• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Erfahrungsbericht(e) Zillertalarena - Diskussionstopic

Wer wird denn hier gleich übers Zillertal herziehen, ohne mich vorher zu konsultieren? :-)

Wollte nur kurz zum Ausgangspunkt dieses Thema noch etwas beitragen: Ich kann aus dem Text auch keinen Werbetext rauslesen. Es ist schlichtweg eine Bekundung der Liebe zu einem Skigebiet. Mehr nicht. Nicht mal ein Link ist gesetzt. Also bitte - bissl freundlicher wär doch angebracht.

Es ist aber derzeit auch wieder heiß draußen... ;-)
 
starli schrieb:
terestric schrieb:

4 von den 5 verlinkten Berichten betreffen Hochzillertal/Hochfügen und nicht die Zillertalarena! Also eine komplette Themenverfehlung deinerseits.

Zillertalarena ist - hoffentlich auch noch nach den letztes Jahr gebauten Bahnen - das schönste und abwechslungsreichste Skigebiet im Zillertal. Und auf den kleine Appendix Gerlosstein lass ich auch nix kommen. Mayrhofen hat die eisigsten Pisten, Hochzillertal die überfülltesten.

Industrieski? Also bitte, im Vergleich zu den 5m hohen eingezäunten modellierten Pisten in weiten Teilen der Dolomiten und anderen italienischen Regionen ist quasi jedes Skigebiet in Nordtirol eine 100-fache Verbesserung.

Dem kann ich nur zustimmen. Und über Vorwurf, dass in der Zillertalarena die Versorgungspreise besonders hoch seien, kann ich wirklich nur lachen. Es ist sicher nicht das günstigste Gebiet auf Erden, aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist im Vergleich zu anderen Gebieten dieser Größe absolut in Ordnung.
 
T-Bone98 schrieb:
starli schrieb:
terestric schrieb:

4 von den 5 verlinkten Berichten betreffen Hochzillertal/Hochfügen und nicht die Zillertalarena! Also eine komplette Themenverfehlung deinerseits.

Zillertalarena ist - hoffentlich auch noch nach den letztes Jahr gebauten Bahnen - das schönste und abwechslungsreichste Skigebiet im Zillertal. Und auf den kleine Appendix Gerlosstein lass ich auch nix kommen. Mayrhofen hat die eisigsten Pisten, Hochzillertal die überfülltesten.

Industrieski? Also bitte, im Vergleich zu den 5m hohen eingezäunten modellierten Pisten in weiten Teilen der Dolomiten und anderen italienischen Regionen ist quasi jedes Skigebiet in Nordtirol eine 100-fache Verbesserung.

Mit dem Industrieschi par excellence hat er trotzdem leider nicht unrecht - Bis auf einen Tag am Hintertuxer (siehe Bericht) und 3 Tage im Zillertal ausserhalb der Ferien war es dort genauso pervers wie höchstnes noch in Flachau (will mich aber jetzt garnicht auf ein Gebiet einschiessen - nehme einfach das Spieljoch und Hochfügen mal aus) - So viele vorallem schlechte und ASOZIALSTE Schifahrer wie im Zillertal hab ich noch nie gesehen, so planierte Pisten auch selten - Dennoch ist es nicht schlecht ... aber halt auch nicht gut :/
 
Guten Tag,

ich bin der weiteren Diskussion in den letzten Tagen nicht gefolgt und möchte nun mein erstes Posting zu diesem Thema noch mal erläutern.

1.)
Ich bin wie „Rüganer“ und „HBB“ davon ausgegangen, dass es sich hier um eine billige Werbenummer analog zu Versuchen anderer Marketingstrategen handelt. Hätte ich mir die Mühe gemacht, das überhaupt erste Posting von „krugster“ im Alpinforum zu lesen, hätte ich wohl berechtigte Zweifel bekommen. Da habe ich leider nicht getan.


2.)
Da ich bereits während der Wintersaison in Zillertalberichten für meine Augen erschreckende Bilder hinsichtlich des Pistenbaus gesehen habe, meine Nachfrage zum Umfang dazu jedoch unbeantwortet geblieben ist und last but not least das Zillertal (es hat nun mal überregional einen gemeinsamen Werbeauftritt und wird als Einheit wahrgenommen) unter nicht wenigen deutschen schulferiengebundenen Skiurlaubstouristen (nicht Skizirkustouristen) als Indutrieskisparadies bekannt ist, sah ich hiermit die Chance gekommen, durch eine zugegebenermaßen (Zitat Dachstein)„exzellente Pauschalisierung“ in etwas provokanter Art (Zitat Af) „groß vom Leder zu ziehen“. Verbunden mit meiner Info, noch nie selber im Winter dort gewesen zu sein, erhoffte ich mir ausgehend vom vermeintlichen Tourismusbüroaccount eine lebhafte Diskussion bzw. den Versuch einer Richtigstellung. Diese Diskussion hat es ja nun auch, auch wenn Sie einen anderen Weg gegangen ist…..

3.)
Als Mittelgebirgsbewohner beneide ich alle skibegeisterten Alpenbewohner um Ihre Möglichkeiten. Während ich mich im Winter die Wochenenden in Oberhof ( siehe http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=29524&hilit=oberhof) , am Inselsberg (siehe http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=29021), am http://www.skilift-goldlauter.de oder http://www.skilift-schmiedefeld.de bespaße, können die Alpenbewohner über ein ungleich größeres Angebot verfügen. Die Thüringer Lifte und Pisten sind kürzer und weniger hoch, dafür aber authentischer als die Doku zum ZT hier im Forum, schaut euch die Berichtelinks oben einfach mal an. Aber würde ich in der Alpengegend wohnen, so würde auch ich das Zillertal tageweise besuchen und nutzen.

