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Devisenkurse und Tourismus

3303 schrieb:
Was ich izunächst mal interessant finde, ist dass man wie Rüganer in Z eine Unterkunft findet, die für eine Woche weniger kostet als drei Tageskarten int. Skipass 8O
Aber der Europreis beruhte vermutlich noch auf einem anderen Eurokurs?
Er hatte das an andere Stelle vor 1-2 Wochen bereits gepostet und ich hatte danach auch mal interessehalber geschaut. Zwar nix so billiges für 10.-17.12. gefunden, aber immerhin kann man tatsächlich ein Appartement in Z selbst für 300-400,- CHF die Woche bekommen.
 
3303 schrieb:
Was ich izunächst mal interessant finde, ist dass man wie Rüganer in Z eine Unterkunft findet, die für eine Woche weniger kostet als drei Tageskarten int. Skipass 8O
Aber der Europreis beruhte vermutlich noch auf einem anderen Eurokurs?

Ja, bei dem Preis muss ich mir immer noch die Augen reiben...... und der Preis ist schon incl. Nebenkosten.
Dafür darf man dann jeden Morgen ca. 500m zur Gornergratbahn oder Matterhornexpress laufen, weil da kein Bus fährt.
Stört mich aber nicht, so ist man wenigstens schon ein bisschen locker geworden.
Der Gesamtpreis für die Woche ist aber schon grenzwertig, allein schon durch die lange Anreise.
Aber Z ist es (noch) wert.
Und andere Urlaube brauch ich nicht, ich lebe ja schon in einer super Urlaubsgegend. :D
 
Ich denke dieser Winter wird interessant werden bzw. die Entwicklung des Kurses bis dahin. Sicherlich spannend. Im Sommer wird sich das - wie von Pilatus geschrieben - durch Nicht-EU-Urlauber einigermaßen ausgleichen. Im Winter hingegen wird die Mehrheit schon aus Euro-Ländern kommen. Hab jetzt keine Zahlen parat, könnte man ja anhand von Statistiken nachvollziehen wie hoch der Anteil aus der EU ist.
 
Man darf schon gespannt sein, ob es eine erkennbare Verlagerung der Touristen gibt.
a) von Schweizern selbst ins benachbarte Ausland
b) von Personen, die vorher überwiegend in der Schweiz Urlaub gemacht haben

Beim Euro Kurs von fast 1:1 ist eine Verlagerung doch sehr wahrscheinlich.


Gruß!
 
Ja, für den Tourismus sind es bestimmt harte Zeiten. Aber es bleibt zu hoffen, dass gewisse Institutionen auch wieder mal auf den Boden der Realität kommen.
Andererseits könnte eine Tourismuskrise auch Auswirkungen auf das Ausland haben. Sind in dieser Branche doch recht viele ausländische Saisonarbeiter angestellt, die in diesem Fall zu Hause bleiben können.

In Sache Wirtschaft sehe ich noch nicht so schwarz.
1. Die meisten Rohstoffe müssen ja eh importiert werden.
2. Die Kursgewinne wurden dem Schweizer Konsumenten bis jetzt noch nicht durch Preissenkungen weiter gegeben. Da wird sich also das eine oder andere Unternehmen eine goldene Nase verdienen ! Und wenn sogar die "Wirtschafts-Behörden" sagen, man solle halt im Ausland einkaufen wenn man mit den hohen Preise in der Schweiz nicht einverstanden sei, dann kann es mit unserer Wirtschaft noch nicht so schlecht stehen.
3. Egal ob Krise oder Hochkonjunktur in gewissen Branchen wird immer Gejammert und mit dem Abbau bzw. Auslagerung von Arbeitsplätzen gedroht. Von dem her bin ich es langsam müde solche Drohungen anzuhören.

Nun wichtig ist, dass die Schweiz weiterhin politisch stabil bleibt und nicht versucht durch kurzfristige Hau-Ruck Aktionen irgend etwas zu verschlimmbessern.
 
