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Dolomiten mit Sella Ronda

So, unser erster Besuch in den Dolomiten nimmt langsam Formen an. Hier mal ein Zwischenstand und gleich auch nochmal ein paar Fragen.

Nach den diversen Diskussionen und Überlegungen ist unsere Wahl schließlich auf Corvara gefallen. Wir haben dort ein prima Angebot bekommen, praktisch direkt an der Talstation zum Lift Col Alto, so dass wir ohne Anfahrt direkt einsteigen können. Preislich auch absolut im Rahmen, zumal ab dem 15.03. auch die Nebensaison beginnt und wir obendrein noch über das "Super Sun" Angebot einen Tag "umsonst" dazu bekommen. Wir haben zwischendurch ein wenig gezweifelt, ob ein Dolomitenaufenthalt zu diesem Zeitpunkt noch Sinn macht, aber aufgrund der Berichte über die derzeit herrschende Schneelage gehen wir davon aus, dass wir in zwei Wochen noch genügend Schnee vorfinden.

Nun geht es also in die konkreten Vorbereitungen und da wir uns mit den örtlichen Verhältnissen überhaupt noch nicht auskennen, hoffe ich hier noch auf den einen oder anderen hilfreichen Tip.

Zunächst einmal das Programm, so wie ich es mir ungefähr vorstelle. Wir wollen auf jeden Fall "viel herumkommen", aber trotzdem soll der Genuss im Vordergrund stehen, also kein Leistungsstress. Als Grundlage für die Planung habe ich mir google maps genommen, wo neuerdings sogar Lifte und Pisten eingezeichnet sind. Allerdings habe ich das Gefühl, dass da nicht immer alle Verbindungen eingezeichnet sind und manchmal ist mir auch nicht klar, an welchem Ende einer Linie "oben" oder "unten" ist.

Ein paar Ziele habe ich mir auf diese Weise schon zusammengestellt, was wir alles schon gerne mal ansteuern wollen.

Da wäre natürlich zuerst mal die Ronda, einmal links und einmal rechtsherum. Einmal im Schifahrerleben möchte ich das einfach mal erlebt haben. Und vielleicht gerne einmal auf Schi und einmal mit dem Snowboard, wobei die Frage ist, welche Richtung für letzteres mehr empfehelenswert wäre. Ziehwege an sich sind für mich an sich kein Problem, aber es sollte halt nicht zu sehr in einen Fußmarsch ausarten. Außerdem versuche ich, die älteren nicht kuppelbaren Sessel mit teilweise etwas halsbrecherischen Ausstiegen zu vermeiden.

Ein weiteres Wunschziel wäre für mich ein Abstecher zum Lagazuoi. Da mich auch Landschaft und Geschichte interessieren meine Frage, ob man dort von der Piste auch Überreste der Stellungen und Anlagen aus dem ersten Weltkrieg erreichen kann?

So wie ich es verstanden habe, muss man für diese Tour zunächst nach Armenterola und von dort mit dem Bus zum Falzarego-Pass. Dort kann man dann zwischen Lagazuoi und Cinque Torri offenbar irgendwie pendeln, aber auf google maps kann ich dort keinen Verbindungslift oder so etwas erkennen. Muss man dort in eine Richtung laufen oder Bus fahren? Außerdem verstehe ich es auch so, dass man schließlich vom Lagazuoi wieder nach Armenterola direkt abfahren kann (Piste ist aber auf google maps wohl nicht eingezeichnet), wobei man das letzte Stück dann am Pferdeschlitten hängend (?)zurücklegen muss.

Einen weiteren tag würden wir für einen Besuch der Marmolada vorsehen. Irgendwo habe ich allerdings gelesen, dass dort ein Lift von der Lawine mitgenommen worden ist. Ist die Verbindung dadurch komplett unterbrochen oder kann man in eine Richtung stattdessen mit dem Bus fahren? Oder sollten wir gleich von Corvara aus mit dem Auto fahren und welche Route / Pässe müssen wir dann nehmen? Sind die Pässe überhaupt um diese Jahreszeit befahrbar (wir haben Schneeketten dabei aber keinen Geländewagen)?

