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Flugzeugabsturz Germanwings Frankreich

Aufgrund der Route des Flugzeugs gäbe es ja auch nur sehr wenige technische Defekte, die überhaupt in Frage kommen könnten: letztendlich nämlich nur eine fehlerhafte Steuerung des Höhenruders...
Von daher würde ich dem Flugdatenschreiber jetzt auch keine allzu große Wichtigkeit mehr beipflichten, denn viel mehr als die ohnehin bekannten Daten wird man dort kaum finden; einzig eine zeitlich genauere Rekonstruierung wird dann möglich sein (z.B. wie lange es gedauert hat, bis der Co-Pilot den Sinkflug eingeleitet hat nachdem der Kapitän das Cockpit verlassen hatte).

Die Tatsache, dass die Route eben komplett gleich geblieben ist und sich wirklich nur die Höhe geändert hat, hat im Zusammenspiel mit den nicht abgebenen Funksprüchen/Notrufen bei mir persönlich auch sehr schnell die Variante eines beabsichtlichen Asturzes reifen lassen - so absurd sich das zunächst auch anhören mag. Kaputtes Fenster ist natürlich völliger Blödsinn, da würde es das ganze Flugzeug zerreißen.

Und ja NIC, da hast du vollkommen recht - wenn er gewollt hätte, hätte er auf diese Weise noch viel mehr Menschen töten können (wobei die Maschine dann womöglich auch abgeschossen worden wäre, denn eine Kampfjet war ja schon aufgestiegen und hatte Sichtkontakt).
 
Übrigens, da es schon wieder Gerüchte gibt der Captain habe die Axt verwendet: Kann nicht sein, da die Axt im Cockpit ist.
 
br403 schrieb:
Die Sicherung der Türen ist richtig und wichtig
Da sind wir uns einig. Die Frage ist, ob das "Wie" sinnvoll gelöst ist.

Neben einem Verschulden des Copiloten sind auch andere Szenarien denkbar - wenn auch unwahrscheinlich.

Die Massnahme, immer zwei im Cockpit zu haben, scheint mir sinnvoll - auch wenn das einen Rattenschwanz nach sich zieht: (intensiveres) Durchleuchten der Flugbegleiter auf terroristischen Hintergrund und psychologische Auffälligkeiten z.B.
 
Was mir schon wieder auf die Nerven geht sind diese elendigen Verschwörungstheorien, da frag ich mich wirklich was da manche Leute denken. Unglaublich!
 
NIC schrieb:
Wenigstens hatte der Selbstmörder den "Anstand", nicht irgendwo in einer Stadt runter zu gehen...
Das lag wohl eher daran, dass der Pilot seine Klopause eben gerade dann gemacht hate. Hätte er die früher gemacht, wäre der kranke Copilot vmtl. in Marseille runtergedonnert. Glaub kaum, dass der sich gedacht hatte "och, wenn ich mich schon umbringe, dann sollen doch wenigstens nur die dummen Fluggäste mit draufgehen" - er konnte sein Vorhaben nur dann umsetzen, wenn der Pilot draußen war, und das war eben gerade zu dieser Zeit. Oder flog er noch einige Zeit lang ohne Sinkflug weiter, als der Pilot schon draußen war?
 
starli schrieb:
Oder flog er noch einige Zeit lang ohne Sinkflug weiter, als der Pilot schon draußen war?
Das Flugzeug begann eine Minute nach Erreichen der Reiseflughöhe mit dem Sinkflug. So wie ich die Berichte verstanden habe, ging der Pilot auf die Toilette, nachdem die Flughöhe erreicht wurde. Der Copilot muss dann also ziemlich schnell den Sinkflug eingeleitet haben.
 
starli schrieb:
Pilot seine Klopause eben gerade dann gemacht hate. Hätte er die früher gemacht, wäre der kranke Copilot vmtl. in Marseille runtergedonnert.

Das wäre wohl nicht passiert, da bereits franz. Kampfjets aufgestiegen sind. Sie hätten in diesem Fall wohl den Flieger anderwertig runtergeholt.
Was mich wundert das da die deutschen Medien kaum was drüber schreiben.

