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Die große Klima-Diskussion

Status
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Fab schrieb:
Martin_D schrieb:
........................................
................. jeden Blödsinn ohne Rücksicht aufs Klima immer weiter zu machen. Beispiel: Die Zahl der Personen, deren Lebensunterhalt von Kreuzfahrten abhängt, dürfte überschaubar sein im Verhältnis zum CO2-Ausstoß, der durch Kreuzfahrten verursacht wird.
Das kommt jetzt darauf an, wie die staatliche Blödsinnsbewertungsbehörde dies bewertet ;D

Mit Kreuzfahrtbashing kann man leicht punkten. Evtl. wäre es für alle Beteiligten zielführender, die mit Schweröl (igitt) betriebenen Schiffsmotoren auf Sicht hypermodern zu ersetzen. Du unterschätzt, denke ich, die Anzahl der Leute die durch Kreuzfahrttourismus ihren Lebensunterhalt verdienen.
Das fängt bei uns in den Werften an, geht mit der Versorgung und dem Service weiter.
Denke du hast die Häfen vergessen. In erster Linie meine ich jetzt gar nicht die deutschen Häfen.
Sagen wir mal, der Hafen von Mindelo/Kapverdische Inseln fertigt, mit allem was außen rum dazugehört, 40 Schiffe im Jahr ab.
Nenn mal eine Wertschöpfung von ca. € 500.000,-- pro Schiff. Summiert sich auf 20 Mio im Jahr. Davon profitiert ein Großteil der Bevölkerung.
Wenn das wegfällt, was bleibt dort? Nix. Verelendung oder Abwanderung.

In der Corona-Krise ist der Tourismus weitflächig zusammengebrochen.
Bei uns hat der Staat Abermilliarden zum Ausgleich ausgegeben. Trotzdem sind Betriebe pleite gegangen.
In den überseeischen Touristenhochburgen in armen Staaten, ich nenn mal stellvertretend Kenia u. Sri Lanka, hat keine Regierung die Mittel. Das heißt konkret Existenzgefährdung - Hunger.

Die Dinge sind weltweit komplex vernetzt. Da muss man X-fach überlegen was man tut.

Das ist grade das Interessante: Die Folgen der Lockdowns und die Folgen der Russland-Sanktionen (und Putins Drehen am Gashahn) legen offen, wohin die extremistischen Forderungen der Umweltschützer führen würden. Denn während der Lockdowns hatte man ja nach der Rasenmähermethode den Tourismus lahmgelegt, durch Putin sieht man was passiert, wenn plötzlich kein Gas mehr kommt und man dadurch zu wenig Strom hat (wegen der "klimafreundlichen" Gaskraftwerke sowie Ersetzung von Gasheizungen durch elektrische Heizungen, ggf. via Wärmepumpen, die auch viel Strom verbrauchen).

Hätte man die extremistischen Forderungen bspw. von Fridays for Future umgesetzt, hätten wir schon früher Stromausfälle im Winter gehabt. Jetzt drohen sie erst diesen Winter, wenn Putin das Gas abdreht.

Ich bin mal gespannt, ob Merz Recht behält damit, dass man die Atomkraftwerke in D doch länger laufen lassen wird. Denn den Grünen muss eins klar sein: Auch wenn sie jetzt im Höhenflug der Umfragen stehen, sollte es im Winter größere Stromausfälle geben, weil die Grünen die Atomkraftwerke aus Ideologie abgeschaltet haben, dann sind die ganz schnell unter 5%, weil sie sich als Extremisten entlarvt haben.
 
Du hast ja selbst geschrieben: Wenn plötzlich.

Das ist der springende Punkt. Mit einer Übergangsfrist von zb 20 Jahren wären die Voraussetzungen ganz ganz andere.

Aber was soll's. Wir werden ja sehen, wohin eine verfehlte Klimapolitik führt. Erste Reihe fußfrei. Dagegen werden die ökonomischen Schäden durch Corona und Russland sehr klein erscheinen.
 