Die restlichen zwei, drei Tage denke ich, werden wir wohl vor Ort noch genügend Abwechslung finden. Vielleicht nochmal eine Tour zur Seiser Alm, das sieht auf der Karte auch ganz ansprechend aus. Wäre eventuell ein Besuch in Cortina oder im Fassatal empfehlenswert?

Und wie ist das überhaupt mit Pistenplänen. Im Internet habe ich bisher nichts so wirklich zufriedenstellendes gefunden. Es gibt Pläne von der Ronda selbst, das scheint kein Problem, aber die angeschlossenen Gebiete sind da oft nicht wirklich gut drauf verzeichnet. Oder die Karte ist so groß, dass man kaum noch was erkennt. Gibt es vor Ort extra Pistenpläne für die einzelnen Teilgebiete? Ich denke, gerade in den Dolomiten ist es wichtig, sich gut orientieren zu können, weil man ja immer auch den rechtzeitigen Rückweg im Auge haben muss. Wie ist das, wenn man mal irgendwo den letzten Lift nicht mehr rechtzeitig schafft, kann man dort von überall auch mit dem Schibus nach hause fahren?

Und schließlich noch eine letzte Frage, ich hab immer wieder gehört und gelesen, dass es bisweilen ziemlich voll werden kann. Gilt das allgemein oder was sind denn so die neuralgischen Punkte, wo man mit längeren Anstehzeiten rechnen muss?
 
Der Pistenplan ist mir auch erst vor ort klar geworden ... vorher ist mir der auch nicht in den sinn gekommen.
 
ad Lagazuoi: auf jeden Fall lohnend, in den Stationen finden sich viele Informationstafeln zu den Stellungen während des ersten Weltkriegs und an der Bergstation wohl auch ein kleines Museum darüber. Der Verbindungslift zurück vom 5Torre Gebiet ist auf Google maps nicht eingetragen, existiert aber. Die Armenterola-Abfahrt ist sehr nett, nicht anspruchsvoll, aber sehr lange und landschaftlich wirklich top. Unten kann man entweder mit einem Bus das Tal rausfahren oder sich ein Stück von einem Pferdeschlitten ziehen lassen, dürfte aber mit dem Board nicht so toll sein.
Die Verbindung von Arabba zur Marmolada ist seit den Lawinenabgängen blockiert, d.h. es ist wohl am besten, mit dem PKW zur Talstation der Seilbahnen zu fahren. Lohnt sich bei gutem Wetter aber auf jeden Fall. Die Pässe sind in der Regel mit Winterreifen gut befahrbar.
Empfehlen würde ich auch einen Besuch von Cortina, da kann man es auf jeden Fall mindestens einen Tag aushalten und - je nach Lust der weiblichen Mitfahrer nach dem Schifahren durch den Ort bummeln.
Corvara ist sicher ein sehr guter Stützpunkt, man kommt überall recht schnell hin.
Falls Du auch an off piste interessiert bist, dann ist bei gutem Wetter eine Auffahrt auf den Sellastock mit Abfahrt über die Pordoischarte (steil, meist harte Buckelpiste), durchs Val Lasties oder durchs Mittagstal quer durch den Sellastock empfehlenswert.
Was die Sella Ronda betrifft: muss man natürlich einmal gemacht haben, landschaftlich toll, aber schifahrerisch m.E. wenig spannend. Vor allem wälzen sich da immer die Massen drüber, da es meist jeweils nur eine Route mit keinen Paralell-Möglichkeiten gibt.
Geht sich aber an einem Tag für Normalschifahrer problemlos aus, dass auch wesentlich größere Distanzen gehen, hat widdi hier zuletzt in einigen Berichten bewiesen.
Ein Manko insgesamt sind - soweit ich mich erinnere - die Schibusse, die eher spärlich fahren, wenn überhaupt. So gibt es etwa von Cortina zum Passo tre croce überhaupt nur 2 mal am Tag einen Bus, von Armenterola zum Falzaregopass nur private Shutteldienste, kosten 6 Euro pro Person. Ob über die Pässe der Sella Ronda auch Schibusse fahren, weiß ich nicht.
In um um Corvara bzw. eigentlich in der ganzen Region sind die Schihütten kulinarisch extrem zu empfehlen (wenn man italienisches Essen mag).
Viel Spaß jedenfalls bei Deinem Aufenthalt.
 
