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Gletscher-Abschmelzung

Wenn man dieses Bild betrachtet, dann ist es nur eine Frage von Jahren bis das alles eisfrei ist
amts0ait2.jpg
 
folgefonna
Namentlich Buerbreen und Bondhusbreen leiden auch
Bild ist vom 1.8.2023
 

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Nicht soviel trinken vorm Rechner.... Ach so, das war norwegisch!? :lol:
 
Gut erkannt, empfehle Kaffee

Gibt es einen Grund warum du mittags trinkst?

Bist du auf Rhodos? :wink:
 

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gernot schrieb:
L&S schrieb:
Danke für den Link.
Tja die neue Realität, dachte nicht dass ich es noch miterleben werde.
Gibt's eigentlicch schon Gefahrenkarten für Bergrutsche aufgrund des schwindenden Permafrosts?!
Welche Orte/Siedlungsgebiete betroffen sein könnten etc.?
Hui, das ist krass.
Karten gibt es meines Wissens nach nur sehr punktuell.

Das ist plötzlich eine Zeitspanne, bei der sich Investitionen plötzlich nicht mehr lohnen....

Krass ist wie schnell man sich dran gewöhnt, früher in der dritten Augustdekade 35 Grad auf 400 bis 600m undenkbar, inzwischen Wohlfühlsommer.
 
L&S schrieb:
Mich hat es ehrlich gesagt eher gewundert dass es so lange gedauert hat bis man die Prognosen mal an die Realität anpasst. Ich habe mich vor 10 Jahren schon gefragt welcher Gletscher denn auch nur Ansatzweise noch so lange existieren soll wie viele Modelle es vorhergesagt haben. Wenn man sich das Verschwinden vieler Gletscher allein in den letzten 5 Jahren anschaut halte ich selbst 2050 vielerorts für unrealistisch lange.
molotov schrieb:
Krass ist wie schnell man sich dran gewöhnt, früher in der dritten Augustdekade 35 Grad auf 400 bis 600m undenkbar, inzwischen Wohlfühlsommer.
Das ist in der Tat so ne Sache, in meiner Generation (bin 26) sind Sommer mit regelmäßigen Hitzewellen mit 35 Grad oder sogar mehr absolut normal und alles andere käme einem schon eher komisch vor. Ein verregneter Sommer wie 2021 wird von quasi jedem in meiner Altersgruppe den ich so kenne eher als Totalausfall wahrgenommen, dabei war auch 2021 rund 1,6 Grad über dem Mittel.
Ich glaube dass wir Menschen uns da erstaunlich schnell an etwas gewöhnen und auch anpassen können, wenn die Wahrnehmungen selbst innerhalb von vielleicht 3 zeitgleich lebenden Generationen schon derart verwaschen. In 100 Jahren wird sich kein Mensch mehr vorstellen können dass man bei der Wasserversorgung tatsächlich mal auf Jahrhunderte alte Relikte wie Gletscher angewiesen war. Dem wird keiner nachtrauern, das wird man in Aufzeichnungen erfahren können, das ist einfach so. Sträflich ist in meinen Augen nur dass man von derartigen Problemen seit Jahrzehnten spricht und liest, man macht aber viel zu wenig für die Prävention.
Klimaschutz hin oder her, selbst wenn die Temperaturen auf dem aktuellen Niveau bleiben würden, die Gletscher werden definitiv weg sein. Wie man da noch davon sprechen kann dass man die Gletscher schützen muss, anstatt dass man längst in ein Leben ohne sie investiert ist mir unerklärlich.
 
Julian96 schrieb:
L&S schrieb:
Mich hat es ehrlich gesagt eher gewundert dass es so lange gedauert hat bis man die Prognosen mal an die Realität anpasst. Ich habe mich vor 10 Jahren schon gefragt welcher Gletscher denn auch nur Ansatzweise noch so lange existieren soll wie viele Modelle es vorhergesagt haben. Wenn man sich das Verschwinden vieler Gletscher allein in den letzten 5 Jahren anschaut halte ich selbst 2050 vielerorts für unrealistisch lange.
molotov schrieb:
Krass ist wie schnell man sich dran gewöhnt, früher in der dritten Augustdekade 35 Grad auf 400 bis 600m undenkbar, inzwischen Wohlfühlsommer.
n. Wie man da noch davon sprechen kann dass man die Gletscher schützen muss, anstatt dass man längst in ein Leben ohne sie investiert ist mir unerklärlich.