4.)
Klar gibt’s auch im Zillertal schöne Ecken und schöne Zeiten mit viel Schnee und leeren Pisten weil wenig Leute, das ist für mich auch gar nicht das Thema. Die mir bekannten Zillertalurlauber der Hauptsaison sagten fast einstimmig: Das schönste am Tal ist der Abzweig zum Hintertuxer Gletscher. Beim Versuch einer Skigebiet-/ Skiregionsbewertung sollte man aber imho die Frage der Zielgruppen nicht vergessen, also von WEM lebt diese Skiregion WIE und WANN?
Da stelle ich nicht nur aufgrund der überregionalen umfangreichen Werbung und der 38000 Betten fest, das ZT lebt im Winter von „Hauptsaisonwochenskipistenurlaubern“ und auch etwas von „Tagesskipistennutzern“. Da muss man im Zillertal einfach nüchtern feststellen, das bspw. 38.000 gefüllte Gästebetten in der Touristenhauptsaison nicht auf sanften Wintertourismus, sondern auf Skizirkus hindeuten. Man müsste dazu mal Vergleiche anstellen, bspw. blanke Bettenzahl pro nutzbare Talflläche, Bettenzahl zu Pistenkilomter oder Pistenfläche

5.) Daher meine provokant erscheinenden Argumente:

...schon bei der Anfahrt im Talstau bzw. noch auf der Autobahnabfahrt zu stehen
Das habe in den letzten Fahrten in den Skiurlaub mehrfach beobachten dürfen, bereits 1 bis 3 km vor der Autobahnausfahrt standen die armen Seelen auf dem Standstreifen bzw. der rechten Fahrbahn und warteten auf die Einfahrt in Ihr Wintererlebnis.

...meinen Urlaub in einem Tal mit 38.000 oder mehr Gästebetten zu verbingen
FAKT

...in Stoßzeiten an kapazitätsstarken Talanlagen trotzdem 20 bis 30 Minuten und mehr mit Hunderschaften behelmter Skifahrer anzustehen
FAKT, siehe Bilder im Forum insbesondere an den Talanlagen

...mir auf 6 KSB´s den Popo wärmen zu lassen
…ist ein etwas unsachliches erscheinendes Argument und soll lediglich auf die Ansprüche eine Zirkustouristen hindeuten. Ein echter Winter ist halt auch mal a****kalt, und das darf er auch, soweit meine Meinung. Ein Winterurlaub ist im Zweifelsfall auch mit den Unbilden eines Winters verbunden, insofern machen Wetterschutzhauben schon Sinn, aber Popowärmer halte ich für eine Zirkusattraktion und an sich schon unvereinbar mit dem Wort „Authentizität“. Sicher bin ich hier geprägt als Kind meiner Zeit und auch durch meine persönlichen Ansprüche.

...in (SB)-Restaurants mit einem Tagesoutput von mehreren hundert Schnitzeln eines dieser "hausgemachten" Teile zu bestellen bzw. abzuholen
FAKT

...auf aalglattgebügelten remodellierten Autobahnen zusammen mit Tausenden Wochentouristen über Eisplatten zu rutschen
Die vielen aalglatten stark remodellierten Autobahnen sind nicht wegzudiskutieren, die Masse an Menschen in der Hauptsaison ist nicht wegzudiskutieren, eisige Pisten/Eisplatten lassen sich selbst bei perfekter Präparation insbesondere bei regelmäßigen Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes ab einer gewissen Tagesfrequenz von Skifahrern pro Pistenfläche nicht vermeiden (wie ein übernutzer Acker irgendwann keinen Basis mehr hat) Außerdem, so zumindest mein Gedankengang, ist eine glattgebügelte Piste eigentlich keine Banalisierung, sondern eine Risikoerhöhung. Selbst der unbegabteste Tourist, der diese Piste vorher langsam oder garnicht befahren hätte, kann diese Pisten mit nun hoher Geschweindigkeit vermeintlich sicher berutschen. Skigebiete mit hohem Anteil solcher Pisten erscheinen mir schnell als Freizeitpark bzw. Skihalle ohne Dach, aber sicher nicht als authentisch.

...und dafür trotzdem oder gerade deshalb hohe Skipasspreise und Versorgungspreise zu zahlen
OK, die Skipasspreise sind bei diesen Invest´s in Anlagen, Beschneiung und Remodellationsbaggern nachvollziehbar. Rund 10 € für einen Friteusenschnitzel incl. Pommes sind für mich nicht OK, Frankreich ist definitiv teurer , in der Schweiz passt die Qualität zumeist zum Preis, der Knaller aber ist eine gut belegte Handmadepizza von 32 cm Durchmesser aus dem Holzbackofen für 8 € bspw. in Madesimo oder der Espresso für 2 € aus dem Automaten am Groppera. Der Automat benötigt dafür fast 90 Sekunden, hätte nie geglaubt, das Automaten sowas schaffen können.

