• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Flüchtlingskrise

Stäntn schrieb:
Die mittelfristig einzige Lösung ist eine sehr, sehr unmenschliche. Keiner will derjenige sein, der sie als erstes ausspricht. Aber sie wird kommen (müssen). Das muss auch jedem klar sein. ODER man wartet bis es einen Knall gibt, aber der könnte schon im Winter kommen. Aber das möchte ich nicht erleben, dahin steuern wir aber zu...

Das würde dann aber tatsächlich bedeuten, dass man Flüchtlinge, u.a. auch Frauen und Kinder, als ultima ratio mit Waffengewalt vom Passieren der Grenze abhalten müsste?!?
 
ChrisB1 schrieb:
Stäntn schrieb:
Die mittelfristig einzige Lösung ist eine sehr, sehr unmenschliche. Keiner will derjenige sein, der sie als erstes ausspricht. Aber sie wird kommen (müssen). Das muss auch jedem klar sein. ODER man wartet bis es einen Knall gibt, aber der könnte schon im Winter kommen. Aber das möchte ich nicht erleben, dahin steuern wir aber zu...

Das würde dann aber tatsächlich bedeuten, dass man Flüchtlinge, u.a. auch Frauen und Kinder, als ultima ratio mit Waffengewalt vom Passieren der Grenze abhalten müsste?!?

Oder sie dazu zwingen müsste, ihr eigenes Land mit Gewalt wieder zu erobern, damit es dort wieder lebenswert ist? Ist praktisch auch kaum machbar und auch nur ein Teil der ganzen Probleme.
 
Lange konnte ich meine Finger still halten, aber nun will auch ich mal meine Meinung niederschreiben...

Der äußerst sensible und in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik über alles stehende Faktor in unserer Gesellschaft ist immer noch an die Erinnerung an die Nazis und ihre Machenschaften geknüpft, wie man alleine nur innerhalb dieses Forums eindrucksvoll erkennen kann.
Der Punkt ist, dass jeder eine andere Auffassung davon hat, wo genau Außländerfeindlichkeit beginnt. Meiner Meinung nach hat erst einmal jeder deutsche/österreichische/etc. Staatsbürger das Recht darauf, dass sein Entfaltungsspielraum durch Flüchtlinge so gering wie möglich beeinflusst wird, und, dass der aktuelle Wohlstand eines jeden Bundesbürgers nicht gefährdet ist.
Damit meine ich, dass es kein haltbarer Zustand ist, wenn z.B. hier in drei meiner Nachbarorten Sporthallen durch Flüchtlinge belegt sind und dadurch Vereine einen großen Teil ihrer Trainings- und Spielflächen verlieren, und zum Teil sogar Schulen ihren Sportunterricht stark umplanen und nicht selten sogar einschränken müssen. Und genau das ist dann der springende Punkt wie ich finde, denn solange Flüchtlinge in leerstehenden Schulen + Kasernen oder Camps leben, wird dadurch erst einmal niemand negativ beeinflusst. Sobald dies jedoch passiert ist es meiner Ansicht nach völlig nachvollziehbar, wenn Leute sagen "nein, ich möchte weiter meinen Hobbys nachgehen und Sporthallen in vollem Umfang nutzen". Exakt diese Einstellung ist es aber, die von einigen schon direkt als rechtsradikal abgestempelt wird - zumeist weil der-/diejenige selbst nicht davon betroffen ist. Es muss nun mal jeder selbst einschätzen, was für ihn verkraftbar ist und was nicht - Anschläge auf (geplante) Flüchtlingsheime sind natürlich in keinster Weise zu rechtfertigen, denn für wen birgt es schon Nachteile wenn unbewohnte Gebäude nun die Herberge von Flüchtlingen darstellen?! Wenn aber weiterhin sukzessive öffentliche (Freizeit)Einrichtungen blockiert werden und dadurch der Entfalttungsspielraum eines jeden einzelnen gestört wird, führt das unweigerlich zu Konflikten. Spätestens an dieser Stelle hätte in meinen Augen dann auch Merkels "Wir schaffen das"-Politik versagt, und erste Anzeichen für dieses Szenario gibt es ja bereits. Nicht ohne Grund hat Merkel in Umfragen den schlechtesten Beliebtheitswert der aktuellen Legislaturperiode inne, während ein kritischer Analyst wie Wolfgang Bosbach deutliche Zuwächse erfährt, weil mit realistischen Aussagen wie "die Zahl derjenigen, die angesichts der hohen Flüchtlingszahlen ernst besorgt sind, wächst ständig, und man darf nicht jeden, der sich zu dieser Entwicklung kritisch äußert, in die ausländerfeindliche Ecke stellen" genau den Nerv Bevölkerung trifft.
Darauf beruht auch mein Standpunkt, dass der aktuelle Wohlstand eines jeden Bürgers nicht gefährdet werden darf, denn niemand sollte um seinen Arbeitsplatz fürchten oder Einkommensminderungen hinnehmen müssen, weil dieses durch das Schaffen von zusätzlichen Arbeitsplätzen eventuell sinkt.
Es wird auf jeden Fall spannend werden zu beobachten, wie sich die Standpunkte in der Politik verteilen. Dieses Mal hatte die Regierung nicht die Möglichkeit abzuwarten, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung entwickelt und daraufhin Gesetzesvorschläge anderer Parteien durchzuwinken (Mindestlohn, etc.). Nein, unsere Bundeskanzlerin musste nun ein seltenes Mal als erste handeln, und jetzt haben andere die Möglichkeit auf die Stimmung der breiten Masse zu reagieren und so neue Wähler zu gewinnen.