Gruss
 
Der Kampfjet (es war nur einer) hat so wie ich es verstanden habe allerdings nichts gefunden. Das ist auch keine Überraschung, denn in 8 Minuten müsste:

- die ATC erkennen, dass es ein Problem gibt und einen Notfall erklären
- der Notfall zum zuständigen Stützpunkt der französischen Luftwaffe weitergeleitet werden
- der Kampfjet inkl. Pilot(en) startklar gemacht werden
- der Kampfjet den A320 verfolgen und erreichen, bevor dieser abgestürzt ist

Dass das zeitlich nicht zu schaffen ist, sollte klar sein. Bedenkt man, wie klein die Wrackteile sind wird auch klar, dass diese selbst bei relativ geringer Flughöhe und -geschwindigkeit nicht erkennbar sind.
 
Das mit den Kampfjets halte ich für ein Gerücht.
Der ganze Vorgang hat ja nur 8 Minuten gedauert vom Zeitpunkt als der Kapitän auf die Toilette gegangen ist bzw. Anfang des Sinkflugs bis zum Einschlag im Berg.

Auch die Fluglotsen werden erst mal mindestens die Hälfte der Zeit gebraucht zu haben um zu verstehen, dass da etwas faul ist. Dann haben sie ja noch versucht die Maschine zu erreichen und den Notfall ausgelöst. Selbst wenn der Notfall schon nach 4 Minuten ausgelöst war, hätten sie nur noch weitere 4 Minuten Zeit gehabt das Flugzeug zu erreichen. Wie soll das gehen wenn nicht zufällig ein Kampfjet in unmittelbarer Nähe des Germanwings Fliegers unterwegs gewesen wäre?
Alle Augenzeugen aus der unmittelbaren Absturznähe haben immer nur vom abgestürzten Flieger und nie von einer zweiten Militärmaschine gesprochen, vermutlich weil dort keine zu sehen war.

Wenn tatsächlich ein Militärjet in der Nähe gewesen wäre hätte man sehr schnell darüber spekuliert ob der den Germanwings Flieger nicht abgeschossen hätte.
 
Der Co-Pilot war nach aktueller Aussage der Staatsanwaltschaft am Flug/Absturztag krankgeschrieben. War wohl schon länger in psyschologischer Behandlung.

Könnte mir Vorstellen, dass sich aufgrund der Erkrankung das endgültige Aus seine fliegerischen Karriere angedeutet hatte (und er liebte ja Fliegen ja angeblich über alles, hat mit 14 schon den Segelflugschein etc. gemacht) und er konnte das nicht verkraften und hat somit mit diesem Desaster der ganzen Sache ein Ende bereitet.
 
br403 schrieb:
Was mir schon wieder auf die Nerven geht sind diese elendigen Verschwörungstheorien, da frag ich mich wirklich was da manche Leute denken. Unglaublich!
Das finde ich, ehrlich gesagt, auch zum Kotzen. Aber das hat mittlerweile ja Hochkonjunktur.
 
die Illuminaten-Freimaurer-Bilderberger-Zentralsteuerung-Chemtrail-Mondlandung-Nazis in der Antarktis-Fanatiker werden immer was finden, egal wie. Ist man transparent, wie jetzt, will man von etwas ablenken, sagt man gar nix, will man etwas vertuschen. Die Verrückten drehen es sich halt immer zurecht.
 
Irgendwo sollte die mediale Ausschlachtung eines solchen Vorfalls auch ein Ende nehmen.Dieser Punkt ist jetzt erreicht.

Es ergeben sich kaum noch neue FAKTEN sondern immer mehr Mutmaßungen,Annahmen und weitere Ausführungen des bereits bekannten.
Es ist schrecklich, was der Co-Pilot angerichtet hat, ihn jetzt aber als größten Verbrecher Deutschlands darzustellen halte ich für eben so unnötig wie nun Schlüsse auf weitere Sicherheitsrisiken beim Faktor Mensch zu ziehen, Hauptsache man kann irgendwie Panik verbreiten.

Irgendwann ist jedes Thema mal breitgetreten und auch nicht mehr wirklich interesannt,so lange sich nichts wirklich wichtiges neues ergibt.