...einen Helm und Protector aus Schutz vor den Anderen (selbstüberschätzende Wochentouris, Besoffene Partykinder und die allg. Verkehrsdichte) tragen zu müssen
FAKT

...mit am Lift von ungeduldig und irgendwie getriebenen Touristen aus allen Nationen die Ski zerkratzen lassen will
als Folge der Verkehrsdichte und eventuell des nationsunabhängigen Klientels, was treibt die bloß an???

...selbst im Hochwinter auf teils apere Täler schauen möchte
Siehe bspw. http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=20858&hilit=ziller, bei der Höhenlage kein Wunder, selbst im Thüringer Wald gibt es keine so tiefen Lifte und Pisten. Gibt’s eigentlich noch tiefergelegene Pisten mittelgroßer oder großer Skigebiete, ich kenne nur noch den Pohorje????

...mein Auto in mehrstöckigen hunderte Autos fassende Talstationsparkhäusern abzustellen
FAKT, siehe auch hier http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=20858&hilit=ziller, Bild 3 oder 4
:surprised: das halte ich für schlicht zu viel, zeigt aber genau, welche Massen hier bespaßt werden sollen und im Sinne der Kostendeckung auch bespasst werden müssen.


Fazit:
Mein zugegebenermaßen provokantes und undifferenziertes Posting war bewusst überspitzt und nicht als unfreundlicher Akt gegenüber „krugster“ gedacht. Alle genannten Fakten/ Thesen gibt es so auch in anderen Gebieten, aber eben in besonders gehäufter Zahl im Zillertal bzw. in Teilgebieten des Zillertals.

Bekanntlich ist das Ganze ja manchmal mehr als die Summe seiner Teile. Mir stellt sich dann die Frage, ob man sich hierbei nicht schon längst selbst verloren hat. Ich könnte mir gut vorstellen, das so manches Skigebiet der Nord- und teilweise der Südalpen bei einer kollektiven Rückbesinnung auf etwas mehr Authentizität (Touristen die sportliche Gebiete bei gleichzeitiger übersichtlicher Gemütlichkeit suchen, anstatt sich "beshuttlen" und "expressen" zu lassen) mittelfristig Probleme bekommen könnte.

Es ist alles wieder nur meine bescheidene Meinung aufgrund der Eindrücke aus dem AF und den Erzählungen.

Grüße

terestric
 
Af schrieb:
@ citta: Obacht. Auch in Südtirol/Dolomiten gibts planierte Pisten, Massenabfertigung, Doppelzubringer, Samstagstau etc... Aber bei weitem halt nicht so konzentriert wie in Nordtirol.
Ich kenne das Zillertal und Umgebung leider nur vom Sommer. Ich kenne aber in den Dolomiten eine Hütte, auf der die Liftler nach Feierabend sich darüber aufregen, dass Zillertal sich als größtes Skigebiet der Welt bezeichnet. Das muss was privates sein :mrgreen:

@Krugster:
Also ich gehe jetzt seit 15 Jahren zum Feiern auf die Reeperbahn und trinke seit (über) 12 Jahren...diverse Spirituosen..., zwischendurch war ich noch in anderen Kneipen sonst wäre keine gute Einschätzung möglich. Die Große Freiheit hat sich im Laufe der zeit sehr zum positiven gewendet, was nicht letztendlich an den in den letzten Jahren neu gebauten Clubs liegt, die Toiletten sind (fast) alle sehr Hygienisch, das Essen schmeckt (überwiegend) sehr gut und große Portionen ( Hesburger , KFC, Döner King, King Döner) , die Qualität der ... äh... Begleitung hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert. Das Angebot ist da sehr abwechslungsreich. Für mich das perfekte Feiergebiet wann ich mich mal soweit aus dem Fenster lehnen darf. Auch für kleine Kinder gibt es...ähm... das Museum für Hamburger Geschichte, welches nicht so 0815 ist wie in anderen Städten.
Allen ein schönes Wochenende :mrgreen:
 
terestric schrieb:
5.) Daher meine provokant erscheinenden Argumente:

...schon bei der Anfahrt im Talstau bzw. noch auf der Autobahnabfahrt zu stehen
Das habe in den letzten Fahrten in den Skiurlaub mehrfach beobachten dürfen, bereits 1 bis 3 km vor der Autobahnausfahrt standen die armen Seelen auf dem Standstreifen bzw. der rechten Fahrbahn und warteten auf die Einfahrt in Ihr Wintererlebnis.

Und das gibts anderswo auch. Ich denke an die Eibergbundesstraße, oder man steht in der Blockabfertigung am Tauerntunnel. Ist also schon mal kein reines Problem am Wintertourismus im Zilertal.

...meinen Urlaub in einem Tal mit 38.000 oder mehr Gästebetten zu verbingen
FAKT

Wieder eine Pauschalirung, denn das Tal ist gut 60 Kilometer lang. Ich denke nicht, dass die effektive Bettendichte höher ist als im Ötztal oder im Paznaun.

...in Stoßzeiten an kapazitätsstarken Talanlagen trotzdem 20 bis 30 Minuten und mehr mit Hunderschaften behelmter Skifahrer anzustehen
FAKT, siehe Bilder im Forum insbesondere an den Talanlagen

Wieder eine Pauschalisierung. In Ischgl steht man auch im Stau, ich kenne es von der Nassereinbahn am Arlberg, dort mal 20 Minuten zu stehen; auch das gibt es öfters. Auch von Sölden von der Giggijochbahn sind längere Wartezeiten bekannt.

