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Die Vermessung der Pisten

Gibt es da eine gesamte Liste, oder bekomme ich die nur wenn ich 99 Euro zahle? Tignes, 3 Vallées und paar österreichisch würden mich interessieren :)
 
HEHE schrieb:
..Abweichungrekordhalter St.Moritz-Celerina mit 64km statt 164km
Die worben früher mit 80km. Seitdem sind einige Pisten stillgelegt worden.
 
Genau so habe ich das auch im Erinnerung 3303! In meinem ersten Jahr an der Corviglia wurden das Skigebiet mit 70km - 80km angegeben!
 
DiggaTwigga schrieb:
Gibt es da eine gesamte Liste, oder bekomme ich die nur wenn ich 99 Euro zahle? Tignes, 3 Vallées und paar österreichisch würden mich interessieren :)
3 Vallées hat tatsächlich meines Wissens ca. 450 km. Diese Zahl steht jedenfalls IIRC in Schrahes Buch von 1994. Bleibt damit aber trotzdem das größte zusammenhängende Skigebiet.
 
Das klingt doch schonmal so groß wie es sich auch anfühlt dort! Vielen Dank für die Information!
 
Die Frage ist doch auch, welche Kriterien zum Messen verwendet werden. die einen planieren sehr breit durch, dann ist es eine Piste, die anderen lassen ein zwei Raupenspuren dazwischen dann sind es zwei Pisten, manchmal stehen fünf Bäume zwischen den Pisten. Dementsprechend sollte wirklich Fläche und Länge eine Rolle spielen.

Also müssten objektive Vergleichskriterien her. Zudem ist die Frage, ob es sich hier nicht sogar um Betrug handelt. Schließlich wird mit den Kilometern geworben und versucht höhere Preise durchzusetzen. Es ist doch die Frage, ob Stubai die hohen Preise für die im Vergleich dazu lächerlich wenigen Kilometer durchsetzen könnte.
 
Habe den Artikel auch gelesen. Der Arlberg wird zwar gelobt, aber in St. Anton wird meines Erachtens in zweierlei Hinsicht die Unwahrheit behauptet: Zum einen werden in Zusammenhang mit St. Anton immer von 260 oder 280 km Pisten gesprochen. Jeder weiß jedoch, dass das St. Anton und Lech-Zürs zusammen ist und dazwischen 15 min Bus liegen! St. Anton hat nur ca. 130 km Piste, wenn man den Rendl abzieht sogar wahrscheinlich nur 100 km zusammenhängend. Außerdem heißt es immer "Skifahren bis 2.811 Meter. Dass das Skigebiet nur an einem einzigen Punkt auf 2811 geht und dieser Punkt meistens wegen Lawinengefahr gesperrt ist, sagt keiner. Im Durchschnitt ende St. Anton bei 2.300 Meter (Kapall 2330, Galzig 2.180, Rendel 2.400 (Auf 2600 nur Skirouten!). Kitzbühel endet zwar auf 2000, was ja immer bemängelt wird, aber es enden unzählige Bahnen auf ca. 1.900 - 2.000 (Steinbergkogel, Pengelstein, Zweitausender, Resterhöhe ....).
 
Man beachte den feinen Unterschied:

Es wird immer mit "XY Pistenkilometern" geworben, nicht mit "XY Kilometern Piste".

Abgesehen davon ist die Fallinie auch nicht besonders praxisgerecht ...
 
chianti schrieb:
Man beachte den feinen Unterschied:

Es wird immer mit "XY Pistenkilometern" geworben, nicht mit "XY Kilometern Piste".
Fast immer, wenn in der Werbung besch...en wird, handelt es sich um Wortklaubereien :wink: .

chianti schrieb:
Abgesehen davon ist die Fallinie auch nicht besonders praxisgerecht ...
An dem Begriff habe ich mich auch gestört, zumal es ja viele Passagen gibt, wo eine echte Fallinie gar nicht möglich ist. Vernünftig wäre imho eine Mittellinie zwischen den Pistenrändern. Damit hätte man eine objektivierte Vergleichsbasis. Ob man dann je nach Können und Tageslaune geradeaus runterbrettert oder viele Querungen vornimmt, muß jedenfalls ohne Einfluß auf die genannte Streckenlänge bleiben.
 
Die sache ist ja doch immer ein bisschen subjektiv...
In Livigno gibt es Hänge, die in voller Breite präpariert werden. Andere Gebiete würden daraus 5 Pisten machen.

Immer wieder lustig - das Engadin, das mit fast 400 km Pisten wirbt . In Wirklichkeit maximal die Hälfte :)
Schön ist es dort trotzdem.
 
BSpy schrieb:
Christoph Schrahe hat sich die Mühe gemacht und mal nachgemessen.
Also von den befahrenen Ländern kann ich mit ihm nicht mithalten, aber von der Anzahl der Skigebiete schon, glaub da hab ich ihn schon überholt :-)

Ansonsten sag ich zu dem Thema mal nichts ... außer, dass meine damalige Problematik mit dem Stubaier nicht nur aufgrund der Pistenkm zustande kam, sondern auch auf die Betriebszeiten (Schließung) der Lifte im Frühjahr.
 
Wombat schrieb:
Mit der Berechnung, die Christoph Schrahe von Adelboden gemacht hat, hab ich jetzt echt mühe. Die 185km umfassen nämlich alle Teilgebiete die zur Destination dazu gehören. Also Elsigenalp. Engstligenalp, Tschenten, Adelboden-Lenk, Bettelberg. Hat der nur Adelboden-Lenk vermessen? :gruebel:

Dazu der Blick heute:
Adelboden-Lenk: Vom Bluffer zum Musterschüler
Das Skigebiet Adelboden-Lenk wehrt sich gegen den Vorwurf, bei der Pistenlänge die Kunden getäuscht zu haben.

