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Dolomiten mit Sella Ronda

Flip86

Großer Müggelberg (115m)
Guten Tag Freunde des Skisports,

da so langsam der Herbst einläutet, wird mit der Skiplanung begonnen. Wir, eine nette Männerrunde, suchen ein neues Revier für den Winter 2013/2014.
Geplant ist der Zeitraum Ende Februar/Anfang März.
Die bekannten Skigebiete in Österreich sind alle abgegrast und Amerika wurde von uns auch schon besucht (Vail).
Nun soll es in die Dolomiten gehen. Dieses Gebiet ist im Winter noch nie von uns angefahren worden.
Natürlich verbindet man mit den Dolomiten gleich die Sella Ronda. Diese möchten wir gerne in unsere Planung mit aufnehmen.

Als erste Planung haben wir uns das Skigebiet Seiser Alm angeschaut. Ausgangspunkt wäre hier St. Ulrich. Wir haben gesehen, dass die Möglichkeit in die Sella Ronda einzusteigen ab Wolkenstein möglich ist. Das wäre also in der näheren Umgebung.

So, nun seid ihr gefragt:
Ist dies als Planung schon in Ordnung oder sagt ihr gleich, dass man in den Dolomiten ein anderes Skigebiet anfahren sollte?
Wir planen 1 Woche ein.
Ich freue mich sehr über eure Tipps und Vorschläge wo wir am besten Ski fahren können.
Am liebsten ist uns Ski In/Ski Out, wobei ein kleiner Fußmarsch am Morgen natürlich auch geht. Aber bitte keine 10 minütige Anfahrt mit dem Auto. Wir wollen am liebsten das Auto stehen lassen, nur für die Sella Ronda sind wir natürlich bereit zum Einstieg zu fahren.

Vielen Dank euch schonmal für eure Hilfe.

MFG
Flip86
 
Hallo,

ein paar mehr Infos zu eurer Erwartung an den Skiort (muss Apres Ski sein?), die Ansprüche an das Skigebiet (eher leicht, eher groß...) und die Unterkunftsart wären hilfreich um euch weiterhelfen zu können.

MfG BigB
 
Gerne gebe ich weiter Infos:

Skifahren können wir alle. Schwarze Pisten meistern wir ohne Probleme. ABER wir mögen gerne mittelschwere Pisten um das Genuss-Skifahren zu zelebrieren. Somit stufen wir uns als Allrounder. Offsite fahren wir gar nicht. Wir fühlen uns auf frisch gewalzten Pisten am wohlsten. Größe des Skigebiets sollte schon groß sein. Ich will nicht 10x am Tag die gleiche Piste fahren.


Apre-Ski brauchen wir nicht. Höchstens 2-3 Bier in der nahegelegenen Bar reichen uns aus.

Unterkunft sind wir pflegeleicht. Uns reicht ein schönes Garni mit einem guten Frühstück. Die Lage zum Skilift ist uns viel wichtiger.
Halbpension wird nicht gebraucht wenn genügend Restaurants in der Nähe sind.

Alternativ wäre auch ein Hotel denkbar mit kleinem Hallenbad oder so. ABER wir sind nicht bereit mehr als 80 Euro p.Nacht auszugeben.

Vielen Dank.
 
In folgendem Haus war ich schon Gast und würde wieder hin gehen:

http://www.bbapp.info/everest/de/index.php

- es liegt zentral und man hat Anschluss an die Ronda
- der Ort ist ganz nett zum Abends noch was trinken gehen
- eine leckere Pizzeria ist nicht weit entfernt
- könnte zu euren Anforderungen passen

Gruß BigB
 
Ich würde da klassisch zu einem der Orte an der Ronda raten, also Wolkenstein, Corvara, Canazei usw.
 
^^ Ich fands in Wolkestein ganz gut ... sind auf der letzten Abfahrt bzw. auf dem Weg zur Unterkunft nie verdurstet :D und zum Lift wars auch nicht weit :) Hab aber keinen Vergleich zu den von Dir genannten bzw. anderen Orten an der Ronda.
 
