Ernstgemeinte Frage an wetterstein, jds, markman und die anderen Klimaleugner und Verschwörungstheoretiker: Wie schafft man es trotz überwältigender Fakten und Hinweise permanent in seiner eigenen Filterblase zu bleiben und alles was das eigene Weltbild ins Wanken bringen könnte selektiv auszublenden? Ist es die Sehnsucht nach Größe (ich bin der einzige der die Verschwörung durchschaut)? Oder das Erhaschen von Aufmerksamkeit? In jedem Fall schwer zu verstehen...
Jeder, der ein Klimadiagramm lesen kann weiß, dass die derzeitigen Temperaturen (und damit meine ich insbesondere die letzten 20-30 Jahre) völlig unnormal sind. Und dass sich die Welt seit der Erfindung der Dampfmaschine schon jetzt um ca. 1 Grad erwärmt hat. Und dass die vielen Hitzesommer seit 2003 kein Zufall mehr sind.
Für alle, denen das zu theoretisch ist, rate ich einen Besuch auf einem Alpengletscher, am Besten in Kombination mit einem von starli‘s Gletscherzustandsberichten, an. Da erkennt auch der Letzte Zweifler welche gigantische Menge Eis allein in den letzten 20 Jahren in den Alpen abgeschmolzen ist. Geht man 50 oder 60 Jahre zurück, wird es noch absurder. Das kommt daher, dass die Sommer in den Alpen schon jetzt 3-4 Grad wärmer geworden sind.
Wer das nicht sieht und stattdessen - entgegen des gesunden Menschenverstandes und des aktuellen Standes der wissenschaftlichen Forschung - ständig von Panikmache oder politischer Agenda spricht, den kann und sollte man nicht mehr Ernst nehmen.
Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass sich so viel Ignoranz und Einfachheit ausgerechnet im alpinforum findet. Wer mit offenen Augen durch die Berge geht und in Geographie auch nur ansatzweise aufgepasst hat, kann den menschengemachten Klimawandel nicht länger leugnen. Auch wenn die Erkenntnis schmerzhaft ist.