k2k schrieb:
Dachstein schrieb:
Die Antwort ist (leider) einfach: lass in dem Fall das Fotografieren bleiben, es bringt kaum was.
Sorry aber das ist wirklich kompletter Quatsch. Ich mache seit Jahren mit diversen Canon-Kompaktkameras (derzeit eben mit jener A720 IS) sehr brauchbare Nachtaufnahmen, auch ohne ISO1600 und Rauschen. Natürlich innerhalb gewisser Grenzen, aber mit ein bisschen Kreativität kann man eine ganze Menge aus den Dingern rausholen. Das einzige was man dazu braucht ist ein Ministativ, mit dem man die Cam stabil irgendwo hin stellen kann, weil man relativ lange belichten muss - siehe meine Tipps oben.
Ehrlich gesagt, mit einer Kompaktdigi sind mir die Grenzen in der Nacht doch viel zu eng gesteckt. Ich habe bis jetzt nur ganz wenige Nachtfotos gesehen, die mit einer Kompakten geschossen und dann noch akzeptabel waren. Mit technischen Hilfsmittel (Stativ) ist es aber kein Problem, das stimmt. Jedoch glaube ich wiederum weniger, dass viele Leute ein Stativ mit sich herumschleppen (sei es auch nur ein Taschenstativ). Du kannst viel rausholen, das stimmt, aber du wirst fast immer irgendwelche Hilfsmittel benötigen. Ich habe die Frage so aufgefasst, dass nur eine Kamera vorhanden ist und sonst nichts. Nächstes Problem ist einfach die Tatsache, dass sich Leute mit ihrer Kamera nicht so gut auskennen wie unsereins. Viele Kompaktdigifotografen benützen die Kamera für draufdrücken und fertig - dafür ist die Kameratechnik auch ausgelegt (Auto - Mitivprogramme). Bei Nachtaufnahmen ist diese Technik, so gut die ganzen Automatikspielereien sind, zu vergessen. Da muss man halt experimentieren (auf was ich mich ungerne einlasse, bei Events sind Momente nur einmal da, da braucht es dann schon auf den Zweck abgestimmte Ausrüstungen. Vielleicht bin ich als DSLR Benützer etwas verwöhnt von der Qualität, dennoch habe ich es noch nicht geschafft, mit meiner S5IS was brauchbares rauszuholen. Ich nehme aber auch kein Stativ mit - wozu auch, wohin mit dem Ding? Ich lege die Kamera maximal am Stock auf und gut ist es. Im vergleich zu meiner D200 sind die Fotos mit der Kompakten aber bescheiden. Und da das rausholen, was ich bei einem RAW Bild einer DSLR rausholen kann, ist nahezu unmöglich.
Persönlich: ich experimentiere nicht mehr (Erfahrung und Verschlusszeitenbuch haben sich ausgezahlt): Feuerwerk: Manuell (Autofocus ist ausgeschaltet): 1/20 - 1/30 bei ISO 800 und Blende 2,8 bis 4 und 17-55, 2,8. Und gut ist es. Einmal eingeschossen, passt es (vorausgesetzt, die Lichtverhältnisse ändern sich nicht mehr gröber), die Verschlusszeit ist so kurz, dass es haltbar ist aber so lange, dass sich noch Lichtspuren zeigen. Konzerte sind viel schwieriger: Da nehme ich Zeitautomatik, mach die Blende auf 2,8 auf und schau, was mit die Kamera an Zeit anbietet. Wenn die Zeiten um 1/100 sind, ist es beim 17 - 55 akzeptabel, beim 80 - 200 wird es hart, da sind dann 1/500 und kürzer gefragt. Das ist dann jedes Mal auf die Situation abzustimmen. Wobei das nur meine persönlichen Erfahrungen abseits jeglicher Fotoschulen sind - für die Zeitung und für Homepage haben die Ergebnisse jedenfalls gereicht.
Ach ja, noch ein Tipp: wenn vorhanden bei einer DSLR: Spiegelvorauslösung verwenden, wenn die Verschlusszeiten so um 1/20 sec liegen und die Kamera am Stativ ist. Da kann es zum Schwingen (äußert sich in Form von Unschärfe) von längeren Brennweiten kommen. Ist mir bei meinem 80 - 200 schon passiert, dass die Aufnahmen one Spiegelvorauslösung unscharf waren. Ein primitiver Drahtauslöser kann übrigens auch mal Wunder wirken. Infrarotauslöser sind auch ganz nett, nur versagt die Batterie meist dann, wenn man ihn braucht
MFG Dachstein