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Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher schrieb:
Randbemerkung: Der Begriff "Dunkelflaute" ist in der Tat etwas irreführend. Der damit gemeinte Leistungsabfall bei EE kann in den Wintermonaten auch bei einer von Hochdruck geprägten Wetterlage eintreten. Weil dann die mögliche Ausbeute bei Solar sich auf wenige Stunden um die Mittagszeit beschränkt und es bei Hochdrucklagen tendenziell wenig Wind weht. Ohne Speicher müssten dann die Solarparks nicht nur den aktuellen Bedarf decken, sondern auch die (derzeit noch nicht vorhandenen) Speicher in dieser Zeit füllen, um für den Rest des Tages Deutschland mit Energie zu versorgen.

Energiemangel kann daher bei 100% EE schon eintreten, wenn es hell ist. Dann muss der Strom entweder aus Speichern oder per Fernleitung aus südlichen Gefilden fliessen.
Wie wäre es denn, wenn man diese Zeit erstmal (und nur dann) mit Gaskraftwerken überbrückt?
 
skifam schrieb:
So jetzt bin ich ja mal gespannt ... auf die üblich verdächtigen Kommentare aber vielleicht auch interessante Kommentare zu:

https://www.handelszeitung.ch/politik/klima-auto-schlagt-velo-und-ov-545475/amp
Und das inkl. Gegenkommentar und Replik desselben.

Das Fahrrad und der ÖPNV sind keinesfalls immer besser als ein effizient eingesetzter Verbrenner PKW...
Stimmt das denn ohne die Ideologiebrille gesehen?

Viel S!ass beim diskutieren!!

Ernährst du dich auch wie der hypothetische Fahrradfahrer in diesem Artikel ausschließllich von Rindfleisch ?
 
Ich glaube sicherlich nicht jede Ökoberechnung aus der grünen Ecke unbesehen, aber der Fahrradvergleich ist schon hochgradig skuril 🤷‍♂️🙈
Neben dem schon angesprochenen Rindfleischthema kommt ja das Benzin durch Zauberhand in den Tank z.B.; da entsteht bestimmt kein CO2 auf dem Weg vom Ölfeld in die Raffinerie und zur Tankstelle 🤔
 
Das ist nun wirklich ein echter skifam :roll:

Schon physikalisch sollte es klar sein, daß das Bewegen z.B. eines 15 kg Fahrrads weniger Energie benötigt als eines 1,5 t Kfz.
Hab auch grad keine Lust, groß auf die Argumente einzugehen (da ist vermutlich Hopfen und Malz sowieso längst verloren).

Aber mal ganz auf die Schnelle:
Ein Liter Superbenzin hat ca. 10 kWh Energie. Bleiben wir beim o.g. Beispiel mit 5 Litern , dann wären es 50 kWh pro 100 km beim Verbrennerauto.
(Mit einem BEV dürfte man, bei ähnlich defensiver Fahrweise, aufgrund der weitaus höheren Effizienz locker mit 15 kWh auskommen, soviel noch dazu.)
=> 50 kWh oder 180 MJoule

Dem Radfahrer geben wir seine 2500 kcal, sind das umgerechnet grad mal 10,5 MJoule, oder 2,9 kWh.
D.h. mal eben Faktor 18 weniger!
 
GIFWilli59 schrieb:
Wie wäre es denn, wenn man diese Zeit erstmal (und nur dann) mit Gaskraftwerken überbrückt?

Jüngsten unbestätigten Gerüchten zufolge arbeitet die Grün-Rote Bundesregierung an Plänen, vor Bornholm Unterwasser-Gaskraftwerke zu errichten. Damit wären gleich zwei gravierende Probleme gelöst. Einmal kann man die Kraftwerke nicht sehen und Umweltpolitik funktioniert ja oft seit Jahren nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Außerdem landet das CO2 nicht mehr in der Atmosphäre, sondern kann direkt vom Meer aufgenommen werden. :lol:

Scherz beiseite. Das war ja mal der Plan, bevor Grün-Rot uns zur Speerspitze der Sanktionen gegen Russland gemacht hat. Nun verdient Russland trotz erst mal gesunkener Exporte wegen gestiegener Preise mehr Geld als zuvor *1) und wir verbrennen Kohle und Fracking-Gas. Beides ist klimatisch, sagen wir mal umstritten. Das nennt man dann wahrscheinlich grüne Realpolitik.