Und stäntn hat ganz recht, wenn er sagt, dass der große Knall schon diesen Winter kommen könnte. Man braucht sich ja nur die Flüchtlingcamps anzuschauen und sich die Route der aus Syrien kommenden Menschen vor Augen führen. Ein solcher Schneestrum auf dem Balkan wie im vergangengen Winter wäre eine reine Katastrophe ... und wenn El Markus dieses Jahr tatsächlich mal von El Nino überlagert werden sollte, sieht das auch in unseren Breiten schnell ganz bitter aus - natürlich nicht auf uns Skiverrückte bezogen, versteht sich :wink:

EDIT: rein theoretisch könnte man sich da jetzt sogar die Frage stellen, ob wir nicht vielleicht eine rechte Einstellung haben, wenn wir uns einen kalten und schneereichen Winter wünschen...


So, das war jetzt erstmal das, was ich für's erste rauslassen wollte, morgen kommen dann vielleicht mal ein paar wage Lösungsansätze :idea:
 
schmidti schrieb:
Lange konnte ich meine Finger still halten, aber nun will auch ich mal meine Meinung niederschreiben...

Der äußerst sensible und in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik über alles stehende Faktor in unserer Gesellschaft ist immer noch an die Erinnerung an die Nazis und ihre Machenschaften geknüpft, wie man alleine nur innerhalb dieses Forums eindrucksvoll erkennen kann.
Der Punkt ist, dass jeder eine andere Auffassung davon hat, wo genau Außländerfeindlichkeit beginnt. Meiner Meinung nach hat erst einmal jeder deutsche/österreichische/etc. Staatsbürger das Recht darauf, dass sein Entfaltungsspielraum durch Flüchtlinge so gering wie möglich beeinflusst wird, und, dass der aktuelle Wohlstand eines jeden Bundesbürgers nicht gefährdet ist.
Damit meine ich, dass es kein haltbarer Zustand ist, wenn z.B. hier in drei meiner Nachbarorten Sporthallen durch Flüchtlinge belegt sind und dadurch Vereine einen großen Teil ihrer Trainings- und Spielflächen verlieren, und zum Teil sogar Schulen ihren Sportunterricht stark umplanen und nicht selten sogar einschränken müssen. Und genau das ist dann der springende Punkt wie ich finde, denn solange Flüchtlinge in leerstehenden Schulen + Kasernen oder Camps leben, wird dadurch erst einmal niemand negativ beeinflusst. Sobald dies jedoch passiert ist es meiner Ansicht nach völlig nachvollziehbar, wenn Leute sagen "nein, ich möchte weiter meinen Hobbys nachgehen und Sporthallen in vollem Umfang nutzen". Exakt diese Einstellung ist es aber, die von einigen schon direkt als rechtsradikal abgestempelt wird - zumeist weil der-/diejenige selbst nicht davon betroffen ist. Es muss nun mal jeder selbst einschätzen, was für ihn verkraftbar ist und was nicht - Anschläge auf (geplante) Flüchtlingsheime sind natürlich in keinster Weise zu rechtfertigen, denn für wen birgt es schon Nachteile wenn unbewohnte Gebäude nun die Herberge von Flüchtlingen darstellen?! Wenn aber weiterhin sukzessive öffentliche (Freizeit)Einrichtungen blockiert werden und dadurch der Entfalttungsspielraum eines jeden einzelnen gestört wird, führt das unweigerlich zu Konflikten. Spätestens an