Ja, danke, das sind genau so die Infos, auf die ich gehofft hab. Machen für einen unerfahrenen wie mich manches dann vor Ort vielleicht ein bißchen einfacher!

gerrit schrieb:
Die Verbindung von Arabba zur Marmolada ist seit den Lawinenabgängen blockiert, d.h. es ist wohl am besten, mit dem PKW zur Talstation der Seilbahnen zu fahren.

Das wäre dann Malga Ciapela, richtig?

Empfehlen würde ich auch einen Besuch von Cortina, da kann man es auf jeden Fall mindestens einen Tag aushalten und - je nach Lust der weiblichen Mitfahrer nach dem Schifahren durch den Ort bummeln.

Guter Tipp! Da besteht sicher Interesse!

Falls Du auch an off piste interessiert bist, dann ist bei gutem Wetter eine Auffahrt auf den Sellastock mit Abfahrt über die Pordoischarte (steil, meist harte Buckelpiste), durchs Val Lasties oder durchs Mittagstal quer durch den Sellastock empfehlenswert.

Auch sowas würde ich gern machen, allerdings hab ich als Ortsunkundiger und gerade aufgrund der aktuellen Schneelage schon gehörigen Respekt vor den Naturgewalten. Sind dort Routen irgendwie abgesteckt und braucht man da volle Lawinenausrüstung?

Was die Sella Ronda betrifft: muss man natürlich einmal gemacht haben, landschaftlich toll, aber schifahrerisch m.E. wenig spannend. Vor allem wälzen sich da immer die Massen drüber, da es meist jeweils nur eine Route mit keinen Paralell-Möglichkeiten gibt.
Geht sich aber an einem Tag für Normalschifahrer problemlos aus, dass auch wesentlich größere Distanzen gehen, hat widdi hier zuletzt in einigen Berichten bewiesen.

Ja, ist mir schon klar, dass dort einiges los sein wird. Wir sind aber auch keine Höhenmeter-Rekordjäger sondern wollen einfach nur Spaß am Fahren durch die Bergwelt haben.

Ein Manko insgesamt sind - soweit ich mich erinnere - die Schibusse, die eher spärlich fahren, wenn überhaupt. So gibt es etwa von Cortina zum Passo tre croce überhaupt nur 2 mal am Tag einen Bus, von Armenterola zum Falzaregopass nur private Shutteldienste, kosten 6 Euro pro Person.

Ok, aber dafür dass man´s ja nur einmal macht, sind diese Kosten ja überschaubar. Nach Cortina und zur Marmolada würden wir dann auf alle Fälle mit dem Auto fahren.

In um um Corvara bzw. eigentlich in der ganzen Region sind die Schihütten kulinarisch extrem zu empfehlen (wenn man italienisches Essen mag).

Wir sind offen für alles. Mjam.

Danke! Ich kann´s jetzt wirklich kaum noch erwarten!
 
kleiner Tipp - nehmt euch nicht ZUVIEL vor, auch im Blauen Meer von Alta Badia kann man es locker 2 Tage aushalten.
Dann Sella Ronda und Lagazoui, das ist sinnvoll.
Marmolada ist dieses Jahr zu umständlich. Cortina ist auch ne Fahrerei.
Schau dir mal widdis Berichte an, der hat das sehr gut beschrieben.
 
Wie finde ich die?

