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Wobei das übrigens nicht bedeutet, daß wir nicht auch das Perfekt von "Sein" verwenden:
"Gestern sind wir am Hochkar gewesen,...." kommt nach meiner Schätzung von der Häufigkeit annähernd ähnlich oft wie "Gestern waren wir am Hochkar...."
@Kleinschreibung:
Hatte ich auch mal eine Zeit lang gemacht. Fand ich irre individuell und total cool. Quasi der letzte Funke meiner postpubertären Rebellion gegen die Gesellschaft im Allgemeinen und orthografische Konventionen im Speziellen.
Inzwischen ist es mir jedoch wichtiger, dass andere meinen Senf gut lesen können. Zudem ist mir klar geworden, dass konsequentes Kleinschreiben einfach nur albern ist.
Würde ich im Alltag mit Dialekt sprechen und dies eine Zeitlang ebenfalls in Foren praktiziert haben, wäre ich mir sicher, dass auch dies mir irgendwann zu blöd geworden wäre. Man will sich ja auf Dauer nicht zum Deppen machen. Meine Gedanken sind mir inzwischen individuell genug. Das muss ich nicht durch bewusst falsches Schreiben katalysieren.
Afugrnud enier Stidue an der elingshcen Cmabrdige Unvirestiät ist es eagl, ...
Ja gut, da sind die Buchstaben innerhalb der Wörter auch nur um max. 2 Stellen verschoben, und größtenteils auch nur innerhalb der einzelnen Silben. Etwas inkonsequent.
Wir haben auch nicht dieses Doppel-s oder ß. Das ist mir völlig fremd. Und wenn ich jetzt astreines Prättigauerdeutsch sprechen würde, würde mich keiner verstehen (Ich verstehe es auch nicht ganz ).
Geschter hani es Glas Hahnaburger gatruucha und han spöter gsecha, dass es jetz denn amol grad ragna wird. Drum bini schnall ins Huus gsecklet und han döta nomol as Glas Hahnaburger gatruucha.
Das komische Doppel-s (ß) hat ja schlussendlich auch die gleiche Bedeutung wie ein „normales Doppel-s (ss). Und bisher habe ich das „ß“ nur bei mit PC geschriebenen Sachen gesehen. Kenne jetzt niemanden, der von Hand das „ß“ schreibt.
Übrigens: Habe alles verstanden obwohl es strub tönt Aber so schlimm wie Appenzeller oder Walliser ist es nicht. Hier die Übersetztung auf St. Moritz-Mischmasch (Ist kein reines Bündnerdialekt. Weil St. Moritz mit Samnaun zusammen die einzigen Deutschsprachigen Gemeinden im Engadin sind, hat sich halt ein Dialekt entwickelt, dass ein bisschen von allem der anderen Bündner Dialekten drin hat.
„Geschtar hani an Glas Hahnawasser truunka und han spööter gseh, dassas jetza denn amol grad kunnt go regna. Drum bini schnell ins Huus gsecklat und han döta nomol as Glas Hahnawasser trunka.“
hab mircos sätzli auch auf anhieb und in normalem lesetempo verstanden - im msn schreibe ich nur schweizerdeutsch und meine kollegen ebenfalls, von daher ists mir fast so geläufig wie hochdeutsch.
zudem bin ich wie max ein ziemlich konsequenter alleskleinschreiber. ist mehr aus faulheit und gewohnheit als aus extrovertiertem individualismus oder was auch immer.
was mich dagegen überdurchschnittlich aufregt ist wenn adjektive gross geschrieben werden. das ist dann viel verwirrender als wenn alles klein geschrieben ist.
andere rechtschreibfehler mache ich dagegen afaik kaum. war auch in diktaten an der schule immer einer der besten (zumindest in deutsch )
und das mit dem 1337$P3/-\<|-| ist eine altbekannte internetseite...
bei mir eigentlich eh auch... zumal klein schreiben ja auch nicht übermäßig individuell ist :lol:
aber ich hätt nichts dagegen, wenns überhaupt keine großschreibung geben würde...
Für den Schreiber mag das ja einfach sein, für den Leser ist es aber was anderes. Zumal einige Wörter in der deutschen Sprache in der Großschreibung eine andere Bedeutung haben, als in der Kleinschreibung.
Für den Schreiber mag das ja einfach sein, für den Leser ist es aber was anderes. Zumal einige Wörter in der deutschen Sprache in der Großschreibung eine andere Bedeutung haben, als in der Kleinschreibung.
Wir können das ruhig auch auf die diversen süddeutschen Dialekte ausdehnen. In dem Dialekt, den ich als meine Muttersprache bezeichne, gibt's nämlich auch kein Präteritum.