Außerdem ist es keineswegs so, dass uns unsere amerikanischen "Freunde" aus alter Verbundenheit mit ihrem Drecksgas aus der Patsche helfen. Sie bestehen auf langfristigen Lieferverträgen mit Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren. Quelle: mal nachdenken, auf welchen Seiten das wohl stehen könnte. :wink: Heisst, das ganze Gerede von der Energiewende ist dummes Geschwätz, solange wir uns vertraglich über solch lange Zeiträume an fossile Brennstoffe binden.

*1) Zitat: Die Einfuhren aus dem osteuropäischen Land in die EU allerdings stiegen in der gleichen Zeit massiv um 85,8 Prozent auf 101,8 Milliarden Euro. Grund hierfür sind die deutlich gestiegenen Preise für die Energieimporte.

Edit: Zitat ergänzt
 
NeusserGletscher schrieb:
Scherz beiseite. Das war ja mal der Plan, bevor Grün-Rot uns zur Speerspitze der Sanktionen gegen Russland gemacht hat. Nun verdient Russland trotz erst mal gesunkener Exporte wegen gestiegener Preise mehr Geld als zuvor und wir verbrennen Kohle und Fracking-Gas. Beides ist klimatisch, sagen wir mal umstritten. Das nennt man dann wahrscheinlich grüne Realpolitik.
Stimmt, nun gibt es kein Gas mehr. Es wird keine LNG Terminals geben, NL und Norwegen liefern auch kein Gas nach Deutschland.

Ich finde der verlinkte Artikel stützt deine Aussage nicht wirklich.

Oder ist es besser, mehr fossile Brennstoffe und Atomenergie zu nutzen, als viele EE und gelegentlich Gas, das aber nicht aus Russland kommt?
irgendwie äußerst du deinen Unmut über die Russlandsanktionen, aber eine Antwort auf meine Frage hast du nicht wirklich.
 
@NeusserGletscher:
Du hättest den zweiten Teil deines Postings ebenfalls als Scherz markieren müssen!
Das wäre fair gewesen!
 
GIFWilli59 schrieb:
.... aber eine Antwort auf meine Frage hast du nicht wirklich.

Das mag daran liegen, weil es keine Antwort gibt.

Atomkraft will die Politik nicht

Günstiges Russisches Gas will die Politik auch nicht. Nieee niee wieder

US-Fracking Gas ist nicht nur erheblich teurer, sondern auch eine Umweltsauerei

Kohle will die Politik auch nicht

Genügend Speicher haben wir nicht

Zudem streben sämtliche Lieferanten von LNG-Gas langfristige Verträge an. So mit Laufzeiten von 15-20 Jahren. Allerdings ist das Gas so teuer, das wir damit weite Teile der energieintensiven Industrie verlieren werden.
 
Meine Meinung: Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, durch nichts und niemanden. Keine eindeutigen Belege für "menschengemachten" Wandel, da deutlich stärkere Temperaturänderungen schon vor der Existens der Menschen bekannt.
Ein bisschen wie Corona. Die idealistische Vorstellung von der Eindämmung war von Anfang an nicht realistisch.
Vermutlich wird auch eine Erde nach der Menscheit geben. Und auch wieder eine Eiszeit.
Genießt die restliche Zeit ;-)
 
NeusserGletscher schrieb:
GIFWilli59 schrieb:
.... aber eine Antwort auf meine Frage hast du nicht wirklich.

Das mag daran liegen, weil es keine Antwort gibt.

