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Die große Klima-Diskussion

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Nunja, das ist Definitions- und Ansichtssache. Zum Glück sind die Angaben ja insofern immer rigoros, als dass immer angegeben wird, welcher Durchschnitt einer Aussage zu Grunde liegt.
Beim langjährigen Durchschnitt sollte es sich jedenfalls um ein 30 Jahre Intervall handeln, oder?
 
cauchy schrieb:
Beim langjährigen Durchschnitt sollte es sich jedenfalls um ein 30 Jahre Intervall handeln, oder?

Ich glaube schon.

Hab mal die vorgestoßenen Gletscherenden aus den Gletscherberichten des ÖAV herrausgesucht
(Jahre 2001-2007, 2002 fehlt)

2001 1 von 92 Beobachteten
Kleinelendkees (Ankogel-/Hochalmspitzgruppe) +3,4m
2003 0 von 103
2004 4 von 98
Kleines Fleiß kees (Goldberggruppe) +2,0
Winkel Kees (Ankogel-/Hochalmspitzgruppe) +3,1
Kälberspitzkees (Ankogel-/Hochalmspitzgruppe) +2,7m
Kleielendkees (Ankogel-/Hochalmspitzgruppe) +5,8m
2005 3 von 96
Freiger Ferner (Stubai) +1,9m
Kalser Bärenkopfkees (Granatspitzgr.) +1,1m
Maurerkees (Glocknergr.) +2,4
2006 1 von 6
Freiger Ferner (Stubai) +1,9
2007 0 von 100
 
Inwiefern kann eigentlich durch eine vorstoßende/sich zurückziehende Gletscherzunge auf die Masse des ganzen Gletschers geschlossen werden. Sollte nicht genau Letzteres der interessante Wert sein?
 
noisi schrieb:
persönlich halte von dem Mittel 1961-90 wenig da ich quasi die ersten 23 Jahre verpasst habe und somit nur das vergleichen kann was ich auch wirklich erlebt habe, und das sind nunmal die Jahre ab 1990 und ein paar vorher.
..was aber extrem subjektiv ist.
Man kann so vielleicht sagen, ob man persönlich den Sommer kalt fand, aber
so allein lässt sich mE kein sinnvoller Vergleich anstellen, wenn man über Klima diskutiert.
Man könnte vielleicht Betrachtungszeiträume bilden.

1. Die letzten 100 Jahre
2. die letzten 30 jahre
3. die letzten 10 jahre

btw.: Weiß jemand, warum man äls Referenzzeitraum gerade 1961-1990 herausgegriffen hat?
 
Es gibt einen internationalen Referenzzeitraum auf den man sich halt aus Gründen der Koordination geeinigt hat um weltweit vergleichen zu können.
Massen- u. Längenveränderungen bei Gleschern werden separat gemessen.
Natürlich ist eine Längenveränderung normalerweise auch ein Hinweis auch auf Massenveränderung.
Aber ein Gl. kann auch an Masse zunehmen obwohl die Zunge zurückschmilzt, denn Gletscher reagieren mit ca. 15 Jahre Verzögerung auf Massenzuwachs.
 
noisi schrieb:
Zu "schlechter" Sommer:
Die Ansicht, das dieser Sommer als schlecht empfunden wurde kann ich durchaus teilen.
Das liegt an den Hitze Tagen. Leider habe ich auf die Schnelle keine Statistik dazu gefunden. So aus dem Bauch raus würde ich behauten, dass diese Jahr unterdurchschnittlich ist.
noisi schrieb:
Schließlich liegt der positiven Abweichung immernoch der längst veraltete längjährige Durchschnitt von 1961-1990 zu Grunde.
Diese Statistik bezieht sich auf den Tages-Mittelwert. Wenn es also in der Nacht wärmer, ist als früher steigt dieser Wert. In dieser Hinsicht würde es mich wunder nehmen wie Relevant dieser Wert wirklich ist. Für das abschmelzen der Gletscher und die Verdunstung ist die direkt Sonneneinstrahlung wichtiger als die Temperatur.
 
Wombat schrieb:
Das liegt an den Hitze Tagen. Leider habe ich auf die Schnelle keine Statistik dazu gefunden. So aus dem Bauch raus würde ich behauten, dass diese Jahr unterdurchschnittlich ist.
Also laut Wetteronline Rückblich für Düsseldorf insgesamt nur 3 Tage mit Tmax > 30°.
 
Objektives Messen und subjektives Empfinden sind nun wirklich 2 Paar Schuhe.
Ein schwülheisser Gewittertag ist messtechnisch überdurchschnittlich warm, subjektiv ein Sch....tag.
Wenns dann mehrere Wochenenden mit Schlechtwetter trifft, dann hilft kein Messergebnis mehr für eine positive Beurteilung.
 
Ich hab ja auch deutlich gesagt das der Sommer für mich ein schlechter war, die reinen Temperaturdaten sagen da etwas anderes und das hab ich ja auch dazu gepostet. (wie schreibt man das eigebtkich richtig? ich poste, du postest... ich habe gepostet?)
 
Ok die letzten Jahre wurde es also immer wärmer und es wurde auch sehr überzeugend dargelegt warum die Menschen für diese Entwicklung verantwortlich sind, ich bitte euch aber noch eine letzte Sache zu berücksichtigen. Dies ist Chewbacca:
chewbacca_normal.jpg
Chewbacca ist ein Wookiee vom Planeten Kashyyyk, aber Chewbacca lebt auf dem Planeten Endor. Denkt mal darüber nach. Es ergibt keinen Sinn! Warum sollte ein Wookiee – ein zwei Meter großer Wookiee – auf Endor leben wollen, zusammen mit einem Haufen winziger Ewoks? Es ergibt keinen Sinn! Aber ihr müsst euch ernsthaft fragen: Was hat das alles mit diesem Thread zu tun? Gar nichts. Liebe Hobbymeteorologen, es hat nichts mit diesem Thread zu tun. Es ergibt keinen Sinn! Nichts von alledem ergibt einen Sinn. Wenn Chewbacca auf Endor lebt, können die Menschen nicht an der Klimaerwärmung schuld sein. Damit ziehe ich mich aus der Diskussion zurück.
 
Ähhhhmmmm....

Kausalität, nein danke?
 
naja, schwer vorstellbar... Sehr zweifelhafter Blick in die Zukunft
 
Jungs, ihr seid alle bei diesem Thema viel zu hektisch. Da muß über mehrere Jahre beobachtet und gemessen werden.
Cool bleiben :D um es klimatologisch auszudrücken.
 
für uns Wintersportler könnte die veränderte Sonnenaktivität noch für einige gute Winter sorgen, trotz zunehmendem Treibhauseffekt, langfristig dürften die Temperaturen aber (leider) wieder zunehmen.
 
Heute gelesen (vergessen wo): Münchner Wissenschaftler weisen nach, daß das Erdmagnetfeld Einfluß aufs Weltklima hat.
Das seit Jahren schwächer werdende Magnetfeld beeinflusst (negativ) die Aufnahme von CO2 der Ozeane.
 
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