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Die große Klima-Diskussion

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Mt. Cervino schrieb:
Autonomes Fahren:
Ein vollautonom fahrendes Auto wird (wenn es denn mal so weit ist) ein vielfaches an Strom für das autonome fahren verbrauchen im Vergleich zur reinen Antriebsenergie.
D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.
https://www.heise.de/hintergrund/Autonomes-Fahren-spart-kaum-Energie-5044564.html
Hier werden 2,5 kWh/100 km Mehrverbrauch genannt. Die effizientere Fahrweise eines autonomen Autos ist allerdings schon eingerechnet. Bin wirklich auf deine Quelle gespannt. Auch hier wieder eine Abweichung um Faktor 30...
 
Beim echten autonomen Fahren fällt auch der Besitz am PKW weg und steigt damit die Auslastung der Karre stark an, was wiederum Ressourcen schont und THG spart.
 
Pancho schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.

Wie kommt man auf diese Werte? Wenn wir mal 100 km/h annehmen, d.h. also eine Stunde für besagte 100 km. Also hat das Auto Rechner im Einsatz mit 70 kW (!!!) Leistungsbedarf? Quelle wäre sehr interessant…
würd mich interessieren wie die zahlen zustandekommen!
 
Tyrolens schrieb:
Beim echten autonomen Fahren fällt auch der Besitz am PKW weg und steigt damit die Auslastung der Karre stark an, was wiederum Ressourcen schont und THG spart.
Aber auch zu vielen zusätzlichen Fahrten führt.
 
Bergwanderer schrieb:


Ich denke, dass das Beste vorzeitige Neuwahlen wären.

In den Umfragen kommt die Ampel gerade mal noch auf ein Drittel der Wähler.
 
ThomasK schrieb:
Bergwanderer schrieb:


Ich denke, dass das Beste vorzeitige Neuwahlen wären.

In den Umfragen kommt die Ampel gerade mal noch auf ein Drittel der Wähler.
Die CDU hat der Bekämpfung des Klimawandels mit ihrer Klage jedenfalls einen Bärendienst erwiesen.
Aber vielleicht würde eine neue Regierung nach hypothetischen Neuwahlen ja mehr fürs Klima tun.
 
Pancho schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
D. h. die 18-30 Kwh Verbrauch, die ein E-Auto heute braucht, um 100 km weit zu kommen, werden im vollautonomen Betrieb auf weit über 100kwh ansteigen.

Wie kommt man auf diese Werte? Wenn wir mal 100 km/h annehmen, d.h. also eine Stunde für besagte 100 km. Also hat das Auto Rechner im Einsatz mit 70 kW (!!!) Leistungsbedarf? Quelle wäre sehr interessant…
Die Werte stammen aus einen Vortrag eines Geschäftsführers einer der größten Rechenzentrenbetreiber in DE und Europa.
Aber ich habe mich oben leider missverständlich ausgedrückt. Nicht das verwendete Auto hat den komplett erhöhten Verbrauch an sich, (was ja zumindest noch aufgrund der aktuellen Batteriekapazität kaum gehen würde) sondern der gesamte Energieverbrauch von 100km vollautonom fahren wird eine deutlich höhere Menge an Energie benötigen, als nur die reine Antriebenergie für die 100km Strecke.
Beim vollautonomen Fahren wird sicherlich auch direkt im Auto mehr Strom verbraucht (Datenübertragung, Sensorik, Kameras, Rechnerleistung etc.) aber vor allem auch die Übertragung der Daten, Verarbeitung und Speicherung/Abruf in Rechenzentren/Cloud sowie die Kommunikation mit anderen Fahrzeugen, Telemetrieeinrichtungen etc. ist bei 100% vollautonomen Fahren extrem energieintensiv.
Ich habe die Zahlen nicht mehr komplett im Kopf, aber die Conclusio war, dass das vollautonome Fahren uns hinsichtlich Energieverbrauch aus heutiger Sicht noch vor große Herausforderungen stellen wird und dabei die direkte Antriebsenergie eher vernachlässigbar, weil von untergeordneter Bedeutung sein.
 
Ok, das macht es schon ansatzweise plausibel.
Wann hast du den Vortrag gehört?
 
