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Eurovision Song Contest 2007

Also dieses Jahr hat mich irgendwie kein Lied vom Hocker gehauen.
 
Ganz ehrlich... die ganze Veranstaltung ist doch nicht so der Hit...
Jedes Jahr dasselbe... immer Anfang Mai wird plötzlich so eine Grand-Prix-Stimmung verbreitet und Thomas Hermanns holt wieder alle seine Freunde mit ins Boot und dann geht's los...
Von den über 40 Teilnehmern gibt es nach Expertenmeinungen über 20 Favoriten und einer davon gewinnt nachher. So wurde z. B. der deutsche Hit auch als Favorit gehandelt, ebenso wie der schweizerische von DJ Bobo, der dann sogar im Halbfinale ausgeschieden ist. Mit etwas Glück ist der eigentliche Sieger nachher auch dabei. Die Expertenmeinung kann man somit total vergessen ebenso wie die Veranstaltung: "Eurovision-Songcontest". Wieso reduziert man es nicht auf den "Songcontest". Ich bin zwar auch ein Freund von Show und viel drumrum, aber das zeigt auch, dass nachher nicht der beste Song sondern eine Gruppe mit viel Show gewinnt. Nicht zu vergessen ist natürlich das Punkte- Hin- und Hergeschiebe zwischen einigen Ländern, das sich nicht leugnen lässt.
Wieso veranstaltet man das ganze nicht als Radiowettbewerb in ganz Europa? Wer für ein Land teilnimmt, entscheidet eine kleine Jury und alles Weitere bleibt geheim... dann laufen die Hits im Radio und jeder Hit bekommt eine Nummer. Danach kann man abstimmen. Allerdings sollte es dann so sein, dass Stimmen für das eigene Land nicht gezählt werden, weil ein Deutscher meistens leicht erkennt, wer für ihn auftritt (für den Fall, dass Deutsch gesungen wird).
So hätte man das ganze System wieder mehr auf das Gesangliche reduziert und es würde nachher vielleicht ein Hit gewinen, den man sich in der Folgezeit auch mal gerne im Radio anhört.
 
Beim bildblog.de gibt es einen guten Artikel zur Ost-Problematik...

Jakob
 
Also mit dem Radio ohne Show Contest bin ich net dafür, ich möcht die Mädls und die Nicht Mädls ( Tokio Hotel Sisters ) schon sehn, wie die aussehn, und was sie für Outfits anhabn. Und ich muß sagen, am Besten hat mir die letzte gfallen ( Moldava ) , und die eben besagte Tokio Sister mit der silberfarbenen Jacke...( auch wenns kein Girl war, aber der hat die Rolle Super gespielt, wär was für den CSD... , da laufn auch immer so lustige Personen umanand)

ich sag nur eins, man darf das ganze net zu ernst nehmen, iss doch ois nur zwegs da Gaudi... :lol:
 
Beim bildblog.de gibt es einen guten Artikel zur Ost-Problematik...
Es gibt da einen Artikel. Gut ist der aber nicht, denn die dort veröffentlichte Tabelle hinkt, bzw. verschweigt zuviel.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, auf der Basis von Snowflats obigen Link die Rechnung nachzuvollziehen, siehe hier. Die im Bildblog genannten Zahlen stimmen soweit. Serbien hätte auch nur mit den Stimmen der Westländer gewonnen.

Der Ostfaktor wird jedoch deutlich, wenn man im Detaill die Vorherpunkte (Summe alt) und die Nachherpunkte (Summe neu) vergleicht. Ich habe die Länder dabei anhand der Vorgabe im Bildblog nach Ost (schwarz) und West (Blau) sortiert.

Man sieht, dass ohne die Oststimmen der Osten im Schnitt nur noch auf 44% seiner ursprünglichen Punkte kommt, der Westen jedoch immerhin noch auf 65%.

Vorher hatten die Ostländer im Schnitt etwas mehr als doppelt soviel Punkte wie der Westen (126.33 zu 60.11), nachher schmilzt der Vorsprung drastisch (56.80 zu 40.67), wobei also der Westen im Schnitt dem Osten durchaus mehr Punkte gibt (56.80) als sich selbst (40.67)!

Besonders peinlich wird es dabei z.B. für Mazedonien, dass ohne den Osten von 73 auf 8 Punkte abschmiert.
Schweden hingegen hätte auch weiterhin 51 Punkte: Alle aus dem Westen.
Weiterhin interessant das Verhalten der EU-Länder bzw. -Anwärter Kroatien, Lettland, Polen und Slowenien, die sich konsequent ostwärts zu orientieren scheinen und in der Summe 0 (in Worten Null) Punkte in den Westen geben. Da wirken die immerhin 2 Punkte, die von Russland in den Westen (naja gut, in die Türkei) gehen, geradezu großzügig.

