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Die große Klima-Diskussion

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Jan Tenner schrieb:
Da ist er endlich wieder, der gute Getränkekasten, wegen dem man ja unbedingt ein Auto braucht. :wink:
Dabei
  • Gibt es durchaus auch andere Fahrzeuge, mit denen man hervorragend Kisten transportieren kann, zB (E-) Lastenfahrräder, Anhänger usw
  • Erklärt der Getränkekasten auch nicht, warum man pro Haushalt mehrere Autos braucht, Tendenz steigend
  • Würde selbst wenn es beim Kistentransport absolut keine Alternative zum Auto gäbe nicht erklären, warum zwangsläufig jeder Haushalt ein Auto besitzen muss

Dann nenne es halt nicht Getränkekasten, sondern den Wocheneinkauf einer 5-köpfigen Familie oder, oder, oder. Macht sicher total Spaß mit einem Lastenfahrrad 10km vom Supermarkt bei Regen oder Schnee nach Hause zu kommen. Das Leben besteht nun mal nicht nur aus kurzen Wegen und optimalen Wetter.
 
Schade nur, dass ein Großteil der Menschen gar nicht in ein einer fünfköpfigen Familie leben und auch die meisten Menschen keine 10km vom nächsten Supermarkt entfernt wohnen, aber trotzdem mit völlig überdimensionierten und übermotorisierten (Tendenz steigend) Autos durch die Gegend fahren. Und das dann auch mit mehreren Autos pro Haushalt.
 
Jan Tenner schrieb:
Schade nur, dass ein Großteil der Menschen gar nicht in ein einer fünfköpfigen Familie leben und auch die meisten Menschen keine 10km vom nächsten Supermarkt entfernt wohnen, aber trotzdem mit völlig überdimensionierten und übermotorisierten (Tendenz steigend) Autos durch die Gegend fahren. Und das dann auch mit mehreren Autos pro Haushalt.

Das mit den "meisten" wage ich jetzt dann doch mal zu bezweifeln. Das sind die Gutverdiener, welche es ja eigentlich gar nicht so oft geben soll :? Zu den Gutverdienern gehöre ich auch und wir haben mit 4 Personen 2 Autos (Durchschnittsverbrauch 5,5l), gehen allerdings, wenn wir nicht gerade 5 Getränkekisten holen, zu Fuß zum Supermarkt :wink:
Ich gebe dir allerdings recht, und kann es auch nicht verstehen, das doch recht viele in der Tat überdimensionierte Fahrzeuge, die dann auch meistens von überforderten Fahrer(innen) kutschiert werden, z.B. hier in Frankfurt in den Wohngebieten unterwegs sind. Das Einparken macht damit doch keinen Spaß :nein: :nein: :nein:
 
Das Lustige bei der "wir wollen gar keine Autos in der Stadt"-Fraktion ist doch, dass die nur alle anderen aussperren wollen, sie selbst als Anwohner und die benötigten Dienste (Handwerker, Post, Polizei, Rettung, Feuerwehr usw.) kriegen natürlich ne Ausnahme.

Außerdem sind sie pure Egoisten, denn wer auf dem Land wohnt und in die Stadt fahren muss, wofür er aufs Auto angewiesen ist (übrigens kann ein Bus niemals besser als das Auto sein, die nutzen ja die gleichen Straßen, nur hält der Bus öfter und fährt nicht direkt zum Ziel wo man selbst hin möchte) der hat dann halt Pech gehabt.
 
