• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Gletscher-Abschmelzung

Ich hab hier nen interessanten Bericht eines Amis von einem Besuch am Stubaier Geltscher vom 14. August 2001 gefunden. Fast auf den Tag zwei Jahre her. Wahnsinn, wieviel Schnee dort gelgen hat. Schaut Euch den Beitrag mal an:
(http://users.skynet.be/marc.thijs/gletscher_uk.html)
 
Auch das ZDF hat gemerkt, dass die Hitze den Gletschern nicht gut tut: Im Heute-Journal kam am Montag ein Beitrag zur Gletscherabschmelzung. Es ging um einen Professor, der auf einem österreichischen Gletscher (irgendwas mit "Sonn", möglicherweise Sonnblick-Kees oder so) rumgestiefelt ist und erzählt hat, um wieviel der Gletscher zurückgegangen ist.
Hier ein paar Screenshots:

01.jpg

Der Herr Professor schaut mit dem Fernglas...

02.jpg

...und sieht einen Gletscher in traurigem Zustand.

04.jpg

Auf dem Gletscher selbst

05.jpg


06.jpg


08.jpg

Der Prof deutet an, um wieviel der Gletscher in einem Jahr laut Messung zurückgegangen ist. Ich erinnere mich noch genau an die beeindruckende Zahl von 5 Metern (Höhe wohlgemerkt!)

09.jpg


10.jpg
 
kann das ganze auch nur bestätigen! war in der silvretta unterwegs-welch trauriger anblick. bilder folgen...
 
An der gefrorenen Wand in Hintertux ist der Gletscher innerhalb von 2 Wochen um ca. 'nen halben bis ganzen Meter (in der Höhe) abgeschmolzen! Hab mal 2 Bilder verglichen ... werds demnächst mal online stellen zum vergleich ...
 
ok, ganz soviel ists vielleicht nicht:

aber dennoch erkennbar .. Tuxerfernerhang, Hintertuxer Gletscher, ca. 2.660m bis 2.850m

erst mal ein webcam-bild vom 2.8.2002:

TFH20020802.jpg


27.7.2003:
TFH20030727.jpg


9.8.2003:
TFH20030809.jpg


Die größten sichtbaren Stellen hab ich ja markiert... in 10 Jahren ist Schluß mit "Abfahrt Tuxerfernerhaus geöffnet" im August ....
 
von seilbahn.net:

Kaprun: Sommerhitze bringt Probleme für Seilbahnen

Die Gletscherbahnen Kaprun hoffen auf einen frühen und schneereichen Winter. Denn zur Zeit schmelzen an heißen Tagen 23 Kubikmeter Eis pro Tag. Wenn die Gletscherschmelze so weitergeht, wäre ein durchgehender Sommerskilauf nicht mehr möglich.

Durch die starke Gletscherschmelze in diesem Sommer müssten Gletscherbahnen Kaprun besonders auf Pisten und Liftanlagen aufpassen, sagt Vorstandsmitglied Peter Präauer: "Unser Liftanlagen, die auf Gletschereis stehen, müssen genauso beobachtet werden, wie wenn Skibetrieb wäre." Wenn am Ende des Sommers dann die ersten Schneefälle kämen, sei durch die starke Gletscherschmelze auch ein größerer Aufwand bei der Präparation für die kommende Wintersaison notwendig." Zwar sei der Gletscher am Kitzsteinhorn noch sehr groß, trotzdem könnten die Gletscherbahnen gezwungen sein, Vorsorge treffen, sagt Präauer: "Erstens in der Situierung der Gletscherlifte, die unter Umständen in andere Positionen gebracht werden müssen." Möglicherweise werde auch der durchgehende Sommerskilauf auf dem Gletscher eingestellt, ergänzt Präauer. Wenn Ende des Sommers der erste Schnee auf den Gletscher fällt, werde dieser Schnee dazu verwendet, die Gletscherspalten zu füllen: "Erst die zweite Partie des Schneefalls wird dann dazu verwendet werden können, die Pisten zu präparieren."
 
von Tirol.com:

Gletscher war von Müll überdeckt

Das Mullwitzkees in der Venedigergruppe wurde seinem Namen gerecht. In den letzten Jahrzehnten wurden dort fünf Tonnen Müll illegal deponiert.