An der Runde selbst kann man mit Euren Ansprüchen kaum wo was falsch machen. Aber trotzdem sind ein paar Punkte vorher zu überlegen:
Alta Badia, Arabba und Fassatal sind imo interessanter als das Grödner Tal, wenn man mit dem Auto Tagesausflüge machen will, z.B. nach Cortina, zum Kronplatz, in die Civetta, Latemar, Fleimstal oder San Martino di Castrozza (natürlich nicht unbedingt von jedem Tal in alle genannte Orte, da die Fahrzeiten über die Pässe nicht unterschätzt werden sollten). Da sollte man sich vorher überlegen, ob man solche Abstecher mitnehmen möchte. Wenn Euch die (imo trotz der Busfahrten sehr empfehlenswerte, da vielseitige) Gebirgsjäger-Tour (Alta Badia - Arabba - Civetta - Passo Ghiau - Latemar) reizen sollte, wären die erstgenannten Täler die besseren Ausgangspunkte, da man z.B. von Gröden noch 2/3 der Sellarunde zum/vom Einstieg fahren müsste und die Zeit viel, viel besser z.B. in der Civetta verbringen kann.
 
Gratuliere zur Entscheidung die Dolomiten schifahrerisch zu erkunden - ich hoffe ihr werdet ebenso wie viele andere begeistert sein.
Ich finde St. Ulrich als Ausgangspunkt für die Sellaronda ziemlich unglücklich gewählt, da ihr entweder Schibus oder Auto benötigt, oder über die Seceda schaukeln müsst, um in die Ronda einsteigen zu können. Auto kann in Gröden nicht kostenlos geparkt werden, 4 € Minimum. Schibus kostet in Gröden ebenfalls extra. Über die Seceda zu fahren ist sicher nett, aber mehrmals die Woche wäre es mir zu langweilig ...
Die Seiseralm ist ein ganz nettes Gebiet, kann aber locker an einem Tag abgearbeitet werden. Sie ist vom Monte Pana (Nähe St. Cristina) auch per kostenpflichtigem Bus zu erreichen. Wer mehr Abwechslung will, wird wohl kaum mehr als einen Tag auf der Seiseralm verbringen wollen.
Falls ihr in Südtirol wohnen wollt, würde ich in Gröden St. Cristina oder Wolkenstein mit einem Quartier an der Piste nahelegen. Ich persönlich bevorzuge Alta Badia, hier besonders Kolfuschg und Corvara. In Kolfuschg ist nahezu jedes Quartier in vernünftiger Entfernung zur Piste, in Corvara finden sich ebenso einige Häuser an den diversen Pisten. Falls ihr keine Bedenken bezüglich der Sprachbarriere habt, kann ich euch auch das Val di Fassa nahe legen. Hier sind Canazei und Campitello direkt an der Ronda gelegen. Im Val di Fassa verkehrt auch ein Gratis Schibus, der die Möglichkeit bietet viele wunderschöne kleinere Schigebiete kennenzulernen, wie Karerpass, Pozza-Alba, Pera-Vigo, ... Auch Arabba liegt direkt an der Ronda, mit dem großen Vorteil auch einen absoluten Heimvorteil Richtung Marmolada zu genießen und in der Früh die unverspurten Pisten der Porta Vescovo genießen zu können. Aber auch hier gilt, man befindet sich im "echten" IItalien.
Pisten sind in den Dolomiten morgens ausnahmslos herrlich gewalzt, fahren sich aber gerade an der Ronda doch deutlich ab. Offpiste findet sich in den Dolomiten wenig bis nichts, da man häufig fast ausschließlich auf Kunstschnee unterwegs ist.
Preistechnisch sind die Dolomiten sicherlich im höheren Segment angesiedelt, als Genussschifahrer kommt man voll und ganz auf seine Kosten. Größtenteils bewegt man sich auf herrlichen blauen und roten Pisten, auch die schwarzen Pisten sind in den ersten Betriebsstunden ein absoluter Genuss.
Ich persönlich finde Gröden als Ausgangspunkt für die Ronda am wenigsten interessant, da sich in Gröden die meisten Gästebetten befinden, so ist man stets mit den Massen unterwegs. Aus den anderen Tälern an der Sella, verteilen sich die Schifahrer meiner Meinung nach besser.
 
Thun, man muss auch überhaupt gar nicht herum fahren, wir waren letztes Jahr in Wolkenstein und haben das Auto mein einziges Mal bewegt. Und trotzdem war uns nicht langweilig;)
 
WOW, vielen Dank für die vielen Tipps. Natürlich wollen wir die Sella Ronda fahren. Jedoch muss es nicht mehrmals sein. Somit wäre ein Skigebiet vor der Unterkunft auch wichtig. Deshalb dachte ich mit Seiser Alm ein Skigebiet mit genügend Abwechslung zu haben. Aber so wie es klingt, reicht das nicht aus?
Ich habe gerade kurz in Bergfex die Skigebiete angeschaut. Alta Badia sieht recht groß aus. Ausgangspunkt hier wäre Corvara.
Man muss halt bedenken, dass man jetzt so richtig tief in die Berge muss. Was beim An- und Abfahrtsweg immer länger dauert. Ich komme aus dem Raum Reutlingen/Stuttgart. Laut Routenplaner sind es nach Corvara ca. 435km und ca. 5,2 Std.