Fazit 1: Der qualitative Vorteil der Ostbeiträge war groß genug, um auch nur mit den Weststimmen im Schnitt vorm Westen zu landen.

Fazit 2: Wenn zukünftig mal die Qualität in Ost und West in etwa gleich ist, gewinnt trotztem garantiert der Osten. Und genau das ist das Problem.

Es lohnt sich also wieder mal der detaillierte Blick auf die Zahlen. Ob es mit einem arroganten 'Tja.' wie im Bildblog getan ist, sei jetzt mal dahingestellt.

Zitat Bildblog.de:
Ungeachtet der Fakten spricht die "Bild"-Zeitung in ihrem Artikel vom "Schummel-Grand-Prix", der "Stimmen-Mafia aus Ost-Europa", einer "Riesen-Schummelei" und der "Stimmen-Schacherei der Ost-Europäer".
Es stellt sich die Frage, WER die Fakten nicht achtet.
 
Hut ab- saubere Arbeit Roberto! 8O
Also ich brauch da ned lang zu rechen!
Deutschland wird in seine Bundesländer aufgesplittert und dann paßt es wieder.
Ist doch gut wem man sieht das mit dem GEZ Gebühren was Vernünftiges gemacht wird. Die nächste Erhöhung steht übringes schon wieder an!
Und mal ganz ehrlich, wem hat der Swinger aus D schon gefallen?
Vielleicht der Merkel.......
Die drei Monrose- Miezen hätten mit ihrem Lied da ev. mehr gemacht.
"Deutsch singen" kommt im Ausland genauso gut an wie ein türkisch gesungenes Lied hier.

Piep, piep, piep wir haben den Osten lieb.
Verlagerung von Arbeitsplätzen in dem Osten interessiert mich irgendwie mehr!
Schade das außer der NDR so viele Leute das Dingen noch für voll nehmen.
 
Roberto schrieb:
Zitat Bildblog.de:
Ungeachtet der Fakten spricht die "Bild"-Zeitung in ihrem Artikel vom "Schummel-Grand-Prix", der "Stimmen-Mafia aus Ost-Europa", einer "Riesen-Schummelei" und der "Stimmen-Schacherei der Ost-Europäer".
Es stellt sich die Frage, WER die Fakten nicht achtet.

Ähm... Bild!

Denn "schummeln" bedeutet "die Regeln verletzen", "Mafia" bedeutet "Verbrechensorganisation" und "schachern" bedeutet "feilschen". Hat irgendjemand die Regeln der Eurovision verletzt? Gibt es Hinweise darauf, dass sich irgendwelche Länder sittenwidrig Punkte bei anderen gekauft haben?

Nein.

Der Abstimmungsmodus ist eine Katastrophe für Kreativität und Unterhaltungswert und - auch meiner Meinung nach - unfair. Deswegen darf man aber den Bevorteilten noch lange keine verbrecherischen Absichten unterstellen. Journalistische Sorgfaltspflicht und so.
 
Wundert es eigentlich irgendwen, dass die Herrschaften aus dem Springer-Verlag mal wieder auf die patriotische Pauke hauen...? Das tut mit persönlich viel mehr weh als jeder noch so schlechte Songcontest-Beitrag :?
 
-gelöscht-
 
Oh, sei versichert: Das Spiel wird auch hierzulande (=Österreich) gespielt.
 
-gelöscht-
 
Also ein vorweg: Ich hab am Samstag die Sendung nicht gesehen. Trotzdem möchte ich meine Meinung zum Wettbewerb und vor allem der Berichterstattung danach kundtun.
Ich kann kein Verständnis für einige Kommentare, die in Richtung der Bild-Berichterstattung gehen, aufbringen.

Natürlich kann man nicht abstreiten, dass gewisse Länder bevorzugt gewissen anderen Ländern Punkte geben und die Qualität des Musikbeitrags nicht an erster Stelle steht. Aber das ist doch auf Grund von historischen, kulturellen und sprachlichen Gemeinsamkeiten absolut verständlich und war schon immer so. Übrigens gibt's dazu sogar eine wissenschaftliche Untersuchung, die das darstellt.

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Quelle: "Das Konstrukt Europa", Vorlesung an der Universität Passau, Sommersemester 2006, Prof. Dr. Ernst Struck


Großbritannien stimmt für Irland (und komischerweise Griechenland), Belgien für Frankreich, Deutschland für die Türkei, genauso wie Tschechien wohl für die Slowakei stimmt, die ehemaligen Teile Jugoslawienw füreinander und Russland für Weißrussland. Das ist einfach eine Tatsache.
Genauso ändert das nichts an der Tatsache, dass ein Titel immernoch nur dann gewinnen kann, wenn er Punkte aus ganz Europa bekommt (siehe die Bildblog-Tabelle). Auch das war schon immer so. Damit kommen wir automatisch zur Frage, warum in den letzten Jahren Deutschland so schlecht abgeschnitten hat.

