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Gletscher-Abschmelzung

auch nicht annähernd so ?
Kann doch sein ?

Wachsen die Gletscher in diesem Jahr eigentlich ?
 
sorry, wenn ich OT in den Klimathread abrutsche, aber mein Bruder studiert Ozeanographie. Seiner Aussage nach kann momentan KEIN Experte voraussagen, wie sich das teilweise oder komplette Abschmelzen ALLER Gletscher (also auch Grönlandeis) auf die Meeresströmungen an Oberfläche und in der Tiefsee auswirken.

Eine Unterbrechung wie in "Day after Tommorrow" (Gott war das schwachsinnig, als auf einmal nur einzelne Bojen einen Temperaturabfall bemerkten, der Rest aber nicht, wenn hätte das gleichmäßig von Nord nach Süd passieren müssen) kann man nicht voraussagen. Man kann es für möglich halten, aber mit dem momentanen Wissen nur spekulieren. Zu viele Variablen, die noch alle unerfoscht sind (z.B. Einfluss der Änderung von Süßwasserzufluß aus dem Gröndlandeis auf den Salzgehalt).
 
rund um den dachstein haben die gletscher wieder an länge und masse verloren, genau wie in den letzten jahren. daten folgen
 
@ Klare:

Schau dir doch mal die aktuellen Bilder von den Tiroler Gletschern an, dann kann man mit Sicherheit eines verneinen, und zwar, dass die Gletscher diese Jahr gewachsen sind. Im Gegenteil es sieht wieder einmal sehr schlimm aus, obwohl bis Juli noch eine ordentliche Schneeschicht die Gletscher bedeckte.

Es herrscht wohl eher mal wieder Endzeitstimmung. Vgl. Berichte vom Kaunertaler usw.
 
Interessant ist die Tatsache, dass sich von denWinterschneemengen nichts hielt.
 
Nicht nur der Winter war rekordverdächtig, sondern leider auch der August.
 
sind denn die Daten der Alpenvereine schon veröffentlicht? NOrmalerweise kommen die doch erst immer sehr spät.
Wie das Gletscherhaushaltsjahr war weiß ich leider jetzt gar nicht - steht das denn schon irgendwo?

August:
auch wenn der August anscheinend "schlecht" war, so ist der erste Schnee doch schon etwas früher gekommen als letztes Jahr

MFG
Mannerl
 
Mannerl schrieb:
sind denn die Daten der Alpenvereine schon veröffentlicht? NOrmalerweise kommen die doch erst immer sehr spät.
Wie das Gletscherhaushaltsjahr war weiß ich leider jetzt gar nicht - steht das denn schon irgendwo?

August:
auch wenn der August anscheinend "schlecht" war, so ist der erste Schnee doch schon etwas früher gekommen als letztes Jahr

MFG
Mannerl
das glaube ich kaum, mein opening war letztes jahr schon anfang oktober, bei guten verhältnissen, letztes jahr kam schon der erste schnee im september
 
Ich versuch mal eine laienhafte Schätzung für die Ostalpengletscher:

Die warmen Monate August und September führten bei den meisten Gletschern zu einer solch starken Ausaperung, dass ein Massengewinn nicht mehr realistisch sein kann.
Es war aber auch so. dass im Frühsommer der Schnee doch noch sehr lang gehalten hat und in dieser Zeit sich die Ausaperung durch mehrmalige Schneefälle verzögert hat. Die Zeit der blanken Gletscher war dadurch deutlich kürzer als in anderen Jahren, etwa 2007 oder gar 2006.

Fazit: Auch 2007 werden die Massenbilanzen der allermeisten Ostalpengletscher negativ sein. Der Massenverlust dürfte aber etwas geringer ausfallen als der durchschnittliche jährliche Massenverlust in den letzten 10 Jahren.
 
darkstar schrieb:
Interessant ist die Tatsache, dass sich von den gigantischen Winterschneemengen nichts hielt.
Die Diskussion hatten wir schon mal, es ist wohl so daß der Sommer weitaus ausschlaggebender ist für den Massehaushalt als der Winter. Sieht man ja auch außerhalb der Gletscher, wie schnell selbst große Schneehöhen - welche sich im Frühling noch ewig halten - weggetaut sind, wenn es erst mal mehrere Tage lang über +15 oder 20° und andauernden Sonnenschein in den Bergen hat. Der heurige Mai war ein gutes Beispiel, am 23.5. bin ich auf den Kramer (1985 m) gestiegen und da lag selbst am Nordhang nur auf den obersten 100 HM überhaupt noch Schnee, der dann allerdings noch ziemlich tief.
 
Interressant!
Ab den 50ern sind sie dann ca. 30 Jahre lang wieder angewachsen.
 
Neueste Zahlen der ETH Zürich zur Gletscherabschmelzung im jahre 2009.
Top 5:
- Riedgletscher VS 0.5 km
- Trientgletscher VS 151 m
- Calderasgletscher GR 121 m
- Tsanfleuron VS 103 m
- Corbassièregletscher VS 101 m

Von den 88 kontrollierten Gletscherzungen waren 81 rückläufig, 5 stationär, 2 legten zu (um 40 cm resp. 1.4 m).
In den letzten 10 Jahren sind 12 Prozent des Gletschervolumens verloren gegangen - 9 Kubikkilometer (entspricht einer 21cm dicken Eisschicht über der Schweiz)
Damit befindet man sich weiterhin im Szenario, in welchem in 40 Jahren ca. zwei Drittel der Gletscher verschwunden sind.
 
An den Gletscherwerten im Wallis kann man gut erkennen, dass ein schneereicher Winter für den Gletscher kaum was bringt wenn der August viel zu warm ist.
Wobei beim Riedgletscher muss die Zunge weggebrochen sein, sonst kann ich mir die 500m Rückgang nicht erklären...
 
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