Am Mullwitzkees unterhalb des Rainerhorns wurden fast fünf Tonnen Müll eingesammelt.
Foto: Kohlhofer

PRÄGRATEN. Die bisher größte Säuberungsaktion des österreichischen Alpenschutzverbandes wurde in der letzten Woche unterhalb des Defreggerhauses durchgeführt. "Durch den starken Rückzug des Mullwitzkeeses haben wir auf einer Höhe von fast 3000 Metern eine gigantische Mülldeponie entdeckt", berichtete der Obmann des Alpenschutzverbandes, Lothar Petter, am Freitag.

In einer Woche säuberten 13 Studenten die steil abfallende, fast unbegehbare Felswand unterhalb des Schutzhauses und den Gletscher. "Die illegale Mülldeponie war größer als ein Fußballfeld", teilte Petter mit. "Stellenweise war das Gebiet bis zu 50 Zentimeter hoch mit Dosen, Batterien, Propangasflaschen, Kochgeschirr, Spraydosen und Glas bedeckt."

Für den engagierten Umweltschützer sind vorwiegend die ehemaligen Hüttenwirte vom Defreggerhaus für den Naturfrevel verantwortlich. "Vor 40 Jahren war es an der Tagesordnung, den Hüttenabfall auf diese Art und Weise zu entsorgen." Insgesamt wurden fast fünf Tonnen nicht verrottbarer Müll gesammelt und in Transportsäcke verpackt. In dutzenden Hubschrauberflügen und mit Hilfe der Lienzer Tragtierstaffel wurde der Müllberg am Freitagnachmittag zur Johannishütte gebracht.

Auch zwei Nordtiroler Biologiestudenten, Mario Hasslwanter aus Polling und der Pettneuer Simon Götsch, schufteten im Rahmen der Aktion "Saubere Alpen" sieben Tage am Gletscher unterhalb des Rainerhorns. "Wir sind schon seit einigen Jahren bei den Aktionen dabei, so viel Müll haben wir im alpinen Gelände aber noch nie gesehen", berichtete das Duo.

An die Arbeitsbedingungen in dieser Höhe mussten sich die engagierten Studenten erst gewöhnen. "Ohne die kurzfristige Errichtung eines gesicherten Klettersteiges von der Hütte hinunter zum Gletscherrand hätten wir einen täglichen Umweg von fast fünf Stunden in Kauf nehmen müssen", berichteten Hasslwanter und Götsch.
Petter beziffert die Kosten der großen Säuberungsaktion im Nationalpark Hohe Tauern mit 20.000 Euro.
 
.. um das noch mal etwas rauszustreichen:
"Vor 40 Jahren war es an der Tagesordnung, den Hüttenabfall auf diese Art und Weise zu entsorgen."

krass, das ..

Noch etwas interessantes von Marius:
Faustregel: 10 Meter Schnee (aufsummiert natürlich) ergeben 1 Meter Firneis
(noch viel Luft), ergibt 10 cm Gletschereis (blau, hart, kaum mehr Luft,
wird unter Druck plastisch, der Gletscher fließt).
 
starli schrieb:
ok, ganz soviel ists vielleicht nicht:

aber dennoch erkennbar .. Tuxerfernerhang, Hintertuxer Gletscher, ca. 2.660m bis 2.850m

erst mal ein webcam-bild vom 2.8.2002:

TFH20020802.jpg


27.7.2003:
TFH20030727.jpg


9.8.2003:
TFH20030809.jpg


Die größten sichtbaren Stellen hab ich ja markiert... in 10 Jahren ist Schluß mit "Abfahrt Tuxerfernerhaus geöffnet" im August ....