In unserem Odenwälder Dialekt gibt es das Imperfekt auch nur bei dem Verb "sein" - wie bei den Österreichern.
Aber Frage an die Österreicher: Wird auf das Imperfekt auch in den Medien verzichtet? Bei uns sind wir es immerhin von den Medien gewohnt (wenngleich die leider auch oft Fehler bei der Wahl der richtigen Zeitform machen).
Vermutlich wird es dem deutschen Imperfekt langfristig genau so ergehen wie jetzt schon dem französischen passé simple. Es wird zu einem Relikt der gehobenen Schriftsprache verkommen und aus der gesprochenen Sprache sowie der interaktiven Kommunikation verschwinden.
Komischerweise kann man eine derartige Degeneration der Sprache auf breiter Front erkennen. Beispiel Futur im Deutschen: Wer verwendet schon heutzutage die korrekte Futur-Form? Man nehme ein Stück Präsens und garniere es mit einem passenden zeitbestimmenden Adverb und schon fertig ist die Futur-Aussage. (Vom Konjunktiv ganz zu schweigen)
Überhaupt geht im Verlauf der Sprachentwicklung sowohl in den germanischen wie auch in den romanischen Sprachen der Trend zu bequemen Composé-Formen - zu Lasten der klassischen Konjugationen und Deklinationen. Im Vergleich zu Latein erscheinen mir die drei mir bekannten modernen Sprachen sehr rudimentär und degeneriert.
Komisch eigentlich: Während der Mensch auf anderen Gebieten die Technologien mit rasender Geschwindigkeit weiter entwickelt und immer komplizierter macht, macht er die Sprache immer primitiver (abgesehen von neuen Wörtern, die natürlich im Zuge der Entwicklung erforderlich werden). Das verstehe wer will!
Komisch eigentlich: Während der Mensch auf anderen Gebieten die Technologien mit rasender Geschwindigkeit weiter entwickelt und immer komplizierter macht, macht er die Sprache immer primitiver
is doch gut! Je einfacher eine Sprache wird, desto leichter wird sie für Fremde zu erlenen bzw. desto leichter kann man selbst eine andere Sprache erlernen.
Gottseidank nicht. Allerdings gibt's Leute wie den seligen Ex-Kicker Gilbert Prilasnig, die stets im Imperfekt sprachen und das waren dann doch etwas mühsame Interviews - denn sonst traf ich nur wenige, die das auch taten, insofen musste man ihn immer einnormalbürgern
Der falsche Gebrauch des Apostrophs ist in der Tat eine grauenhafte Unsitte.
Gerade gestern haben mir beim Lesen des 2000er DSV-Skiatlanten die Haare zu Berge gestanden als ich gelesen haben "Hochkönig's Winterreich". Ich hatte schon befürchtet, dass die Tourismusregion selbst nicht in der Lage ist, ihren eigenen Namen richtig zu schreiben. Nach Aufsuchen der Website habe ich erleichtert festgestellt, dass die ihren Namen richtig schreiben und nur die Skiatlas-Redaktion unfähig ist (pardon, aber bei einer professionellen Truppe muss man so hart urteilen). Bei der Gelegenheit muss man auch feststellen: Der jüngste Bericht aus dieser Region hat auch den Titel in der richtigen Schreibweise gewählt.
Was die von br403 verlinkte Website acuh schön zeigt: Das Plural-"s" wird immer ohne Apostroph geschrieben und überhaupt nur dann verwendet, wenn auch beim ausgeschriebenen Wort ein "s" angehängt wird.
Somit heißt es: Eine PB (Pendelbahn) - mehrere PB (Pendelbahnen) -> Es heißt ja nicht "Pendelbahnens" (auch möglich: PBen)
weiter: Eine KSB - mehrere KSB bzw. mehrere KSB / KSBen
Das gleiche bei PC: Ein PC (personal computer) - mehrere PC (personal computer) - Aber: Der Prozessor eines PCs (Genitiv = Computers)
Entsprechend heißt es: Ein Stau infolge mehrerer liegengebliebener LKW (nicht LKWs und schon gar nicht LKW's). Aber: Das defekte Bremslicht eines LKWs (Genitiv = Lastkraftwagens)
^^ Ganz so einfach ist es nicht.
Es ist im Deutschen durchaus zulässig, den Plural von Abkürzungen durch Anhängen eines s ohne Apostroph zu bilden, wenn diese Abkürzungen als eigenständige Worte im Sprachgebrauch benutzt werden.
PCs, DVDs, LKWs, KSBs ist also erlaubt.