ThomasK schrieb:
Ich war gestern in Kaprun und bin auf das Kitzsteinhorn (Bergstation 3029 m, Gipfel 3203 m) gefahren.

Ich war wirklich entsetzt, wie stark der Gletscher seit meinem letzten Besuch am Kitzsteinhorn geschmolzen ist.
....
Ich hatte gestern auf dem Kitzsteinhorn nur ein T-Shirt an. Keine Jacke. Kein Unterhemd. Ich habe auf 3000 m Seehöhe nicht gefroren. Früher wäre das völlig undenkbar gewesen, nur im T-Shirt auf 3000 m Höhe herumzuspringen. Einige Leute sind in kurzer Hose bis zum Gipfel gegangen. Kein Schnee - kein Eis - nichts. Auf 3077 m Seehöhe, also 48 m oberhalb der Gipfelstation, habe ich einen Kasten gesehen, auf dem Inauen Schätti, die Kleinseilbahnen bauen, steht. Keine Ahnung, was da oben noch gebaut werden soll. Eine Kleinseilbahn zwischen der Gipfelstation (3029 m) und dem Gipfel (3203 m) zubauen, wäre technisch sehr einfach zu realisieren, ist aber derzeit nicht geplant.

Dazu passend ein neuer Rekord, den eigentlich niemand so haben will:

"Ein seltenes Ereignis wird auch gleich zum neuen Rekordhalter! Die Radiosondierung von Payerne verzeichnete heute Nacht einen neuen Rekord der Nullgradgrenze auf 5184 müM und löste damit den alten Rekord vom 20.07.1995 auf 5117 müM ab. "
[Quelle: Meteo Schweiz, Twitter]
Reminder: Payerne liegt im Kanton Waadt. Wer mehr über Radiosondierung erfahren möche: https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/mess-und-prognosesysteme/atmosphaere/radiosondierung.html

Nullgradgrenzen in dieser Größenordnung und das mitten in der Nacht passen übrigens ganz gut in äquatoriale Breiten. aber nicht in die Schweiz. Ich zitiere mal Jörg K.: wir sind ziemlich im Arsch.

K.
 
Kapi schrieb:
ThomasK schrieb:
Ich war gestern in Kaprun und bin auf das Kitzsteinhorn (Bergstation 3029 m, Gipfel 3203 m) gefahren.

Ich war wirklich entsetzt, wie stark der Gletscher seit meinem letzten Besuch am Kitzsteinhorn geschmolzen ist.
....
Ich hatte gestern auf dem Kitzsteinhorn nur ein T-Shirt an. Keine Jacke. Kein Unterhemd. Ich habe auf 3000 m Seehöhe nicht gefroren. Früher wäre das völlig undenkbar gewesen, nur im T-Shirt auf 3000 m Höhe herumzuspringen. Einige Leute sind in kurzer Hose bis zum Gipfel gegangen. Kein Schnee - kein Eis - nichts. Auf 3077 m Seehöhe, also 48 m oberhalb der Gipfelstation, habe ich einen Kasten gesehen, auf dem Inauen Schätti, die Kleinseilbahnen bauen, steht. Keine Ahnung, was da oben noch gebaut werden soll. Eine Kleinseilbahn zwischen der Gipfelstation (3029 m) und dem Gipfel (3203 m) zubauen, wäre technisch sehr einfach zu realisieren, ist aber derzeit nicht geplant.

Dazu passend ein neuer Rekord, den eigentlich niemand so haben will:

"Ein seltenes Ereignis wird auch gleich zum neuen Rekordhalter! Die Radiosondierung von Payerne verzeichnete heute Nacht einen neuen Rekord der Nullgradgrenze auf 5184 müM und löste damit den alten Rekord vom 20.07.1995 auf 5117 müM ab. "
[Quelle: Meteo Schweiz, Twitter]
Reminder: Payerne liegt im Kanton Waadt. Wer mehr über Radiosondierung erfahren möche: https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/mess-und-prognosesysteme/atmosphaere/radiosondierung.html

Nullgradgrenzen in dieser Größenordnung und das mitten in der Nacht passen übrigens ganz gut in äquatoriale Breiten. aber nicht in die Schweiz. Ich zitiere mal Jörg K.: wir sind ziemlich im Arsch.