Ich sehe das wie TPD.

Und wenn sogar die "Wirtschafts-Behörden" sagen, man solle halt im Ausland einkaufen wenn man mit den hohen Preise in der Schweiz nicht einverstanden sei, dann kann es mit unserer Wirtschaft noch nicht so schlecht stehen.

Du sprichst auf das Interview mit Bundesrat Amman an? Ich habe keine Ahnung, wieso er dafür kritisiert wird. Soll er sagen: "Ja ich weiss dass hier das gleiche Möbelstück doppelt so viel kostet, aber kauft gefälligst hier, ihr Verräter!"? :wink:

Schlussendlich hat er doch gesagt wies ist. Wenn die Leute ins Ausland fahren um das selbe Produkt zu kaufen ist das sogar gut. Dann sind die Händler hier gezwungen, endlich die Währungsgewinne an den Konsumenten weiter zu geben. Das ist Markt, hallo?
Sicher, viele Unternehmen argumentieren, hier gäbe es höhere Löhne blabla... Diese Unterschiede bestanden aber schon vor dem Absturz des Euro. Es wird nicht verlangt, dass man hier auf deutsches Niveau heruntergeht. Aber das was man dank den Währungsgewinnen reingeholt hat, sollte man schon weitergehen. Ich denke viele Konsumenten akzeptieren bis zu einem gewissen Mass auch höhere Preise, bzw. aus der Zentralschweiz muss man sich ein paar Mal überlegen, ob es sich lohnt, nach Deutschland Möbel kaufen zu gehen. Schliesslich muss man das Zeug auch noch nach Hause bringen. Aber wenn die Preise in Deutschland nur noch halb so hoch sind, dann lohnt sich das dann schon langsam...
Firmen die in der Schweiz im grossen Stil produzieren sind ein anderer Fall, aber auch hier... Solang man schwarze Zahlen schreibt, soll man nicht reklamieren. Dass es hier aber recht bitter werden kann ist klar. Mein Vater kennt so einen KMU-Besitzer, die irgendwelche Holzverarbeitungsmaschinen herstellen oder so und zu 90% in die EU exporteiren. Da hätten sie fast 50% Einbruch. Das ist schon Scheisse, das stimmt.
 
Die Frage die man sich hierbei auch stellen kann: Wie wirkt sich ein starker Franken langfristihg auf die Schweizer Arbeitswelt aus?
Spezialunternehmen, die absolute Spitzenprodukte herstellen können auch bei teurem Franken gut funktionieren, ebenso Forschungseinrichtungen à la Rüschlikon. Aber was ist mit dem Rest, die grosse Mehrheit?

Nehmen wir als Beispiel Stadler, ein cleveres Familienunternehmen welches sich neben den "grossen" Herstellern von Eisenbahnfahrzeugen in wenigen Jahren international etablieren konnte. Innovation und das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt war hier wohl ein gewaltiges Plus. Ebenso gut ausgebildete Fachkräfte und Ingenieure. Nun, heute ist es so daß Fertigung u.zT. Entwicklung zu einem grossen Teil im Ausland stattfindet (Deutschland, Polen, Ungarn, Tschechien...).
Wie kann das langfristig funktionieren für den Arbeitsmarkt, der ja letztendlich die Bevölkerung trägt? Es geht gewiss nicht nur um das erstrebenswerte "Geld verdienen", da ist die Schweiz sowieso gut aufgestellt. Es geht auch darum, mit diesem für eine positive gesellschaftliche Entwicklung (also etwas sehr langfristiges) zu sorgen.

Kurz: Wie wird sich eine Inflationierung von Managern, Advokaten, Finanzberatern und dgl. gegenüber einem Wegschrumpfen von Unternehmertum (im klassischen Sinne) bzw. der real/industriell produzierenden Bevölkerungsschichten auf Gesellschaft und Zeitgeist selbst aus? Eine spannedne Frage wie ich meine...