Atomkraft will die Politik nicht

Günstiges Russisches Gas will die Politik auch nicht. Nieee niee wieder

US-Fracking Gas ist nicht nur erheblich teurer, sondern auch eine Umweltsauerei

Kohle will die Politik auch nicht

Genügend Speicher haben wir nicht

Zudem streben sämtliche Lieferanten von LNG-Gas langfristige Verträge an. So mit Laufzeiten von 15-20 Jahren. Allerdings ist das Gas so teuer, das wir damit weite Teile der energieintensiven Industrie verlieren werden.

Dafür will man im Stil von feinstem Neokolonialismus Wasserstoff aus Namibia....und die Anlagen zur Gewinnung (die etliche Hektar brauchen) sollen mitten im Nationalpark entstehen....DAS ist ökologisch nachhaltige, deutsche Energiepolitik :nein: :sauer:
 
Eine kleine Schafgeschichte von einem Flexitarier

Ein Schaf weidet unter der Solaranlage, man kann davon Wolle und Milch verwerten. Wen der Wolf nicht zu schnell ist, kann man das Fleisch auf dem Teller geniessen.
Der Vegetarier kann nur die Wolle davon nutzen und hofft das Schaft stirbt an Alterstod. Der Veganer zahlt die CO₂-Kompensation, dass das Schaf unter der Solaranlage weidet.

Kolumnist Reiner Eichenberger nimmt Stellung zur Debatte über die externen Kosten im Strassenverkehr und antwortet auf die Kritik im Netz.

Text hier: https://www.handelszeitung.ch/polit...reiner-eichenberger-auf-seine-kritiker-547384

Herr Reiner Eichenberger hat sich die ihm passenden Daten gesucht als Argument.

Umgekehrt könnte man argumentieren, dass manche verschwitzte Velopendler am Arbeitsort noch einmal zusätzlich duschen und so weitere etwa 400 Gramm CO₂ verursachen.

Hallo was ist, wen die Firma Klimaneutral ist dann fallen die 400 CO₂-Gramm schon einmal weg.

Beim Velofahren verbrauchen sie pro Kilometer etwa 25 Kcal Energie zusätzlich, verursachen also 60 Gramm CO₂ pro Kilometer zusätzlich.

Isst der Velofahrer wie ein US-Bürger, mit viel rotem Fleisch, dann hat hier den CO₂-Spitzenwert auf sicher.
Würde er seine Essgewohnheit Japanischen ausrichten, wäre hier schon eine andre Zahl.
Wäre er Flexitarier und hätte einen eignen Garten, wäre der Wert am tiefsten, ohne steigt er wieder an.

Auch bei Vegetarier und Veganer ändert sich die Werte, ob sie einen Garten zur Verfügung haben. Wer von den zwei besser abschneidet, können andre beurteilen.

Hat der Autofahrer ein Bürojob und geht ins Fitnesscenter. Dann müsste man auch diese CO₂-Kosten mit ein beziehen. Arbeitet er dagegen körperlich, dann braucht er kein Fitnesscenter.

PS: Herr Reiner Eichenberger ist ein Befürworter vom Road Pricing. Aktuell zahlt der Mittelstand am meisten für die Mobilität, unabhängig vom Verkehrsträger.
 
deep schrieb:
Meine Meinung: Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, durch nichts und niemanden. Keine eindeutigen Belege für "menschengemachten" Wandel, da deutlich stärkere Temperaturänderungen schon vor der Existens der Menschen bekannt.
Ein bisschen wie Corona. Die idealistische Vorstellung von der Eindämmung war von Anfang an nicht realistisch.
Vermutlich wird auch eine Erde nach der Menscheit geben. Und auch wieder eine Eiszeit.
Genießt die restliche Zeit ;-)

Die Menschheit ist fast technologisch in der Lage, das Klima selber zu bestimmen. Sie hat dazu die notwendige Technologie auf beide Seite. Das Fast bezieht sich auf das Risiko eines Klimatischen Beinflussenden Vulkanausbruch.
 
