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Gletscher-Abschmelzung

Ich hab jetzt mal die Schneehöhendaten der Hauptabschmelzmonate bisher (Mai, Juni, Juli) verglichen:

In Klammern dahinter die Zahlen aus dem Jahr 2004 in dem es zuletzt einen ausgeglichenen Haushalt gab.
Sonnblick
am 1.5. lagen noch ~5,50m Schnee (~3,6m)
am 1.6 lagen noch ~4,20m Schnee (~4,5m)
am 1.7 lagen noch ~2,90m Schnee (~3,5m)
am 29.7 liegen noch 2,05m Schnee (~2,0m)

Diese Daten zeigen jedoch nicht genau wie viel Schnee tatsächlich abgeschmolzen ist, durch Tauvorgänge und Wasser wird der Schnee zum heutigen Zeitpunkt sicherlich wesentlich dichter sein als am 1.5..

Jetzt nehme ich mal die Temperaturdaten dazu
Mai -1,8°C (-2,6°C)
Juni +2,1°C (+1,1°C)
Juli +3,1°C (+3,2°C)
Aug ??? (+1,9°C)
Sept ??? (+0,5°C)

Man kann eigentlich kann gut sehen, das die beiden Jahre von den Schneehöhen her vergleichbar waren. Abschätzen wie es am Ende des Sommers aussieht kann man jedoch nicht. Würde ein "normalwarmer" August folgen, sähe es relativ gut aus für den Gletscher, jedoch sind die 2m Restschnee bei einem warmen August schnell weg. Auch im September kann noch viel Schnee und Eis schmelzen.

Also meiner Einschätzung nach steht es derzeit noch unetschieden, wie es für die Gletscher in anderen Regionen aussieht (z.B. Ötztal, Stubai) kann man anhand dieser Daten jedoch nicht ableiten.
 
Emilius3557 schrieb:
Wir haben das vor einigen Wochen schon einmal diskutiert, aber nach wie vor fehlt mir für Deine These auch nur irgendein stichhaltiger Beleg. Es kann schon sein, dass wegen mir auf einer Piste von 50-100 m Breite der Firnschnee solange präpariert wird, bis der Gletscher vollständig ausgeapert ist. Nur: durch die Präparation wird der Firn auch verdichtet und nimmt damit nur den natürlichen Prozess in Richtung einer Neubildung von Gletschereis vorweg.

Was ich damit sagen wollte war, dass der Schnee durch die Präperierung aufgelockert wird (zumindest oberflächlich). Durch die Skifahrer wird er dann nochmals aufgelockert und schmilzt so schneller. Wenn der Schnee schneller schmilzt, fehlt dem Gletscher in den warmen Sommermonaten einiges an Schnee, seine natürliche Schutzschicht, was durch rechtzeitiges Veratten aber vermieden werden kann. Wenn dies nicht geschieht leidet natürlich das Gletschereis auch darunter. Ich möchte jetzt nichts gegen das Sommerskifahren sagen, wenn man die Bereiche nutzt, andenen noch genug Schnee liegt. Und dies sollte auch nicht bis zum letzten Schneerest machen, also bis überall nur noch das Eis zu sehen ist. Wenn die BB sagen: "na gut, der Schnee geht langsam zur Neige, wir lassen das mal lieber bleiben mit dem Skibetrieb und vermatten das ganze mal für eine Zeit lang", wäre das gut.
Also das war jetzt meine Meinung dazu, Wissenschaftliche Belege dafür habe ich jedoch nicht.
 
So, wie sich der Claridenfirn heute präsentiert hat, sieht er noch ganz gut aus. Einen Vergleich zu früher habe ich allerdings nicht parat. Die Gletscherzunge reicht aber heute noch bis ca. 2400 m runter. Der Bildausschnitt zeigt den Gletscher auf einer Länge von ca. 3,6 km.

dvly3kyz.jpg


Im Abstieg zur Claridenhütte sind wir ca. 1/2 Stunde im Randbereich des Gletschers runter gelaufen. Es wären fast perfekte Firnschneeverhältnisse gewesen sogar noch gegen 12 Uhr. Überhaupt war es ein perfekter Tag :D :D
 
Bei meinen Recherchen bin ich noch darauf gestoßen, dass der Claridenfirn im Kammbereich in den Hüfifirn übergeht. Dieser Gletscher mit 13,5 km² Größe und 6 km Länge ist angeblich der Gletscher, dessen Zunge in den Alpen am weitesten ins Tal vorstößt, nämlich bis auf 1740 m. Möglich ist dies durch eine extreme Schattenlage, die in Google-Earth gut sichtbar ist.

Wenn die Bilder im Forum nicht täuschen, sind die Gletscher im nördlichen Alpenbereich nicht so schlecht dran, wie diese auf ähnlicher Höhe am Alpenhauptkamm.
 
schifahrer schrieb:
Dieser Gletscher mit 13,5 km² Größe und 6 km Länge ist angeblich der Gletscher, dessen Zunge in den Alpen am weitesten ins Tal vorstößt, nämlich bis auf 1740 m. Möglich ist dies durch eine extreme Schattenlage, die in Google-Earth gut sichtbar ist.

