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Der Endschalter hinten wird betätigt wenn Schlaffseil auftritt. Dabei wird der Klemmkopf durch das Tellerfederpacket nach hinten gezogen. Dabei wird der Endschater betätigt. Der Rest erfolgt mechanisch. Über ein Gestänge wird die die Federwaage welche die Klinke der Federpackete hält aufgeschoben.Lagorce schrieb:1. Dient der oben im Bild sichtbare mecahnische Endschalter zur Rückmeldung der Schlaffseilauslösung (die mechanisch die Fangbremse auslöst)?
Bell sowie Von Roll und heute Garaventa/Doppelmayr haben solche Systeme. Bei Von Roll wird der Öldruck durch 2 Hydraulikpumpen auf den vordersten beiden Laufrollen aufgebaut.Lagorce schrieb:2. Werden sämtliche Fangbremsen (Tragseilbremsen) durch eine mechanische Klinke offen gehalten oder gibt es solche, wo der Öldruck über Hydraulikzylinder die Backen in Offenstellung halten?
Die Pendelbahn Grütschalp (Ja wieder) besitzt hydraulisch offengehaltene Fangbremsen. Der Speisedruck erfolgt durch einen 24V DC Motor mit Pumpe. Dabei ist ein ausgewachsenes hydraulikaggregat mit Steuerung auf der Kabine inkl. Druckwächter usw. Die Auslösung erfolgt NUR elektrisch, es gibt KEINE auslösung die Mechanisch die Fangbremse auslösen kann. Die Fangbremse selber ist Intelligent und bestitzt eine SPS Steuerung. Diese kann auf die Unterschiedlichen Bremssituationen unterschiedlich reagieren. Zum Beispiel reagiert sie je nach Fahrrichtung anders. Fährt die Bahn zum Beispiel Bergwärts, fällt die Bremse erst ein wenn das Laufwerk V0 erreicht hat, und dann greiffen nur 2 Backen. Talwärts fallen alle 4 Gleichzeitig ein. Als Hilfe kommen neben Drehrichtungssensoren (Induktiv) auch 2 Variometer zum Einsatz die dedektieren ob die Bahn steigt oder sinkt. Die Schnellablassventive Funktionieren nach dem Arbeitsstromprinzip. Alle funktionen sind überwacht und in testschlaufen vor jeder Fahrt geprüft sowie doppelt vorhanden. Eine Handauslösung gibt es, sie betätigt aber lediglich einen 2 kanaligen Schalter welcher die Fangbremse auslöst. Die Kabine kommuniziert mit der Bergstation über eine Richtstrahlanlage (Windenbahn) Hier wird auch Nothalt SB für die Antriebsmaschine im Falle eines Einsatzes der Fangbremse ausgelöst.Lagorce schrieb:4. Erfolgt die Schlaffseilauslösung stets rein mechanisch od. auch in gewissen Fällen elektrisch (d.h. bei Fangbremsen die elektrisch ausgelöst werden können) und ist diese unverzögert?
Siehe oben, gibt aber auch gestänge die bei Schlaffseil Tal nur die oberen Bremsen abschiessen, Schlaffseil Berg aber alle. Mechanisch kein Problem.Lagorce schrieb:Bei gewissen PB werden die Fangbremsen differenziert bei Berg- bzw. Talfahrt ausgelöst. Erfolgt in solchem Falle die Ansteuerung elektrisch oder ggf. rein mechanisch?
Habegger hatte mal so ein System, bei der mechanisch ein Fliehkraftschalter auf dem Laufwerk mitfuhr. Vor allem bei unbesetzten Kraftwerksbahnen hätte das was nützen sollen.Lagorce schrieb:Kann die Übergeschwindigkeitsauslösung mechansich und elektrisch erfolgen oder, je nach Bauart, stets nur mechanisch ODER elektrisch?
Die erfolgt über die FUA. Übrigens können Fangremsen nur lokal ausgelöst werden, niemals über FUA (sollte man eher FWA für "Fernwirkanlage" sagen, da ja nicht nur rein überwacht wird?).Christoph Lütz schrieb:Es gibt folgende elektr. Schalter bei Laufwerksbremsen:
- Abschaltung Hauptantrieb
Gem. Vorschriften ist scheinbar die Auslösung bei Übergeschwindigkeit nur obligatorisch sofern keine Schlaffseilauslösung vorhanden ist.Es gibt bei Laufwerksbremsen in der Regel eine Schlaffseilauslösung und eine Handbetätigung, mehr nicht
Lagorce schrieb:Allgemeine Frage:
Kann während des Öffnungsvorganges (ggf. auch mit Handpumpe) stets die Fangbremse notfalls sofort wieder geschlossen werden?