dieser Stelle hätte in meinen Augen dann auch Merkels "Wir schaffen das"-Politik versagt, und erste Anzeichen für dieses Szenario gibt es ja bereits. Nicht ohne Grund hat Merkel in Umfragen den schlechtesten Beliebtheitswert der aktuellen Legislaturperiode inne, während ein kritischer Analyst wie Wolfgang Bosbach deutliche Zuwächse erfährt, weil mit realistischen Aussagen wie "die Zahl derjenigen, die angesichts der hohen Flüchtlingszahlen ernst besorgt sind, wächst ständig, und man darf nicht jeden, der sich zu dieser Entwicklung kritisch äußert, in die ausländerfeindliche Ecke stellen" genau den Nerv Bevölkerung trifft.
Darauf beruht auch mein Standpunkt, dass der aktuelle Wohlstand eines jeden Bürgers nicht gefährdet werden darf, denn niemand sollte um seinen Arbeitsplatz fürchten oder Einkommensminderungen hinnehmen müssen, weil dieses durch das Schaffen von zusätzlichen Arbeitsplätzen eventuell sinkt.
Es wird auf jeden Fall spannend werden zu beobachten, wie sich die Standpunkte in der Politik verteilen. Dieses Mal hatte die Regierung nicht die Möglichkeit abzuwarten, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung entwickelt und daraufhin Gesetzesvorschläge anderer Parteien durchzuwinken (Mindestlohn, etc.). Nein, unsere Bundeskanzlerin musste nun ein seltenes Mal als erste handeln, und jetzt haben andere die Möglichkeit auf die Stimmung der breiten Masse zu reagieren und so neue Wähler zu gewinnen.

Und stäntn hat ganz recht, wenn er sagt, dass der große Knall schon diesen Winter kommen könnte. Man braucht sich ja nur die Flüchtlingcamps anzuschauen und sich die Route der aus Syrien kommenden Menschen vor Augen führen. Ein solcher Schneestrum auf dem Balkan wie im vergangengen Winter wäre eine reine Katastrophe ... und wenn El Markus dieses Jahr tatsächlich mal von El Nino überlagert werden sollte, sieht das auch in unseren Breiten schnell ganz bitter aus - natürlich nicht auf uns Skiverrückte bezogen, versteht sich :wink:

EDIT: rein theoretisch könnte man sich da jetzt sogar die Frage stellen, ob wir nicht vielleicht eine rechte Einstellung haben, wenn wir uns einen kalten und schneereichen Winter wünschen...


So, das war jetzt erstmal das, was ich für's erste rauslassen wollte, morgen kommen dann vielleicht mal ein paar wage Lösungsansätze :idea:

Vollkommene Zustimmung. Es ist einfach schlimm, wie man von Gutmenschen gleich als rechtsradikal abgestempelt wird, nur weil man das ganze kritisch sieht und nicht gerade Willkommensfeiern für die Flühtlinge veranstaltet.

Nur mal zwie extreme Beispiele was schon so alles passiert und das es logisch ist, dass viele die Sache kritisch sehen:

1. Ein Arbeitskollege meines Vaters wohnt in Thüringen in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft, nun kam es soweit das eingebrochen wurde in seine Wohnung durch 3 Flüchtlinge. Einen davon konnte er als er heimkehrte noch erwischen und hielt ihn fest. Ende vom Lied: Er hat eine Anzeige am Hals wegen Freiheitsberaubung, dem Flüchtling ist gar nichts passiert.