Da wir ausserhalb jeglicher Ferien Urlaub machen wollen, denke ich mit vollen Pisten keine Probleme zu haben, oder?

MFG

Philipp
 
Die Sella Ronda ist eigentlich immer ziemlich gut besucht, allerdings fand ich, dass es sich dort auch zu den Höchstzeiten besser verteilt wie in den meisten anderen Gebieten.

Ich würde auch empfehlen, einen Teil der Sella Ronda als das Skigebiet zu wählen, bei dem ihr unterkommen wollt. Wir waren dieses Jahr drei Tage dort und sind jeweils in St. Christina eingestiegen. An einem Tag haben wir die Runde gemacht, an den anderen beiden sind wir im Bereich Wolkenstein-Sellajoch und St. Christina-Seceda geblieben. Damit hatten wir genug Abwechslung und ich glaube, dass es in Arabba und Corvara noch mehr Möglichkeiten gibt, ohne die Runde zu fahren. Wenn man in Wolkenstein oder St. Christina unterkommt, kann man auch mal einen tagesausflug auf die Seiser Alm machen.
 
Wolkenstein ist aus skifahrerischer Sicht deutlich sportlicher als Corvara/Alta Badia, es gibt aber immer leichtere Pisten als Umfahrung.
Und wenn man zum ersten Mal in der Gegend ist, ist man mit der Sella Ronda und den angrenzenden Skigebieten vollauf beschäftigt.

Flip86 schrieb:
Man muss halt bedenken, dass man jetzt so richtig tief in die Berge muss. Was beim An- und Abfahrtsweg immer länger dauert. Ich komme aus dem Raum Reutlingen/Stuttgart. Laut Routenplaner sind es nach Corvara ca. 435km und ca. 5,2 Std.

Wow, mein Mitleid schleicht euch nach :mrgreen: , ich fahr 11 Stunden....
Tipp - sehr früh losfahren und am Vormittag schon Skifahren, z,. B. in Ratschings , Plose, Gitschberg, Kronplatz.
Flip86 schrieb:
Da wir ausserhalb jeglicher Ferien Urlaub machen wollen, denke ich mit vollen Pisten keine Probleme zu haben, oder?

MFG

Philipp

Nö.
 
Im Grödner Tal würde ich St. Christina Wolkenstein vorziehen. St. Ulrich finde ich nicht so gut geeignet.
In Teilen ist Wolkenstein laut und voller Abgase.
Schaut euch mal die Hotels in Plan de Gralba an, besser kann man skitechnisch gesehen nicht wohnen.
Arabba ist richtig italienisch, hat aber seine ganz eigene Atmosphäre.
Canazei liegt sehr günstig, hat allerdings eine meist sehr volle Talbahn. Da muss man früh dran sein.
Campitello würde ich nicht wählen, da es oft sehr hoehe Wartezeiten gibt.



Gruß!
der Joe
 
Glückwunsch für Eure Entscheidung für die Dolomiten.
Skifahrerisch ein Traum, jedoch würde ich bei der Wahl des Hotels auf fußläufigkeit zur Bahn achten.
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, daß es zumindest in Canazei morgens u. abends eine Katastrophe war.
Als optimalen Standort skifahrtechnisch würde ich Arabba ansehen, kurze Wege in eigentlich alle Richtungen
(Marmolada, Lagazoi, etc.)

VG B.
 
Für jemand aus dem Raum Reutlingen bietet sich eigentlich nur eine Unterkunft an:
http://www.garni-reutlingen.com/ :wink:
Komme hier seit Jahren hin. Famililiäres Garni ca. 3 min von der Piste entfernt in Colfosco. Der Inhaber kommt aus Reutlingen, man kann sich also zuhause fühlen!
Colfosco als Ausgangspunkt für die verschiedensten Touren ist auch nicht falsch, das werden die anderen Forummitglieder bestätigen können.
 