Chlosterdörfler schrieb:
deep schrieb:
Meine Meinung: Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, durch nichts und niemanden. Keine eindeutigen Belege für "menschengemachten" Wandel, da deutlich stärkere Temperaturänderungen schon vor der Existens der Menschen bekannt.
Ein bisschen wie Corona. Die idealistische Vorstellung von der Eindämmung war von Anfang an nicht realistisch.
Vermutlich wird auch eine Erde nach der Menscheit geben. Und auch wieder eine Eiszeit.
Genießt die restliche Zeit ;-)

Die Menschheit ist fast technologisch in der Lage, das Klima selber zu bestimmen. Sie hat dazu die notwendige Technologie auf beide Seite. Das Fast bezieht sich auf das Risiko eines Klimatischen Beinflussenden Vulkanausbruch.

Oder dem unkontrollierten Methanaustritt entweder aus der Tiefsee oder dem Permafrost....Da soll es wohl einige riesige Lagerstätten geben, wo es nicht so positiv wäre, wenn diese freigegeben werden.
 
Was ja für das Klima des Forums extrem zuträglich wäre, wenn einige mal ihren Beitragsausstoß etwas reduzieren würden, ich denke da gerade auch an so Skifamose User, die hier ständig zu jedem Thema unentwegt ihre Beiträge ausstossen, ist auch ziemlich klimaschädlich.... :roll: :evil: :lol:
 
Chlosterdörfler schrieb:
Kolumnist Reiner Eichenberger nimmt Stellung zur Debatte über die externen Kosten im Strassenverkehr und antwortet auf die Kritik im Netz.

Ich finde solche Vergleiche immer wieder amüsant. Zeigen sie doch einerseits, mit welch doppelten Maßstäben oft argumentiert wird. Beim pösen Auto werden jede Menge fiktive Kosten eingerechnet. Die Zielrichtung ist dabei klar, das Auto muss möglichst schlecht abschneiden. Herr Eichberger macht im Prinzip genau das gleiche. Nur dass er halt bei der Nutzung eines Fahrrads extrem überzieht und alle möglichen negativen Auswirkungen mit einbezieht. Und sie zeigen andererseits, wie einseitig die gesellschaftliche Debatte hierüber geführt wird. Wie empört die betroffene Filterblase reagiert, wenn jemand ihre heilige Kuh mit den gleichen Methoden aufs Korn nimmt, die sie selbst täglich für sich wie selbstverständlich heraus nehmen.

Danke für den Link
 
NeusserGletscher schrieb:
Ich finde solche Vergleiche immer wieder amüsant. Zeigen sie doch einerseits, mit welch doppelten Maßstäben oft argumentiert wird. Beim pösen Auto werden jede Menge fiktive Kosten eingerechnet. Die Zielrichtung ist dabei klar, das Auto muss möglichst schlecht abschneiden. (...)


Du verwechselst fixe Kosten mit negativen externen Kosten.

Hierzu ein Beispiel.

Du fährst 100 km mit den Auto. Dies kostet dich den Betrag x. Wenn du jetzt mit dem Auto einen Kilometer ZUSÄTZLICH fährst, dann bezeichnet man diejenigen Kosten, die nun ZUSÄTZLICH anfallen, als Grenzkosten. Derjenige Kostenblock, der konstant bleibt wie z.B. die KFZ-Steuer, heißt Fixkosten.

Du postulierst, dass der Autofahrer nur die Grenzkosten berücksichtigen möge. Selbst wenn man das macht, stellt man fest, dass die Benzinkosten nur etwa die Hälfte des Grenzkostenanteils ausmachen, denn es gibt weitere Grenzkosten wie z.B. Wertverlust, Abnutzung der Reifen, höherer Inspektionsbedarf usw. Ich will jetzt nicht auf die wirtschaftswissenschaftliche Fachdiskussion eingehen, dass die Öffentliche Hand bei Allmendegütern wie dem Schienennetz die Grenzkosten anzusetzen hat, da das hier themaverfehlt wäre. Aber der Unterschied zwischen fixen Kosten und negativen externen Kosten ist so fundamental, dass ich hier trotzdem auf die negativen externen Kosten eingehe, denn das schlägt auf die Klimaerwärmung unmittelbar durch, womit es dann wieder zum Thema gehört.