Den eigenen Kanidaten in einer Kampagne zwei Wochen in den Himmel zu loben und zum Topfavoriten zu erklären um dann am Tag nach dem Debakel zu fragen, ob uns denn keiner mehr lieb hat bringt hier nichts. Man muss halt ganz einfach feststellen, dass man mit irgenwelchen Schlager- oder Countrynummern heute bei diesem Wettbewerb keinen Blumentopf gewinnen kann. Klar, über Musikgeschmack lässt sich streiten, aber keiner kann einen Trend zu Mainstreammusik (also Pop und Rock) und andererseits zur Show leugnen. Lordi aus dem letzten Jahr sind das beste Beispiel: Gigantische Show und die haben's richtig krachen lassen.
Wenn man mal überlegt, welche deutsche Beiträge denn in den letzten Jahren vorne dabei waren gibt's doch nur zwei: Raab-Schützling Raab (Mainstreampop) und der Raab selbst (Humor & Show). Vielleicht wäre Monrose auch weiter vorne gelandet, man weiß es nicht. Man muss halt auch immer Glück haben und den Zeitgeist treffen.

Übrigens waren seit 1990 genau vier Veranstaltungen im "Osten", nämlich in Zagreb, Talinn, Riga und Kiew (zugegeben, drei davon nach 2000). Davon, dass nur noch osteuropäische Beiträge gewinnen können kann also keine Rede sein.

Klar kann man überlegen, den Wettbewerb attraktiver zu gestalten, die oben angeführten Tatsachen lassen sich dadurch aber nicht ändern. Also besteht die einzige Chance für uns Deutsche, den Wettbewerb mal wieder zu gewinnen darin, talentierte und zeitgemäße Künstler, die ein gesamteuropäisches Publikum ansprechen, hinzuschicken.

Und ganz ehrlich: Macht den Reiz der Veranstaltung statt (oder neben) dem Gewinnenwollen nicht vielmehr das Sehen der musikalischen Vielfalt Europas aus? Oder wann kann man bei uns schon mal weißrussische oder maltesische Gruppen im Fernsehen sehen?
 
:lol:
... darauf kann man eigentlich auch jedes Jahr zählen, dass irgendein Beitrag angeblich geklaut ist. Schau'mer mal was daraus wird.
 
... oh, hey, irgendwer in Passau hat die Türkische Republik Nordzypern anerkannt!

:wink:
 
:D Stimmt, jetzt wo Du das sagst.

In der Karte geht's ja nicht um Politik, sondern um Wahlverhalten beim Grand Prix. Da Nordzypern nicht selbst antritt werden die wohl zur Türkei gezählt. Die Anerkennung kann man daraus ja nicht zwangsläufig ableiten und würde auch zu weit OT werden! :wink:
 
Ich fand den Siegerbeitrag einfach nur langweilig - nix, was bei mir am Schluss irgendwie hängengeblieben wäre. Hab deshalb in der zweiten Hälfte der Auszählung demonstrativ für die Ukraine die Daumen gedrückt - das war zwar Trash, aber wenigstens lustig :wink:

Fazit: Mal wieder ein paar schöne Impressionen aus Helsinki gesehen, das allein war's für mich schon wert :D
 
Hi, da muß ich Dir Recht geben, das war echt toll. Vor allem die alte Holzachterbahn in diesem Vergnügungspark-- hat mich gleich an Budapest erinnert. Sowas iss echte Nostalgie, und Helsinki iss bestimmt ne Reise wert. Ja und das iss auch mit n Grund, warum ich solche Sendungen schön find, das ganze mit dem Abstimmen etc. iss für mi Nebensach. Es stimmt auch, daß ma bei solchen Sachen Bilder bzw. Leute aus den unbekannten Europäischen Ländern mal in einer positiven Sache sieht-- auf Musik stehen sie alle, und manche geben sich echt Mühe, warum solln sie net auch gewinnen.
ich fand auch einige Leserbriefe in den Zeitungen lustig, da schrieb eine, daß unser Swing Sänger besser war, als alle anderen Beiträge-- naja, daß Puplikum erwartet in so ner Sendung aber was anderes.
Und irgendwie müßt ma den Vorentscheid besser Musikexperten machen lassen, als musikunkundige Leut... naja, das stimmt irgendwie auch.
ich find s einfach amüsant, wie die Leut über sowas reden.
 
Habt s es gestern gsehn, die NO Angels fahrn nach Belgrad... endlich mal ein Titel, der vielleicht mal besser abschneidet... ob ma gwinnen bei den ganzen Osteuropäeren steht noch in den Sternen. Jedenfalls iss der Song gar net so schlecht.
 
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