2. In einem Ort unweit meines Heimatortes gibt es einen Tante Emma Laden für Lebensmittel, geführt von einer alten Dame. In der Nähe befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft. Nun kam es schon Desöfteren vor, dass Flüchtlinge sich dort selbst bedienten, dadurch kam es immer wieder zu Polizeieinsätzen, nun war das Ende vom Lied, dass die Gemeinde die Besitzerin gebeten hat alle entwendeten Artikel in Zukunft zu notieren und die Gemeinde bezahlt die Kosten und legitimiert damit quasi die Kriminalität.
 
@ Christoph91. Nummer 1) ist wirklich vollkommener Unsinn und ein so unsinniges Beispiel, dass, wenn es nicht so ernst wäre, man vor lachen liegen müsste. Führt natürlich beim Laien zum Beißreflex. (Davon abgesehen, geht ein Diebstahl natürlich einmal gar nicht, führt normalerweise auch zur Verwirkung des Aufenthaltsstatus.) Fängt schon dabei an, dass grds. jeder eine Anzeige stellen kann zu jedem Unsinn. Da werden zB Anzeigen gestellt, weil man selber eine Affäre mit Eva Braun gehabt haben soll etc. (nur so ein Beispiel). Die Anzeige sagt also schon einmal herzlich wenig aus. Ob diese dann verfolgt wird, steht auf einem anderen Blatt. In dem Fall fehlt es wohl schon am zeitlichen Moment für Freiheitsberaubung, so dass hier wohl allenfalls Nôtigung in Betracht kommt, unabhängig davon wäre der Arbeitskollege aber gerechtfertigt, so dass es schon niemals zu einer Anklageerhebung durch die StA kommt. Im Gegenzug hat der Arbeitskollege aber sicherlich auch Anzeige wegen Diebstahl/Hausfriedensbruch gestellt nehme ich mal an. Also wird dem Flüchtling im Gegensatz zu dem Arbeitskollegen schon "was passieren". Also keine Angst vorm Rechtssystem. Das löst das schon fair. Das die Sache an sich nicht geht, stimmt natürlich. Aber wenn ich so die Erzählung lese mit der GeschichtsLücke bzgl. der eigenen Anzeige gestellt von dem Arbeitskollegen, frage ich mich, ob es tatsächlich so war wie geschildert, insbesondere ob es Flüchtlinge waren oder ob es vielleicht einfach nur Leute mit Migrationshintergrund waren? Oder Manuel Neuer? ;-)
 
Stäntn schrieb:
So jetzt mal Schluss mit dem Abdriften ins Banale. Aber auch ich warne davor Worte und Äußerungen wie z.B. die von Sauerland_6_CLD in eine rechte oder unmenschliche Ecke zu stellen.

Ganz ehrlich, die Wortwahl macht die Musik. Wenn man etwas von Invasoren und Zähneausschlagen schreibt dann muss ich das nicht in eine rechte Ecke stellen, dann ist das schon dort.

Eine Auswahl:

Sauerland_6_CLD schrieb:
Eine solche Lust am Untergang dürfte es zuletzt 1945 gegeben haben.
Sauerland_6_CLD schrieb:
Inversoren aus dem nahen Osten stecken unter dem Deckmantel einer Demokratiebewegung ihre eigenen Lönder an und kümmern sich jetzt um den Westen.
Sauerland_6_CLD schrieb:
Sehe ich auch nur einen einzigen dieser Gutmenschen in den folgenden Krisenjahren in meinem Garten Obst oder Gemüse stehlen, er wird es nicht mehr mit seinen eignen Zähnen verzehren können!
Sauerland_6_CLD schrieb:
Unfassbar welches Faß unsere "Volksvertreter" da jetzt auf machen.
Sauerland_6_CLD schrieb:
Nicht wir werden den (Bürger) Krieg in Syrien beenden, der Krieg wird zu uns getragen!
Sauerland_6_CLD schrieb:
Das will man der Bevölkerung natürlich so nicht sagen, schließlich sonnt die sich ja gerade Mehrheitlich in ihrer Toleranzbesoffenheit.
Sauerland_6_CLD schrieb:
Ich bin antiislamisch eingestellt weil der "friedliche Euroislam" eine Erfindung westlicher Politiker ist.
Sauerland_6_CLD schrieb:
Wirtschaftsinvasoren
Sauerland_6_CLD schrieb:
Nein, unsere Attraktivität beschränkt sich auf das Beziehen von Transfereinkommen.
Deshalb kommen Millionen und aus keinem anderen Grunde.
Sauerland_6_CLD schrieb:
Ausgerechnet die sonst so um Humanität bemühten Gutmenschen der Grünen und Linken erzählen[....]