Wenn ich unter "Mitglieder" gehe und dann auf "w" um nach seinen Beiträgen zu suchen, bekomme ich die Fehlermeldung, die Seite existiert nicht 8O
 
Ja, die Talstation der Marmolada ist Malga Ciapela.
Für die Varianten vom Sellastock gilt jedenfalls die Empfehlung für entsprechende Ausrüstung, auch wenn z. B. die Abfahrt über die Pordoischarte ist bei guter Sicht und sicheren Schneeverhältnissen (Altschnee) auch ohne Pieps etc. machbar ist. Ist meist eine gut ausgefahrene Buckelpiste. Für´s Mittagstal sollte man jedenfalls wissen, wie die Route verläuft, bei gutem Wetter sind da aber sicher sehr viele Leute unterwegs und es herrschen wohl auch "pistenähnliche" Verhältnisse (wie es in alten Schibüchern oft heißt). Auf keinen Fall bei Gefahr von Nebel- bzw. Wolkeneinfall ohne ortskundigen Führer losfahren, weil bei schlechter Sicht würd ich da oben nicht so gerne alleine rumkrabbeln wollen.
Anzusehen bzw. zu Fahren gibt es sicher genug, der Ausflug nach Cortina kommt vor allem wegen des Bummelns durch die Stadt bei den Damen aber meist besonders gut an, deshalb die Empfehlung, auch wenn man ca. eine Stunde dahin unterwegs ist. Kann man aber auch nach Besuch der 5 Torri bzw. Lagazuoi anschließen, von dort sind es noch ca. 25 Minuten runter in die Stadt.
Und was weitere Informationsmöglichkeiten betrifft (auch für die Zukunft in anderen Gebieten): am besten ins Unterforum Schneeberichte gehen, dort sind dann die verschiedenen Länder angeführt und man klickt sich einfach durch die Berichte durch, die einen interessieren. Der Link für den Italienbereich wurde ja schon angeführt.
Viel Spaß jedenfalls in Italien!
 
RabbaRabba schrieb:

Manchmal ist es einfach zu einfach... :oops:

gerrit schrieb:
Für die Varianten vom Sellastock gilt jedenfalls die Empfehlung für entsprechende Ausrüstung, auch wenn z. B. die Abfahrt über die Pordoischarte ist bei guter Sicht und sicheren Schneeverhältnissen (Altschnee) auch ohne Pieps etc. machbar ist. Ist meist eine gut ausgefahrene Buckelpiste. Für´s Mittagstal sollte man jedenfalls wissen, wie die Route verläuft, bei gutem Wetter sind da aber sicher sehr viele Leute unterwegs und es herrschen wohl auch "pistenähnliche" Verhältnisse (wie es in alten Schibüchern oft heißt). Auf keinen Fall bei Gefahr von Nebel- bzw. Wolkeneinfall ohne ortskundigen Führer losfahren, weil bei schlechter Sicht würd ich da oben nicht so gerne alleine rumkrabbeln wollen.

Ok, werd mir das erst mal vor Ort ansehen. Muß ja auch nicht unbedingt sein, nur wenn´s wirklich optimal läuft.
 
Sebald Breskac schrieb:
RabbaRabba schrieb:

Manchmal ist es einfach zu einfach... :oops:

gerrit schrieb:
Für die Varianten vom Sellastock gilt jedenfalls die Empfehlung für entsprechende Ausrüstung, auch wenn z. B. die Abfahrt über die Pordoischarte ist bei guter Sicht und sicheren Schneeverhältnissen (Altschnee) auch ohne Pieps etc. machbar ist. Ist meist eine gut ausgefahrene Buckelpiste. Für´s Mittagstal sollte man jedenfalls wissen, wie die Route verläuft, bei gutem Wetter sind da aber sicher sehr viele Leute unterwegs und es herrschen wohl auch "pistenähnliche" Verhältnisse (wie es in alten Schibüchern oft heißt). Auf keinen Fall bei Gefahr von Nebel- bzw. Wolkeneinfall ohne ortskundigen Führer losfahren, weil bei schlechter Sicht würd ich da oben nicht so gerne alleine rumkrabbeln wollen.

