Spezialwidde schrieb:
Ram-Brand schrieb:
Es gibt ja auch Metallfriktionsplatten mit Lamellen, wenn die Bahn sowas hat könnte man bei geeigneter Montage sogar die einzelnen Lamellen auswerten und so Rückschlüsse auf die Bewegung der Steuerung zukommen lassen.
Theoretisch schon, zur Bewegungserfassung mittels klassischen induktiven Näherungsschalter benötigt man weitherhin zwei davon, damit die Bewegungsrichtung ermittelt werden kann.
Einzelne Lamellen erfassen würde relativ kleine mit Sensorfläche nahe an der Platte angeordnete Sensoren bedingen, was infolge geometrischer Toleranzen wiederum nachteilig ist (kollisionsgefahr mit dem Sensor).
Optisch kann man sehr vieles abtasten, z.B. könnte man etliche Sicherheitsblenden zur Überwachung des Kuppelvorganges oder der 2-achsigen Seillage durch redundante Laser-Scanner ersetzen. In der Praxis jedoch aus umwelbedingten Gründen nicht sinnvoll, zudem sind Laser-Scanner relativ teuer und komplexere Auswertungen müssen extern aufgrund der Scaninng-Rohdaten erfolgen. Kamera-Systeme wären ebenfalls denkbar und weisen keinen Drehspiegel auf.
M.E. sind jedoch Laserscanner (oder Vision-Systeme) sinnvoll z.B. zur Ausstiegsüberprüfung oder Absicherung von Bereichen (Personen im Gefahrenbereich). Zudem könnte man auch differenziert erfassen, ob sich eine Person am Boden liegt, ob jemand noch am Sessel hängt, usw. Übliche Laserscanner scannen in einer durch die Montageausrichtung des Gerätes vorgegeben Ebene (eine Art 2D Trichter wobei nur auf kürzere Distanz ein SIL 2/PL d Sicherheitslevel garantiert wird, oberhalb dieser Distanz kann noch eine Auswertung niedrigerer Sicherheit zur Warnung erfolgen).
Grundsätzlich hat Ram-Brand völlig recht, nicht optisch ist oft vorteilhaft wo erschwerte Einsatzbedingungen vorliegen.
Gewisse Fälle sind dennoch nicht so eindeutig abschätzbar, z.B. Gummi-Klemmschutzprofile bei Klappperrons sind auch nicht immer unproblematisch wobei engstrahlige SIL 3/PL e Lichtgitter wiederum optisch sind und zudem sehr teuer sind.
Über IP-Schutzarten in der Praxis könnte man ganze Bücher schreiben. Sehr oft werden die angegebenen Werte (z.B: IP 65) in der Praxis gar nicht erreicht, dies teils infolge zu optimistischer Angaben der Hersteller und teils wegen falscher Montage (insbes. Dichtheit der Kabelverschraubungen die sehr oft nicht fachgerecht montiert bzw. genügend angezogen werden).
Ferner muss man ggf. für Aussenanwendungen die Bildung von Kondenswasser bzw. Vereisung verhindern (kleines Loch wo mit den Hochdruckreiniger dann wiederun Wasser eindringt

, usw, gibt auch gesinterte Belüftungsfilter oder Membranenverscharubungen, etc.). Vereiste mechanische Taster oder Hydraulikkomponenten (Wasser im Öl können zu überraschenden Common-Cause Fehler führen), ferner kann auch eingedrungenes dreckiges Wasser beide Kontakte eines Schalters "kurzschliessen" (weshalb in gewissen Fällen diversitär antivalent NO/NC mit Querschlusserkennung von Vorteil sein kann).
Bei einer grossen Produktionsanlage musste ich früher mal sämtliche Näherungsschalter eines namhaften deutschen Herstellers ersetzen, da trotz fachgerechter Montage systematisch Wasser eindring (vom Hersteller angegebenes IP-Rating wurde bei weitem nicht eingehalten), waren weder Original-Beros, noch Türkisch, noch das gepfefferte Füchslein

).