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Also DAS kann ich auch nicht mehr hören. Was wäre denn, wenn die Gletscher wachsen würden??? Dann hätte man auch nicht mehr Trinkwasser als ohne Gletscher. Außerdem haben die paar Gletscher, die es jetzt noch in den Alpen gibt, wohl kaum eine nennenswerte Funktion, wenns 2 Monate nicht regnen würde!?
Balu83 schrieb:
bei welchen raus kam das sich der Gletscher dort in einem Jahr lediglich um 3cm bewegt hat.
Also DAS kann ich auch nicht mehr hören. Was wäre denn, wenn die Gletscher wachsen würden??? Dann hätte man auch nicht mehr Trinkwasser als ohne Gletscher. Außerdem haben die paar Gletscher, die es jetzt noch in den Alpen gibt, wohl kaum eine nennenswerte Funktion, wenns 2 Monate nicht regnen würde!?
Im Wesentlichen hast du, zumindest was die Alpen betrifft, sicher recht. Der Schnee, der über dem Winter fällt und dann im Laufe des Frühlings und des Sommers schmilzt, ist der Wesentlich bedeutendere Wasserspeicher als die Gletscher. Allerdings könnten in extremen Wetterlagen wie der Sommer 2003 die Gletscher dann doch eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung für die Trinkwasserversorgung bekommen. Das vermute ich jedenfalls als Laie.
Wie hätte Fab seine Frage formulieren können, so dass das Missverständnis genauso aufgeklärt werden worden wäre, ohne von dir mit dem "Oberlehrer"-Vorwurf konfrontiert zu werden.
Tut mir leid.
Ich habe die Frage als ironisch verstanden.
Ein Gletscherskigebiet mit ausgeglichener Massenbilanz braucht ein großes Nährgebiet,
und ein solches gibt es meiner Meinung nach nicht mehr.
Du hast auf meine Frage (die nicht oberlehrerhaft gemeint war) am 02.10. konkret, am 05.10. nochmals und dabei etwas beleidigt geantwortet.
War am Wochende weg - drum schreib ich jetzt erst. 3303 hat schon alles geschrieben. Die Gletscher der großen Westalpensommerskigebiete haben alle noch eine Nährzone. Der Theodul in Z in diesem Jahr auch eine positive Massenbilanz.
Ich weiss nicht wirklich wo ichs hinschreiben soll und da es mir um das Thema hier geht schreib ichs einfach mal hierrein:
Mich interessiert das Thema brennend und ich sammel Vergleichsbilder von ein paar wenigen Gletschern, auf denen ich bereits gefahren bin, weil ich den Abschmelzungsprozess "dokumentieren" möchte, wenn man denn so will. Würd einfach gern wissen, wie die Gletscher "früher" aussahen, daher suche ich auch nur Sommerbilder.
Hab quasi ALLES was Google und das ganze Forum inkl. Archiv noch hergibt schon gesammelt, aber falls wer noch irgendwo Bilder hat, die nicht bei Google zu finden sind wär ich dankbar falls derjenige sie mir vielleicht zukommen lassen könnte
Ich suche Vergleichsbilder von:
Rettenbachferner alles vor 2003
Tiefenbachferner alles vor 2008
Hintertuxer Gletscher (Fotos von GW-Seite und TFH-Hang also unterer Gletscherbereich) alles vor 2006
Schneeferner alles vor 2000
Das mit der Massenbilanz ist wirklich ein hochinteressantes Thema.
Während bei kleinen Gletschern, die kaum oder kein Nährgebiet haben bzw. selten genährt werden, relativ offensichtlich ist, wie sich das Ding entwickelt, sieht es bei großen Gletschern mit weiter heruterreichender Zunge ganz anders aus.
Da die Zunge ja zB erst mit mehrjähriger Verzögerung reagiert, befinden sich gerade Gletscher wie der Morteratsch im Talbereich gerade in sehr hohem Rückzugstempo, obwohl sich aktuell oben ja durchaus viel Firn gebildet bzw. gehalten haben sollte.
Da wäre es mal interessant zu wissen, wie man die diesjährige Massenbilanz feststellen kann.