Wenn ich so zwischen deinen Zeilen lese (alle Skigebiete in Ö abgegrast = bestimmt älter als 20 :-), in Vail gewesen = es muss kein supergünstiges Gebiet sein) dann habt ihr euch meiner Meinung nach genau für das richtige Ziel entschieden.
Die Aussage, das man fast nur auf Kunstschnee fährt kann ich zwar nicht bestätigen, da es in den letzten 6 Aufenthalten dort jedes mal min 30-80cm Neuschnee gab, aber auch bei wenig Schnee ist die Beschneiung bestens gerüstet und idR alles offen.
Die Wahl des Ortes solltet ihr von euren Gewohnheiten abhängig machen. Eher deutsch/österreichich geprägt --> St. Cristina oder Wolkenstein, Richtung Alta Badia und Val di Fassa wirds dann immer italienischer. Finde ich Klasse, manche mögens aber einfach nicht.
Wenn ihr euer Auto die Woche stehen lassen wollt, dann eher Wolkenstein oder Kolfschug/Corvara wobei ihr in allen Orten den Lageplan prüfen solltet, ob die nächste Bahn in Reichweite ist. Besser ein paar Euro mehr in die Unterkunft investieren und Liftnah wohnen, die Skibusse finde ich nicht so gut organisiert.
Wollt ihr viel Abwechslung, dann eher Richtung Alta Badia, von dort kommt man bsp. schneller zum Kronplatz (finde ich nicht ganz so interessant, aber Geschmackssache) oder auch in Richtung Cortina. Von Wolkenstein ist es bsp. bis Cinque Torri (sehr empfehlenswert) per Ski und Bus möglich, lange Pausen sollte man dann aber nicht machen, Cortina ist dann doch einen Tick zu weit oder man hat dort zu wenig Zeit.
Die Seiseralm kann man mitnehmen, ist aber m.E. eher 2te Prio. Besser nach Lagazuoi, Cortina oder Campitello.
Wobei man wenn man das erste Mal dort ist auch mit den Teilgebieten die an der Ronda hängen gut beschäftigt ist.
Die Sella Ronda finde ich überbewertet, natürlich fährt man sie mal, erkennt dann aber das sie mehr dazu taugt bequem und auf Ski in die einzelnen Teilgebiete zu kommen und dort den Massen zu entkommen.
 
br403 schrieb:
Thun, man muss auch überhaupt gar nicht herum fahren, wir waren letztes Jahr in Wolkenstein und haben das Auto mein einziges Mal bewegt. Und trotzdem war uns nicht langweilig;)
Von "müssen" war auch keine Rede. Trotzdem sind Tagesausflüge, vor allem Richtung Veneto, sehr zu empfehlen - viel italienisches Flair, weniger Gedränge und kaum Deutsche. :D

Offpiste findet sich in den Dolomiten wenig bis nichts, da man häufig fast ausschließlich auf Kunstschnee unterwegs ist.
Ein Kenner. :lol: :lol:


Die Sella Ronda ist immer ziemlich stark befahren (nervt eher durch ausgefahrene Pisten als Wartezeiten an den Liften - wenn's irgendwie geht am Samstag dort fahren!) - in den unmittelbar anschließenden Gebieten/Liften wirds im Regelfall wesentlich besser. Du kannst auch von Wolkenstein/St. Christina z.B. sehr bequem einen Tag ins Skigebiet von Alta Badia fahren und dich da vergnügen (Top-Tipps: Lagazuoi, Kreuzkofel). Sowohl Alta Badia als auch Seiser Alm haben primär blaue Pisten, Alta Badia dürfte doch etwas abwechslungsreicher sein. Arabba, Wolkenstein und Canazei sind nochmal deutlich anspruchsvoller.
 
Ich finde ja die Gebiete um die Sella Ronda etwa überbewertet. Natürlich hat das Gebiet seine Highlights (Porta Vescovo, Gran Risa, Saslong, Dantecepies Richtung Wolkenstein und noch einiges anderes). Zwischen diesen Highlights muss man aber auch viel Langweiliges durchfahren. Außerdem nervt mich, dass man ausgerechnet bei diesen Highlights meistens in unbequemen Stehgondeln fahren muss. Das Panorama ist sicher toll, aber das ist es in Südtirol fast überall und ehrlich gesagt, ich finde Hochgebirgsgruppen mit noch verhältnismäßig starker Vergletscherung und ihren interessanten und einzigartigen Geländekammern wie die Ötztaler Alpen oder die Ortler Alpen noch attraktiver als die Landschaft der Dolomiten, wo der liebe Gott einfach nur auf die Grashügel jeweils einen Steinhaufen mit einem zentralen großem Felsbrocken draufgesetzt hat. Ich weiß aber, dass meine Meinung dazu eher eine Außenseitermeinung ist.