Wenn man bedenkt, dass am Unglückstag auf Bild.de noch die Schlagzeile "Uralt-Airbus war 24 Jahre alt" prangerte und nun vom "Amokpiloten Andreas Lubitz" die Rede ist, frage ich mich doch ob man worklich alles was berichtet wird sofort glauben soll und kann
 
Ein Freund von mir ist einerseits Vielflieger, andererseits beschäftigt er sich seit Jahren intensiv mit Flugzwischen- und -unfällen.
Er weiß von mindestens 3 dokumentierten Selbstmorden von Piloten, die beiden in den Medien schon angesprochenen in Ägypten und Ostafrika, einen weiteren bei Air Singapur, bei dem der Pilot einen Sturzflug einletete und der Co-Pilot erst nach mehr als 30 Sekunden versuchte, einzugreifen, die Maschine aber nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte. Eine Erklärung für das späte Eingreifen des Co-Piloten war angeblich das starke Hierarchiedenken in der dortigen Kultur, weswegen es im Anschluss angeblich die Regel gab, dass immer ein "einheimischer" mit einem nicht "einheimischen" Pilot zusammengespannt wurde.
Vor etwa 10 Jahren kam es in der Warteschleife über einem der Londoner Flughäfen zu einem Zwischenfall, in dem irrtümlich (?) beide Piloten das Cockpit verließen und dann ziemlich lange brauchten, um mit einer Axt (offenbar gibt es auch eine außerhalb des Cockpits) die Türe zu durchbrechen. Während dieser Zeit wurde der gesamte (!) Luftraum über London für 90 Minuten gesperrt und ein Kampfjet stieg auf, um den Jet im Notfall über halbwegs weniger dicht besiedeltem Gebiet abzuschließen. Ein bekannter Wiener Arzt war in diesem Flugzeug.

Ich möchte aber eigentlich einen anderen Aspekt ansprechen, der in den Medien bereits thematisiert wurde:
Es herrscht offenbar die Meinung, dass es für die Angehörigen der Opfer schwerer sei, wenn eine Tragödie wie diese vorsätzlich herbeigeführt wird, während hingegen z.B. ein technischer Defekt / Materialschaden leichter als Unfallursache akzeptiert werden könne. Ich bin mir da aber nicht so sicher.
Die Seilbahnkatastrophe von Kaprun ist auf jedenfall eine vergleichbare Tragödie, bei der es aber nicht EINEN Schuldigen gab. Ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht die Sachdiskussion zu diesem Thema aufwärmen, aber ich denke, in der heutigen Zeit fällt es extrem schwer, ein solches Ereignis hinzunehmen, OHNE einen Schuldigen dafür ausmachen zu können, denn im Fall von berechtigten oder auch unberechtigten Zweifeln kommt es ev. zu einem Prozess, in dem dann die beiden Meinungen aufeinanderprallen, beide mit guten Argumenten, wenn dann aber am Ende kein Schuldiger steht, so werden - vor allem nach so langen Verhandlungen und Diskussionen - wahrscheinlich die meisten der Betroffenen schwerer mit der Sache abschließen können.
Hier gibt es (soweit man den bisherigen Informationen trauen kann) aber jedenfalls einen Hauptverantwortlichen, damit fällt einmal ein großer Anteil des Zweifels weg. Natürlich kann man auch darüber diskutieren, ob man ev. bei der letzten Flugtauglichkeitsuntersuchung etwas merken hätte müssen und somit nicht vielleicht doch ein zusätzlicher Schuldiger gefunden werden könnte....
 
gerrit"Er weiß von mindestens 3 dokumentierten Selbstmorden von Piloten schrieb:
Das war nicht Singapore Airlines, sondern Silk Air. Die Billigtochter von SQ, nicht unähnlich dem LH-4U-Konstrukt. Die drei bekannten Fälle die du ansprichst sind wie schon genannt:
- MS 990 (Egypt Air)
- MI 185 (Silk Air), wobei es hier verschidene Untersuchungsberichte gibt: das NTSB (USA) sagt Suizid, das NTSC (Indonesien) sagt unbestimmbar, und ein privater Gutachter in einem Zivilprozess sagt technisches Versagen eines Ventils. Von diesen würde ich aber das NTSB als das Zuverlässigste ansehen, erstens wegen ihrer Erfahrung, zweitens weil der Richter im Prozess die Gegengutachten nicht als Beweismittel zugelassen hat...
- dann noch der Vorfall bei Air Botswana, wo der Pilot immerhin den Anstand hatte, auf dem Flugplatz ein leeres Flugzeug zu kapern und sich nur selbst getötet hat.

