be4ski schrieb:
- 205 Neuerungen, 31 Innovationen, 14 Patente
- Fahrgeschwindigkeit bis zu 7 m/s
- 6,4 m Spur – breitere Fahrzeuge
Marketing ist das eine, was steckt wirklich konkret dahinter?
Sehr grosses Problem ist der stets steigende Anteil an bürokratiebasierten Kosten von denen ein grosser Teil null und nichts bringt.
Sowohl der CEN-Kram (Euronormokratenmist, usw.) wie auch unzählige nationale Auflagen (u.a. zig teure blödsinnige Studien die ebenfalls nichts bringen) verteuern die Anlagen nicht unwesentlich.
Der reine projektspezifische Papierkram (d.h. ohne die Zulassung der typengeprüften Subsysteme, die nicht für jede gebaute Anlage erneut erforderlich ist) für eine CLD oder CLF beträgt AFAIR mehere hundert Tausend EUR.
Gesamthaft betrachtet ist der Papierkramkostenanteil im Seilbahnbereich seit den 90er massiv angestiegen.
Dies betrifft sowohl die Zulassungen (einmalige Kosten für Typenprüfungen, usw.) wie auch projektspezifische verwaltungbedingte Aufwände (u.a. Bewilligungen, Verfahren, einzureichende Unterlagen inkl. allerlei Studien, usw.).
Bin seit eh und je der Meinung, man sollte massiv deregulieren und den Herstellern viel mehr Verantwortung überlassen. Viele kleine sinnvolle Innovationen werden vermutlich nicht eingeführt weil der Zulassungsaufwand zu gross ist.
IMO ist z.B. das klassische BB + SB Bremskonzept völlig überholt, nur ist es extrem aufwendig, ein komplett neues Bremssystem zuzulassen. Die EN und anderen Normen sowie Vorschriften hinken onehin Jahre hinter der aktuellen Technologie her, als extremes Beispiel kann man den digitalen Reaktorschutz aufführen, übrigens sind DEC PDP-11 immer noch im Einsatz für gewisse nicht hochkritische Aufgaben im nuklearen Bereich, die Zulassung dauert dort so lange, dass am Tage der Zulassungserteilung die Technologie bereits veraltet ist, siehe alte Siemens COROS oder ABB Leitsysteme.