Ich habe bisher noch von keiner ernzunehmenden politischen Partei den Ruf gehört das Autofahren zu verbieten, auch nicht von den Grünen.
Letzte Woche, bei Maybrit Illner saßen u.a. Anton Hofreiter und die Klimaaktivistin Tina Velo in der Talkshow. Da konnte man gut sehen, dass zwischen Autofahren verbieten und der Position von Herrn Hofreiter noch einmal Welten liegen.
Mir persönlich geht es auch nicht darum, dass Autofahren zu verbieten. Ich wohne zwar in der Stadt, die liegt aber am Arsch der Welt. Auf ein Auto kann ich in der Freizeit aber auch nicht verzichten (Carsharing wird in dieser Stadt, mangels größe und Akzeptanz leider nicht angenommen).
Es wird garnicht möglich sein, die anderen Verkehrsmittel so auszubauen, dass alle auf das Auto verzichten können. Letzlich geht es um die deutliche Reduktion von Treibhausgasen, das sollte das Hauptziel sein. Nicht die vorrangige Verbannung den Individualverkehrs - auch wenn das an manchen Orten mehr als sinnvoll ist.
Um die Ziele, der Verkehrssektor ist da nur ein Baustein, zu erreichen sind trotzdem harte Veränderungen nötig. Autofahren muss mindestens in den Städten teurer und unattraktiver werden, Parkplätze verknappt werden. Die Pendlerpauschale muss verringert werden. Dem Größenwachstum der Fahrzeuge müssen Grenzen gesetzt werden, im Gegenteil, es muss umgekehrt werden. So gut wie niemand braucht privat ein Fahrzeug dass größer ist als beispielsweise ein Golf. Da muss man ansetzen. Dazu ist natürlich trotzdem ein Ausbau des ÖPNV und der Radwege nötig, vor allem in den Städten. Park & Ride Angebote müssen ausgeweitet werden, der ÖPNV günstiger werden.
Damit das ganze auch möglichst sozial vonstatten geht, kann man nicht einfach an den Treibstoffpreisen drehen. Das muss über die KFZ Steuer laufen und zwar rein am CO2 Austoß bemessen. Es kann nicht sein das eine Spritschleuder wie ein Q8 in der Steuer kaum mehr kostet als ein Mittelklassewagen. Die KFZ-Steuer muss ausgehend von einem Mittelklassefahrzeug exponential ansteigen. Ein Panzer wie ein X7 muss mindestens um den Faktor 100 teurer sein als ein Normalfahrzeug. Der Ausgangspunkt kann dann alle paar Jahre nach unten reduziert werden um sparsame Fahrzeuge zu fördern.
Ich denke so ließe sich schonmal die Anzahl der Fahrzeuge reduzieren - wenn es nur 10% wären sind es schon mehrere Millionen Fahrzeuge. Dazu kommen dann natürlich noch alternative Fahrzeugantriebe.
 
... wer auf dem Land wohnt und in die Stadt fahren muss, wofür er aufs Auto angewiesen ist ... der hat dann halt Pech gehabt.
Nö! Der kann in vielen Fällen auf durchaus funktionierende Park and Ride Angebote zurückgreifen, die ihn oft noch nicht mal Mobilität sondern allerhöchstens ein bisschen Bequemlichkeit kosten.

Dass man Angebote dieser Art verbessern kann und muss, steht für mich außer Frage.
 
Möchte noch anfügen, daß die Bevölkerung im Schnitt nicht aus 24-jährigen Skifahrern besteht. Millionen sind Ü 60 u. haben mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen.
 
Fab schrieb:
Möchte noch anfügen, daß die Bevölkerung im Schnitt nicht aus 24-jährigen Skifahrern besteht. Millionen sind Ü 60 u. haben mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen.
Wobei das nicht zwangsläufig bedeutet, dass für sie ein (eigenes) Auto das Beste ist. Zumindest in meinem Bekanntenkreis ziehen diese körperlichen Einschränkungen oft auch eine Verminderung der Fahrtüchtigkeit nach sich...
 
Fab schrieb:
Möchte noch anfügen, daß die Bevölkerung im Schnitt nicht aus 24-jährigen Skifahrern besteht. Millionen sind Ü 60 u. haben mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen.
Kinderkram. Auf die muss man doch keine Rücksicht nehmen. Sind ja bekanntlich Schuld an der Klimakatastrophe!
:wink:
 
Wer bietet mehr?
Forscher halten Anstieg von 7 Grad bis 2100 für möglich
Erderwärmung noch viel schlimmer!
Neue Modellrechnungen zum Klimawandel verdüstern die Aussichten. Die Prognosen übersteigen sogar die Warnungen des Weltklimarats.
Das ist heftiger, als bisher angenommen. Denn: Dieser Wert liegt um zwei Grad über der Berechnungsgrundlage des 5. Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC aus dem Jahr 2014 – an dem sich zum Beispiel auch Greta Thunberg (16) orientiert
https://www.blick.ch/news/ausland/forscher-halten-anstieg-von-7-grad-bis-2100-fuer-moeglich-erderwaermung-noch-viel-schlimmer-id15520726.html
 
Möchte noch anfügen, daß die Bevölkerung im Schnitt nicht aus 24-jährigen Skifahrern besteht. Millionen sind Ü 60 u. haben mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen.
Und wie viele von den Millionen Ü60 fahren als Pendler zur Arbeit oder müssen für einen 5-küpfigen Haushalt Getränkekisten einkaufen?

Nach meinem Dafürhalten wären weit über 90% der Bevölkerung (vorsichtig geschätzt) körperlich in der Lage, kleinere und weniger motorisiertere Fahrzeuge zu nutzen, als es im Schnitt tatsächlich getan wird.
 