Also DAS kann ich auch nicht mehr hören. Was wäre denn, wenn die Gletscher wachsen würden??? Dann hätte man auch nicht mehr Trinkwasser als ohne Gletscher.
mit dem Begriff Wasserspeicher sind eher die Eiszonen in den Polargebieten bzw die Gletscher in den halbwegs Trockengebieten gemeint. zB die Gletscher in Asien, wie zB in Thien-Shan, Himalaya etc sind teils ganz wichtig für die Bewässerung der landwirtschaftlichen Gebieten und als Trinkwasserquele spielen die auch eine eindeutige Rolle.
Die Bedeutung der alpinen Gletscher als Wasserspeicher darf man nicht geringschätzen - z. B. für den Wasserstand (Grundwasserspiegel, Schiffbarkeit) div. europäischer Flüsse.
Die Bedeutung der alpinen Gletscher als Wasserspeicher darf man nicht geringschätzen - z. B. für den Wasserstand (Grundwasserspiegel, Schiffbarkeit) div. europäischer Flüsse.
Der Anteil des Gletscherwasser in den bedeutenden europäischen Strömen ist äußerst gering, sebst im Hitzesommer 2003 war stammte nur ein kleiner Bruchteil des Wassers aus Gletschern.
Praktisch ist es so, dass 4 Flusssysteme die Alpen Entwässern, Rhone, Rhein, Donau und Po. Der Po entfällt als Verkehrsweg weitgehend. Der einzige Rheinzufluss mit größerem Gletscherzufluss ist die Aare. Die Donau ist ebensowenig auf Gletscherwasser angewiesen, bis zum Zufluss des Inns ist der vergletscherte Anteil im Einzugsgebiet verschwindend gering.
Von wirklicher Bedeutung dürfte das Gletscherwasser der Alpen nur in den Quelltälern sein.
Bin jetzt schon überrascht. Hab mich noch nie intensiv damit beschäftigt, aber grad in der Klimadiskussion wurden die von mir bezeichneten Vorgänge immer problematisiert. Vielleicht bin ich auf einen Teilaspekt "Klimahysterie" hereingefallen
Es mag ja sein, dass die Gletscher in der momentanen Rückzugphase eine größere Auswirkung auf den Wasserhaushalt haben, aber das Problem ist doch, wenn es keinen Rückzug gäbe oder die Gletscher wachsen würden, wäre das Wasser ebenfalls im Gletscher gebunden -> somit weder zur Bewässerung noch als Trinkwasser verwendbar, außer man würde in Notzeiten den Gletscher auftauen ....
Es mag ja sein, dass die Gletscher in der momentanen Rückzugphase eine größere Auswirkung auf den Wasserhaushalt haben, aber das Problem ist doch, wenn es keinen Rückzug gäbe oder die Gletscher wachsen würden, wäre das Wasser ebenfalls im Gletscher gebunden -> somit weder zur Bewässerung noch als Trinkwasser verwendbar, außer man würde in Notzeiten den Gletscher auftauen ....
So arg wäre eine Vorstoßphase nicht. Im Sommer würde noch immer genügend Wasser schmelzen und der Boden, die Aquifere speichern ja einiges an Wasser. Problematisch wären aber die Gletscher, die zu weit vorstoßen würden. Im Bereich Baumkirchen gab es ja einen eiszeitlichen See (Baumkirchner Bändertone), welcher durch den Zillertalgletscher, welcher ins Inntal vorstieß aufgestaut wurde.
Es mag ja sein, dass die Gletscher in der momentanen Rückzugphase eine größere Auswirkung auf den Wasserhaushalt haben, aber das Problem ist doch, wenn es keinen Rückzug gäbe oder die Gletscher wachsen würden, wäre das Wasser ebenfalls im Gletscher gebunden -> somit weder zur Bewässerung noch als Trinkwasser verwendbar, außer man würde in Notzeiten den Gletscher auftauen ....