...mir auf 6 KSB´s den Popo wärmen zu lassen
…ist ein etwas unsachliches erscheinendes Argument und soll lediglich auf die Ansprüche eine Zirkustouristen hindeuten. Ein echter Winter ist halt auch mal a****kalt, und das darf er auch, soweit meine Meinung. Ein Winterurlaub ist im Zweifelsfall auch mit den Unbilden eines Winters verbunden, insofern machen Wetterschutzhauben schon Sinn, aber Popowärmer halte ich für eine Zirkusattraktion und an sich schon unvereinbar mit dem Wort „Authentizität“. Sicher bin ich hier geprägt als Kind meiner Zeit und auch durch meine persönlichen Ansprüche.

Sitzheizung gibts in nahezu jedem Skigebiet, welches in den letzten paar Jahren in moderne Anlagen investiert hat.

...in (SB)-Restaurants mit einem Tagesoutput von mehreren hundert Schnitzeln eines dieser "hausgemachten" Teile zu bestellen bzw. abzuholen
FAKT

Und wieder wird übersehen, dass es das in jedem anderen Skigebiet genau so gibt wie hier. Das ist für SB Restos normal und zu akzeptieren. Niemanden zwingt dich, dort hinzugehen, und wie schon geschrieben, gibts in nahezu jedem Skigebiet kleine Hütten, wo wirklich frisch gekocht wird.

...auf aalglattgebügelten remodellierten Autobahnen zusammen mit Tausenden Wochentouristen über Eisplatten zu rutschen
Die vielen aalglatten stark remodellierten Autobahnen sind nicht wegzudiskutieren, die Masse an Menschen in der Hauptsaison ist nicht wegzudiskutieren, eisige Pisten/Eisplatten lassen sich selbst bei perfekter Präparation insbesondere bei regelmäßigen Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes ab einer gewissen Tagesfrequenz von Skifahrern pro Pistenfläche nicht vermeiden (wie ein übernutzer Acker irgendwann keinen Basis mehr hat)

Und wieder sind das Zustände, die es in anderen Skigebieten auch gibt....

...und dafür trotzdem oder gerade deshalb hohe Skipasspreise und Versorgungspreise zu zahlen
OK, die Skipasspreise sind bei diesen Invest´s in Anlagen, Beschneiung und Remodellationsbaggern nachvollziehbar. Rund 10 € für einen Friteusenschnitzel incl. Pommes sind für mich nicht OK, Frankreich ist definitiv teurer , in der Schweiz passt die Qualität zumeist zum Preis, der Knaller aber ist eine gut belegte Handmadepizza von 32 cm Durchmesser aus dem Holzbackofen für 8 € bspw. in Madesimo oder der Espresso für 2 € aus dem Automaten am Groppera. Der Automat benötigt dafür fast 90 Sekunden, hätte nie geglaubt, das Automaten sowas schaffen können.

Es wzingt dich keiner, in solche Restos zu gehen. Es gibt genügend gute Hütten in den jeweiligen Skigebieten

...einen Helm und Protector aus Schutz vor den Anderen (selbstüberschätzende Wochentouris, Besoffene Partykinder und die allg. Verkehrsdichte) tragen zu müssen
FAKT

Die hast du überall dort, wo es das entsprechende Klientel gibt. Das entsprechende Klientel hast du überall dort, wo es entsprechende Lokalitäten hast, und die gibt es in unterschiedlicher Dichte in faktisch jedem Skigebiet...

...mit am Lift von ungeduldig und irgendwie getriebenen Touristen aus allen Nationen die Ski zerkratzen lassen will
als Folge der Verkehrsdichte und eventuell des nationsunabhängigen Klientels, was treibt die bloß an???

Die hohe Verkehrsdichte gibt es in allen anderen Skigebieten auch... Das ist wieder eine Pauschalisierung, die du da betreibst...

...selbst im Hochwinter auf teils apere Täler schauen möchte
Siehe bspw. http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=20858&hilit=ziller, bei der Höhenlage kein Wunder, selbst im Thüringer Wald gibt es keine so tiefen Lifte und Pisten. Gibt’s eigentlich noch tiefergelegene Pisten mittelgroßer oder großer Skigebiete, ich kenne nur noch den Pohorje????

Skiwelt, Zillertal, Sölden egal, sowas kenne ich aus vielen Skigebieten und ist abhängig von der Wetterlage.

...mein Auto in mehrstöckigen hunderte Autos fassende Talstationsparkhäusern abzustellen
FAKT, siehe auch hier http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=20858&hilit=ziller, Bild 3 oder 4
:surprised: das halte ich für schlicht abartig, zeigt aber genau, welche Massen hier bespaßt werden sollen und im Sinne der Kostendeckung auch bespasst werden müssen.

Und? Gibts in Sölden auch, auch an der Fleckalmbahn steht ein Parkhaus... Großparkplätze gibt es in faktisch jedem Skigebiet. Und die Dimensionen solcher Großparkplätze wie in Zell am Ziller oder in der Schwendau gibts nicht nur dort...


Mein zugegebenermaßen provokantes und undifferenziertes Posting war bewusst überspitzt und nicht als unfreundlicher Akt gegenüber „krugster“ gedacht. Alle genannten Fakten/ Thesen gibt es so auch in anderen Gebieten, aber eben in besonders gehäufter Zahl im Zillertal bzw. in Teilgebieten des Zillertals.