Das Skigebiet Adelboden-Lenk mogle bei der Pistenlänge, schrieb Blick.ch diesen Montag. Statt wie kommuniziert 185 Kilometer seien die Skipisten im Oberländer Skigebiet nur 85 Kilometer lang.
«Wir haben deshalb gestern einen Horrortag erlebt», sagt Nicolas Vauclair, Geschäftsführer der Bergbahnen Lenk. «Und das zu unrecht». Denn der für die Zahlen verantwortliche deutsche Kartograph Christoph Schrahe habe lediglich die Pisten im Kerngebiet vermessen, was dieser auch bestätigt.
Zum Kerngebiet gehören die Pisten von Lenk-Metsch, Adelboden und die Tschentenalp – und diese sind offiziell 98 Kilometer lang. Resultat: Das Skigebiet wandelt sich unter den Schweizer Skigebieten mit einer Abweichung von 15 Prozent vom «Bluffer» zum Musterschüler.
Im Artikel vom Montag hat diese Position mit einer Abweichung von 20 Prozent noch Obersaxen GR belegt.
Für die 15 Prozent hat Vauclair zudem eine Erklärung: «Beim Skilift Brenggen zum Beispiel haben wir einen Snowpark, und der ist schwierig zu vermessen.» (per)
Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/bern/adelboden-lenk-vom-bluffer-zum-musterschueler-id2187602.html

Naja das letzte Argument ist irgendwie nicht nachvollziehbar. Warum soll man das nicht auch vermessen können? Und vor allem würde der Snowpark die 15% Abweichung nicht erklären.
 
Interessant die Geschichte mit Adelboden/Lenk - jedenfalls scheint dieser Schrahe-Bericht offenbar ein ziemliches Echo ausgelöst zu haben.

Wobei Obersaxen mit seinen 120 Kilometern Piste eigentlich schon ziemlich genau hinkommen könnte. Kenne das Gebiet gut & lange, gross geschummelt wurde bei der Anzahl der Pistenkilometer dort nie - so zumindest mein Eindruck. Zwischenzeitlich waren es für das Gesamtgebiet Mundaun-Lumnezia-Obersaxen mal 150 Kilometer Pisten - seit man aber vor ein paar Jahren etliche Pisten aus Spargründen gestrichen hat und auch nicht mehr präpariert (z.B. Sasolas, Mundaun, Sez Ner) hat man auch umgehend die offizielle Pistenkilometerlänge reduziert.
 
Wie schwirig das ganze ist zweigt ja alleine die Tatsache dass es der Kontrolleur auch nicht zustande bring korrekt zu messen.
Ist die Piste derart Breit dass ich ohne nur im Zickzack die Piste zu queren die volle Breite gar nicht ausfahren kann ist es sicher angebracht die Länge mehr als ein mal zu nehmen. Spontan fällt mir jetzt da grad die Jochbahn in Schöneben ein. Die armen Reschener können doch jetzt wirklich nichts dafür dass es da in dem Breich keine kleinen Täler und Mulden hat wo die Pisten natürlich abgrenzen. In Wahrheit haben die auf einer 500m kürzeren Anlage wohl noch mehr Pistenfläche als wir am Gifthittli wo das Gelände halt vier Pisten her gibt. Darum ist es meiner Meinung nach auch völlig korrekt wenn man ab einer gewissen Breite die Piste doppelt oder dreifach zählen darf.
 
Theo schrieb:
... Darum ist es meiner Meinung nach auch völlig korrekt wenn man ab einer gewissen Breite die Piste doppelt oder dreifach zählen darf.
Aber die Länge ändert sich nicht, nur weil die Piste breiter ist.
Pisten länger anzugeben als sie sind, ist eine Täuschung des Gastes und Gebiete wie Obersaxen, die ehrlicher sind, laufen im Endeffekt durch ihre Ehrlichkeit Gefahr, die Verlierer zu sein.
Wenn manche Gebiete der Meinung sind, dass ihre Pistenbreiten zu einer Aufwertung der Angaben in den Prospekten rechtfertigen, sollen sie gerne damit werben, dies dann aber auch transparent kommunizieren, und nicht einfach bei der Pistenlänge lügen.
 
@3303:

Sehe ich genauso. Und wenn ich schon mal einen Vergleich Obersaxen vs. Zermatt machen kann - natuerlich nur in Bezug auf die Pistenlänge - so kann ich Theo nur entgegnen, dass praktisch das gesamte Obersaxener Skigebiet aufgrund seiner speziellen Topographie Pisten fünf- oder sogar sechsfach parallel anbieten könnte. Gleiches würde sicherlich auch für Laax zutreffen. Nur so von wegen hypothetisch möglichen parallel geführten Pisten zwischen Gornergrat und Riffelberg...

PS: Habe mich dazu zu einer Beurteilung durchgerungen, da ich beide oben genannten Gebiete ziemlich gut kenne.
 
Die sache ist ja doch immer ein bisschen subjektiv...
In Livigno gibt es Hänge, die in voller Breite präpariert werden. Andere Gebiete würden daraus 5 Pisten machen.

Interessantes Argument.
Dadurch macht es ja sogar Sinn, wenn auch die Breite berücksichtigt wird.
Sonst könnte man ja eine Piste mit einem künstlichen Wall halbieren um die doppelte Anzahl an Kilometer zu erhalten. :lol:
 
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