GIFWilli59 schrieb:
Ok, das macht es schon ansatzweise plausibel.
Fuer mich nicht, gerade, wenn ich den von dir verlinkten heise Artikel lese. An der (externen) Rechenleistung kann es nicht liegen, ich habe gerade mal auf einen 480-core (8x Xeon 8490H - TDP 350W --> 2.8 kW) Supermicro Rechner geguckt, der hat gerade mal 6 2.6kW (macht 15.6 kW, wobei wenn ich es richtig verstehe die Haelfte davon ausfallen darf...) Netzteile verbaut, der sollte wohl ausreichend Rechenleistung bieten um eine autonomes Auto zu supporten...

edit: mir ist klar, dass ich zu der Leistung des Rechners nochmals das selbe fuer die Klima brauche.
 
Ansatzweise insofern, als dass die Zusatzleistung nicht alleine im Auto anfällt.

Ich habe mal die Werte vom Supercomputer Frontier als Grundlage genommen.
Dieser erreicht 1,1 ExaFLOPS bei 21 MW Leistung.
Mit 21kW könnte er entsprechend 1100 TFLOPS bereitstellen. (FLOPS = Gleitkommazahl-Operationen pro Sekunde).
Über 5G können lt. Telekom 6 Gbit/s (offiziell 10 down, 2 up) übertragen werden (ca. 715 MiB/s), was bedeutet, dass jedes Bit 183.333 mal verrechnet werden kann.

Summe:
21 kW Rechenleistung Rechenzentrum
21 kW Kühlung RZ (kA, ob das oben schon enthalten ist)
20 kW Netzwerke
8 kW Rechenleistung im Auto selbst.

Neben der Energieversorgung (70 kW pro Kfz, bei 1h Nutzung pro Tag und 48 Mio Kfz = 140 GWh/Tag = 99x AKW Isar 2 oder 9333 WEA) wäre auch ein erheblicher Zubau an Rechenzentren nötig (ich schätze, das pro Rack nicht mehr als 3 Autos bedient werden können, daher 46.667 neue 19" Racks nötig).

Auch 5G und Glasfaser müssen massiv ausgebaut werden.
 
GIFWilli59 schrieb:
8 kW Rechenleistung im Auto selbst.

das entspricht grob 1000 Xeon Kernen... die aber leider die Kleinigkeit von 200 KEUR kosten 8)
 
Würde man für's autonome Fahren so viel Rechnerleistung benötigen, würde es das in der breiten Masse sowieso nicht geben.
Zu den Anfangszeiten war ja auch noch der ganze PKW Kofferraum voll mit Rechnern.
Das muss so lange optimiert werden, bis es bezahlbar ist.
Mit KI ist das dann wieder eine ganz andere Nummer, wie man aktuell sehr gut an den Wetterprognosemodellen sieht.
 
GIFWilli59 schrieb:
ThomasK schrieb:
Bergwanderer schrieb:


Ich denke, dass das Beste vorzeitige Neuwahlen wären.

In den Umfragen kommt die Ampel gerade mal noch auf ein Drittel der Wähler.
Die CDU hat der Bekämpfung des Klimawandels mit ihrer Klage jedenfalls einen Bärendienst erwiesen.
Aber vielleicht würde eine neue Regierung nach hypothetischen Neuwahlen ja mehr fürs Klima tun.
Nicht der CDU noch dem Bundesverfassungsgericht würde ich hier die Verantwortung übertragen.
Es war die derzeitige Regierung und deren juristische Berater, welche etliche Warnungen, u. a. des Bundesrechnungshofes, ignoriert haben.
WELT-Chefredakteur Robin Alexander zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=qjeXeE83Gp0
 
Dennoch, wem hilft das Urteil? Wenn Geld für sinnvolle Investitionen verwandt werden soll, ist es doch legitim. Na klar hat die CDU dem Land einen Bärendienst erwiesen. Und was soll bitte bei Neuwahlen herauskommen? Wie schnell haben Politiker und Bevölkerung die Jahre der Groko vergessen? Was haben wir in den letzten Merkel Jahren alles nicht getan? Daran hat D noch einige Jahre aufzuholen und zu reformieren. Es erinnert vieles an das Ende der Kohl Ära. Als Schröder Baustellen beseitigt hat und heute noch dafür büßen muss. Vor allem in der SPD.
 
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