Ok, werd mir das erst mal vor Ort ansehen. Muß ja auch nicht unbedingt sein, nur wenn´s wirklich optimal läuft.

Also damit die Scharte und vor allem das Val Lasties auch Spaß macht sollte man schon wirklich gut skifahren können. Was ich da schon gesehen habe lässt mich immer wieder nur den Kopf schütteln und ich frage mich oft, was tun die hier!
Aber vielleicht brauchen das manche damit sie nachher erzählen können, ich bin das und jenes gefahren. Wobei dann von gefahren eigentlich nicht die Rede sein kann, eher von gerutscht, gehurgelt und gestürzt. Spaß kann das eigentlich nicht machen.
Den Vogel abgeschossen hat ein Vater mit seinem Kleinkind im Kreuz, den wir bereits bei der Abfahrt an der Bergstation gebeten haben das sein zu lassen. Er wusste es natürlich besser, geht ja auch ganz flach los. Als er dann vor der Scharte zu den ersten mannshohen Buckeln kam kehrte er dann Gott sei Dank freiwillig wieder um.
Das Val Lasties haben wir letztes Jahr bei nicht ganz so guter Schneelage und Bruchharsch gemacht. Fazit: ramponierte Ski meines Begleiters und noch nie in meinem Leben habe ich beim Skifahren so geschwitzt wie da. Muss ich zumindest bei solchen Verhältnissen nicht mehr haben. Leider war das vorher nicht erkennbar, denn die Scharte war an dem Tag besser zu fahren als all die Jahre zuvor.
Also bitte genau überlegen, ob man sich das zutraut.
 
Keine Sorge, wie gesagt, einerseits bin ich bisher immer überall runtergekommen und andererseits schau ich mir eben auch vorher an, auf was ich mich einlasse oder eben auch nicht.

Mann, Mann, noch eine Woche. Um die Entzugserscheinungen ein wenig zu mildern, war ich gestern nochmal einen Tag im Schwarzwald...
 
So bin wieder da und alles heil überstanden! War eine richtig tolle Woche und ich bin nur betrübt, weil der Urlaub schon wieder vorbei ist.

Hier schon mal ein Kurzbericht zum Dank für eure Tips, damit ihr seht, dass sie sich gelohnt haben. Einquartiert haben wir uns in Corvara, Nähe Ortsausgang Richtung Arabba (Nähe Piste Piz Boe und Liftstation Col Alt). Das war schon nicht schlecht, nach jeweils nur ein paar Metern Fussweg war man schon auf der Piste. So muss es sein. Das Wetter war auch Prima, Sonnenschein von Sonntag bis Freitag durchgehend mit Temperaturen bis in den T-Shirt-Bereich. Dementsprechend auch die Schneeverhältnisse. Von der Menge her absolut gut, nirgends Steine oder so. Bis etwa Mittag war die Schneebeschaffenheit optimal, dann wurde alles natürlich zunehmend weicher. So am späten Nachmittag hat der Schnee dann an manchen Stellen richtig gebremst, da musste man sich die etwas schattigen Stellen suchen um in Fahrt zu bleiben, aber unterm Strich wirklich alles super!

Vom Schigebiet waren wir auch beeindruckt, jeden Tag eine andere Tour, da wird es einem nie langweilig. Und immer wieder mit schönen langen Abfahrten mit dabei! Einziges kleines Minus, viele "blaue" Verbindungspisten. So kam als dritte Disziplin neben Schi und Snowboard auch noch etwas an Schilanglauf dazu.

Hier unsere Touren:
16.3. 1. Tag. Trotz gerüchterweise Sperrung wegen starkem Wind /Föhn haben wir uns zum Kennenlernen mit Schi auf die orange Runde gemacht. Hat auf den Höhen auch schon ordentlich geblasen und zweimal war ein Lift außer Betrieb, so dass wir jeweils ein Stück zu Fuss zurücklegen mussten. War aber nicht so schlimm, vielleicht 50 Meter Aufstieg und 500 Meter Flachstück. Mit Pause und zwei-, dreimal etwas Verwirrung aufgrund der verschiedenen Varianten bei Wolkenstein sind wir in knapp 5 Stunden einmal herum gekommen. Danach den Tag in Alta Badia auf dem Board ausklingen lassen, aber die blauen Pisten dort waren fürs Snowboard nicht so der Bringer.