K.

Wir bräuchten eigentlich zwingend Möglichkeiten, CO² aus der Atmosphäre zu filtern (den CO²-Ausstoß auf 0 zu reduzieren kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, besonders nicht in den nächsten 50+ Jahren) :naja: Wobei der ganze "Spaß" wahrscheinlich erst so richtig anfangen wird, wenn das (bisher) noch gebundene Methan anfängt, in großen Mengen freigesetzt zu werden (welches deutlich aufwendiger zu kontrollieren wäre als CO², wenn es mal freigesetzt ist).
 
Ist denn Methan in der Atmosphäre stabil oder reagiert es mit Sauerstoff oder Ozon zu Wasser und CO2?
 
Fab schrieb:
In der Corona-Krise ist der Tourismus weitflächig zusammengebrochen.
Bei uns hat der Staat Abermilliarden zum Ausgleich ausgegeben. Trotzdem sind Betriebe pleite gegangen.
In den überseeischen Touristenhochburgen in armen Staaten, ich nenn mal stellvertretend Kenia u. Sri Lanka, hat keine Regierung die Mittel. Das heißt konkret Existenzgefährdung - Hunger.

Die Dinge sind weltweit komplex vernetzt. Da muss man X-fach überlegen was man tut.

Ich bin der Ansicht, dass man Reisen niemals verbieten darf. Weil die Möglichkeit zu Reisen (grad auch Fernreisen) einen wahrscheinlich nicht kleinen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen oder Fremdenfeindlichkeit leisten.
Abgesehen davon, dass eben in vielen Ländern ein Großteil der Wirtschaft (mit allem was da noch mit dran hängt) auf den Tourismus unbedingt angewiesen ist....(was unsere Politik davon hält, konnte man während Corona zur Genüge sehen, wo Länder zu Risikogebieten erklärt wurden was diesen Ländern massiv geschadet hat (Südafrika war ein solches Beispiel)...(während man lustigerweise teilweise andere Länder bei gleichen Kriterien nicht zu Risikogebieten erklärt hatte :rolleyes: )
 
GIFWilli59 schrieb:
Ist denn Methan in der Atmosphäre stabil oder reagiert es mit Sauerstoff oder Ozon zu Wasser und CO2?

Dazu weiß ich nichts (müsste mal schauen), mir ist nur soweit bekannt, dass CO² verhältnismäßig leicht zu kontrollieren ist....im Gegensatz zu Methan (CO² wird bekanntermaßen ja in Pflanzen gespeichert, während Methan unter sehr niedrigen Temperaturen (Permafrost/Eis) oder hohem Druck (Tiefsee/Meeresboden) gespeichert wird).
 
GIFWilli59 schrieb:
Ist denn Methan in der Atmosphäre stabil oder reagiert es mit Sauerstoff oder Ozon zu Wasser und CO2?

relativ - am ehesten wird es durch OH + CH4 -> CH3 + H2O in der Troposphäre abgebaut - hält sich aber im Normalfall Jahre (und eben nicht Tage) in der Atmosphäre.
 
MarcB96 schrieb:
Wir bräuchten eigentlich zwingend Möglichkeiten, CO² aus der Atmosphäre zu filtern

Problem ist, soweit ich weiss, fehlen uns dafuer die technologischen Moeglichkeiten. So bleibt uns fürs erste nur CO_2 vermeiden. Und der einfachste Weg waere da in Deutschland ein Tempolimit. 100/70/30 wuerde ~30% Einsparung im KFZ-Verkehr bringen und das ohne den aus meiner Sicht dann zu erwartenden Verlagerungseffekt von der Strass auf die Schiene.
 
albe-fr schrieb:
MarcB96 schrieb:
Wir bräuchten eigentlich zwingend Möglichkeiten, CO² aus der Atmosphäre zu filtern

Problem ist, soweit ich weiss, fehlen uns dafuer die technologischen Moeglichkeiten. So bleibt uns fürs erste nur CO_2 vermeiden. Und der einfachste Weg waere da in Deutschland ein Tempolimit. 100/70/30 wuerde ~30% Einsparung im KFZ-Verkehr bringen und das ohne den aus meiner Sicht dann zu erwartenden Verlagerungseffekt von der Strass auf die Schiene.