Das Ganze ist nicht so demagogisches blabla wie es sich vielleicht anhören mag:
Illustrieren kann man die Effekte mit Bezug auf das Forum im Kleinen vielleicht mit der Konzentration der schweizer Seilbahnhersteller in Garaventa und der dann erfolgten Übernahme durch Doppelmayr: Welches "Wissen" wird hier noch langfristig in der Schwiez erarbeitet werden? Was wird produziert? Wie lebt die vorgelagerte Wertschöpfungskette (Produktionsmaschinen, Ausbildungsstätten...)? Denn: Ein Fingerschnipp eines HSG-Managers und schon wird 3S Know-How fortab ausserhalb des Frankenraums verwertet und weiterentwickelt (sofern dies jetzt bereits noch nicht der Fall ist). Schliesslich müsse man ja mit Leitner konkurrieren können, der ja soeben seinen ersten "unprotegierten" 3S Auftrag (Avoriaz) an Land gezogen hat...

Was bleibt in der Schweiz, welcher Menschentypus wird profitieren, welcher verlieren und was ist die Konsequenz für die Gesellschaft als Ganzes davon? Weche Werte (Ausbildung, Arbeitsethik...) werden sich durchsetzen?

Auch in der Schweiz ist nichts statisch, alles unterliegt einer langsamen Änderung, nur merkt man davon im Hier und Jetzt nichts...
 
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/10/01/new/nip_detail.html?gnpID=2011-402

Wenn man sich dort die Zahlen für die Wintersasion 2010/2011 ansieht, ist zusammengefasst Folgendes festzustellen:

Gästeverteilung in der letzten Wintersaison: 44% Schweizer Gäste, 56 % Nicht-Schweizer.
Bei den Schweizern eine Zunahme von 1,2% bei den Gesamtnächten, bei den Nichtschweizern ein Minus von 2,2%, insgesamt ein Minus von 0,7%.
Am stärksten der Rückgang bei den Besuchern aus Deutschland (minus 7,1 %), Gesamteuropa (mit dabei Russland (+11%!) und Türkei) liegt bei minus 5,1%.
Dass der Gesamtrückgang bei den Ausländern dann nur bei -2,2%, liegt an dem steigenden Zustrom aus Asien (allein +28% aus China). Die strömen natürlich
nicht in die Wintersportorte, allenfalls auf die kleine Scheidegg und weiter aufs Jungsfraujoch.

In der Folge verteilt sich das ganze ungleich: Nur vier Regionen haben tatsächlich einen Besucherrückgang zu verkraften, und das sind Graubünden (-6,1 %), das Wallis (-4,6%) das Berner Oberland (-4,2 %) und noch das Tessin. Die schweizer Statistik führt diese Entwicklung auf den warmen Winter zurück. Aber wenn man sich die Wechselkurse ansieht: während in der Wintersaison 2009/2010 der Wechselkurs zwischen am Anfang stabil 1,52 und gegen Ende der Saison dann 1,40 Franken für 1 Euro lag, waren es in der ausgewerteten Saison 2010/2011 eher um die 1,30 Franken mit einem Einbruch von 1,25 gerade zu Weihnachten. Seit Frühjahrsende dann Fall des Euros auf derzeut 1,15 Franken.


Die Zahlen sind m.E. recht deutlich. Ich tippe darauf, dass sich bei gleichbleibendem Wechselkurs genau diese Entwicklungen der letzten Saison in der nächsten Wintersaison verstärken werden:

- deutlicher Rückgang der Wintersportler aus den Euroländern, insbesondere aus den Ländern, in denen (oder in deren Nachbarländern) sich ohnehin Alternativen bieten.
- insbesondere also weiter starker Rückgang der Besucher aus Deutschland und den Niederlanden
- was ausgeglichen wird durch Besucher aus Nicht-Euro-Ländern, insbesondere Asiaten, aber auch Amis und Russen
- wobei die Asiaten und Amis nicht in die Wintersportgebiete ziehen
- und es auch für die Russen zukünftig deutlich attraktiver werden dürfte, z.B. nach Lech oder in andere mondäne €uropäische Orte auszuweichen

daher die Folge:

- Gesamtgästezahl im Winter weiter leicht rückläufig
- regional verteilt steigende Übernachtungszahlen in den Touristenzentren im Flachland, überproportional starker Rückgang in den Bergen :-(


Aus Sicht der Tourismusindustrie müsste die Schweiz derzeit dem Euro-Raum beitreten:
gleichbleibende Attraktivität für Touristen aus Euroländern, bei fallendem Eurokurs noch attraktiver für die Asiaten, Amerikaner und Russen.
 
In der Schweizer Rundschau gibts im Moment eine ganz interessante Serie die etwas in diese Richtung geht. Es geht um Unterschiede in der Schweiz, die z.T. schon sehr massiv geworden sind ("Zwei Gemeinden, zwei Welten": http://www.videoportal.sf.tv/video?id=ac7bd404-5b14-4ceb-8525-3bdb564f6e25;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht). Wenn so weiter geht werden wir zu einem Wohlfühlpark für Wohlhabende mit angegliedertem Dienstleistungsgewerbe. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Aber um die Industrie ist es schon ein bisschen ein Jammer, diese hatte schliesslich einen wesentlichen Anteil daran, dass wir sind was wir sind.
Das sieht man im überigen auch im Tourismus. Auf dem Bürgenstock verbuttert irgend ein Araber gerade 300 Millionen in eine neue Hotelanlage (ist hier noch nicht so diskutiert worden, da es halt nichts mit Wintersport zu tun hat). M.W. soll neben einem Kongressstandort vorallem auch Medizinisches Standbein aufgebaut werden. Also dass sich reiche aus dem Osten hier behandeln lassen und dann auf dem Bürgenstock zur Reha kommen etc.
 
Hab keine aktuellen Infos. Kann nur sagen, dass die Hotellerie In Z und nicht nur dort, in der letzten Wintersaison deutliche Einbussen bei den Nächtigungen hatte.
 
Fab schrieb:
Hab keine aktuellen Infos. Kann nur sagen, dass die Hotellerie In Z und nicht nur dort, in der letzten Wintersaison deutliche Einbussen bei den Nächtigungen hatte.

Wenn Z Zürich ist, dann sagt das Schweizer Bundesamt für Statistik etwas anderes:

Für Winter (November bis April) 2010/2011
+86 636 Übernachtungen im Vergleich zu 2009/2010 (+4,7%)

(Winter 2009/2010 waren es im Vergleich zu Winter 2008/2009 +120 512 Übernachtungen (+7,0%))
 
Pilatus schrieb:
In der Schweizer Rundschau gibts im Moment eine ganz interessante Serie die etwas in diese Richtung geht. Es geht um Unterschiede in der Schweiz, die z.T. schon sehr massiv geworden sind ("Zwei Gemeinden, zwei Welten": http://www.videoportal.sf.tv/video?id=ac7bd404-5b14-4ceb-8525-3bdb564f6e25;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht). ..
War ein interessanter Beitrag. Kenne viele Familien (auch ohne Migrationshintergrund), die sich in Neuenhof (also der armen Gemeinde) trotz allem Wohl fühlen. Es dürfte nicht zu verleugnen sein, dass die von dir beschriebenen massiven Unterschiede vom immer schärfer werdenden Steuerwettbewerb mitverursacht werden.
 
piano schrieb:
Pilatus schrieb:
In der Schweizer Rundschau gibts im Moment eine ganz interessante Serie die etwas in diese Richtung geht. Es geht um Unterschiede in der Schweiz, die z.T. schon sehr massiv geworden sind ("Zwei Gemeinden, zwei Welten": http://www.videoportal.sf.tv/video?id=ac7bd404-5b14-4ceb-8525-3bdb564f6e25;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht). ..
War ein interessanter Beitrag. Kenne viele Familien (auch ohne Migrationshintergrund), die sich in Neuenhof (also der armen Gemeinde) trotz allem Wohl fühlen. Es dürfte nicht zu verleugnen sein, dass die von dir beschriebenen massiven Unterschiede vom immer schärfer werdenden Steuerwettbewerb mitverursacht werden.