17.3. 2. Tag. Lagazuoi war auch als "Muss" auf der To-Do-Liste. Wieder per Schi, man weiß ja auf unbekanntem Terrain nicht, wie viel man dort Schieben muss. Zuerst noch ein wenig Mühe, die Verbindung nach Armentarola zu finden. Dort mit dem Bus hoch zum Falzarego und dann die "Super 8" über Cinque Torri zurück zur Gondel und dann über die lange Lagazuoi-Abfahrt herunter ins Tal. Hätt die Runde am liebsten gleich nochmal gemacht! Etwas enttäuscht waren wir vom Pferdeschlittentransport, die haben mehr oder weniger irgendwo im Niemandsland den Transport für beendet erklärt und wir mussten dann noch so 500 Meter aus eigener Kraft zurücklegen. Schade. Lieber einen Euro mehr und dafür bis an den Lift das wär cooler gewesen. Trotzdem wieder ein toller Tag

18.3. 3. Tag. Marmolada stand auch noch auf dem Plan. Da die Liftverbindung unterbrochen ist, sind wir mit dem Auto angereist. Die Fahrt hat mangels Ortskenntnis etwa eine Stunde gedauert, weil ich die vielen Kurven auf der engen Straße lieber ein bißchen vorsichtiger angegangen bin. Dafür wurden wir vor Ort dann mit überraschend kurzen Wartezeiten entschädigt. Es war sogar eher anders herum, dass wir darauf warten mussten, dass genügend Leute in der Gondel waren, damit sich die Fahrt gelohnt hat. Die Piste dort war dann absolut traumhaft, 1800 Höhenmeter durch alle möglichen Klima- und Vegetationszonen mit herrlichem Blick über die gesamte Bergwelt. Bin insgesamt sechsmal gefahren, zweimal auf Schi, den Rest mit dem Board, bis die bessere Hälfte dann gemeint hat es wäre genug. Seufz.

19.3. 4. Tag. Grödnertal hat ja auch noch gefehlt. Also über Wolkenstein, die Sasslong runter, unter St. Christina durch und dann unter brütender Sonne die lange Abfahrt nach St. Ulrich. Mit dem Board war´s am Ende etwas zäh, im Flachen hat der Schnee so gebremst, dass es nur in direkter Schussfahrt gerade so noch vorwärts gegangen ist. Dafür wurde ich auf dem Rückweg dadurch entschädigt, dass ich nach St. Christina schön entspannt auf den Sulzwellen herunterreiten konnte. Wir haben uns dann am Ende hinreissen lassen, noch einmal Dantercepies runterzufahren, so dass wir am Ende Richtung Corvara nochmal etwas in Zeitnot gekommen sind. Auch dort wieder viele Buckel, das ging dann schon etwas an die Kondition (mea culpa)

20.3. 5. Tag. Das Gebiet ist zu klein, wir haben schon beinahe alles abgefahren ;-) Da wir am ersten Tag in Arabba nur durchgefahren sind, haben wir beschlossen, dafür nochmal einen Extra-Tag einzulegen. Nordhang und praktisch nur rote und schwarze Pisten, besser geht praktisch nicht. Zur Abwechslung mal wieder per Schi und da der Schnee dort wirklich lange 1a geblieben ist, sind wir wieder bis ans Limit gegangen.