Jan Tenner schrieb:
Nach meinem Dafürhalten wären weit über 90% der Bevölkerung (vorsichtig geschätzt) körperlich in der Lage, kleinere und weniger motorisiertere Fahrzeuge zu nutzen, als es im Schnitt tatsächlich getan wird.
Dann mach mal der Autoindustrie klar das sie auch wieder geringer motorisierte Fahrzeuge anbieten soll - das ist auch die Grundlage meines Wunsches nach einer generellen Leistungslimitierung bei allen Nichtnutzfahrzeugen. Und ich werde sobald ich in Rente gehe und nicht mehr pendeln muß vermutlich ein gebrauchtes Microcar mit Ladefläche anschaffen denn mehr brauch ich dann für die wenigen verbleibenden lokalen Fahrten pro Monat nicht mehr.
 
Jan Tenner schrieb:
Nach meinem Dafürhalten wären weit über 90% der Bevölkerung (vorsichtig geschätzt) körperlich in der Lage, kleinere und weniger motorisiertere Fahrzeuge zu nutzen, als es im Schnitt tatsächlich getan wird.
Was ich öfters schon gehört hab, dass manche Angst in kleineren Autos haben, weil die Knautschzone geringer ist. Bei anderen wird's halt Prestige sein. Und das Angebot (wieviel Luxuslimousinen mit 4m Länge gibt's denn?). Und natürlich auch der Preisunterschied: Wenn 20% mehr Autolänge nur 5-10% mehr kosten, bekommt man doch mehr für's Geld? Egal ob man's dann mehr als 1-2x pro Jahr braucht oder nicht.

Außerdem ist das größer/höher/länger-Phänomen doch überall so. Ob's jetzt Handys, Skigebiete oder eben Autos sind. Ich kann's (für mich persönlich) seltenst nachvollziehen.

Zudem scheint mir diese ganze Auto-Diskssuion zu weit gefächert und nicht alles davon hat mit "Klima" zu tun.
 
GIFWilli59 schrieb:
Fab schrieb:
Möchte noch anfügen, daß die Bevölkerung im Schnitt nicht aus 24-jährigen Skifahrern besteht. Millionen sind Ü 60 u. haben mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen.
Wobei das nicht zwangsläufig bedeutet, dass für sie ein (eigenes) Auto das Beste ist....
Ich jedenfalls gehöre zu den Scheißliberalen, die glauben, daß die Leute schon selbst wissen was für sie am besten ist.

.

Petz schrieb:
Dann mach mal der Autoindustrie klar das sie auch wieder geringer motorisierte Fahrzeuge anbieten soll
Hammse gemacht. Ergebnis: Groß u. PS-stark läuft. Klein u. schwach verfault unter der Ladentheke. Soviel zu korrekten Bewußtsein :D

Uns fehlt einfach eine Planungsbehörde die 5-Jahrespläne macht. Ein Erfolgsmodell ;D
Stellt auch mehr Gerechtigkeit her nach dem Motto "Armut für alle!"
 
Fab schrieb:
Ich jedenfalls gehöre zu den Scheißliberalen, die glauben, daß die Leute schon selbst wissen was für sie am besten ist.
Wenn sie das eh wissen, könnten wir ja mal die Werbung abschaffen, in der Fahrspaß und Piste rauffahren beworben werden...
 
gelöscht
 
Julian96 schrieb:
Allerdings glaube ich, dass gerade die dicksten Dinger wie Q8 oder ähnliches, auch trotz einer vielfach höheren Steuer gefahren werden.
Genau deshalb plädiere ich für eine motorisierungsunabhängige (auch für Elektrofahrzeuge) PKW - Leistungsobergrenze von ~ 100 KW; das reicht auch für beispielsweise einen Geländewagen mit dem auch mal ein schwererer Anhänger gezogen wird aber vermiest den Kapitalistenschleudereignern den Spaß an ihren Schlachtschiffen weil sie dann beispielsweise nichtmal mehr nen MB - Sprinter überholen können.... ;D Und meine Beobachtungen bei meinen regelmäßigen Fernpassfahrten bestätigen nur immer wieder diesen Gedankengang denn was dort die Mehrheit dieser Autobesitzer häufig aufführt, müsste eigentlich zum sofortigen Führerscheinentzug wegen vorsätzlicher Verkehrsgefährdung führen (überholen trotz Überholverbot und Doppelsperrlinie mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, Nötigung beim Wiedereinordnen etc.) - und wird es auch sobald Dashcams mal legalisiert werden denn dann kriegt die Polizei von mir sicher regelmäßig E-Post mit angehängtem Beweisvideo... :ja:
 
gelöscht
 
Würde mich mal sehr interessieren, wie oft solche 7t Gespanne unterwegs sind.

Edit: Wie rechnest du eigentlich?
100 : 7 sind 14,3. Das ist in der Tat wenig, selbst der Leo 2 A6 hat 17,8 kW/t.
 
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