• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Die große Klima-Diskussion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Theo schrieb:
@Hook:
Ja, mir und wohl den allermeisten auf der Nordhalbkugel sagt das was. Blöd ist halt nur dass es genau dort wo das Bevölkerungswachstum am Grössten ist offenbar niemand wissen will was ein Gummi ist oder es ohne halt einfach besser finden.
Und genau die Schichten träumen halt eben auch von einem besseren Leben, von Flugreisen und Kreuzfahrten, eigentlich von allem wo CO2 erzeugt.
Und wenn du die jetzt fragst was ihnen lieber sei: Wohlstand verbunden mit Klimawandel oder arm bleiben? werden sich die allermeisten für den Wohlstand entscheiden.
Das bedeutet: Der Verbrauch wird zunehmen und soviel wie er in den ärmeren Ländern zunehmen wird können die reicheren niemals einsparen, bleiben also nur alternative oder sparsamere Technologien wo das Ding retten können.
Das Entwickeln solcher neuer Technologien wird aber hier bei uns viel zu stark verhindert weil aus den verschiedensten ( meist nicht der Umwelt förderlichen ) Gründen immer nur der Verzicht eine Lösung sein soll. So lange es aber Kreise gibt welche nur den "Verzicht über alles" wollen läuft das Ding in die falsche Richtung.

Ich hätte absolut nichts dagegen wenn in 50 Jahren 3 x so viel geflogen würde wie heute wenn die Dinger die da oben rum surren 5 x weniger verbrauchen als heute.
Ok, Du hast aber - zumindest bei mir - impliziert, dass die "Verzicht über alles" Fraktion nun auch allgemein den "Spaß miteinander" verbieten wolle. Da "Spaß miteinander" mit (minimal) "Hut" die Weltbevölkerung nur bei Unfällen steigert, will das doch wohl kaum einer verbieten (außer so Exzentrikern wie die katholische Kirche, die den "Spaß miteinander" ausdrücklich erlaubt aber bitte doch ohne "Hut"). ;-)
 
Julian96 schrieb:
Was mich generell etwas wundert, warum hört man eigentlich kaum mehr was von der Möglichkeit der biologischen Kraftstoffherstellung z.B. aus Raps, Algen oder was auch immer es da gibt.
Naja, ein 5- bzw. 10%-iger (Bio?-) Ethanol-Anteil wurde ja eingeführt. Nur merkt man halt am E10, dass es eine schlechtere Leistung abgibt. In Schweden gibts ja E85, das soll aus 85% Bio-Kraftstoff sein.
Wobei, Erdöl ist ja wohl auch "Bio" :-)

Da kamen sie recht schnell und sagten, dass das nicht im großen Stil realisierbar wäre und zu zuviel Flächenverbrauch führen würde.
Rapsfelder wären fürs Klima aber vermutlich besser als zubetonierte Einkaufszentren. Aber wenn dafür wieder Urwälder gefällt werden (und den Wald am besten gleich vor Ort verbrennen, dass man nix davon hat), ist es kontraproduktiv.
 
starli schrieb:
Rapsfelder wären fürs Klima aber vermutlich besser als zubetonierte Einkaufszentren.