Wenn ich Südtirol mit Nordtirol vergleiche, komme ich zu dem Schluss:
Nordtirol hat die besseren Großskigebiete, Südtirol hat die weitaus besseren kleinen und mittelgroßen Skigebiete.

Wer ein wirklich gutes Großskigebiet südlich des Brenners sucht, soll sich mal mit der Skiarea Dolomiti di Brenta (mit Madonna di Campiglio im Zentrum) befassen. Das ist jedenfalls eine sehr interessante Alternative zur Sella Ronda.
 
Hallo!

Die Dolomiten sind für Euch sicher eine gute Wahl. Aus eigener Erfahrung kann ich Euch Alta Badia besonders empfehlen. Für genussvolle Schwünge mit relativ wenig Andrang und tollem Panorama rundherum (Pelmo, Civetta, Sella etc.) bietet sich die Hochfläche der Pralongia an. Mit der "Gran Risa" (Weltcup Piste Riesenslalom am Piz la Ila) hat man auch eine richtige Herausforderung :wink:
Man ist - wenn man das möchte - auch relativ am Kronplatz oder in Cortina. Mein Tip ist La Villa (Stern). Über den Piz la Ila oder via Cherz ist man verhältnismäßig schnell in Corvara bzw. an der Sella Ronda. Auch in Arabba (mit der anspruchsvollen Porta Vescovo) ist man mit den Skiern relativ schnell. Preislich liegt es etwas unter Corvara und Colfuschg, wobei ich auch diese Orte nahezu uneingeschränkt empfehlen kann.
Die vielen Unterkünfte unterhalb / am Rande des Gardenaccia sind alle relativ nah an einer Piste, wir haben das Auto auch nie gebraucht. Nach meinen Erfahrungen geht es in diesem Ort etwas ruhiger zu als z.B. im Grödnertal oder im Fassatal. Campitello / Canazei, teilweise auch das Grödnertal werden bei schönem Wetter immer wieder von langen Autoschlangen überflutet und es ist beim Einstieg am Morgen teilweise mit ordentlichen Wartezeiten zu rechnen (30-45 Minuten an der PB Col Rodella sind keine Seltenheit im Februar, da dann auch viele Italiener da sind). Zu den kleineren Gebieten Buffaure / Alba sowie Rosengarten und Latemar kann ich nicht viel sagen.

Von der Seiser Alm würde ich eher abraten. Das ist eigentlich eher ein gutes Langlauf Revier. Es gibt nur wenig anspruchsvolle Pisten, hautptsächlich viele flache Verbindungswege. Aufgrund der geringen Höhenunterschiede sind sehr viele Liftfahrten nötig. Wolkenstein und St. Christina habe ich ebenfalls meistens ziemlich voll (hängt natürlich auch etwas von der Reisezeit ab) und auch preislich eher im höheren Segment erlebt. Sicher, die "Sasslong" ist anspruchsvoll und auch die lange Abfahrt von der Seceda nach St. Ulrich landschaftlich reizvoll. Aber das kann man alles auch gemütlich an einem Tagesausflug (mit Ski, ohne Auto) erkunden.

Wenn Du von Reutlingen kommst (bin gebürtig aus Waiblingen und die Strecke schon mehrfach gefahren) macht es zeitlich keinen wirklich großen Unterschied (ca.30 Minuten), ob nach Innsbruck über die Brennerautobahn bis Klausen fährst und dann ins / über das Grödnertal oder bereits bei Brixen ins Pustertal abbiegst und dann über das Gadertal nach La Villa / Corvara fährst. Wenn einen Tip bzgl. Unterkunft brauchst schreb mir ne PN.

Dass es mehr Kunstschnee gibt als in den Nordalpen kann ich bestätigen, im Winter gibt es leider nicht immer so viele Adria-Tiefdruckgebiete die dort für ordentlich Schnee sorgen...jedoch ist es beachtlich wie gut die ganzen pisten (auch bei wenig Schnee bzw. mit Kunstschnee) präpariert werden, hier könnten sich einige Gebiete in den Nordalpen eine Scheibe abschneiden. Klar, die Pisten an der Sella Ronda sind ab mittags meist etwas zerfahren, aber es gibt so viele Ausweichmöglichkeiten (Edelweisstal, Pedraces, Marmolada, Civetta, ...) dass das aus meiner Sicht nicht wirklich ein problem ist.

Lg
T.
 
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