Muss wohl mit grosser Vorsicht erfolgen. In mindestens einem Fall wurde so das Zugseil gerissen, weiss zwar nicht genau wie dies damals geschah.Christoph Lütz schrieb:Übrigens kann man mit Hilfe der Tragseilbremsen und dem Antrieb der Bahn bei einem Zugseilüberwurf über das Tragseil das Zugseil wieder in seine richtige Lage bringen.
Wurde schon praktiziert.
Wo habe ich was von Sicherheits SPS geschrieben?Lagorce schrieb:Ob sich die elektrische Ansteuerung mittels Sicherheits-SPS sich durchsetzen wird kann ich nicht beurteile. Sicherlich erlaubt eine programmierbare Steuerung wo erforderlich eine ausgeklügelte zeitsselektive Auslösung, es sind jedoch zusätzlich Elektromagnetventile erforderlich.
Darüber streiten sich die Götter.Lagorce schrieb:Kennt jemand die genauen zusätzlichen Bedingungen, die eine fangbremsenlose PB erfüllen muss? (Z.B. bzgl erhöhter Sicherheitsfaktor des gespleissten Zugseiles, zusätzliche Seilscheibenüberwachungen, Seilprüfungen und deren Intervalle, Zugseilverschiebungen usw.)
Lagorce schrieb:Ob sich die elektrische Ansteuerung mittels Sicherheits-SPS sich durchsetzen wird kann ich nicht beurteile. Sicherlich erlaubt eine programmierbare Steuerung wo erforderlich eine ausgeklügelte zeitsselektive Auslösung, es sind jedoch zusätzlich Elektromagnetventile erforderlich.
Nirgends. War eine (Fehl)vermutung meinerseits. Da ich die Einzeheiten nicht kenne, ist es mir nicht möglich zu beurteilen, welches Sicherheitslevel bzgl. elektrischer Ansteuerung der Fangbremse effektiv erforderlich ist. Mit diesen Details hat sich das BAV wohl bei der Risikoanalyse befasst.ATV schrieb:Wo habe ich was von Sicherheits SPS geschrieben?
Lagorce schrieb:Kennt jemand die genauen zusätzlichen Bedingungen, die eine fangbremsenlose PB erfüllen muss? (Z.B. bzgl erhöhter Sicherheitsfaktor des gespleissten Zugseiles, zusätzliche Seilscheibenüberwachungen, Seilprüfungen und deren Intervalle, Zugseilverschiebungen usw.)
Kann man vermutlich alles in den Anhägen der entsprechenden europäischen Richtlinien nachlesen.ATV schrieb:Darüber streiten sich die Götter.
Genaue Versetzintervalle kenne ich nicht. Was aber sicher einbezogen werden muss, Spleisslänge, Zugseildicke, Lageüberwachung der Seilscheiben, Neigungswinkelmesser 2x, Blitzzähler, Endloses Seil, usw.
Werden Variometer auch eingesetzt bei Bahnen, die eine stetige Steigung (Strecke ohne "Umkehrpunkte") aufweisen? Und welches sind die Vorteile der Variometer im Vgl. zur Fahrgeschwindigkeits- und -richtungerfassung bei der Laufrollen?ATV schrieb:Variometer wird dazu benötigt um festzustellen ob dei Bahn steigt oder sinkt. Wird zum Auslösen der Fangbrmse einbezogen.
Problem ist, dass die Laufrollen bei vereisten Tragseilen zu wenig Auflagedruck haben und so mitrutschen. Daher ist nicht sicher gegeben ob die Bahn sinkt oder steigt. Kenne nur eine Bahn die damit ausgerüstet ist.Lagorce schrieb:Werden Variometer auch eingesetzt bei Bahnen, die eine stetige Steigung (Strecke ohne "Umkehrpunkte") aufweisen? Und welches sind die Vorteile der Variometer im Vgl. zur Fahrgeschwindigkeits- und -richtungerfassung bei der Laufrollen?
PHB schrieb:Servus,
ich habe mir vorgestern die Rüfibahn mal etwas genauer angeschaut. Der dort verwendete Fangbremstyp von Garaventa war mir persönlich neu. Hier im Topic steht er auch nicht beschrieben. Das Laufwerk ist laut Garaventa Anleitung gleich dem vom Jakobshorn.
In der Schweiz war es genau umgekehrt! Das Einzeltragseil wurde lange Zeit nur für Transportbahnen und kantonal konzessionierte Bahnen zugelassen. Irgendwie schon komisch, wie zwei Pionierländer des Seilbahnbaus zu so komplett entgegengesetzten Ansichten kamen!Christoph Lütz schrieb:In Österreich gab es Probleme mit der Akzeptanz des Doppeltragseils seitens der Wiener Behörden.
seilbahner schrieb:Und ich dachte immer, die Seilbahnpioniere kamen wo anders her.
Zuegg?
Bleichert?
Heckel?
Polig?
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