Ja, der DSV Skiatlas wurde mit der Ausgabe 2012 eingestellt, nach fast 40 Jahren. Und im Jahr darauf hat es den ADAC Skiguide erwischt.
Für uns, Rainer Krause und Hans-Werner Rodrian, und unser Team aus erfahrenen Ski-Journalisten hieß das nicht nur, dass wir einen Auftrag verloren hatten. Wir verloren ein Werk, das uns sehr am Herzen lag, das wir lange Zeit gehegt und gepflegt und immer wieder neu aufgestellt hatten. 1994 hatten wir den DSV Skiatlas als Redaktion übernommen. Bis zur Ausgabe 2012 – mit drei Jahren Unterbrechung, in denen wir die Ausgaben 2004, 2005 und 2006 des "Großen Falk-Skiatlas" gemacht haben – hatten wir für jede Ausgabe versucht, noch besser auf die Bedürfnisse der Leser einzugehen, hatten neue Elemente eingeführt und an der Optik gearbeitet.
Und mit der Ausgabe 2012 sollte dann alles vorbei sein? Nein sagten wir uns, und wagten den Schritt zum Verleger. Gedruckt, das war uns schnell klar, konnten wir den Skiatlas auf eigene Rechnung nicht auf den Markt bringen. Jenseits von 100.000 Euro wären allein die Kosten für den Druck gewesen. Und außerdem war die Stimmung gegen gedruckte Skiwerke – auch die Kollegen vom ADAC Ski Guide traf es ja ein Jahr nach uns, die Ausgabe 2013 war ihre letzte. Und das Internet war für uns keine Alternative (auch wenn wir dort mit schneeundmehr.de bereits ein qualitativ gutes Ski-Portal hatten).
Wir wollten ein Magazin machen, kein Online-Portal, auf dem wir nervig aufploppende Werbung zur Finanzierung hätten platzieren müssen. Das Magazin sollte aber trotzdem multimediale Inhalte haben, sollte interaktive Elemente haben, die Brücke zum Web schlagen. Das ging nur mit einem Digital-Magazin oder eMagazin, einer App für iPads und Tablets, einer noch sehr jungen und ständig in Entwicklung befindlichen Technik für eine neue Mediengattung. eMagazine sind keine eBooks, die kein Layout kennen und optimiert sind auf das reine Lesen. eMagazine sind auch kein Web-Auftritt, sie bieten nur die Verbindung ins Web über Browser-Fenster. eMagazine sind auch keine starren PDF-Magazine, sondern ermöglichen Dia-Schauen, Filmeinspielungen, Scroll-Boxen, Rundum-Panoramabild-Darstellungen, separat vergrößerbare Pistenpläne, die auch verschoben werden können, falls das Format zu groß ist, und viele weitere interaktive Elemente.
Was aus dem Vorhaben geworden ist, könnt Ihr selbst ansehen, auf dem iPad oder einem Android-Tablet. Für das iPad ist das kostenlos, bei Google Play und Amazon App Market kostet es leider etwas.
Alle Informationen und die direkt Download-Links findet ihr hier:
http://www.deratlas.schneeundmehr.de
Wir freuen uns über
jede Reaktion auf unser Werk!