Es geht jetzt also nicht um die Fixkosten, wie du es darstellst, sondern um die negativen externen Kosten, was etwas völlig anderes ist.

Wenn ein Autofahrer bezüglich des gesamten Lebenszyklus nur die Grenzkosten rechnet, dann ist das lediglich eine persönliche Fehlkalkulation und hat zunächst einmal keine volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Ganz anders sieht es bei der Nichtberücksichtigung von negativen externen Kosten aus, die zu ganz massiven volkswirtschaftlichen Fehlallokationen führen. Das ist wirtschaftswissenschaftlich so fundamental, dass ich kurz darauf eingehen werde.

Das Standardbeispiel, das üblicherweise die wirtschaftswissenschaftlichen Studenten in den Übungen bearbeiten müssen, ist folgendes:

Flussaufwärts sitzt eine Chemiefabrik, die ihre Abwässer, also Giftstoffe usw., ungeklärt in den Fluss leitet. Aufgrund dieses Giftes sterben flussabwärts die Fische. Dadurch verlieren die Fischer ihre Existenz. Den Schaden, der durch die getöteten Fische entsteht, nennt man negative externe Kosten, die durch die Chemiefabrik verursacht worden sind.

Analog zum Straßenverkehr vertrittst du nun offenbar die Meinung, dass die Chemiefabrik das Recht hat, sich entfalten zu können und die Fischer sich um ihre getöteten Fische selbst kümmern müssen. Es gibt also weder einen Schadensersatz noch haben die Fischer das Recht, die Chemiefabrik zum Bau einer Giftfilteranlage, die die Abwässer reinigt, verpflichten zu können. Deiner Meinung nach soll also der Straßenverkehr die negativen externen Kosten nicht bezahlen müssen. OK, ich lasse dir deine Meinung, will aber darauf hinweisen, dass es beim Straßenverkehr keinesfalls mit den negativen externen Kosten im Bereich der Umweltverschmutzung und Energieverschwendung getan ist, weswegen ich noch ganz kurz ein zweites Beispiel anführen werde.

Im Straßenverkehr werden in Deutschland jedes Jahr ca. 300000 Personen verletzt; das entspricht immerhin der Einwohnerzahl einer Großstadt wie z.B. Augsburg.

In den meisten Fällen werden die Kosten für die medizinische Versorgung der Verletzten von den Krankenkassen bezahlt, sodass die Allgemeinheit über die Krankenkassenbeiträge den Straßenverkehr dadurch quersubventioniert, indem sie dem Straßenverkehr die negativen externen Kosten auch in diesem Bereich nicht in Rechnung stellt. Hinzu kommen dann ggf. auch noch Ausfälle im Arbeitsbereich durch Lohnfortzahlung usw.

Wäre ich Gesetzgeber, dann würde ich den Benzinpreis drastisch erhöhen und u.a. die Kosten für die medizinische Versorgung der Straßenverkehrsverletzten aus der Mineralölsteuer den Krankenkassen erstatten. Leider flüstert hinter den Kulissen die Autolobby den Bundestagsabgeordneten immer wieder ein, wie sie abzustimmen haben. Bei richtiger Abstimmung winken dann lukative Nebenjobs in Aufsichtsräten usw.

Den ganzen korrupten Sumpf in der Politik kennt man ja.
 
ThomasK schrieb:
Im Straßenverkehr werden in Deutschland jedes Jahr ca. 300000 Personen verletzt; das entspricht immerhin der Einwohnerzahl einer Großstadt wie z.B. Augsburg.

Statistisch passieren die meisten Unfälle im Haushalt, ca. 2,8 Millionen pro Jahr. Das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl von München + 2x Augsburg. Nur, um die Zahl mal richtig einzuordnen.