Ich habe noch die Bilder im Kopf vom 24.Juli 2002 - also ziemlich genau 1Jahr zuvor. Da war ich auch zum Sommerskifahren auf dem Tuxer Gletscher oben.
Damals ging die Abfahrt zum TFH noch weiter links - also ca. in der Mitte der "Winterpiste" zum TFH, da wo auf Deinen Bildern von diesem Jahr nur noch Felsen zu sehen sind... :( :( :(

Schon krass - man merkt jedes weitere Jahr der Abschmelzung immer extremer... :cry:

Die Sommerabfahrt zum TFH verschiebt sich immer weiter nach rechts - in wenigen Jahren wird sie nicht mehr möglich sein... :?
 
da würd ich dir rechtgeben, in 10 Jahr könnts da echt düster aussehen ...
 
schon unvorstellbar und dass alles in 2 wochen! bald ist es in österreich mit dem skifahren im sommer aus :cry:
 
max schrieb:
schon unvorstellbar und dass alles in 2 wochen! bald ist es in österreich mit dem skifahren im sommer aus :cry:

Nicht nur in Österreich :?

Wir können nur hoffen, daß die kommenden Sommer nicht mehr gar so heiß werden und es mal wieder viel schneit...

Leider ist es genau anderst herum realistischer... :cry:

Ich denke, der Sommerski verabschiedet sich in Raten !
Es wird künftig mehr Skihallen geben. Ansich eine gute Sache - aber an das Orginal kommen die nie und nimmer ran...
 
Wiede schrieb:
Es wird künftig mehr Skihallen geben. Ansich eine gute Sache - aber an das Orginal kommen die nie und nimmer ran...

Da würde ich dir - auch heuer - auf jeden Fall zustimmen. Nichts gegen die Skihalle, aber das Sommerskifahren im August in Tux hat mir eindeutig mehr Spaß gemacht, trotz Matschschnee und Eis :D
 
Downhill schrieb:
Wiede schrieb:
Es wird künftig mehr Skihallen geben. Ansich eine gute Sache - aber an das Orginal kommen die nie und nimmer ran...

Da würde ich dir - auch heuer - auf jeden Fall zustimmen. Nichts gegen die Skihalle, aber das Sommerskifahren im August in Tux hat mir eindeutig mehr Spaß gemacht, trotz Matschschnee und Eis :D

Du Glückspilz !!! Da hast Du echt Recht...

Diesen Sommer war ich leider nicht in Tux und es hat mir echt gefehlt... :roll:

Es gibt echt nichts geileres wie im Juli/August den Arbeitskollegen, wenn sie einem einen schönen Urlaub wünschen (und dann fragen "wo geht`s hin - Balearen oder Kanaren ?"), zu entgegenen, daß es zum Skifahren nach Hintertux geht... :supercool:

Und wenn man dann im Hochsommer nach längerer Abstinenz erstmal wieder die Gletscherbahn im Blickfeld hat, dann spielt der Hormonhaushalt vollends verrückt...
Glücksgefühle allez :D

Kenn Ihr noch den Song "der Berg ruft" ?
Der hat unser Motto...
"Vater i muas auffi - auffi auf`n Berg - der Berg ruft..."
 
Naja, hoffen wir mal das der Herbst mit seinen herbstlichen Temperaturen eintrifft. Morgends ist ja schon recht frisch, aber gegen Mittag wird es schon noch ziemlich warm. Ich hoff, dass sich das spätestens die nächsten 2 Wochen ändert :)
 
Nach Sommer kommt radioaktives Material zu Tage
Nach der Gletscherschmelze im heißen Sommer kommt jetzt auf den Gletschern vermehrt radioaktives Material zu Tage. Die Ablagerungen stammen noch vom Tschernobyl-Unglück 1986, aber auch von Atomtests in den 60er Jahren.

Gletscher in 80 Meter Höhe abgeflogen
Die Belastung festgestellt haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe für Umweltradioaktivität der Uni Salzburg gemeinsam mit "Luftspürern" des Innenministeriums. Diese speziell ausgebildeten Polizeibeamten flogen im Sommer mit einem besonders ausgerüsteten Hubschrauber in 80 Meter Höhe in Schleifen über einige Gletscher.