Wenn diese Wortwahl nicht aus der rechten Ecke kommt, woher dann?

Dazu noch was älteres aus 2014:
F. Feser schrieb:
wenn ich jetzt noch einmal von einem Kollegen hier was von "Pinguinen" und sonstigen subtil fremdenfeindlichen Texten lesen muss, schmeiß ich euch raus. Und zwar dauerhaft. Es reicht!

Ansonsten stimme ich deinen Beiträgen im großen und ganzen zu.
 
schmidti schrieb:
Damit meine ich, dass es kein haltbarer Zustand ist, wenn z.B. hier in drei meiner Nachbarorten Sporthallen durch Flüchtlinge belegt sind und dadurch Vereine einen großen Teil ihrer Trainings- und Spielflächen verlieren, und zum Teil sogar Schulen ihren Sportunterricht stark umplanen und nicht selten sogar einschränken müssen.
Oder anders gesagt: "Verreck doch, Flüchtling, mir egal, ich will hier Tennis spielen" .... ?

Aber es stimmt, da mich das mit den Sporthallen nicht betrifft, kann ich das nicht subjektiv genug beurteilen ..
 
Fab schrieb:
gerrit schrieb:
............. alle Religionen sind gleichwertig, alle heiligen Bücher wurden von Menschen geschrieben und alle religiösen Gebote von Menschen gemacht, jeder (auch die eigenen Kinder) hat das Recht, sich seine Religion auszusuchen, ebenso seinen (hetero- oder homosexuellen) Partner; solches müsste man wohl allen Asylwerbern vorher klar machen. ...............
Nun mein werter Gerrit das ist doch eine recht optimistische Aufzählung. :D
Als alterszynischer Pragmatiker ;D wär ich schon zufrieden wenn man sich schlicht ans Gesetz hält.

Ich bin ja eher ein Kulturpessimist - und da die Integration von Muslimen mehrheitlich nirgendwo gelungen ist, würde ich es begrüßen wenn nach Beendigung des Krieges die Flüchtlinge zurückgeführt würden.
Habe gerade eine Studie über die Muslime in Schweden gelesen - und Schweden bemüht sich wirklich. Leider bemühen sich viele Muslime nicht. Wenn ich nach 4 Jahren die Sprache nicht spreche bin ich entweder integrationsunwillig oder wahlweise doof.