Dann sollen die Verantwortlichen mal alle Hebel in Bewegung setzen und Möglichkeiten suchen (und im Idealfall auch finden...) Ich glaube ehrlich gesagt nämlich nicht (sah vor 2-3 Jahren auch noch anders aus), dass uns, wenn man die letzten beiden Jahre betrachtet, allzu viel Zeit übrig bleibt, noch viel länger an der Stelle "bloß nichts mehr ausstoßen" zu bleiben (welche eh meiner Meinung nach illusorisch ist). :naja:
Eine nicht-technische Möglichkeit würde es übrigens sehr wahrscheinlich ja sogar geben... Wie sonst hätte die Natur es seit Bestehen der Erde (zumindest seit Bestehen von komplexerem Leben) geschafft, das zu kontrollieren...
 
MarcB96 schrieb:
Ich glaube ehrlich gesagt nämlich nicht (sah vor 2-3 Jahren auch noch anders aus), dass uns, wenn man die letzten beiden Jahre betrachtet, allzu viel Zeit übrig bleibt,

dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.

MarcB96 schrieb:
IEine nicht-technische Möglichkeit würde es übrigens sehr wahrscheinlich ja sogar geben... Wie sonst hätte die Natur es seit Bestehen der Erde (zumindest seit Bestehen von komplexerem Leben) geschafft, das zu kontrollieren...

klar gibt es die, wir brauchen mehr Wälder als wir CO_2 ausstossen, und das hat Jahrhtausende gut funktioniert, bis wir halt angefangen haben fossile Brennstoffe im unkontrolliertem Rahmen zu nutzen.
 
albe-fr schrieb:
dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.

DASS wir in die Katastrophe rutschen, war mir schon lange klar ( seit 1997 zwar nicht....da ich dafür ein kleines bisschen zu jung bin), nur hatte ich bis 2020 noch einen minimalen Optimismus, dass die 40-50 Jahre (wenn ich mich richtig erinnere), von denen in der Wissenschaft gerne geredet wurde, bis wir drastische Auswirkungen spüren, ausreichend wären, sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen.

klar gibt es die, wir brauchen mehr Wälder als wir CO_2 ausstossen, und das hat Jahrhtausende gut funktioniert, bis wir halt angefangen haben fossile Brennstoffe im unkontrolliertem Rahmen zu nutzen.

Bäume sind meines Wissens eigentlich ein eher schlechter CO² Speicher, Gräser sind deutlich effizienter im Binden von CO² (und wachsen im Verhältnis auch deutlich schneller).
Ich verstehe nicht, warum man (mal als ein konkretes Beispiel) nicht einfach versucht, den Prozess des Förderns von fossilen Brennstoffen umzudrehen (zumindest die den ersten Schritt, dass sich fossile Brennstoffe überhaupt bilden konnten). Wir haben weltweit so viele alte Bergwerke, die wir mit gigantischen Mengen schnell wachsender Biomasse füllen könnten....um diese dann luftdicht zu verschließen. .. :nein:
 
MarcB96 schrieb:
albe-fr schrieb:
dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.