Die Ergebnisse seien deutlich gewesen, sagt Herbert Lettner vom Institut für Umweltradioaktivität: "Wir haben in den letzten Wochen sehr viel von den Tschernobyl-Rückständen festgestellt und teilweise noch recht viel von dem, was noch von den Kernwaffenversuchen vorhanden ist."


Anreicherung durch Schmelze
Durch das Abschmelzen der Gletscher blieben die radioaktiven Staubpartikel erhalten, sagt Lettner: "Es kommt hier zu Anreicherungsprozessen, die wir sonst in der Natur eigentlich nicht vorfinden."


Folgen noch unklar
Wie bedenklich diese Rückstände für Menschen und Tiere sind, wird erst untersucht: "Wenn die Gletscher tatsächlich abschmelzen, was ja zu erwarten ist, dann bleiben diese Rückstände", sagt Lettner. "Entweder sie verbleiben vor Ort oder sie werden über das Wasser weitertransportiert."

Derzeit fließen aus der Fläche eines Quadratkilometers Gletscher bis zu 700 Liter Wasser pro Sekunde ab.
http://oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=5&id=284719
 
Hi!

"Wenn die Gletscher tatsächlich abschmelzen, was ja zu erwarten ist, dann bleiben diese Rückstände", sagt Lettner. "Entweder sie verbleiben vor Ort oder sie werden über das Wasser weitertransportiert."

Das verstehe ich nicht wirklich. Wenn radioaktive Partikel im Eis eingeschlossen sind, dann werden sie mit dem Abschmelzen freigesetzt. Soweit so gut. Damit sie vor Ort bleiben, müssten sie in irgendeiner Form mit dem Fels verbunden sein, was ich mir nicht wirklich vorstellen kann, denn was soll diese Verbindung bewirkt haben? Sind sie so tief in dem Moränenmaterial drin versteckt?
Jedenfalls kann man bei Ausschwemmung wenigstens relativ genau vorhersagen, wohin der Kram in welcher Geschwindigkeit gelangt, denke ich. Schlimmer wäre es, wenn radioaktive Partikel z.B. ausgeweht würden ...

Derzeit fließen aus der Fläche eines Quadratkilometers Gletscher bis zu 700 Liter Wasser pro Sekunde ab.

Die Dicke sollte dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen, oder? Die Zahl sieht mir irgendwie nach Effekthascherei aus ... ;-)

Viele Grüße,
Yours Tobias
 
Jungs, ich hab da mal wieder ein paar äußerst schockierende Bilder, frisch vom Stubaier Gletscher:

StG_Abschmelz2003b.jpg

SL Windachferner, Rest. Jochdohle, SL Gaiskar und im Hintergrund die neue EUB-Bergstation.

Seht ihr das?? Hier fehlen 2-3 Meter im Vergleich zum Vorjahr!! Und rechts dieser ausgeaperte breite Fels-Strich ... absolut krass...

Hier mal ein Vergleich von der Jochdohle mit genau vor 1 Jahr:

StG_Abschmelz2003a.jpg


Und das auf 3.150m .... wieso haben die das Restaurant überhaupt schwebend gebaut, wenn da soviel Fels ist?! :)
 
starli schrieb:
Und das auf 3.150m .... wieso haben die das Restaurant überhaupt schwebend gebaut, wenn da soviel Fels ist?! :)
Ganz einfach. Der Fels ist Permafrostboden. Würde man das Haus auf den Fels bauen müsste man es gegen unten übermässig gut isolieren oder auf stelzen stellen da sonst der Permafrostboden austaut und sich der Boden ungleich absänkt. Dadurch verzieht sich die ganze Statische Struktur des Gebäudes und dieses würde Risse bekommen und könnte einstürzen.
Warum setzt man sonst in Sibirien Öl Pipelines auf Stützen?
 
Das ist ja mal echt krass. Wenns so weiter geht, dann kann man da nächstes Jahr wirklich problemlos ne KSB hinstellen :cry:
 
Zurück
Oben