Davos hat heute mal wieder gezeigt was möglich ist, wenn Wille und Kundenorientierung vorhanden sind

. Da können sich einige Skigebiete in Österreich eine Scheibe abschneiden.
Morgens war ich bereits um 8 Uhr in der Standseilbahn, leider fuhr sie dann doch erst um 8:15 los. Oben dann bis 11 Uhr die meiste Zeit sonnig und von etwa 13-15 Uhr auch nochmal relativ sonnig. Zur Mittagszeit und die letzte Stunde hingegen sehr diffuse Bodensicht und zum Schluss auch etwas Schneefall. Die Temperaturen aber noch ziemlich kalt und auch manche Schneekanonen im Einsatz (aber nicht auf geöffneten Pisten).
Durch Meierhoftäli und Gruobenalp eine tolle Entzerrung, nur selten mit Wartezeiten. Außerdem auch die Gipfelbahn offen und mit genug Pulverschnee. Demgegenüber Piste und Lift Totalp ordentlich voll (konnte man etwas über die PB umgehen). Das große Angebot zieht zurecht viele Leute an.
Auch abseits der geöffneten Pisten schon eine ordentliche Schneelage. Als der teils windharschige Schnee durch andere eingefahren wurde, gab es zum Beispiel am Furka und Gruobenalp viele nette Geländevarianten, an letzteren mit etwas Sonne am Nachmittag durch Südausrichtung. Die Pisten hier werden noch beschneit, hätten nun aber schon ausreichend Schnee. Steinkontakt hatte ich auf keiner Piste (gab vielleicht an 3-4 Stellen im ganzen Skigebiet wenige, kleine lockere Steine) und zum Glück auch nicht im Gelände.
Thema Liftgeschwindigkeit: alle Lifte fuhren ganztags mit voller Geschwindigkeit! Nicht so ein Blödsinn wie in vielen österreichischen Gebieten, wo selbst bei Schlangen nicht Vollgas gefahren wird (z.b. 6KSB Seiterkar in Sölden, 6KSB Gletschersee im Pitztal und viele viele mehr).
Und selbst wenn es keine Schlange gab, wie an der Gruobenalp, wurde permanent mit 5 m/s gefahren. Große Leistung!
Zudem die Präparierung morgens trotz viel Neuschnee erheblich besser als vor zwei Wochen am Pitztaler.
Davos bietet Mitte November ein großes Angebot zwischen 2.000-2.800 m, was andere, ähnliche Gebiete überhaupt nicht schaffen.