DASS wir in die Katastrophe rutschen, war mir schon lange klar ( seit 1997 zwar nicht....da ich dafür ein kleines bisschen zu jung bin), nur hatte ich bis 2020 noch einen minimalen Optimismus, dass die 40-50 Jahre (wenn ich mich richtig erinnere), von denen in der Wissenschaft gerne geredet wurde, bis wir drastische Auswirkungen spüren, ausreichend wären, sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen.

von diesen 40-50 Jahren wurde eher von der Wirtschaft und nicht von der Wissenschaft geredet. Und man hat nun halt seit Kyoto 25 Jahre verstreichen lassen in denen man nichts erreicht hat! Der CO_2 Ausstoss ist seit dem kontinuierlich angestiegen. Aus meiner Sicht muss man jetzt jede Möglichkeit ergreifen diesen zu senken. Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
 
MarcB96 schrieb:
..................................
Ich bin der Ansicht, dass man Reisen niemals verbieten darf. Weil die Möglichkeit zu Reisen (grad auch Fernreisen) einen wahrscheinlich nicht kleinen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen oder Fremdenfeindlichkeit leisten.
Bin leztes Jahr spontan auf eine Wienreise per Flugzeug aufgesprungen. Zum Preis von 29,-- € - mehr muss ich nicht sagen.
Reisen ist zu billig geworden. Flugbenzin ist steuerfrei!

Das mit dem Abbau von Vorurteilen ist mir jetzt ein wenig zu romantisch ;D
Ich glaube daß das Gegenteil stimmt. Der Ferntourismus verzerrt die Wahrnehmung sowohl der Reisenden, wie die der Bereisten.

Bin ja schon ü70, Halböstereicher (Steirer) und kann mich an die Anfänge des Fremdenverkehrs erinnern. Das Gedächtnis funzt noch :D
Es gab in den österreichischen Touristengebieten so in den 80ern eine regelrechte Deutschenaversion, die naturgemäß weggeheuchelt wurde. Fan komödiantisch Ausdruck in dem Fernsehmehrteiler "Die Piefke-Saga".

Das ist in D, mit seiner "Der Kunde ist König"-Einstellung, auf komplettes Unverständnis gestoßen. Aber in Ö, mit seinem Privatvermietungs-Fremdenverkehr der Anfangszeit (ab Mitter der 50er), war es so, daß die Kinder im Sommer für die Fremden ihr Zimmer räumen mussten. Dazu hatten die Eltern auch keine Zeit mehr.
Diese "verdrängten" Kinder waren 30 Jahre später oftmals Touristiker. Der Verstand riet was anderes, als das Gefühl.

MarcB96 schrieb:
Abgesehen davon, dass eben in vielen Ländern ein Großteil der Wirtschaft (mit allem was da noch mit dran hängt) auf den Tourismus unbedingt angewiesen ist................
Da möchte ich anmerken, daß natürlich in touristischen Schwerpunktländern die Wirtschaft stark davon abhängt.
Unsere aber auch. Wenn D seine Industriewaren verkaufen will, brauchts zahlungsfähige Kunden.
Das ist keine Einbahnstraße.
 
albe-fr schrieb:
MarcB96 schrieb:
albe-fr schrieb:
dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.

DASS wir in die Katastrophe rutschen, war mir schon lange klar ( seit 1997 zwar nicht....da ich dafür ein kleines bisschen zu jung bin), nur hatte ich bis 2020 noch einen minimalen Optimismus, dass die 40-50 Jahre (wenn ich mich richtig erinnere), von denen in der Wissenschaft gerne geredet wurde, bis wir drastische Auswirkungen spüren, ausreichend wären, sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen.

von diesen 40-50 Jahren wurde eher von der Wirtschaft und nicht von der Wissenschaft geredet. Und man hat nun halt seit Kyoto 25 Jahre verstreichen lassen in denen man nichts erreicht hat! Der CO_2 Ausstoss ist seit dem kontinuierlich angestiegen. Aus meiner Sicht muss man jetzt jede Möglichkeit ergreifen diesen zu senken. Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.

Natürlich müssen Möglichkeiten genutzt werden, den Ausstoß zu reduzieren. Ihn völlig zu stoppen, wie gerne gefordert, ist aber völlig illusorisch, weil man es nur über massivste weltweite Verbote erreichen würde (da schlichtweg überall massenhaft Alternativen fehlen), was unweigerlich zu massiven gesellschaftlichen Problemen (besonders in ärmeren Ländern) führen wird.