ThomasK schrieb:
In den meisten Fällen werden die Kosten für die medizinische Versorgung der Verletzten von den Krankenkassen bezahlt, sodass die Allgemeinheit über die Krankenkassenbeiträge den Straßenverkehr dadurch quersubventioniert, indem sie dem Straßenverkehr die negativen externen Kosten auch in diesem Bereich nicht in Rechnung stellt. Hinzu kommen dann ggf. auch noch Ausfälle im Arbeitsbereich durch Lohnfortzahlung usw.

Wäre ich Gesetzgeber, dann würde ich den Benzinpreis drastisch erhöhen und u.a. die Kosten für die medizinische Versorgung der Straßenverkehrsverletzten aus der Mineralölsteuer den Krankenkassen erstatten.

Soweit mir bekannt werden bei einem Unfall Krankheitskosten von der gegnerischen Haftpflichtversicherung übernommen. Gleiches gilt für Lohnersatzleistungen. "Der Allgmeinheit" entsteht hier wenn nur ein geringerer Schaden, da wird nichts in dem postulierten Ausmaß subventioniert. Was die Kassen an Kosten zu tragen haben, fällt genau so wie die Folgekosten von anderen Aktivitäten unter die Rubrik "allgemeines Lebensrisiko". Hier eine Ausnahme zu machen wäre ein Griff in den Giftschrank. Das wäre das Ende der allgemeinen Krankenversicherung. Das würde unweigerlich jene Kreise auf den Plan rufen, die halt auch aus ideologischen Gründen gegen Wintersport oder Drachenfliegen sind und Forderungen nach einer Ausklammerung dieser Kosten aus der Krankenversicherung Tür und Tor öffnen. Es ist daher meist für Alle von Vorteil, wenn man so eine Debatte erst gar nicht führt.

Der systematische Denkfehler Deiner Argumentation besteht aber schon darin, dass Du "die Allgemeinheit" und "die Autofahrer" als getrennte Gruppe ansiehst, wo "die Allgemeinheit" angeblich für die Schäden aufkommt, welche "die Autofahrer" verursachen, in diesem Fall halt Krankheitskosten. Autofahrer sind aber Teil der Allgemeinheit und zahlen sehr wohl auch in die Kassen ein. Und insbesondere diejenigen Autofahrer, welche aus beruflichen Gründen das Auto nutzen, leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Finanzierung des Staates im Allgemeinen und der Krankenkassen im Speziellen.

Rechne mal die Einnahmen der Beitragszahler raus, die für ihren Beruf auf das Auto angewiesen sind. Dann wird vermutlich am Ende dabei herauskommen, dass Autofahrer am Ende mehr Geld in die Systeme einzahlen, als durch die private Nutzung des Autos an Kosten enstehen.

Das ist übrigens der zweite systematische Denkfehler in Deiner Argumentation. Ein Teil der Unfälle entsteht durch betrieblich bedingte Fahrten, etwa LKW-Transporte etc.. Ohne diesen Transport von Waren oder die Mobilität von Handwerkern würde aber die Wirtschaft zusammen brechen. Erst diese Mobilität ermöglicht es überhaupt, die Löhne zu zahlen, die dann in dem eher seltenen Fall eines Unfalls von einem der Leistungsträger weiter gezahlt werden.
 
Wetteronline vermeldet übrigens, die Nacht von Samstag auf Sonntag sei die kälteste Nacht in diesem noch jungen Winter gewesen. In einigen Orten habe man für einen November sogar die niedrigste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.
[url=https://www.wetteronline.de/wetterticker/klirrend-kalte-novembernacht--b2d39503-f973-4da7-8ee3-6e81a3d79cf4 schrieb:
Wetteronline[/url]"]Im thüringischen Bad Berka, in Olbersleben, in Krölpa-Rockendorf sowie im hessischen Schauenburg war es sogar so kalt wie noch nie seit Messbeginn in einem November.
Ich war gestern anderweitig beschäftigt, aber analog zu den Meldungen zu Hitzerekorden im Sommer muss dies ja gestern die TOP-Nachricht in den Medien gewesen sein.
 