Schützen, Retten, Erhitzen, Skandal , Untergang macht Quote und Profit

Umbau, Investieren, Anpassen haben es schwerer
 
skifam schrieb:
Schützen, Retten, Erhitzen, Skandal , Untergang macht Quote und Profit

Umbau, Investieren, Anpassen haben es schwerer

Siehst du, so kann man sich täuschen. Ich dachte immer, du bist jemand, der mit aller Macht am Skisport in den Alpen und auf den Gletschern hängt, und komplett negiert, daß das wahrscheinlich bald schon schwierig bis unmöglich sein könnte, und das viele Gebiete sich durch Anpassung und Investitionen in andere Freizeitaktivitäten neue Geschäftsfelder erschließen müssen. Aber wenn auch recht spät, der Groschen schient endlich gefallen zu sein, Chapeau !!
 
sheridan schrieb:
Was verdammt noch mal hat dass den nun wieder mit Gletscherrückgsng zu tun?
Exakt gar nichts. Das passiert auch wenn es -20 hat.

Dass Wooly ( wie so viele ) die Aussage vom skifam wieder mal total missversteht passt irgendwie ins heutige Bild. Er möchte sich ja sicherlich anpassen, nur die Untergangs-Schreier blockieren ja jegliche Anpassung.
 
Theo schrieb:
sheridan schrieb:
Was verdammt noch mal hat dass den nun wieder mit Gletscherrückgsng zu tun?
eigentlich nichts - eher mit der Ursache. Ich kenne die Gegend jetzt seit >30 Jahren, noch vor 15 haette ich 12:30 dort fuer eine absolute sichere Zeit gehalten. Heute wuerd ich es mir genau überlegen, mit einem Ausbildungskurs wuerd ich zu derUhrzeit nicht dort lang gehen.

Abgesehen davon, es kann natuerlich auch einfach Pech gewesen sein, aber leider haeufen sich die Fälle von Pech in den letzten Jahren massiv, allein in meinem näheren Umfeld sind in den letzten 3 Jahren 5 Alpinisten im Sommer gestorben...

Frueher galt eine Eigernord Begehung im Winter was - heute ist es doch eher so, dass man sich fragt, wer traut sich das im Sommer?
 
Hm. Wenn ich es richtig verstanden habe, war das ein Eisbruch. Ich hatte es so gelernt, dass solche quasi unabhängig von Temperatur, und damit Saison und Jahreszeit, daherrumpeln. Jokerkarte gibt es nicht unter haengenden Gletschern. So schnell wie moeglich durch, nicht lange schauen....

Gletscher moechten ja fliessen, so wie Pudding das auch macht, und Glas ebenso ....
 
Kris schrieb:
Hm. Wenn ich es richtig verstanden habe, war das ein Eisbruch. Ich hatte es so gelernt, dass solche quasi unabhängig von Temperatur, und damit Saison und Jahreszeit, daherrumpeln.

richtig, hier ist das "Wetter" eher zu vernachlässigen, aber das "Klima" sorgt dafür, dass du seltener den Joker ziehst.... und die Sonne gibt im Normalfall halt noch den letzten Kick... ich find jetzt die Quelle nicht, aber (iirc) statistisch gibt es tagsüber deutlich mehr Eisbrüche als nachts.
 
Wooly schrieb:
skifam schrieb:
Schützen, Retten, Erhitzen, Skandal , Untergang macht Quote und Profit

Umbau, Investieren, Anpassen haben es schwerer

Siehst du, so kann man sich täuschen. Ich dachte immer, du bist jemand, der mit aller Macht am Skisport in den Alpen und auf den Gletschern hängt, und komplett negiert, daß das wahrscheinlich bald schon schwierig bis unmöglich sein könnte, und das viele Gebiete sich durch Anpassung und Investitionen in andere Freizeitaktivitäten neue Geschäftsfelder erschließen müssen. Aber wenn auch recht spät, der Groschen schient endlich gefallen zu sein, Chapeau !!


Wie immer.... heute und auch jegliche Beiträge vorher... wer richtig liest, ist im Vorteil.

Aber tschappeauu auch für Dir, Du tust auch Fortschritte machen tun.
 
Theo schrieb:
Dass Wooly ( wie so viele ) die Aussage vom skifam wieder mal total missversteht passt irgendwie ins heutige Bild. Er möchte sich ja sicherlich anpassen, nur die Untergangs-Schreier blockieren ja jegliche Anpassung.

