sich ja auch aufgrund der Schneelage auf der Alpensüdseite) nie so viele Stark-Nordwindtage wie diesen Winter und dann ist Laax einfach ein Mist weil extrem anfällig. Gäbe es gleich viele Stark-Föhntage, wäre die Bilanz der Öffnunge in Lenzerheide-Arosa die gleiche wie jetzt in Laax. Andermatt brilliert übrigens auch nicht wirklich, weil halt ebenfalls windexponiert. Dummerweise dort bei nördlichen UND südlichen Windrichtungen. Davos hingegen darf sich glücklich schätzen, generell recht windstabil zu sein. Dass man marketingtechnisch dafür aber hinterherhinkt, ist hier glaube ich oft gut beschrieben worden.
Bei zweiterem bin ich voll bei Dir. Die Präparation in Laax war zu Zeiten der zwei rivalisierenden Teams erste Klasse. Nachdem der Chef des einen Teams „verloren“ hatte und gehen musste, nahm die Qualität sukzessive ab und ist heute mE. nicht mal mehr durchschnittlich.

Ganz stimme ich Dir nicht zu. Auch bei Föhn ist Laax nicht unproblematisch. So war der Vorab wegen dem Föhnkäppi (Nebel) gestern geschlossen. Gerade der Vorab ist (z.B. im Herbst) bei Föhn sehr unangenehm. Bei Siala West ist die Einfahrt auch nicht gerade gemütlich.
 
Ja, der Vorab-SL kapituliert bei Föhn gerne mal. Hätte ich noch präzisieren müssen. Aber wenn in Laax föhnbedingt mehr als der Vorab-SL geschlossen werden muss, hat LH-A schon längstens einen Rumpfbetrieb. Als Gleitschirmpilot ist Laax ebenfalls recht gut föhngeschützt, Davos auch, während Arosa und Lenzerheide schon bei schwachem Föhn lebensgefährlich werden.
Es ging mir nicht um die Details, sondern nur um die Erklärung, wieso Laax in den letzten Wochen so oft wenig offen hatte, während die anderen beiden Gebiete Vollbetrieb hatten. Der Windmesser am Masegn lieferte laufend eindrückliche Werte.
 
Dürfte wohl auch an der Exposition liegen, Laax liegt relativ weit nördlich liegt und Davos und die Lenzerheide sind abgeschirmter von den West/Nordwestwinden. Ausserdem geht es bis 3000m hoch. Warum die Lenzerheide so föhnanfällig ist?
 
Ja natürlich, richtig. Laax liegt voll im Nordwindband während er danach verläuft. Auf Lavoz kann man manchmal bei fast Windstille nach Laax rüberschauen und die Schneefahnen dort sehen. Die Lenzerheide liegt direkt auf Nord-Süd-Richtung und bietet dem Föhn freie Bahn. Dass er nach Arosa jeweils derart hineinstürzt, wundert mich auch immer wieder, während Davos seitlich umströmt wird.
 
Die anderen Gebiete sind aber alle geöffnet (ausser auch Pischa und Strela-Skigebiet). Kann ich nur empfehlen. Leerer sind die Pisten die ganze Saison nie. :)
 

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Ich war gestern auf Parsenn. Bei meinem Kollegen und mir ist es schon Tradition während des WEFs in Davos auf Parsenn Ski fahren zu gehen, da dann meistens alle Pisten und Anlagen offen sind und kaum was los ist. So wie gestern habe ich es aber noch nie erlebt. Es war wirklich so gut wie gar nichts los. Nicht einmal hatten wir jemand weiteren im Sessellift. Die Pisten waren perfekt. Manche waren letzte Nacht nicht präpariert, aber trotzdem super zu fahren. Es war mit -9 bis -14 grad auch schön kalt und dazu strahlende Sonne. Wir sind um 8 mit der ersten Gondel von Klosters hoch, um 16 Uhr mit der letzten auf den Weissfluh und den ganzen Tag ohne Pause durchgefahren, Picknick haben wir jeweils in der Schieferbahn gemacht ;)
Es war der perfekter Skitag mit 32 Abfahren 15.000hm und 84 Abfahrtskilometern.
Highligt war sicherlich die Bergung der Personen aus dem Totalplift, welcher hängengeblieben ist. Bis zu drei REGA Helis waren unterwegs. Spektakulär!!
 