Die Unterschiede sind sicher z.T. auf den Steuerwettbewerb zurückzuführen. Aber wir müssen auch sehen, dass wir uns hier auf Gemeindeebene und nicht auf Kantonsebene befinden. Und: Wenn man einen Standardsteuersatz in der ganzen Schweiz hätte, würden trotzdem alle Reichen am Zürichsee keiner in Neuenhof wohnen- weils halt schöner ist. Ich denke die wirklich leidtragenden sind eher die Normalverdiener in den "reichen" Gemeinden. Diese können sich das wohnen dort schlichtweg nicht mehr leisten - selbst wenn sie ein Haus geerbt haben. Wenn die "Hütte" nämlich plötzlich ein paar Millionen wert ist, muss man erst noch den Eigenmietwert versteuern können.

Von dem her halte ich den Steuerwettbewerb weiterhin für ein extrem gutes Instrument, er wird ja auch durch den Finanzausgleich abgeschwächt.
Aber er verstärkt vermutlich schon die natürlich gegebenen, geographischen Unterschiede. Aber was will man da machen? Es kommen auch nicht alle Menschen gleich intelligent auf die Welt...
 
Die Sommersaison war bis jetzt ok. Der Wechselkurs zum Yen ist ja ungefähr gleich geblieben, die Natrkatastropfe schein keine Auswirkung auf dasd Reiseverhalten zu zeigen. Jetzt ist aber dann die asiatische reisesaison ein bisschen vorbei und nun wird man dann sehen was in den Wochen wo hauptsächlich die Leute aus CH, D und Benelux ihre Ferien haben passiert. Das Bild kann also ende August ganz anders aussehen.

Was den ganzen Wechselkurs angeht weis ich nicht wer und wo man ansetzen sollte um das wieder einigermassen hin zu kriegen denn die relationen von Arbeit und Loh stimmen ja hinten und vorne nicht mehr.
Ein kleines Beispiel: Der Internationale Tagespass gekauft in Cervinia kostet derzeit in CHF gerechnet weniger als vor 20 Jahren. Sowas kann man dann nicht einfach mal mit Preisabschlägen auf der CH Seite kompensieren.

Das sich der Wechselkurs zugunsten vom Euro wieder erhohlt glaube ich weniger. Ich glaube eher dass der derzeitige Eurokurs nur der Vorbote einer gewaltigen Inflation im Euroraum ist. Im Orf-Text gab es ja heute eine Meldung die in die Richtung geht. Nur der Vorschlag den dort jemand macht finde ich eben nicht gut. Man spricht dort von preistreibereien. Ich bin der Meinung dass in D und A endlich mal die Löhne ordentlich rauf müssen. Bei 4% Teuerung nicht mal 2% Lohnerhöhung bekommen und das über mehrere Jahre kann auf die Dauer ganz sicher nicht gut gehen. Der export läuft derzeit im Euroraum noch wie geschmiert weil man sich im Billigproduzieren versucht, der nortmale Arbeiter geht aber daran schlichtweg zu grunde.

Das kleine Slowenien und Kroatien haben es ja geschafft nach den Zerfall von Yugoslawien eigene funktionierende Währungen zu schaffen, also kan es ja eigentlich gar nicht mal so schwer sein ein funktionierenden Euro zu schaffen.

Wie schaut es eigentlich mit dem Eurokurs gegenüber den Währungen in anderen touristischen Ländern oder den nicht Eurostaaten im EU-Raum aus?
 
Theo schrieb:
Wie schaut es eigentlich mit dem Eurokurs gegenüber den Währungen in anderen touristischen Ländern oder den nicht Eurostaaten im EU-Raum aus?
Hab mal seit Jahresanfang grob verglichen ($, CAD, AUD, EU-Länder, einige Urlaubsländer).
Die Kursschwankungen sind kurz gesagt irrelevant.
 