Schade dass ich den Artikel gerade nicht mehr finde...Ich hab noch ein Textfragment dass ich mir mal rauskopiert hatte. Aber die neusten Nachrichten besagen dass Raps angeblich die Ozonschicht zerstören soll weil er bromierte Verbindungen ähnlich Halonen freisetzt.
"Pflanzen liefern dagegen einen messbaren Beitrag an ozonschädigenden Verbindungen. Kreuzblütengewächse produzieren Methylbromid. Allein der Raps produziert 6600 Tonnen im Jahr, dies ist ein Anteil von 15% dessen, was immer noch industriell hergestellt wird. Immergrüne Bäume und Kartoffeln synthetisieren dagegen Methylchlorid"
Aber was Ethanol angeht: Das ist als Kraftstoff gar nicht mal so verkehrt. Man bekommts in Luxenburg als E96, alo quasi Brennspiritus. Das Blöde ist nur dass die Feld Wald Wiesenottomotoren darauf nicht ausgelegt sind. Schon gar nicht in einer Mischung mit Benzin, dann kann man es gleich vergessen. Weil man dann die Vorzüge dieses Sprits nicht ausnutzen kann und nur seine Nachteile zum Tragen kommen. Das ist aber das was der Verbraucher sieht und deshalb sagt: Ähhh, so ein Rotz...
Ein echter Ethanolmotor nutzt erstens die im Vergleich zum Benzin vielfach höhere Verdampfungswärme aus um das Gemisch vorzukühlen. Das bedeutet mehr Zylinderfüllung. Also schonmal ein Leistungsplus. Dazu kann er höher verdichten weil Ethanol klopffester ist. Also nochmal mehr Leistung. Und schon haben wir eine akzeptable Performance. Nicht umsonst nutzt man im Rennsport die Vorzüge von alkoholischen Kraftstoffen (da eben eher Methanol weil das bei hohen Drehzahlen besser verbrennt, braucht man auf der Straße aber eher weniger). Klar, der spezifische Verbrauch ist natürlich etwas höher da der Heizwert von Ethanol kleiner als der von Benzin ist, das lässt sich nicht vermeiden. Warum gibt es nun kaum reine Ethanolmotoren? Tja, da muss man mal wieder die Lobby fragen. Für Direkteinspritzer die ja gerade zimlich in Mode sind ist Ethanol eher ungeeignet, es muss schon ein eher großvolumiger Saugrohreinspritzer sein. Geht also eher entgegen dem Downsizingtrend. Ein mir bekannter Bauer hat ein Modell von Mercedes, bin ich selber schon gefahren. Geht einem Benzinsportwagen nicht aus dem Weg. Es gibt nur einen Nachteil: Beim Kaltstart bei niedrigen Außentemperaturen brauchts eine Flammstarteinrichtung.
 
Da Boden, wie wir alle wissen, nicht beliebig vermehrbar ist, möcht ich dran erinnern, dass derselbige eiiiiiiiiiiiiiigentlich demnächst 2 - 3 Milliarden Menschen zusätzlich ernähren muss.
 
Fab schrieb:
Da Boden, wie wir alle wissen, nicht beliebig vermehrbar ist, möcht ich dran erinnern, dass derselbige eiiiiiiiiiiiiiigentlich demnächst 2 - 3 Milliarden Menschen zusätzlich ernähren muss.
Mit Genttechnik und künstlicher Bewässerung kriegen wir das schon hin. Man muss nur an die Heilsversprechen der Industrie glauben. So wie viele einmal daran geglaubt haben, dass die zivile Nutzung der Kernenergie völlig risikofrei unsere Energieprobleme lösen und uns aus der Abhängigkeit vom Öl befreien wird.
 
NeusserGletscher schrieb:
..................Dann forste mal Deinen Garten wieder auf :wink:
Ein Garten ist kein Wald, Schrumpfköpfchen.
Mein Projekt ist die Artenvielfalt.
 
Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?
 
noisi schrieb:
Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?

Was soll daran lächerlich sein? Wenn jeder Deutsche im wahlfähigen Alter ein Bäumchen pflanzt, dann haben wir schon mal einen Anfang, um CO2 zu reduzieren. Mein Einwand war durchaus ernst gemeint. In der Tat habe ich aber wie Fab vor Jahrzehnten auf meinem Grundstück mehrere Bäume entfernt, weil sie weite Teile meines Gartens verschattet haben.
 
gelöscht
 
gelöscht
 
Für diejenigen, welche heutige Dürresommer als Zeichen des Klimawandels halten, sollten mal nach "Dürresommer 1540" und "Magdalenenhochwasser" googlen. Die Folgen des Magdalenenhochwassers kann man heute noch an den mehrere Meter tiefen Gräben in den betroffenen Regionen sehen, welche durch sinnflutartige Regenfälle nach einer Dürreperiode über abgeholzten Gebieten entstanden.

Der Mensch hat ja bekanntlich früh damit begonnen, Wälder abzuholzen. Holz war vor der Entdeckung von Öl und Kohle nicht nur der Haupt-Energieträger sondern auch Baustoff der Menschen vor der industriellen Revolution. Manche Länder haben für ihre Seestreit- und Handelsmacht ganze Landstriche entwaldet.