Mir ist klar, dass ich mich mit meiner Forderung bezüglich Anerkennung der oben angeführten Thesen ein bißchen weit aus dem Fenster lehne und zugegebenermaßen auch in vielen Bereichen der einheimischen Bevölkerung nicht auf Gegenliebe stoße, aber m.E. sollten sich diese Thesen irgendwie aus dem in D und A gültigem Gesetzeswerk ableiten lassen.
Ein wesentlicher Problembereich, der uns ja auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik beschert, ist das Nebeneinander von konkurrierenden und oft widersprüchlichen "göttlichen" und "menschgemachten" Regeln und Gesetzen. Erstere entziehen sich aber durch dogmatischen Absolutheitsanspruch einer Diskussion und Modifikation. Dieses ist aber keineswegs nur auf den Islam beschränkt und führt auch im Bereich anderer Religionen zu praktischen Problemen, ob nun in den USA eine Standesbeamtin keine gleichgeschlechtlichen Paare trauen will oder in Israel orthodoxe Juden das Fußballspielen am Sabbat verbieten wollen. Problematisch wird die Sache vor allem dann, wenn man nicht akzeptieren kann, dass andere Menschen die von einem selbst befolgten oder hochgehaltenen "göttlichen" Regeln oder Gesetze nicht befolgen (wollen) und man versucht, dieses mit Zwang und Gewalt durchzusetzen. Genau dieses geschieht derzeit im sog. IS. Ich möchte nicht behaupten, dass Religion die (alleinige) Ursache solcher Entwicklungen ist, allerdings möchte ich postulieren, dass Religion von div. Interessensgruppen sehr wohl als "Waffe" eingesetzt werden kann bzw. wird.
Kulturell unterschiedlich sind nun aber offenbar die Maßnahmen, die ergriffen werden, sollten sich "göttliche" Gesetze und "menschgemachte" Gesetze voneinander unterscheiden. Ich denke, manche der von mir oben angeführten Thesen werden in erzkatholischen Dörfern irgendwo in D oder A auch nicht unwidersprochen angenommen und wahrscheinlich spielen sich auch hierorts Familiendramen ab, wenn z.B. Söhne oder Töchter zu einer anderen Religion konvertieren oder sich als homosexuell outen, es gibt aber Kulturen, in denen in solchen Fällen eher zu körperlicher Gewalt gegriffen wird, fallweise nur gegen Familienmitglieder, fallweise aber auch gegen alle anderen "Andersgläubigen". Bevor wir uns jetzt auf die Schultern klopfen und uns über diese Kulturen erheben, möchte ich daran erinnern, dass es auch nur gute 70 Jahre her sind, dass in D und A unter dem Mantel eines pseudo-wissenschaftlichen und glz. pseudoreligiösen "Wertesystems" zu absolut vergleichbaren Gräueltaten gekommen ist wie heute im IS.
Wenn wir (und damit meine ich letztlich alle hier lebenden Menschen, egal ob "einheimisch" oder hierher migriert) nicht in der Lage sind zu akzeptieren, dass Religion und das Befolgen religiöser Regeln und Gesetze, die sich NICHT mit den menschgemachten Regeln und Gesetzen decken, AUSSCHLIESSLICH Privatsache sind, so wird es wohl nie eine nachhaltige Lösung geben. Und (womit ich mich wohl auch weit aus dem Fenster lehne) mit Privatsache meine ich individuelle Privatsache und nicht Familiensache, d.h. ich erwarte von unserer Gesellschaft, dass jeder junge Mensch, der bei uns aufwächst, von Anfang an (von mir aus im Rahmen eines verpflichtenden Ethikunterrichts an den Schulen) darüber aufgeklärt wird, dass Menschenrechte unantastbar sind, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind, dass es verschiedene gleichberechtigte Religionen gibt, zwischen denen man wählen darf, dass man auch keiner Religion angehören muss und dass bürgerliche Gesetze und Menschenrechte in jedem Fall das höhere Gut gegenüber Religionsgesetzen darstellen.
 
christopher91 schrieb:
2. In einem Ort unweit meines Heimatortes gibt es einen Tante Emma Laden für Lebensmittel, geführt von einer alten Dame. In der Nähe befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft. Nun kam es schon Desöfteren vor, dass Flüchtlinge sich dort selbst bedienten, dadurch kam es immer wieder zu Polizeieinsätzen, nun war das Ende vom Lied, dass die Gemeinde die Besitzerin gebeten hat alle entwendeten Artikel in Zukunft zu notieren und die Gemeinde bezahlt die Kosten und legitimiert damit quasi die Kriminalität.

In den Zügen werden Flüchtlinge ohne Fahrkarte auch nicht mehr belangt. Der "normale" Bürger, der daneben sitzt und ohne Fahrschein unterwegs ist muss dagegen zahlen. Und weil der Staat weiß, dass eh kaum ein Flüchtling Fahrkarten kauft, lässt man sie mit Berechtigungsscheinen generell umsonst fahren sobald sie registriert sind (was viele aber zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht sind). Ist im Prinzip das selbe wie das obige Beispiel.
Quelle: http://www.br.de/nachrichten/fluechtlinge-bahnfahrt-zugticket-100.html
 
Eine Bahncard 100 für jeden - na klar. Wie lässt sich sowas legitimieren? Wer nach Deutschland will muss auch unsere Preise bezahlen!
Mal davon abgesehen dass viele in Deutschland (Bettler etc.) keine Grundsicherung haben, aber jeder Asylbewerber eine erhält.