Fab schrieb:
Hab keine aktuellen Infos. Kann nur sagen, dass die Hotellerie In Z und nicht nur dort, in der letzten Wintersaison deutliche Einbussen bei den Nächtigungen hatte.

Fab meinte Zermatt.

Mein Fehler... :-)

Zermatt ist eigentlich - wie wahrscheinlich auch St. Moritz und Saas Fee - etwas Besonderes.

Zum einen sind das mit Verbier und Gstaad die schweizer Gebiete, in welche evtl. auch Amerikaner und Japaner, insbesondere aber auch neureiche Russen fahren, und außerdem sind es Gebiete, um die man in einem Skifahrerleben nicht herumkommt, man wird also auch einen schlechten Wechselkurs in Kauf nehmen.

Umso erstaunlicher, wenn es sogar so ein Gebiet hart trifft.
 
Bjoerndetmold schrieb:
Umso erstaunlicher, wenn es sogar so ein Gebiet hart trifft.

Die Erklärung könnte allerdings in der besonderen grenznahen Lage und dem Verbund mit Cervinia liegen. Es liegt natürlich für €uro-Gäste bei dem aktuellen Wechselkurs nahe, das Gebiet von Italien aus zu erkunden. Andere weichen vielleicht, weil Zermatt ja sowieso schon recht teuer ist, in andere Orte im Tal aus und nehmen die Anfahrt mit dem Zug in Kauf.
 
Theo schrieb:
Ich bin der Meinung dass in D und A endlich mal die Löhne ordentlich rauf müssen.

Ja und nein. Durch einen Reallohnrückgang in den letzten Jahren haben wir unsere Wirtschaft international wieder wettbewerbsfähiger gemacht.
Für den einzelnen wäre natürlich mehr Geld im Sack ne feine Sache :D
 
Viele hier haben, denke ich, eine etwas überzogene Vorstellung von der Kundenstruktur in Wintersportorten wie Z oder Moritz. Saas-Fee zählt, obwohl durchaus was Besonderes, nicht in diese Kategorie.

Lediglich ein paar Prozent der angebotenen Betten entfallen auf den 5* Bereich. In Moritz dazu noch auf 2 Wochen im Februar konzentriert. Von den Multimillionärs- u. Milliardärsvillen in Suvretta hat die Moritzer Hotellerie nicht allzu viel.
Die Masse sind Betten der 3* u. 4* Sterne-Kategorie plus Parahotellerie auf ähnlichem Niveau.

Natürlich verdienen die Kunden von Z u. Moritz über dem Durchschnitt, sind aber alles in allem ganz normale Leute (Selbstständige, Angestellte etc.).
Ich erinnere mich gut an die Klagen des Moritzer Bürgermeisters. Das Nobelimage erschwert es Moritz die betten zu füllen, denn die Leute fahren vorbei und suchen Quartier in der Nachbarschaft.

Für Z kann ich sagen, dass ein erheblicher Teil von Stammgästen die Krise relativiert. Vielleicht dämmt die aktuelle Situation die Boden- u. wohnungsspekulation ein.
 
Was für mich interessant ist, wäre die Verteilung der Ersteintritte bzw. Kaufort der Skipässe, in den internationalen Skigebieten in der Schweiz.
Klar das geht jetzt im moment nicht 8)
Da müsste man dann die Gesamtbesucherzahl des Gebietes miteinander vergleichen zu den Vorsaisons und dann jeweils die Ersteintritte der einzelnen Talstationen mit einander vergleichen. Wenn die Besucherzahlen im Gesamtgebiet gleich bleiben, aber auf einmal 50% mehr im Euro-Land ins Gebiet einsteigen und dafür so gut wie fast keiner mehr in den Schweizer Stationen, dann weis man was für Auswirkungen der Wechselkurs hat.
 
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