So arg wäre eine Vorstoßphase nicht. Im Sommer würde noch immer genügend Wasser schmelzen und der Boden, die Aquifere speichern ja einiges an Wasser. Problematisch wären aber die Gletscher, die zu weit vorstoßen würden. Im Bereich Baumkirchen gab es ja einen eiszeitlichen See (Baumkirchner Bändertone), welcher durch den Zillertalgletscher, welcher ins Inntal vorstieß aufgestaut wurde.
Ich glaube ehrlich gesagt, wenn ein Gletscher bis ins Inntal vorstoßen würde hätten wir schon ganz andere Probleme
Fab schrieb:
Bin jetzt schon überrascht. Hab mich noch nie intensiv damit beschäftigt, aber grad in der Klimadiskussion wurden die von mir bezeichneten Vorgänge immer problematisiert. Vielleicht bin ich auf einen Teilaspekt "Klimahysterie" hereingefallen
Richtig krass! Spaltenbildung kaum mehr erkennbar/vorhanden..
Dieser Jahr aber immerhin deutlich größeres Firnfeld vorhanden als 2004. Gehe mal davon aus, dass die Bilder ungefähr zum gleichen Zeitpunkt geschossen wurden?
Hat jemand konkrete Daten wie viel Prozent unseres Trinkwassers aus den Alpengletschern kommen. Haben Alpengletscher für die Trinkwasserversorgung wirklich so eine große Bedeutung? Ich bezweifle dies stark.
Ich frage deswegen weil ich neuerdings einen Artikel über die Verschmutzung der Gletscher durch die Gletscherskigebiete gelesen habe und das dadurch unser Trinkwasser stark bedroht wird. Ich kann mir aber nicht vorstellen das das so eine immense Bedeutung hat.
Ich hab auch, ohne mich wirklich dafür zu interessieren, das Vorurteil gehabt ,dass dar Gletscherabfluss für die Flüsse wichtig sei - grad im Sommer. Hab ich auch weiter oben geschrieben. Dem hat dann "Noisi" widersprochen.
Wie es so meine Art ist bin ich dem dann nachgegangen und konnte in Erfahrung bringen, dass zumindest für die Donau und ihre Zuflüsse die Gletscherabflüsse in der Tat im Sommer irrelevant sind. Lediglich der Inn hat einen relativ wichtigen Anteil - ca.8% glaub ich.
Für die großen europäische Flüsse sind Gletscher für den Wasserhaushalt sicher kaum relevant. In Hochgebirgstälern mag es vielleicht etwas anders ausschauen
In diesem Bergwanderbericht kam ich am Lago dei Careser vorbei, der unterhalb des Vedretta del Careser liegt. Dieser noch vor drei bis vier Jahrzehnten immerhin 4 bis 5 Quadratkilometer große Gletscher (was für die Ostalpen nicht so wenig ist) ist wegen seiner Lage (größtenteils südexponiert und wenig Gefälle, kein Nährgebiet overhalb 3300 Meter) besonders stark vom Gletscherrückkang betroffen. Er ist inwischen in ein größeren Teil und mehrere kleinere Eisflächen zerfallen, die zusammen maximal noch 1/3 der Fläche von vor 40 Jahren haben dürften. Der Massenverlust in diesem Zeitraum liegt dann sicher in einer Größenordnung von 80% oder sogar darüber.
Es wäre interessant, zu erfahren, welche Auswirkungen dies auf den Wasserhaushalt dieses Stausees hat und ob die Menge an erzeugter Energie im zugehörigen Kraftwerk sich inzwischen zu früheren Jahren signifikant verändert hat.
Für die großen europäische Flüsse sind Gletscher für den Wasserhaushalt sicher kaum relevant. In Hochgebirgstälern mag es vielleicht etwas anders ausschauen
Das mag für den Wasserhaushalt so sein, für den Schifffahrt sieht's schon anders aus. Ich wohne direkt an einer Regenfluss, der Maas. In trockenen Sommer gibt's immer Problemen mit den Schiffahrt, indem dass man viel weniger beladen kann oder ofters das Verkehr komplett eingestellt werden muss. Wenn, wie lt. Zeitungsartikel, Gletscher 2% der Abfluss vom Rhein in die Niederlande bestimmen, nimmt den Anteil natürlich gerade in warmen, trockenen Sommerperioden enorm zu.