Auch makaber: Seit Jahren heißt es es sei kein Geld da für Schulen, Lehrer, Kitas, sozialen Wohnraum, etc..... und jetzt werden Milliarden locker gemacht. Ganz selbstverständlich.
Ich bin einfach nur gespannt wie das zu vermitteln ist - ist es aus meiner Sicht nämlich nicht...
 
Stäntn schrieb:
Eine Bahncard 100 für jeden - na klar. Wie lässt sich sowas legitimieren? Wer nach Deutschland will muss auch unsere Preise bezahlen!
Mal davon abgesehen dass viele in Deutschland (Bettler etc.) keine Grundsicherung haben, aber jeder Asylbewerber eine erhält.

Auch makaber: Seit Jahren heißt es es sei kein Geld da für Schulen, Lehrer, Kitas, sozialen Wohnraum, etc..... und jetzt werden Milliarden locker gemacht. Ganz selbstverständlich.
Ich bin einfach nur gespannt wie das zu vermitteln ist - ist es aus meiner Sicht nämlich nicht...

Lieber Stäntn auch wenn ich deine Beiträge in der Regel sehr schätze, muss ich hier mal einhaken. In Deutschland muss niemand (!!!) auf der Straße leben. Das verbietet im Übrigen auch schon Artikel 1 des GG, in Österreich sollte das ähnlich ausschauen. Leute die lange auf der Straße leben können aber oft am Anfang nicht mehr in einer Wohnung leben. Weswegen man dann eine langsame Gewöhnung versucht. Auch Bettler die nicht auf der Straße leben haben einen Anspruch auf angemessene Versorgung, so sie diese denn wollen bzw. beantragen. Und mal davon abgesehen, haben die Asylsuchenden keinen grds. Freifahrtsschein, sondern nur auf dem Weg zur Aufnahmestelle.
 
Stäntn schrieb:
Auch makaber: Seit Jahren heißt es es sei kein Geld da für Schulen, Lehrer, Kitas, sozialen Wohnraum, etc..... und jetzt werden Milliarden locker gemacht. Ganz selbstverständlich.
Ich bin einfach nur gespannt wie das zu vermitteln ist - ist es aus meiner Sicht nämlich nicht...
Ganz einfach Schulen und so müssen die Länder- bzw. die Gemeinden finazieren und für die Flüchtlinge kommt der Bund auf.
 
Liebe Freunde des Alpinforums
Wir haben momentan eine Ausnahmesituation in unseren Land , ist das noch unser Land ?
Der Deutsche hat bei uns kein Recht mehr seine Meinung zu sagen , jedoch dürfen die Muslime gegen uns Hetzen , da wird nichts unternommen.
Meine Tochter ist 17 und wurde am Freitag von unseren neuen Mitbürgern angegriffen weil sie den den Sitzplatz im Zug belegt , es wurde ihr nahegelegt das sie den Platz Räumt weil sie eine Frau ist.
Sie ist ihn Englisch und auf Deutsch angemacht worden.
Noch Fragen ?
 
Sosehr ich generell für die Aufnahme von Flüchtlingen plädiere sehe ich auch aufgrund solcher Vorfälle die Notwendigkeit, jeden Flüchtling / Asylwerber gleich bei der Registrierung eine rechtsverbindliche Erklärung in deutsch, englisch und seiner Muttersprache unterschreiben zu lassen das er die UN - Menschenrechtscharta, deutsches Grundgesetz und Bürgerrechte ohne jedwede Einschränkung akzeptiert und sich beabsichtigt sich danach zu verhalten solange er hier aufhältig ist.
Dies sehe ich als Grundlage zur allseitigen Sicherheit an und die neuen Mitbürger wissen zweifelsfrei gleich woran sie sind. Wer sich weigert diese Erklärung zu akzeptieren sollte meiner Ansicht nach dann auch kein Anrecht auf Anerkennung des Flüchtlingsstatus haben weil ich das als Voraussetzung für ein Gelingen einer Integration in einem Kulturkreis halte der natürlich in manchen Punkten auch deutlich von dem der jeweiligen Herkunftsländer abweicht.
 
Sowas habe ich aber auch nicht unterschrieben.
 