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Wer die Möglichkeit hat während des WEF in Davos Ski zu fahren sollte das unbedingt ausprobieren. Es ist dann einmalig leer und definitiv die Mühe bei der Anreise wert.
 
Gefühlt nicht mehr so der Geheimtipp, zumindest auf Parsenn. Im Vergleich zu vor 4-5 Jahren doch einiges an Betrieb :D Aber doch immer noch leer ;)
 
Tiob schrieb:
Wer die Möglichkeit hat während des WEF in Davos Ski zu fahren sollte das unbedingt ausprobieren. Es ist dann einmalig leer und definitiv die Mühe bei der Anreise wert.

Welche Mühe der Anreise? Wenn man von Klosters ins Gebiet fährt ist es wie an jedem anderen Tag auch :)
So leer wie dieses Jahr habe ich es die letzten Jahre während des WEFs aber noch nie erlebt, das war echt klasse!!!
 
War heute auch bei besten Bedingungen in Davos Klosters Parsenn, da seit einigen Jahren ein Augsburger Busunternehmen während des WEF zu für Schweizer Verhältnissen attraktiven Preisen täglich reinfährt. Der Schnee war ein bisschen stumpf, sodass man in Flachpassagen mit mehr Schwung einfahren musste.
Eventuell macht der Totalp-Sessel noch immer Probleme. Wurde erst gegen 10 Uhr ausgaragiert und ging dann erst zwischen halb elf und elf auf. Zudem blieben die Totalp und die Parsennfurka Sesselbahn vormittags öfter mal stehen. Es war angenehm leer, lediglich an der Totalp und an der Schiferbahn gab es mal mehr Leute auf den Pisten
 
Hi,

ist schonmal jemand die Schlittelbahn von Madrisa nach Saas runter? Lohnt sich die Abfahrt? Danke schoneinmal
 
Ig2 schrieb:
Hi,

ist schonmal jemand die Schlittelbahn von Madrisa nach Saas runter? Lohnt sich die Abfahrt? Danke schoneinmal
Salut! Ja, vor vielen Jahren gingen wir da mal runter. Die Piste war leider ein wenig weich, sodass man auf etwa 2 Stellen vom Schlitten absteigen musste und kurz ziehen. Es hat aber auch sehr schöne Abschnitte im Wald Dieste endet ungefähr beim Dorfplatz von Saas, wo man das den Bus nehmen kann. Und genau diese Busfahrt habe ich noch in guter Erinnerung. Das Fahrzeug war pumpevoll gefüllt mit Schlittlern und anderen Passagieren. Aber alles in allem war es ein schöner Ausflug.
 
Ig2 schrieb:
Hi,

ist schonmal jemand die Schlittelbahn von Madrisa nach Saas runter? Lohnt sich die Abfahrt? Danke schoneinmal

Ist quasi meine Heim-Abfahrt, kann damit bis vors Haus fahren. :D
Ich liebe es.

Schöne Schlittelstrecke mit wunderbarem Blick ins Tal. Nur an einer Stelle ist es etwas flach und muss etwas gestossen werden.

Die ersten 9 Kilometer sind sehr angenehm zu schlitteln, dann nach der Strassenüberquerung wird es etwas gefährlicher, zuerst ein steiles Stück, danach mittelsteil bis zum Ende.

Hier ein kurzes Video, das ich vor ein paar Wochen aufgenommen habe:
https://www.youtube.com/watch?v=6GsPODGIBFI

Der Bus fährt vom Dorfplatz im Halbstundentakt. Auf dem Weg zur Bushaltestelle gibt es einen Volg, wo man für Verpflegung sorgen kann.
 
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