21.3. 6. Tag. Bleibt noch die gründe Runde und diesmal mit dem Board. Leider war die gelbe Runde wieder mal gesperrt, so hatten wir ab Wolkenstein bis zum Pordoi zum ersten Mal in der Woche tatsächlich ein bißchen Stau an den Liften. Da wir nun schon ein bißchen Erfahrung hatten, konnten wir aber die eine oder andere rote "Extra"-Piste fahren und so die zeit vertreiben, bis die Schlangen am Nachmittag dann wieder etwas kürzer wurden. Zum Abschluss des Tages hab ich dann noch auf dem Vallon die Aussicht genossen und mich anschließend durchs Wäldchen bei Cherz nochmal richtig ausgetobt.

22.3. 7. Tag. So war´s zumindest geplant, um statt im Stau zu stehen lieber noch einen weiteren Tag auf der Piste zu verbringen. Dafür hatten wir uns Alta Badia / La Villa rund um die Weltcuppiste aufgespart. Aber leider hat´s in Corvara richtig geregnet und so war mein Mädel nicht dazu zu überreden, die 60 Euro extra für die Verlängerung der Liftkarte unter diesen Bedingungen zu investieren. So muss ich also irgendwann nochmal kommen, um dann den Rest noch zu erledigen...
 
Nachdem ihr alle hier so gut und aktuell informiert seid, schließe ich gleich mal ein paar weitere Fragen an, denn obwohl ich seit 2008 zwei Skiwochen im Gebiet verbracht habe, verblassen die Erinnerungen und manche Kombination habe ich einfach noch gar nicht gemacht.

Da wir in Arabba stationiert sein werden:

- wenn wir zur Seceda/St. Ulrich wollen: ist es da sinnvoller (als über Corvara-Grödner Joch) in Richtung Sella Ronda-Orange zu fahren und dann über Sole, Comici I zum Monte Pana und dann den kurzen Verbindungsweg zum Saslong schwarz-Schlusshang?

- dito: ist von St. Christina aus der Rückweg über Sella- und Pordoijoch besser als über Wolkenstein und Corvara? Vom Ciampinoi braucht man doch egtl. nur fünf Lifte nach Arabba: die KSBs Piz Seteur, Città dei Sassi und Sasso Levante, dann die Gondel und 6-KSB Sass Bèce, während man über Corvara noch den Campolongo-Pass mit dem Auf und Ab dort überwinden muss und durch Wolkenstein und Corvara muss

- kann man egtl. vom Pordoijoch (also Bergstation 4-KSB Fodom direkt zum Pian Frataces abfahren? Der Sella Ronda-Plan führt einem über die Lezuo-Bahn, laut Fassatal Skiplan gibt es aber eine Piste direkt hinunter am SL Gonzaga vorbei zur Talstation 4-KSB Kristiania und dann weiter hinunter

- lohnt sich der Abstecher zur Skischaukel Buffaure-Ciampac eurer Meinung nach?
 
Emilius3557 schrieb:
1- wenn wir zur Seceda/St. Ulrich wollen: ist es da sinnvoller (als über Corvara-Grödner Joch) in Richtung Sella Ronda-Orange zu fahren und dann über Sole, Comici I zum Monte Pana und dann den kurzen Verbindungsweg zum Saslong schwarz-Schlusshang?

2- dito: ist von St. Christina aus der Rückweg über Sella- und Pordoijoch besser als über Wolkenstein und Corvara? Vom Ciampinoi braucht man doch egtl. nur fünf Lifte nach Arabba: die KSBs Piz Seteur, Città dei Sassi und Sasso Levante, dann die Gondel und 6-KSB Sass Bèce, während man über Corvara noch den Campolongo-Pass mit dem Auf und Ab dort überwinden muss und durch Wolkenstein und Corvara muss

3- kann man egtl. vom Pordoijoch (also Bergstation 4-KSB Fodom direkt zum Pian Frataces abfahren? Der Sella Ronda-Plan führt einem über die Lezuo-Bahn, laut Fassatal Skiplan gibt es aber eine Piste direkt hinunter am SL Gonzaga vorbei zur Talstation 4-KSB Kristiania und dann weiter hinunter

4- lohnt sich der Abstecher zur Skischaukel Buffaure-Ciampac eurer Meinung nach?