Mir scheint es leider so, als wollen die Entscheidungsträger sich keine Mühe machen, sinnvolle Lösungen zu erarbeiten. Stattdessen ruht man sich auf dem 0-CO² - Kurs aus...und stürzt mit dieser Ignoranz scheinbar willentlich Milliarden Menschen in die Krise (die parallel zum Klimawandel kommen wird, wenn viele Millionen Menschen plötzlich nicht mehr wissen, wie sie überleben sollen, weil sie plötzlich arbeitslos sind).

Und wenn ich in solchen Artikeln: https://www.google.com/amp/s/efahre...oniert-der-klimagas-killer_108280?layout=amp lese, man fürchte, CO² Speichermöglichkeiten würden dafür sorgen, dass man weiterhin CO² ausstoßen würde seien deshalb nicht erstrebenswert (sinnloses Verbieten ist schließlich deutlich einfacher...und zumindest kurzfristig billiger), dann habe ich nicht wirklich den Eindruck, dass es den Verantwortlichen wirklich um Klimaschutz oder vergleichbares geht. :sauer:

Denn...wenn wir Möglichkeiten finden würden, CO² effizient, schnell, ressourcenschonend, günstig und in großen Mengen aus der Atmosphäre zu bekommen, bräuchten wir nicht versuchen, mit allen Mitteln den CO²-Ausstoß komplett zu verhindern (was wie gesagt, besonders in den nächsten Jahrzehnten absolut illusorisch ist), sondern soweit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss mehr hat, wenn da, wo es schlichtweg keine Alternativen gibt, noch CO² ausgestoßen wird.
Und wir würden Zeit gewinnen, Technologien zu finden, die besonders fossile Brennstoffe überflüssig machen.

Das Ziel müsste eigentlich sein, den CO² Ausstoß soweit zu kontrollieren, dass wir auf ein Niveau kommen, welches die Umwelt problemlos verkraften kann, ohne dass es Auswirkungen gibt (im Rahmen natürlicher Schwankungen des CO² Gehaltes) und wenn das erreicht ist, weitgehend CO² neutral zu sein/bleiben..... Und nicht, CO² um jeden Preis zu verhindern.

Abgesehen davon müsste es ein großes Maßnahmenpaket für den Bereich Wirtschaft (Nachhaltigkeit bei Produkten, etc) und viele andere Bereiche geben....was aber den Rahmen völlig sprengen würde (der Beitrag ist eh schon deutlich länger geworden als mir lieb ist 🙈🙈).
 
albe-fr schrieb:
.......................
Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
Technisch funktioniert das schon. Ist aber aktuell deutlich zu teuer.
Tatsächlich gibt es, glaub in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, ein Projekt das dies in die bezahlbaren Regionen bringt.

Einen Schub wird auch die Preisexplosion bei den Fossilen auslösen. Die kommt auch ohne Krieg, wenn erst mal der Peak der Förderung überschritten ist.
Der Peak wurde vom Club of Rome Ende der 60er spätestens fürs Jahr 2000 vorhergesagt. War nich.
Drum hat man "der Wissenschaft", die es so nicht gibt, nicht alles abgenommen.
 
Fab schrieb:
MarcB96 schrieb:
..................................
Ich bin der Ansicht, dass man Reisen niemals verbieten darf. Weil die Möglichkeit zu Reisen (grad auch Fernreisen) einen wahrscheinlich nicht kleinen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen oder Fremdenfeindlichkeit leisten.
Bin leztes Jahr spontan auf eine Wienreise per Flugzeug aufgesprungen. Zum Preis von 29,-- € - mehr muss ich nicht sagen.
Reisen ist zu billig geworden. Flugbenzin ist steuerfrei!