Das halte ich grundlegend falsch. Nahezu alle deine Fakten / These lassen sich auf alle anderen Großskigebiete anwenden - und ich stelle mir auch gut vor, dass das nicht nur in Österreich so ist, sondern auch für andere Länder gilt. Ich darf daran erinnern, dass wir in Österreich nicht die für mich seelenlosen Retortenorte haben, die es nach Berichte in Frankreich massenweise geben soll. Ich gehe aber davon aus, dass es in Frankreich genau so authentische Orte gibt.


Es ist alles wieder nur meine bescheidene Meinung aufgrund der Eindrücke aus dem AF und den Erzählungen.

Und das halte ich für ein großes Problem. Mach mal eine Trans Österreich Skisafari, und du wirst sehen, dass das, was du schreibst, nicht annähernd so schlimm ist, wie du es zu glauben scheinst. Und viele von dir kritisierten Punkte gibt es in anderen Ländern übrigens auch...

MFG Dachstein
 
@ Dachstein

Ich gebe Dir ja in allen Punkten recht, das habe ich ja so auch geschrieben.

terestric schrieb:
Alle genannten Fakten/ Thesen gibt es so auch in anderen Gebieten
.

Wenn Du jede Darstellung von mir als pauschal bezeichnest, da pauschalisierst Du aber kräftig mit. :ja:

Ich habe ja nie behauptet, dass die genannten Aspekte, seinen sie nun auslastungsbedingt oder nicht, alleinige Eigenheiten des ZT sind. Mir erscheint es aus Bildern/ Berichten aus dem AF und, das ist mir fast noch wichtiger, aus Berichten von Bekannten Zillertalurlaubern (solche die sich selbst als kuriert bezeichnnen und Zufriedende Ski- und Partyfreudige) so, als ob alle genannten Punkte, auf die Du zurecht auch in auf andere Skigebieten verweist, eben im ZT gehäuft gibt. Daher mein nicht ganz erst gemeint Aussage:

Manchmal ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. (hier im negativen Sinne ausgehend von meinen Vorstellungen)

Jetzt hab´ich Aristoteles vor meinen Karren gespannt, der arme Kerl.


Blockabfertigung: Hat das ZT Blockabfertigung oder ist das das Ergebnis eines Mißverhältnisses von Auto/Straße?

38.000 Gästebetten sind ordentlich, stimme Dir aber zu, es muss ein Flächen- und Pistenbezug her, sonst ist es eine pauschale Aussage. Ich werde mich dazu mal schlau machen. Die Tallänge spielt sicher eine weniger große Rolle wenn man unterstellt, das alle hauptsächlich zum Skifahren kommen bzw. gleich viele/wenig zum Skifahren kommen wie in Vergleichregionen.

Wartezeiten: Da hast Du aber fast nur öst. Gebiete aufgezählt, die auch von Massenabfertigung leben bzw. gemäß Ihrer getroffenen Entscheidungen je nach Sichtweise leben müssen/dürfen.

Sitzheizung: Ist ja von mir aus auch OK, wenn davon aber die Kundenfrequenz bzw. die Entscheidung des Kunden für das Skigebiet abhängt, ist da fraglich und für mich Zirkus, ganz egal wo das passiert.

SB Restos: Jeder soll Essen was er will. Für ein Produkt was keiner händischen Zubereitung bedarf und nur durch die Friteuse gezogen essenbereit ist, somit von jedem behaarten Affen zubereitet werden kann, will ich persönlich keine 10 Euro zahlen. Du hast Recht ist muss ja nicht da hin.

Autobahnen: Nicht die Autobahn ist für mich das Problem, sondern deren Anzahl im Verhältniss zu authentischen, daher den Geländekonturen folgenden Pisten. (Dellen, Beulen, breiter, enger --> ebenso wie die Natur es vorgibt und ohne Bagger/Sprengung zulässt). Auch die natürliche Schneelage, die Qualität der Kunstschneeerzeugung, Anzahl der Skifahrer pro Fläche, letztlich sogar deren Können und selbstverständlich die mit der Höhe/Ausrichtung des Gebietes verbundene Temperatur durch Luft/Sonne sind maßgebliche Einflussfaktoren für den Pistenzustand bzw. abgefahrene eisige Pisten.

Helme/ Partyklientel/ besoffene asoziale (= gemeinschaftsschädigend) Skifahrer: Das scheint mir ein typisches östereichisches Problem zu sein. Das kenne ich aus den großen Gebieten der anderen Länder so nicht (Frankreich 3V, Schweiz Oberengadin, Italien Arabba). In Kleinen Gebiete außerhalb von AT sind mir da überhaupt noch nicht untergekommen, auch in AT/4 Berge habe ich das so nicht wahrgenommen).

Wartende/skitrampelnde Touris: Deine These kann ich so nicht bestätigen, siehe dazu unten mehr:

Vorschlag TransAT: Zumindest ein großes ZT-Gebiet werde ich kommenden Winter "versuchen zu besuchen". Sind die Bilder zum ZT im AF wirklich so einseitig und die Aussagen meiner Freunde nicht stimmen, ich bin gespannt.

Da Du sicher auf deutlich mehr Alpenskitage pro Saison kommst als ich, frage ich mich gerade, warum Du bisher nur von AT-Gebieten gesprochen bzw. zum Vergleich herangezogen hast?

Ich habe bei meinen Besuchen in den Savoyen (3V und Valfrejus), in den Seealpen, in der Lombardei (Livigno und Madesimo), Südtirol (Arabba, Gröden, Sulden), Schweiz (Ober- und Unterengadin) wie oben geschrieben immer einzelne in meinem Posting vom heutigen Mittag angeführten Kritikpunkte gefunden, aber eben nie so konzentriert bie bspw. im Amade oder wie es mir jetzt im ZT zu sein SCHEINT.

Grüße

terestric
 
terestric schrieb:
Blockabfertigung: Hat das ZT Blockabfertigung oder ist das das Ergebnis eines Mißverhältnisses von Auto/Straße?

Brettfalltunnel (Blockabfertigung). Und weil der Tunnel gleich weniger als einen Kilometer von der Autobahn weg ist, gibts Stau.

38.000 Gästebetten sind ordentlich, stimme Dir aber zu, es muss ein Flächen- und Pistenbezug her, sonst ist es eine pauschale Aussage. Ich werde mich dazu mal schlau machen. Die Tallänge spielt sicher eine weniger große Rolle wenn man unterstellt, das alle hauptsächlich zum Skifahren kommen bzw. gleich viele/wenig zum Skifahren kommen wie in Vergleichregionen.

Ich gehe davon aus, dass die Relation Gästebetten zu Fläche der Skigebiete nicht anders ist als anderswo. Denn 38000 Gästebetten bedienen 3 Großskigebiete, drei kleinere und einen Gletscher.


Autobahnen: Nicht die Autobahn ist für mich das Problem, sondern deren Anzahl im Verhältniss zu authentischen, daher den Geländekonturen folgenden Pisten. (Dellen, Beulen, breiter, enger --> ebenso wie die Natur es vorgibt und ohne Bagger/Sprengung zulässt). Auch die natürliche Schneelage, die Qualität der Kunstschneeerzeugung, Anzahl der Skifahrer pro Fläche, letztlich sogar deren Können und selbstverständlich die mit der Höhe/Ausrichtung des Gebietes verbundene Temperatur durch Luft/Sonne sind maßgebliche Einflussfaktoren für den Pistenzustand bzw. abgefahrene eisige Pisten.

Diese Einflüsse hast du aber überall - ob du jetzt in den Dolomiten bist oder in Frankreich oder in Österreich.

Helme/ Partyklientel/ besoffene asoziale (= gemeinschaftsschädigend) Skifahrer: Das scheint mir ein typisches östereichisches Problem zu sein. Das kenne ich aus den großen Gebieten der anderen Länder so nicht (Frankreich 3V, Schweiz Oberengadin, Italien Arabba). In Kleinen Gebiete außerhalb von AT sind mir da überhaupt noch nicht untergekommen, auch in AT/4 Berge habe ich das so nicht wahrgenommen).

Es gibt durchwegs Partyzentren (in Tirol Ischgl, M-Hofen, Sölden, in Abstrichen noch St. Anton). Dort gehts richtig zur Sache. Wo anders ist es etwas ruhiger, dennoch gibt es auch dort einschlägige Lokalitäten und es besteht grundsätzlich überall die Chance, einem solchen dort ausgekommenen Terrorskifahrer über den Weg zu laufen. Diese Möglichkeit besteht anderswo, also außerhalb Österreichs genau so.

Ich habe bei meinen Besuchen in den Savoyen (3V und Valfrejus), in den Seealpen, in der Lombardei (Livigno und Madesimo), Südtirol (Arabba, Gröden, Sulden), Schweiz (Ober- und Unterengadin) wie oben geschrieben immer einzelne in meinem Posting vom heutigen Mittag angeführten Kritikpunkte gefunden, aber eben nie so konzentriert bie bspw. im Amade oder wie es mir jetzt im ZT zu sein SCHEINT.

Für mich ist das ganz einfach erklärt: die Masse der Berichte kommt eben aus der Hochsaison, da geht es entsprechend zu. Das ist in allen Gebieten so, auch in anderen Ländern. Wenn man sich die Berichte aus der Zwischensaison, Vor- und Nachsaison anschaut, dann sind die Zustände dort nicht anders als in den von dir beschriebenen Gebieten.

Du wirst, wenn du das Zillertal in der Hochsaison besuchst, sicher viele bemängelte Zustände sehen, genau so wirst du diese Zustände aber in der Hochsaison anderswo sehen. Es ist einfach so. Das Zillertal ist für mich aber auch in der Hochsaison interessant, wenn man weis, wo man fahren kann. Schau dir den Hintertuxer Gletscher an, wo man alleine unterwegs ist.

Anbei noch ein kleiner Link: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=46&t=38972&p=4755102&hilit=Penken+Kombibahn#p4755102

Dieser Bericht zeigt in meinen Augen recht gut, wie es selbst in Mayrhofen, der Partyhochburg, sein kann. Dieser Tag war für mich einer dieser typischen Zillertaltage, wo man sagen muss, obwohl noch Saison ist, war der Tag gut.

Ich frage mich weiters, warum du ausgerechnet beim Zillertal so ein Aufhebens machst, bei anderen gebieten aber nicht, obwohl die Zustände ähnlich sind. So was halte ich persönlich für inkonsequent. Ich denke, das Zillertal muss man selber mal erleben, um sagen zu können, was dort abläuft. ich persönlich war auch immer vom Zillertal abgeschreckt, bis dann die TSC kam und ich die Gebiete kennengelernt habe. Außer Ski Optimal sagen mir die Gebiete eigentlich recht gut zu. Ich habe aber den Vorteil, dass ich mir aussuchen kann, wann ich hinfahre und habe somit einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Wochentouristen, der gebucht hat und dann kommt.

MFG Dachstein
 
Hallo,

Dachstein schrieb:
Ich frage mich weiters, warum du ausgerechnet beim Zillertal so ein Aufhebens machst, bei anderen gebieten aber nicht, obwohl die Zustände ähnlich sind. So was halte ich persönlich für inkonsequent.

Das ist einfach. Es ging im Eingangsposting um ein Gebiet, dass ich aufgrund des Werbekonzeptes in den klassichen Urlaubseinzugsgebieten als eine Einheit Zillertal wahrnehme und mir, das hatten wir jetzt schon, sich aufgrund der Bilder und der Beschreibungen von ZT-Urlaubern als besonders gegensätzlich zu meinen Vorstellungen darstellt. Außerdem war eine gewisse Portion "Pauschalisierung" durchaus gewünscht um den vermeintlichen (Zitat Krugster) "PR-Fuzzi" aus der Reserve zu locken.
Bin gespannt ob und wie er sich weiter beteiligt.

Dachstein schrieb:
Für mich ist das ganz einfach erklärt: die Masse der Berichte kommt eben aus der Hochsaison, da geht es entsprechend zu
Das ist allerdings ein Aspekt den ich so nicht bedacht habe. Umgekehrt war/ist das immer mein Leitmotiv bei Buchung und Auswahl des Jahreshauptskiurlaubes, mich bspw. nach Skigebieten umzuschauen, die möglichst außerhalb der Fahrstrecken sind, die die Urlauber des jeweils in Ferien befindlichen Landes gewillt sind zu fahren.
(weiteres Kriterium ist die Bettenzahl zu Skigebietsgröße unter Beachtung der Bedeutung für Tagestouristen)

Beispiele:
In den deutschen Winterferien fahren gemessen an der Gesamtzahl kaum deutsche Familien (die logischerweise mindestens ein schulpflichtiges Kind hat) nach/weil:

Madesimo/ am A**** der Welt, da Splügen zu und ggf. lange Landstraße durchs Engadin (extremst cooler Ort mit alter PB, 800 HM Freeride, Mainstreamskigebietsteil in den unteren Etagen, landschaftlich geniale voll unmodellierte Abfahrten ins Val di Lei)

3V oder Valfrejus (über ersteres muss man glaube ich nix sagen, zweiteres extrem günstig, geniale Freeridemöglichkeiten, beide zuweit für den Druchschnittsdeutschen)

Sulden- am A**** der Welt, Landstraße durch Inntal/Reschen/Vinschgau, aber landschaftlich kaum zu toppen, für einen Pistenskifahrer für eine Woche zu klein

Diese Gebiete haben meine Kriterien weitestgehend erfüllt und sind allesamt abhängig von den Ferienzeiten nicht zu sehr von den Massen frequentiert. Das Gegenteil meiner Kritikpunkte, seien sie berechtigt oder unberechtigt, sind meine Kriterien für die Auswahl meines Winterurlaubs, damit bin ich meinen Vorstellungen immer nahe gekommen. Ein Menschenleben ist schlicht zu kurz um alle Gebiete per Winterurlaub abzutesten.

Den nächsten Winter geht´s nach Courmayeur, eventuell Gressoney, vieleicht nun nach dieser Diskussion mit Zwischenstopp ZT plus eine Übernachtung.

Grüße

terestric
 
Dachstein schrieb:
terestric schrieb:
2 Irre lange Postings die jeder lesen kann deswegen Kurzform ;)

MFG Dachstein

Grundsätzlich stimme ich ja auch dem Herrn Dachstein zu, ABER auch du musst zugeben, dass das Zillertal zusammen mit einigen anderen Destinationen (Gegend um Flachau, Ötztal) im Vergleich zu anderen Tälern die zugegeben auch sehr touristisch sind halt fast durchgehend so extrem erschlossen ist. Dies hast du weder im Paznaun noch am Arlberg, da gibt es 1-3 große touristische Orte die "perfekt" (nunja ...) erschlossen sind und der Rest ist noch vergleichsweise ruhig - Zumindestens nach meinen Erfahrungen.

Da stehen einige wenige Täler und Gegenden in Österreich schon heraus (für mich negativ, für andere sicher auch positiv)
 
Dachstein schrieb:
Es stimmt sicher, dass gewisse Gebiete gut erschlossen sind. Manche sind extrem erschlossen. Aber warum du nicht auch Ischgl (idalpe!!!) dazuzählst, verwundert mich schon leicht. Die Idalpe ist in meinen Augen das schlimmste Seilbahngewusel, was je gebaut wurde. Nur hat auch Ischgl seine schönen Seiten.

MFG Dachstein

Ich hoffe du meinst terestric :) Ich finde die Idalpe nämlich so wie Ischgl an sich ganz und gar grausam und wohl das schlimmste "Einzelbeispiel" der Industrialisierung im Skisport - Das Zillertal ist halt sozusagen das "Gesamtpaket" dazu.
 
Ich sag mal so, wer in Ischgl zur Hauptverkehrszeit auf der Idalpe fährt ist selber schuld, denn Ischgl hat einige ruhigere Ecken in denen man es noch wirklich krachen lassen kann.
 