Du bist aber auch in dieser Gesellschaft mit den hier gültigen Normen sozialisiert.

Ich finde so unrecht hat Petz in diesem Punkt nicht. Die Menschen kommen in der Erwartung, dass Ihnen Hilfe in ihrer jetzigen Situation zuteil wird. Diese Hilfe sollen sie bekommen. Das kann, ja muss man aber damit verknüpfen, dass Sie sich den hier gültigen Gesetzen, Regeln und gesellschaftlichen Normen unterzuordnen haben. Die gelten schließlich auch für mich als Bürger dieses Landes ( der halt zufällig hier geboren wurde), ob die mir nun alle passen oder nicht.
Der größte Fehler, und ich fürchte er wird passieren, wäre der, diese große Anzahl von Menschen ohne Anleitung und Steuerung für lange Zeit in großen Lagern sich selbst zu überlassen. Damit wäre der Bildung von Parallelgesellschaften, die das soziale Gefüge in Deutschland über alle Maßen belasten würde, Tür und Tor geöffnet. Die Gegenleistung auf die Chance einer Zukunft und auch auf Akzeptanz in dieser Gesellschaft muss die Bereitschaft zur Anpassung sein - ggfs. auch mit erforderlichen Restriktionen.
 
Ich sehe viele Sachen so wie Gerrit, weltliche Gesetzte sind eigentlich höher zu gewichten als kirchliche. Wenn dann aber die weltlichen Gesetze so lasch sind wie im Bereich des Stehlens dann funktioniert dann aber eben eine Gesellschaft nicht mehr und los geht das Chaos. Die Bonusbanker mögen zwar vor dem Gesetz schuldlos sein, im Himmel antreffen wird man sie aber eher nicht in der Mehrzahl.
Religion, egal welche, soll doch schlussendlich einem einen Weg vor weisen ein guter Mensch zu sein und möglichst so zu leben dass niemand anderer durch einen zu Schaden kommt.
Was dann die Menschenrechte angeht bin ich auch auf gerrits Seite, nur kommt es mir jetzt irgendwie vor dass er die Fehler immer nur bei uns und nie bei den anderen sucht. Ich wünsche ihm jedenfalls viel Glück dabei den Syrern die hiesigen weltlichen Wertvorstellungen bei zu bringen. Bisher war ja das Schwimmen für Mädchen schon fast nicht durchsetzbar, das andere wird sicher auch nicht einfacher.
Die Flüchtlingsverteilung kommt mir so vor wie ein illegales Schneeballsystem, der letzte ( momentan Deutschland ) hat Pech. Bisher haben viele Länder gleich gehandelt, medienwirksam Flüchtlinge aufgenommen und sie am anderen Tag gleich wieder weiter exportiert.
Dass die Flüchtlinge nur aus der gebildeten Mittelschicht kommen und die Reise selber bezahlen ist so auch nicht immer wahr. Es gibt auch Flüchtlinge die von hier aus quasi importiert wurden um mit ihnen gewinne zu machen, denn für viele der sogenannten Gutmenschen sind solche Flüchtlinge schon seit Jahren bares Geld.
Entweder kriegt man all die Sachen schnellstmöglich sauber auf die Reihe oder es kracht ganz fürchterlich.
 
Habe schon darauf gewartet, dass jemand den Thread nutzt um auch die Banker zu bashen. Die Zusammenhänge der Bankenkrise nicht verstanden aber steht ja in der Zeitung, dass die böse sind ;-). Was hat das mit der Flûchtlingskrise zu tun? Großes Kino. Ich hol mir Popcorn.

Ansonsten gebe ich Dir aber teilweise Recht. "Gutmenschen"...bist du doch auch...oder bist du ein "Bösmensch"? Dann kommst du ja auch nicht in den Himmel oder? Oder bist du doch ein Gutmensch?

Zitat aus Wiki zum Thema Gutmensch: "Im Januar 2012 erhielt das Wort bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011 in Deutschland den zweiten Platz. Die Jury kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“. Mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“.

Anyway, du meinst also, dass die Firmen die Flüchtlingsunterkünfte bauen/betreiben, nun schon selber Flüchtlinge importieren? Richtig...? Oder wie soll das verstanden werden?
 
Zurück
Oben