Das mit dem Abbau von Vorurteilen ist mir jetzt ein wenig zu romantisch ;D
Ich glaube daß das Gegenteil stimmt. Der Ferntourismus verzerrt die Wahrnehmung sowohl der Reisenden, wie die der Bereisten.
Ich wäre dafür, Flüge auf Kurzstrecken (wo es Alternativen gibt) bis auf Ausnahmen komplett zu verbieten.
Ich meinte ja nur, dass jemand, der kulturell mehr gebildet ist (natürlich passen beispielsweise der typische Pauschaltourist, der möglichst sein Hotel nicht verlassen will, um nur unter seinen Landsleuten bleiben zu können oder der typische Mallorca-Promilletourist nicht in diese Beschreibung.... Ich frage mich eh, warum man in solchen Fällen überhaupt ins Ausland reist, wenn man mit dem Land scheinbar eh nichts zu tun haben will :rolleyes:), sehr wahrscheinlich deutlich weniger zu Vorurteilen oder teilweise daraus resultierendem Rassismus (der ja gerne mit der Angst vor Fremdem begründet wird) neigen wird, als derjenige, der nie aus seinem Dorf rauskommt.
Und das geht nunmal nur wenn man reisen kann (weil keine Dokumentation der Welt das ersetzen kann).

MarcB96 schrieb:
Abgesehen davon, dass eben in vielen Ländern ein Großteil der Wirtschaft (mit allem was da noch mit dran hängt) auf den Tourismus unbedingt angewiesen ist................
Da möchte ich anmerken, daß natürlich in touristischen Schwerpunktländern die Wirtschaft stark davon abhängt.
Unsere aber auch. Wenn D seine Industriewaren verkaufen will, brauchts zahlungsfähige Kunden.
Das ist keine Einbahnstraße.

Das ist mir auch bewusst....nur wird ja gerne oft Tourismus als schlecht dargestellt und dass es besser wäre, wenn es das nicht geben würde (weil schlecht für den Klimawandel, schlecht für die Verbreitung von Krankheiten, usw...).
 
Fab schrieb:
albe-fr schrieb:
.......................
Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
Technisch funktioniert das schon. Ist aber aktuell deutlich zu teuer.
Tatsächlich gibt es, glaub in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, ein Projekt das dies in die bezahlbaren Regionen bringt.

Einen Schub wird auch die Preisexplosion bei den Fossilen auslösen. Die kommt auch ohne Krieg, wenn erst mal der Peak der Förderung überschritten ist.
Der Peak wurde vom Club of Rome Ende der 60er spätestens fürs Jahr 2000 vorhergesagt. War nich.
Drum hat man "der Wissenschaft", die es so nicht gibt, nicht alles abgenommen.

Wie gesagt.... Warum versucht man es nicht zur Abwechslung mal mit nicht-technischen Lösungen?... Den effektivsten CO²- Speicher hat (abgesehen von den Pfeifen, die ausschließlich Schottergärten haben) wahrscheinlich fast jeder vor seinem Haus stehen. Man müsste nur Möglichkeiten erarbeiten, dieses Potential nutzen zu können.
 
klar gibt es die, wir brauchen mehr Wälder als wir CO_2 ausstossen, und das hat Jahrhtausende gut funktioniert, bis wir halt angefangen haben fossile Brennstoffe im unkontrolliertem Rahmen zu nutzen.
Der erste Teil der Aussage ist korrekt, der zweite Teil stimmt dann so halt wieder nicht denn ohne die fossilen Brennstoffe hätte es jetzt sicher noch weniger Wald.
Bleibt dann nur noch die Frage warum ständig behauptet wird dass Pellet- und Schnitzelheizungen gut seien?
 
Theo schrieb:
Bleibt dann nur noch die Frage warum ständig behauptet wird dass Pellet- und Schnitzelheizungen gut seien?

Pellet- und Schnitzelheizungen sind nicht gut, das ist nur eine Greenwashing-Lüge die leider großen Schaden anrichtet (Luftverschmutzung und CO2-Ausstoß).
 
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