1. Würde sagen ja, vorher checken ob Verbindungsweg auf ist (keine Bescheiung)
2. Würde sagen ja
3. Ja kannst Du fast(?). Aber zunächst musst du die Skier ca. 500(?)m über den Pordoi tragen. Die Piste geht da los, wo auch die Pordoi Gondel Talstation ist. Die Piste ist leer (wer trägt schon gern seine Skier ...), aber auch langweilig (warum rot?). So am SL Gonzaga ist mir aber nicht aufgefallen, dass man da direkt weiterfahren könnte. Ich habe den Lift mangels sichtbarer Alternativen immer genommen. Vielelicht gibts aber irgendwo eine versteckte Spur (z.B. hinter dem Hotel Gonzaga?).
4. Ja, wenn man da noch nicht war und was neues sehen will. Es gibt jetzt ganz neu eine schwarze Abfahrt nach Pozza. Der Ausflug wird nächste Saison aber einfacher, weil eine Verbindungsfunifor von Alba zum Col dei Rossi im Bau ist.
 
Zu 1. + 2.: Die Entfernung ist über Pordoijoch - Sellajoch schonmal deutlich kürzer als via Corvara. Auch sind es wohl weniger Lifte. U.a. deshalb:
1. ich würde übers Sellajoch hinfahren. Die Verbindung Arabba - Corvara über Cherz und die lange Liftkette Corvara - Grödner Joch finde ich etwas nervig. Vom Sellajoch kommend von Plan de Gralba mit der Kabinenbahn hoch zum Piz Sella, dann noch ein Lift zum Ciampinoi.

2. Wolkenstein - Corvara - Arabba geht im Uhrzeigersinn nach meinem Dafürhalten (skifahrerisch, etc.) besser als andersrum, die Zeit gestoppt habe ich natürlich nie. Trotzdem fährt sich die Variante über die grüne Runde (via Bellevedere) für mich noch etwas flüssiger. Das mit den fünf Liften (alte Variante) scheint noch immer zu gehen, zumindest ist auf dem alten, ewig langen Ziehweg vom Pordoijoch nach Arabba in der Woche vor Fasching, als ich unten war, eine Raupenspur im Wald verschwunden. Allerdings haben sie in Arabba zwei Sesselbahnen in die Richtung gebaut, die die Situation skifahrerisch extrem extrem verbessert und die alte Piste wohl eher zu einem Notweg gemacht haben. Von dem Punkt, wo man früher die Ski abgeschnallt hat, um die Straße dzu überqueren, kommt man jetzt mit zwei Bahnen fast bis zur Porta Vescovo hoch und kann dann mit einer langen Abfahrt nach Arabba abfahren.

3. imo nein, habe keine Beschilderung an der BS Fodom und unten keine offensichtlichen Spuren gesehen, geht wohl nur bis zur Pordoikopf-Bahn. Lezuo ist allerdings kein neuralgischer Punkt und hat auf beiden Seiten sehr schöne Pisten. Und auf dem Joch m.W. die einzige Eisbar auf der Sellarunde... ;-)
 
Weiß wer wie pünktlich die Gondelbahnen Kronplatz 1+2 bzw. Kronplatz 2000 aufsperren? Offiziell um 08:30 oder geht da inoffiziell früher was? Danke!
 
Für mich geht's an Ostern für eine Woche auch nach Südtirol. Für den Erstbesuch dort haben wir liftnah eine Unterkunft in St. Christina. Da es an Ostern vermutlich nicht mehr so viel Schnee hat, wieviel hat da erfahrungsgemäß noch offen? Ich bin in der Woche nach Ostern 6 Tage dort. Ziele sind auf jeden Fall Lagazoui und Marmolada. Gibt es sonst noch Empfehlungen wo man an Ostern auch noch bei hohen Temperaturen gute Abfahrten findet die noch nicht um 10 Uhr dermaßen aufgebuckelt und sulzig sind? Wie sieht es mit den Leuten aus, ist da noch viel Betrieb wegen Ferien, etc.?
 
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