NeusserGletscher schrieb:
Wetteronline vermeldet übrigens, die Nacht von Samstag auf Sonntag sei die kälteste Nacht in diesem noch jungen Winter gewesen. In einigen Orten habe man für einen November sogar die niedrigste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.
[url=https://www.wetteronline.de/wetterticker/klirrend-kalte-novembernacht--b2d39503-f973-4da7-8ee3-6e81a3d79cf4 schrieb:
Wetteronline[/url]"]Im thüringischen Bad Berka, in Olbersleben, in Krölpa-Rockendorf sowie im hessischen Schauenburg war es sogar so kalt wie noch nie seit Messbeginn in einem November.
Ich war gestern anderweitig beschäftigt, aber analog zu den Meldungen zu Hitzerekorden im Sommer muss dies ja gestern die TOP-Nachricht in den Medien gewesen sein.

Mal davon abgesehen das sich ohne Probleme Nachrichten darüber nicht nur auf Wetteronline sondern auch auf einigen Regionalportalen finden lassen sind -15 Grad, wenn auch sehr kalt für November, kien Extremwert für den Winter ist, der es in die Tagessschau schafft, ausser ins Wetter ;-) ... Aber klar war, das man es in einschlägigen Foren und Internetseiten findet, weil die bösen Medien die Realität verschweigen, du bist ja auch gleich dabei ... und der Unterschied zwischen Klima und Wetter ist in dem Zusammenhang auch irrelevant. Wenn man ehrlich ist, kann man die aktuellen Klimaaktivisten durchaus verstehen, es ist schon wirklich zum Verzweifeln ....
 
Wooly schrieb:
Mal davon abgesehen das sich ohne Probleme Nachrichten darüber nicht nur auf Wetteronline sondern auch auf einigen Regionalportalen finden lassen sind -15 Grad, wenn auch sehr kalt für November, kien Extremwert für den Winter ist, der es in die Tagessschau schafft, ausser ins Wetter ;-) ... Aber klar war, das man es in einschlägigen Foren und Internetseiten findet, weil die bösen Medien die Realität verschweigen, du bist ja auch gleich dabei ... und der Unterschied zwischen Klima und Wetter ist in dem Zusammenhang auch irrelevant. Wenn man ehrlich ist, kann man die aktuellen Klimaaktivisten durchaus verstehen, es ist schon wirklich zum Verzweifeln ....

Ach so, ich hatte mich schon gewundert, wieso hier niemand im Forum drüber berichtet. Offenbar schauen alle nur die Abendnachrichten und weniger in Regionalportale.

Wie praktisch, dass Du gleich alles widerlegst, was ich gar nicht gesagt habe. So was nennt man "Strohmann-Argument". Einfach frech dem Gegenüber etwas in den Mund legen, um es wortgewaltig und empört zu widerlegen.

Woher willst Du wissen, dass ich die Meldung von Wetteronline in "einschlägigen Foren und Internetseiten" gelesen habe, und nicht etwa direkt auf Wetteronline selbst oder auf einer der zahlreichen Regionalseiten? Natürlich weisst Du das nicht, aber so funktioniert halt das Bashing mit "Kontaktschuld". So wird aus einer sachlichen und neutralen Meldung halt eine negativ konnotierte Meldung, weil sie halt auch auf den "falschen" Plattformen diskutiert wird.

Es ist in der Tat zum Verzweifen. Dass einige noch immer nicht den Unterschied in der Reichweite zwischen einer Meldung in den Abendnachrichten und einigen Regionalportalen verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Dass wir im Sommer an wenigen Tagen Hitzerekorde an einigen Messstellen hatten, weiß heute sicherlich noch jeder.

Da brauch man sich auch nicht zu wundern, dass heute immer noch sehr viele Bürger glauben, mit dem Aufstellen von mehr Windrädern und Solarzellen würden wir die Energiewende meistern. Denn dass man dazu halt auch Speicher, Fernleitungen in den Süden Europas oder nach Nord-Afrika und eine völlig neue Infrastruktur braucht, findet man noch am ehesten, wenn man gezielt danach sucht.
 
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