In irgendeiner Zeitung hat übrigens ein Psychiater eine Zusammenfassung abgegeben:
- Suizide erfolgen oft in bekannter, beliebter Umgebung, daher sei die "Wahl" des Selbstmordobjekts nachvollziehbar.
- Amokgedanken sind eher nicht zu erwarten, da schwer Depressive die ebenfalls an Bord befindlichen Menschen quasi "ausblenden", die restlichen getöteten Personen sind also mehr als Kollateralschaden (welch grässliches Wort) anzusehen als beabsichtigter Nebeneffekt. Diese "Ausblendung" wurde durch das Alleinsein im Cockpit begünstigt.

Allerdings sprießen diese Zeitungspsychiater derzeit nur so aus dem Boden, also sollte man die Abhandlung wohl mit einer Prise Salz genießen.
 
Wenigstens Einer hier, der die Sache so sieht wie ich.
Für die Jüngeren hier im Forum, die das nicht mehr so mitbekommen haben: In den 90ern gab es mehrere Fälle von Flugzeugabstürzen, wo sich danach ein Staatsanwalt hingestellt hat und sämtliche Schuld den Piloten gegeben hat. Teilweise war es zutreffend, aber teilweise erstunken und erlogen um die heimische Fluglinie bzw den Heimischen Flugzeugbauer zu schützen.
Ein Beispiel die schon erwähnte LaudaAir, wo ja auch 1 Jahr? lang die Piloten die Bauernopfer waren. Ist ja auch einfach zu präsentieren, die zwei Deppen im Cockpit warens, Fluglinie und Flugzeugbauer unschuldig, Akt geschlossen.

Von daher finde ich es mehr als nur angebracht, skeptisch eine Augenbraue nach oben zu ziehen, wenn sich wieder mal ein Staatsanwalt hinstellt und einem der Piloten die Schuld gibt, bevor überhaupt alles untersucht ist. Skepsis aufgrund 1:1 schlechter Erfahrungen aus der Vergangenheit ist wohl kaum Verschwörungstheorie.
Schön fand ich gestern die Reaktion von dem einen Herrn (hab mir leider den Namen nicht gemerkt) bei der Diskussionsrunde von Maybrit Illner oder wie die heisst, der vollkommen erstaunt war, warum plötzlich alle Medien einem Staatsanwalt uneingeschränkt Glauben schenken. Und glücklicherweise wurden dann ja auch die Fälle erwähnt wo die Staatsanwaltschaften bewusst Dinge falsch dargestellt haben bei vergangenen Abstürzen.
 
Rüganer schrieb:
Langsam wirds etwas .... ähm ..... unübersichtlich....

Flugschreiber immer noch nicht gefunden....
Dann heißt es immer, das Flugzeug sei mit 800 km/h aufgeschlagen, im Landeanflug hat die 320 aber nur 250 km/h, solch ein starker Sinkflug ist mit 800 km/ h gar nicht möglich....
https://www.condor.com/de/unternehmen/unsere-flotte/technische-daten-des-airbus-a320-200.jsp

Na klar kann man mit 800 Km/h in in die Erde fliegen. Siehe 9/11 in Shankesville. Bei der Landung hat ein Flugzeug ja allerhand Landeklappen und Spoiler ausgefahren, um eben bei der niedrigen Landegeschwindigkeit stabil zu bleiben. Mit 800 Km/h kann man kein Flugzeug landen, so lange Bahnen gibt es ja gar nicht. Was meinst Du was das für eine Energie wäre ein einen A380 mit 400 t aus der Geschwindigkeit abzubremsen? Beim Unglück ist das Flugzeug ja in normaler Reiseflugkonfiguration geflogen.
 
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