Fab ist mir mit der Verlinkung des Studie zur Wirkung von Aufforstung ein paar Minuten zuvorgekommen. Wie wir ja wissen, folgt das Weltklima auf bestimmte Einflüsse mit einer zeitlichen Verzögerung, oft von mehreren Jahren. Was wäre nun, wenn der beobachtete Anstieg der globalen Temperatur weniger mit der Verbrennung von Kohle und Öl als mit der Abholzung der Wälder zu tun hätte? Wenn eine Aufforstung entsprechend der Studie den Temperaturanstieg begrenzen kann, dann liegt der Umkehrschluss nahe, oder?

Dann wären wir mit CO2-Steuer und allen anderen Maßnahmen ganz schön auf dem Holzweg. Dann wäre der beste Weg, erst einmal die Rodung des Regenwaldes sofort zu stoppen und landwirtschaftlich nicht mehr genutzte Fläche wieder aufzuforsten. Dann müsste auch Fab seinen englischen Zierrasen nicht mit Bäumchen und Schrumpfköpchen verschandeln :mrgreen:
 
Ja genau, zwischen Wäldern als CO2 Senken und CO2 besteht natürlich überhaupt kein Zusammenhang. :rolleyes:
Da bist du wirklich wieder etwas ganz großem auf der Spur.
 
noisi schrieb:
Ja genau, zwischen Wäldern als CO2 Senken und CO2 besteht natürlich überhaupt kein Zusammenhang. :rolleyes:
Da bist du wirklich wieder etwas ganz großem auf der Spur.
Was hast Du eigentlich davon, jeden konstruktiven Beitrag ins lächerliche zu ziehen?
 
gelöscht
 
NeusserGletscher schrieb:
...........Dann müsste auch Fab seinen englischen Zierrasen nicht mit Bäumchen und Schrumpfköpchen verschandeln :mrgreen:
An dem Satz stimmt aber auch rein gar nix. Mein Zierrasen ist aktuell eine Steppe - und das Schrumpfköpfchen bist du ;D

.

Hab übrigens tatsächlich vor geraumer Zeit schon über die Klimawirkung der großflächigen Abholzung gelesen.
Meine damit nicht die mittelalterliche Entwaldung in Teilen Europas, sondern die nomadische Entwaldung in der Antike und davor.
Da wurde Mittelasien und Australien weitgehend abgefackelt.
Wenn CO2-Eintrag in der nteren Atmosphäre so wirksam ist wie behauptet, dann muss die Entwaldung Auswirkungen gehabt haben.

Eine großflächige Aufforstung würde berechenbar CO2 binden.
 
Fab schrieb:
Eine großflächige Aufforstung würde berechenbar CO2 binden.

Das stimmt natürlich und es bleibt zu hoffen, dass die Wälder in Asien und N-Amerika soweit nach Norden Wandern, dass sie zumindest den Effekt des Methans aus den auftauenden Boden abpuffern können.

Allerdings zweifle ich da an Russland, denn Putin hat sicher schon andere Pläne für den sich erwärmenden Norden...
Denn Russland gewinnt mit jedem Grad Erwärmung Millionen Hektar potenzielles Ackerland dazu, daher haben sie ( im Gegensatz zu den Kanadiern welche in ähnlicher Lage sind) kaum Interesse an der Bekämpfung des Klimawandels...
Andererseits werden wir diese Ackerflächen auf jeden Fall gut brauchen können


Ich möchte dabei auch noch auf ein sich abzeichnendes geopolitisches Problem der näheren Zukunft hinweisen:

Wenn man sich die Bevölkerungsdichte in China und Sibirien anschaut, kann man sich vorstellen, dass sich China und Russland einigen werden müssen, um Nordasien urbar zu machen.
Denn China hat die Menschen und seine industriellen Möglichkeiten was Russland fehlt, dafür hat Russland das Land und das KnowHow über das Leben im Norden.
Bleibt nur zu hoffen das die friedlich von statten geht..
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben