Für einen Wochenurlaub um Sylvester herum oder ein Fasching kommt das Zillertal für mich aber derzeit nicht in Frage
Das unterstreiche ich, aber verallgemeinere es für die allermeisten Großraumskigebiete der Alpen.
Ich würde z.B. nur höchst ungern in die großen frz. Stationen während der frz. Winterferien im Februar fahren. Das macht m.W. hier auch keiner/kaum einer der Foristen. Wenn man die Posts in den frz. Foren durchliest (30 min Wartezeiten "en fevrier" etc), dann ist das auch sehr vernünftig so, von den Preisen her gesehen erst recht. Dies erklärt aber dann wiederum, warum es kaum extrem negative Berichte aus diesen Gebieten hier im Forum gibt.
Eine Straßenumfrage mit der Fragestellung "Nennen Sie 5 Skigebiete im Alpenraum" wäre interessant.
Ich tippe auf folgende Antworten:
Sölden, Ischgl, Arlberg, Zillertal, Kitzbühel
Die Frage ist nur, wo Du diese Umfrage durchführen würdest? Wäre mal spannend zu sehen in welchen Quellgebieten welche fünf Destinationen genannt werden...
Zum Thema Zillertal möchte ich ergänzen, dass das Tal seit Mitte der 1990er Jahre nochmals einen bedeutenden touristischen Wachstumsschub erlebt hat, der jetzt an seine (natürlichen) Grenzen stößt, was zu den erwähnten Crowding-Erscheinungen auf Anreisewegen, Talstationen, Pisten führt. Vergegenwärtigen wir uns doch mal die damalige Situation: es gab kaum kapazitätsstarke Zubringerbahnen die für die großen Höhenunterschiede zu den hoch gelegenen Skigebieten dringend notwendig sind, es gab keine/kaum beschneite Talabfahrten, es gab eine Reihe von Einzelgebieten, die vornehmlich mit DSBs und SLten ausgestattet waren. Erst 1998/99 kam der Zusammenschluss zur Zillertalarena, 2001 dann Penken-Horberg-Rastkogel, 2004 Hochfügen/Hochzillertal. Im selben Jahr oder ein Jahr später dann der Zusammenschluss mit der Gerlosplatte (oder war das 2003?). Dann kam der Trend zu den beschneiten Talabfahrten und Parallel-Zubringern. Gleichzeitig hat sich die Pistenfläche aber nicht in gleichem Maßstab erhöht wie die Beförderungskapazitäten, so dass es nun zu den erwähnten Überfüllungseffekten an manchen Partien kommt, wobei das durch die Weitläufigkeit der großen Gebiete ausgeglichen wird (Konzentrationstendenzen der Besucher). Wir dürfen auch nicht vergessen, dass in Mitten dieser Boom-Phase ein komplettes Skigebiet geschlossen wurde (Fürstalm).
Ich finde die Debatte um die 2. Mayrhofener-Penken-Bahn sehr spannend, die zeigt, dass es auch innerhalb der Gemeinde keine klare Vorstellung gibt, wie es denn weitergehen soll. So gut ich die Forderung nach mehr Kapazität verstehen kann um die Wartezeiten abzubauen, so sehr bin ich aber davon überzeugt, dass der Punkt erreicht ist, an dem noch mehr Gäste im Skigebiet die Erlebnisqualität irgendwann deutlich senken werden - wenn nicht eine deutliche Erweiterung der Pistenfläche erfolgt, wovon nicht unbedingt auszugehen ist. Parallel wäre zu einem allfälligen Neubau für die Wochenenden und Feiertage eine Kontingentierung der zu verkaufenden Tagesskipässe (à la Lech).