Das stimmt so nicht, der am tiefsten vostsoßende Gletscher der Alpen ist der Glacier de Bosson im Mont Blanc Geboet bei Chamonix. Der Tiefste Punkt liegt bei ca. 1400m Seehöhe, es könnte mittlerweile auch ein bißchen weniger sein.
;D
Gruß Gletscherwissen
 
Vor Jahren ging mal einer der beiden Grindelwaldgletscher bis ca. 1200m. Wie es aktuell ausschaut weiß ich nicht, außer daß sowohl der obere wie auch der untere Grindelwaldgletscher sich deutlich zurückgezogen haben.
 
Fab schrieb:
Vor Jahren ging mal einer der beiden Grindelwaldgletscher bis ca. 1200m. Wie es aktuell ausschaut weiß ich nicht, ...

Genau darüber habe ich mit meinem Bruder vor ein paar Tagen noch gesprochen. Wir waren Anfang der 80er noch gemeinsam mit unseren Eltern in Grindelwald am Oberen Gletscher. Man musste vom Parkplatz, direkt an der Straße zur Großen Scheidegg, ein paar Meter die Böschung runter und kam dann direkt zum Gletscher und der Gletschergrotte, die ganz unten im Tal lag.
Mein Bruder erzählte, dass er vor ein paar Jahren (ca. 2003) dann mal wieder mit seiner Freundin dort war. Der Gletscher hatte sich so weit zurückgezogen, dass man am gegenüberliegenden Hang einige 100m hinaufsteigen musste, bis man die Grotte erreichen konnte.

Link dazu: http://www.wetterzentrale.de/cgi-bin/webbbs/wzconfig1.pl?noframes;read=147
 
schifahrer schrieb:
... dass der Claridenfirn im Kammbereich in den Hüfifirn übergeht. Dieser Gletscher mit 13,5 km² Größe und 6 km Länge ist angeblich der Gletscher, dessen Zunge in den Alpen am weitesten ins Tal vorstößt, nämlich bis auf 1740 m. Möglich ist dies durch eine extreme Schattenlage, die in Google-Earth gut sichtbar ist. ...
Ich müsste Bilder von der Zunge des Hüfifirns gemacht haben (wirklich extreme Schattenlage). Die müsste ich mal rausssuchen.
 
Hallo zusammen,

anbei ein Artikel aus der "Allgäuer Zeitung" über den Zustand des einzigen kleinen Gletschers (vielleicht besser Firnfeld :wink: ) an der Mädelegabel bei Oberstdorf. Es ist erstaunlich, dass sich der Gletscherrest seit dem Rekordsommer im Jahr 2003 wieder vergrößert hat! Das Firnfeld liegt auf einer Höhe von etwa 2500m unterhalb der Mädelegabel.

Grüße aus dem Allgäu!
 

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  • mädeleferner2008.jpg
    mädeleferner2008.jpg
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naja im weitesten Sinne auch Gletscherabschmelzung:

Riesige Fläche aus dem Gletschereis gebrochen

Im Norden Kanadas hat sich erneut eine riesige Eisfläche von einem seit Jahrtausenden existierenden Eisbrett gelöst und schwimmt nun frei im Arktischen Ozean. Satellitenbilder zeigen zudem, dass das betroffene Gebiet von der Ellesmere-Insel inzwischen von einem ganzen Netz von Rissen durchzogen ist. (...)

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article2390872/Riesige-Flaeche-aus-dem-Gletschereis-gebrochen.html
 
Ich weiß ja nicht so recht - ich habe gerade versucht in Photoshop die beiden bilder zu vergleichen - ich hätte das Ergebnis auch gerne hier eingestellt. Aber eine belastbare Aussage lassen diese beiden Aufnahmen in meinen Augen leider nicht zu.
 
Ich hoffe es passt hier hinein:
(Wenn nicht,bitte löschen)

Habe damals auf ner Homepeage folgendes Bild geladen:
Jetzt beim durchstöbern meiner Bilder viel mir auf....

55556vi2.jpg

Man sieht das die Piste von der Breite her bis ganz links zum Sessellift geht.
Als ich letztes Jahr da war,gab es nur die gewohnte "TFH-Abfahrt" wie die letzten Jahre.

img0528ap1.jpg


Ist dort auch der Gletscher so von der dicke her zurückgegangen,das die Piste jetzt so schmal ist,oder entstand dieses Bild in einem Winter indem ungewohnt viel Schnee lag?

Gruß
 
gletscher ist massiv zurückgegangen, da gibts hier einige schokierende bilder vom tfh
 
Gab es da nicht mal die Überlegung die Felsen nach links zu entfernen,das die Piste wieder breiter wird?
Oder besteht da von den Bergbahnen her kein Interesse?
 
wenn du dir aktuelle webcam bilder anguckst, siehst du das das zum Teil geschehen ist. Man hat jetzt am TFH 2 Pisten.
Die " Hauptpiste" die auf deinem Bild zu sehen ist und eine Piste am Lift..
 
Die Zunge vom Sonnblickkees sieht aber ziemlich löchrig aus. Lange wirds die wohl nicht mehr geben.
 
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