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Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Danke Oskar, ist ja schon besorgniserregend was hier manche scheinbar für Bewusstseins Verändernde Substanzen zu sich nehmen.
 
markus schrieb:
Danke Oskar, ist ja schon besorgniserregend was hier manche scheinbar für Bewusstseins Verändernde Substanzen zu sich nehmen.
Naja so pessimistisch brauchst du da im Forum nicht sein, hoffe ich mal :D
 
albe schrieb:
ob man nun 5 oder 10 Minuten in so 'nem Lift fährt ist eigentlich über den Tag gerechnet egal.
Ähm, wenn du von 9:30 bis 16:30 bei 45 Minuten Mittagspause fährst, und für diese nominelle Abfahrt fünf Minuten brauchst, bekommst du bei fünf Minuten Liftfahrt 37 Abfahrten zustande. Bei zehn Minuten Liftfahrt jedoch nur 25 Abfahrten. Ich würde das schon als signifikant klassifizieren - vor allem bei gewissen Höhenmetersammlern im Alpinforum :twisted: :wink: .
 
Also wenn in Colorado die kuppelbaren so langsam wie fixe sind warum bauen die dann kuppelbare? :lach:
 
Für eine erfüllend schöne Piste kann der Seilbahnaufstieg garnicht lange genug dauern für mich!
Klassisches Beispiel ist der Balma Korblift mit anschliessender Indren-PB. Die Runde hat im physikalischen Sinne ewig gedauert, und dennoch hat man das gerne gemacht, es war (nicht nur für Seilbahnfreaks) eine kurzweilige Sache! Weil das Ganze derart episch war, dass heute noch in Freeride Foren ab und von den alten Verhältnissen dort geträumt wird...
Weitere Runden, in denen eine Fülle von bewusst oder unbewusst aufgenommen Impulsen einen eigentlich "kleinen" Berg "gross" werden lässt war die ESL Runde am Patscherkofel. Oder der Valgusera ESL. Sogar die Karrinne, an der Innsbrucker Nordkette, die an und für sich nur wenig Höhenmeter bringt, rangiert unter den "grossen" Abfahrten.

Hingegen:
Wenn es Industriepistenmässig über weite Strecken "uniform" hinab geht, kann es garnicht schnell genug wieder rauf gehen. Beispiele gäbe es ohne Ende, leider auch und insbesondere in Tirol. Schnell hinab, schnell hinauf. Höhenmeter in die Liftkarte tanken.

Denn:
Zeit ist eine Frage der Perzeption, also des "Fühlens". Die Fahrgeschwindigeit des Liftes wirkt hierbei nur als eine Grösse unter vielen. Werden die zahlreichen anderen mikroskopischen Grössen (unbewusst aufgenommene Impulse, Sinne) wegindustrialisiert...bleibt am Ende im Gefühl im wesentlichem jene "Zeitweiligkeit" übrig, die man am Lift "verschwendet, also die Fahrgeschwindigeit mit der es wieder hinaufgeht. Bei den oben genannten "kurzweiligen" Runden hingegen schwelge ich am Lift noch im Unbewussten derart im Hier und Jetzt und geniesse die Grossartigkeit des Gesamtmoents! Das ist heute vielfach nicht mehr, also wird ersetzt durch Experiences -wenn schon an der Piste keine mehr sein dürfen- wie Heizung für den Hintern oder Schliessbügelautomatiken.
Insofern sind schnelle KSBs eine durchaus schlüssige Strategie in einem entsprechend industrialisierten Gebiet.
 
Mein Beispiel:
Pendelbahnen. Geschwindigkeit is eine der Höchsten Bahngeschwindigkeiten überhaupt, aber trotzdem dauert es gefühlsmäßig länger, als mit einer EUB, die nur 2/3 so schnell ist.
liegt wahrscheinlich am stehen, und der Tatsache, dass man eigentlich nicht mit so vielen Leuten in einem so engen Raum stehen mag.
 
albe schrieb:
weisst Du, ich war gerade 'ne Woche in Colorado, da fahren fixgeklemmte und kuppelbare eigentlich bleichschnell - die fixen erkannt man daran, dass jemand dasteht und einem den Sessel festhält... und die Temperaturen lagen bei -25. Und Hubbels sind da übrigens auch unbekannt - ich fands klasse - ob man nun 5 oder 10 Minuten in so 'nem Lift fährt ist eigentlich über den Tag gerechnet egal.
Die Kuppelbaren sind denk so schnell gelaufen, damit man oben keine Eiszapfen vom Sessel nehmen muss. :wink:
 
Man darf die "Fahrzeit" und die "Kapazität" nicht miteinander verwechseln. Wie lange es dauert, bis man oben ist, hängt natürlich von Laufgeschwindigkeit und Liftlänge ab. Die Gesamtkapazität des Lifts, also wie viele Personen er pro Stunde nach oben bringt, ergibt sich dagegen nur aus der Anzahl der Sitzplätze pro Sessel geteilt durch zeitlichen Abstand zwischen zwei Sesseln, und das an jedem beliebigen Punkt der Strecke! Das gilt somit genauso bei kuppelbaren Liften in der Station. Man kann natürlich schon durch eine höhere Geschwindigkeit den zeitlichen Abstand verkürzen, aber das Problem ist beim Einstieg. Man kann ja dort die Sessel nicht beliebig dicht aufeinander folgen lassen, sondern muss einen gewissen Mindestabstand einhalten. Und dann ist es für die Gesamtkapazität letztendlich egal, ob man einen langsam laufenden Lift mit vielen Sesseln oder einen schnell laufenden mit entsprechend weniger Sessel hat. Es steigen immer pro Zeitabschnitt unten die gleiche Anzahl Personen ein und oben wieder aus. Für die Fahrzeit macht das aber schon einen Unterschied! Ebenso natürlich auch für die Investitionskosten (weniger Sessel, aber stärkerer Antrieb).

Deswegen denke ich nicht, dass die Idee beim kuppelbaren Lift wäre, durch ein schnelleres Tempo "auf der Strecke" eine höhere Beförderungskapazität zu erreichen. Es mag auch sein, dass man bei niedrigeren Geschwindigkeiten vielleicht etwas kürzere "Einstiegsintervalle" erreichen kann, ebenso werden die Fahrgäste sicher den größeren "Komfort" beim Einstieg und die höhere Fahrgeschwindigkeit schätzen, aber ich denke, der Hauptvorteil dürfte darin liegen, dass man das Ein- und Ausstiegstempo so weit herunterbremsen kann, dass man auch gefahrlos 6er-, 8er- oder 10er-Sessel verwenden kann, ohne dass sich die Fahrgäste dabei in die Quere kommen. Man muss sich nur mal einen nicht kuppelbaren Lift mit "Schlag in die Waden" beim Einstieg und Rampe beim Ausstieg mit einem 6er-Sessel vorstellen. Und durch größere Sessel kann die Kapazität dann natürlich schon enorm gesteigert werden, viel stärker, als durch ein bißchen höhere Laufgeschwindigkeit.
 
Sebald Breskac schrieb:
Man muss sich nur mal einen nicht kuppelbaren Lift mit "Schlag in die Waden" beim Einstieg und Rampe beim Ausstieg mit einem 6er-Sessel vorstellen.
Wieso vorstellen? Die kann man sich ja live "erfühlen"...
 
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