Sorry, da hatte ich doch glatt den grossen Schweizer Ironiesmilie mit der Extraportion Schoggi vergessen ... wird nicht wieder vorkommen. :rolleyes:
 
Julian96 schrieb:
Das ist in der Tat so ne Sache, in meiner Generation (bin 26) sind Sommer mit regelmäßigen Hitzewellen mit 35 Grad oder sogar mehr absolut normal und alles andere käme einem schon eher komisch vor. Ein verregneter Sommer wie 2021 wird von quasi jedem in meiner Altersgruppe den ich so kenne eher als Totalausfall wahrgenommen, dabei war auch 2021 rund 1,6 Grad über dem Mittel.
Ich glaube dass wir Menschen uns da erstaunlich schnell an etwas gewöhnen und auch anpassen können, wenn die Wahrnehmungen selbst innerhalb von vielleicht 3 zeitgleich lebenden Generationen schon derart verwaschen. In 100 Jahren wird sich kein Mensch mehr vorstellen können dass man bei der Wasserversorgung tatsächlich mal auf Jahrhunderte alte Relikte wie Gletscher angewiesen war. Dem wird keiner nachtrauern, das wird man in Aufzeichnungen erfahren können, das ist einfach so. Sträflich ist in meinen Augen nur dass man von derartigen Problemen seit Jahrzehnten spricht und liest, man macht aber viel zu wenig für die Prävention.
Klimaschutz hin oder her, selbst wenn die Temperaturen auf dem aktuellen Niveau bleiben würden, die Gletscher werden definitiv weg sein. Wie man da noch davon sprechen kann dass man die Gletscher schützen muss, anstatt dass man längst in ein Leben ohne sie investiert ist mir unerklärlich.

Für die nächste Generation, also für diejenigen, die heute geboren werden, wird es völlig normal sein, dass es in den Ostalpen keine Gletscher gibt. Die Vorstellung, dass es z.B. auf dem Dachstein einen Gletscher geben könnte, wird für die als komisch oder Totalausfall wahrgenommen werden.

Ich habe mal vor einiger Zeit im Internet eine Extrapolation gesehen, wie die Welt im Jahr 2100 aussieht, wenn die Klimaerwärmung unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen extrapoliert wird.

In einer Simulation konnte man u.a. sehen wie Zermatt im Jahr 2100 aussieht.

Der gesamte Bereich zwischen Klein Matterhorn, Testa Grigia und Trockener Steg ist komplett eisfrei. Zwischen Breithorn und Klein Matterhorn gibt es noch einen Minigletscher.

Die Baumgrenze ist etwa 100 Höhenmeter knapp unter dem Trockenen Steg. Auch auf Riffelberg und Blauherd stehen Bäume. Die ersten Bauminvasoren stehen bereits kurz vor Rotenboden, wobei um den Riffelsee bereits die ersten Bäume stehen.

Zwischen Zermatt und Visp kann man die Eisenbahn und die Straße kaum noch erkennen, weil beide in aufwändigen Lawinengalerien verschwinden bzw. auf weiter Strecke im Tunnel verlaufen werden. Die Zugfahrt von Visp nach Zermatt verläuft also 2100 weitgehend im Tunnel. Die Ortschaften sind durch riesige Schutzmaßnahmen vor Bergstürzen geschützt.

Unterhalb des Monte Rosa Massivs gibt es zwar noch einen Gletscher, aber die Gletscherzunge befindet sich auf etwa 3500 m Seehöhe weit oberhalb der Monte Rosa Hütte.

In Norddeutschland stehen riesige Deiche und man hatte zur Küstensicherung noch eine vorgelagerte zweite Deichreihe gebaut.

Sylt gleicht einer Festung.

Auch Cuxhaven kann man kaum wiedererkennen, so verbaut ist alles durch riesige Deiche und Stützmauern.

___________________


Der Mensch gewöhnt sich recht schnell. Für die Menschen, die 2100 leben werden, wird das die ganz normale Realität sein.

Allerdings wird es gigantische Summen kosten, sich anzupassen. Je länger man mit den Anpassungen wartet, umso teurer wird es.

Hier eine Simulation der ETH Zürich zum Aletschgletscher im Jahr 2100:

https://www.youtube.com/watch?v=J75n3FCdpuY
 
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