Nur so als Randbemerkung: Ich hatte im Grundstudium zwei Semester lang 6 Stunden Physik pro Woche. Bevor ich da irgendwelchen 66jährigen nicht ganz selbstbescheidenen Typen eine Mail schreibe habe ich da noch andere Quellen.
Aber reden wir doch über den von Gernot verlinkten Beitrag, der enthält inhaltlich etwa das selbe wie ein Grossteil der von dir verlinkten Beiträge, bloss ist er weniger wissenschaftlich verfasst (dafür aber für alle hier verständlich).
Die Abstrahlung richtet sich nach der
Temperatur
Und wie kommt die Temperatur zu stande, wenn man schon die ganze Strahlungsbilanz umkrempelt? Macht das Petrus?
Der gegenwärtige CO2-Gehalt der Atmosphäre ist rund 0,03 %.
Ich habe gelernt und in diversen Feldkursen selber nachgemessen: Es sind 380 ppm (gemittelt, in der Stadt sind es z.b. etwa 430 ppm), also 0.038%, oder auf den Hundertstel eben 0.04%. Wo hat der Mensch runden gelernt? (NB: Es klingt nach wenig, die Wirkung ist hingegen gross)
Er nimmt also jährlich um den Faktor
0 32 , ⋅10−2 zu
Nur ist die Zunahme leider nicht linear, sondern exponentiell. Den genannten Wert kriegt man, wenn man die vorindustrielle CO2 Konzentration mit der heutigen vergleicht und die Regression dieser zwei Punkte nimmt. Die Zunahme kann man somit nicht mit einem Faktor pro Jahr ausdrücken, gerade wenn man die Entwicklung in aufstrebenden Ländern anschaut (Indien, China) wird das definitiv zur Farce.
Ausserdem: Wie kann jemand, der sich gegen Modelle und rechnerisches in die Zukunft blicken (aufgrund vieler Unbekannter) wehrt, plötzlich mit so einer einfachen Ansicht zufrieden geben?
Aber wie war jetzt das nochmals mit der atmosphärischen Gegenstrahlung? Ich habe gemeint die gibt es gar nicht. Dann wäre das ja überflüssig
Von CO2 werden 14% der Bodenstrahlung absorbiert.
Von Wasserdampf werden 60% der Bodenstrahlung absorbiert.
Die genauen Zahlen hab ich hier nicht im Kopf, die Grössenordnung dürfte Stimmen.
Aber: Erstens ist der Treibhauseffekt zu 33K natürlich. Ohne Treibhauseffekt wäre gar kein Leben auf der Erde möglich. Nur ist die Natur (also inklusive der Mensch) sehr sensibel auf derart rasante Temperaturänderungen. Ja, wir haben eine geologische Kaltzeit und das änderte sich immer wieder, doch waren die Änderungen bis anhin stets in geologischen Zeiträumen, mindestens in Millionen Jahren, meist aber in Milliarden. Gleiche Prozesse verlaufen heute in ein paar Jahrzehnten. Was hat denn da dieser Professor für eine Erklärung?
Und was den IPCC-Report angeht: Ich gestehe, ich habe ihn nicht ganz gelesen (sind ja auch ein paar Tausend Seiten), aber sicherlich mehr als der Durchschnittsleser hier. Wer ihn gelesen hat, weiss, dass dort nirgens steht, so und so ists. Es steht alles in Wahrscheinlichkeiten und auch was wie stark aufgrund welchen Tatsachen umstritten ist. Er ist somit keinesfalls einfach voller Behauptungen.
(1)Selbst der "natürliche" Kohlendioxid-Treibhauseffekt ist mathematischer Unsinn.
(2) Die Absorption der Ultrarotstrahlung in der Erdatmosphäre geschieht überwiegend durch Wasserdampf.
Der Wellenlängen- bzw. Frequenzanteil, den CO2 absorbiert, ist nur ein kleiner Teil des ultraroten
Spektrums und wird nicht wesentlich durch Erhöhen des Partialdruckes des CO2 verändert
(Prof. A. Schack).
(3) Die Computersimulationen haben keine physikalischen Grundlagen, sondern sind künstliche Konstrukte
ohne physikalische Gesetze, die die gewünschten Ergebnisse produzieren sollen.
(4) Wegen der willkürlich gewählten, genäherten, praktisch unbekannten Randbedingungen, die wesentlich
die Lösungen von partiellen Differentialgleichungen bestimmen, sind die Prognosen der
Klimarechenzentren völlig wertlos.
(5) Die riesigen Wassermassen (nicht nur der Wasserdampf) bestimmen die Klimate auf der Erde. Die
Wasserverdunstung und die Meeresströmungen sind vom Menschen nicht zu beeinflussen. Schon
allein deshalb kann der Mensch nicht das Wetter und die Klimate auf der Erde beeinflussen.
1. Und warum haben wir eine globale Mitteltemperatur von 15°C?
2. schon gesagt: CO2 ist im Gegensatz zum Wasserdampf massiv am zunehmen, der grösste Teil des Treibhauseffekts ist natürlich, doch reagieren wir sensibel auf schnelle Veränderungen. Daher macht das CO2 sehr wohl etwas aus, vom grösseren GWP mal ganz abgesehen.
3/4. reine Behauptung ohne Begründung. Im mir vor kurzem verlinkten Bericht über Modelle steht ziemlich am Schluss auch eine Graphik: Mit modellierten und beobachteten Werten aus den letzten 70 Jahren. Warum stimmen denn die bloss so genau?
5. Aha, das Wasser, als Ersatz für Strahlung. Mal schauen wie stark das Wasser noch klimarelevant sein kann wenn wir keine Strahlung mehr haben. Falls Wasser im Verhältnis zu Treibhausgasen gemeint ist vgl 2 und weiter oben im Beitrag.
Und zum Schluss noch dies:
MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU,
Du wirfst ausnahmslos allen ausser deinem Prof. Gerlich vor, nicht neutral zu sein, Forschungsgelder zu wollen usw. Wenn du nun behauptest, eine von der CDU abgehaltene Wirtschaftsvereinigung sei neutral, dann gute Nacht und Gratulation zur Selbstdisqualifikation.
Weiter sind offenbar alle Klimatologen Hysteriker die nur Forschungsgelder wollen; Erstens gabs schon weit vor der Klimadiskussion Klimatologen und erst noch praktisch gleich viele wie heute, zweitens hast dir schon mal Gedanken gemacht, von wem Prof. Gerlich finanziert wird? Mir ist zum Beispiel bekannt, dass an der TU Braunschweig VW ein guter Sponsor ist. Einzelheiten kenn ich nicht und möchte es auch nicht besagtem Professor vorwerfen, aber man kann sich durchaus fragen, ob da nicht VW oder Shell noch eine Geld-Pipeline haben.
So, das war mein letzter Kommentar zu diesem Pseudowissenschaftlichen Blödsinn, denn ich habe heute schon sicher über eine Stunde in diese Beiträge investiert, was mir definitiv zu viel ist. Soll jeder selbst entscheidne, ob man einem 66jährigen Physiker (warum ist der eigentlich noch nicht emeritiert? Der scheint ja wirklich Geld nötig zu haben) oder so gut wie fast allen Klimatologen (welche unter Garantie eine Grundausbildung in Physik haben) den Glauben schenken. Mir ists inzwischen egal.