Oliver199 schrieb:
Ich frage mich immer wieder wieso 75% der Wintertouristen Nordtirol mit Österreich gleichsetzen.

Grundsätzlich besteht sogar Tirol aus nur einem Skigebiet. ;) Denn - fährt ein Tourist nach XY in Tirol Skifahren und es geht schlecht; und wird dann daheim gefragt, wo er denn auf Urlaub war, kommt als Antwort Tirol. Und dann die obligatorische Frage, wie es war, kommt als Anwort: schlecht.

Ergo: in ganz Tirol ist es schlecht, obwohl die Person nur ein einziges Skigebiet gesehen hat.

Paradox, nicht?

Nordtirol ist einfach für viele ausländische Gäste zum Synonym für Ski und co. geworden, für andere ist es Salzburg. Synonymbildung ist was ganz natürliches.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
terestric schrieb:
Blockabfertigung: Hat das ZT Blockabfertigung oder ist das das Ergebnis eines Mißverhältnisses von Auto/Straße?
Brettfalltunnel (Blockabfertigung). Und weil der Tunnel gleich weniger als einen Kilometer von der Autobahn weg ist, gibts Stau.
Problem ist doch nicht der Tunnel. Der Verkehr kommt in der Ortsdurchfahrt Fügen ins Stocken, durch den Rückstau wird dann die Blockabfertigung installiert. Daher hat terrestic schon Recht, dass es das Missverhältnis Auto/Straße ist. Wenn man sich die Verkehrsstatistik von der B169, Brettfalltunnel ansieht, lag das Maximum Fahrtrichtung Fügen am 05.02.11 bei 1.113 Fahrzeugen in einer Stunde (7-8 Uhr). Das sind 18,55 Fhzg./Min. bzw. alle 3 Sek. ein Fahrzeug. Bei den Tiroler Bundesstraßen neben der B179 mit eine der am stärksten frequentierten. Und dass das abschreckend wirkt ist nachvollziehbar, aber das Problem gibts an solchen Tagen auch woanders in D, AT oder CH. Aufs Zillertal bezogen ist halt der Preis für den Ausbaugrad, der mittlerweile erreicht wurde. Aber die entsprechende Nachfrage zeigt ja auch, dass es so schlecht dort nicht ist. Da glaub ich auch ein Bericht von mir verlinkt wurde: Mir hat es damals dort durchaus gefallen, nur würde ich nie wieder in der HS dort hinfahren. Für die HS kann ich daher schon einige der genannten Punkte nachvollziehen. Nur besteht die Wintersaison nicht nur aus Weihnachten, Fasching, Krokusferien, Ostern ... und zu diesen Zeiten sieht es anderswo nicht viel anders aus.

PS: Aber wer weiß, wie "industrialisiert" das Zillertal heute mit der Alemagna wäre?! Vielleicht sollte man den heutigen Zustand Wert schätzen :wink:
 
Dachstein schrieb:
Oliver199 schrieb:
Ich frage mich immer wieder wieso 75% der Wintertouristen Nordtirol mit Österreich gleichsetzen.

Grundsätzlich besteht sogar Tirol aus nur einem Skigebiet. ;) Denn - fährt ein Tourist nach XY in Tirol Skifahren und es geht schlecht; und wird dann daheim gefragt, wo er denn auf Urlaub war, kommt als Antwort Tirol. Und dann die obligatorische Frage, wie es war, kommt als Anwort: schlecht.
MFG Dachstein

Ehrlich gesagt bin ich grundsätzlich gegen solche "Synonymisierungen" aller Art. Und jetzt bin ich mal ganz hinterhältig und behaupte, dass diese Aussage ein bisschen pauschalisierend ist ;D

Eine Straßenumfrage mit der Fragestellung "Nennen Sie 5 Skigebiete im Alpenraum" wäre interessant.
Ich tippe auf folgende Antworten:
Sölden, Ischgl, Arlberg, Zillertal, Kitzbühel
 
Klar ist, man kann schöne Tage in allen Zillertaler Skigebieten erleben, wenn man sie am richtigen Tag besucht.

Es ist aber meiner Ansicht nach nicht ganz verkehrt, wenn festgestellt wird, dass man bei einem Skiurlaub im Zillertal zur absoluten Hochsaison auf Unannehmlichkeiten trifft, die man zwar auch in so ziemlich allen vergleichbar großen Skigebieten vorfindet, die aber in den großen Zillertaler Skigebieten Hochzillertal/Hochfügen, Zillertal Arena und Penken/Mayrhofen besonders ausgeprägt sind. Und das hat auch seine Gründe:

- Die hohe Zahl an Gästebetten
- Die schnelle Erreichbarkeit für Tagestouristen im Süddeutschen Raum
- Die meisten Skifahrer sind so zwischen 10.30 Uhr und kurz vor 12.00 Uhr auf der Piste. In vielen anderen Großskigebieten kann man den damit verbundenen Maximum des Andrang umgehen, indem man zu dieser Zeit auf Talabfahrten ausweicht. Das ist in den Zillertaler Großskigebieten nur eingeschränkt möglich.

Gerne werde ich mal wieder zu einer günstigen Zeit ( etwa im März, wenn es deutlich weniger Tagestouristen in die Skigebiete zieht ) einen Einzeltag oder ein Wochenende im Zilleral verbringen. Für einen Wochenurlaub um Sylvester herum oder ein Fasching kommt das Zillertal für mich aber derzeit nicht in Frage.
 
Zurück
Oben