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Gletscher-Abschmelzung

ThomasK schrieb:
Bis jetzt gibt es keine offiziellen Planungen der Zermatt Bergbahnen den Sommerskibetrieb weiterzuführen, d.h. wenn man zwischen Klein Matterhorn und Testa Grigia nicht mehr fahren kann, dann wird der Sommerskibetrieb in Zermatt - Stand heute - eingestellt.
Sommerskifahren zwischen Klein Matterhorn und Testa Grigia wird mit Bestimmtheit die nächsten 10-15 Jahre noch aufrechterhalten. Irgendwann wird Schluss sein, das ist klar, aber nicht so schnell. Es ist nicht davon auszugehen, dass die nächsten Frühlinge und Sommer wieder so extrem werden wie dieser, dann wird das wieder problemlos gehen. Selbst dieses Jahr wäre es ja, wie meine stetigen Bilder im Zermatt-Topic zeigen noch knapp gegangen. Wären die Hintertuxer Chefen in Zermatt gewesen, wäre da nicht eingestellt worden.
Und wenn man denn unbedingt weiterhin Sommerskifahren anbieten möchte, könnte man wohl auch in Zermatt mit Depots und Beschneiung das ganze noch deutlich verlängern. Für die Zermatter Chefs ist die aktuelle Situation völlig neu. Die müssen sich zuerst mal überlegen, wie sie mit dem Thema künftig umgehen wollen.
 
erneut massiver Felssturz im Mont Blanc Gebiet...
aber es gibt ja aber offensichtlich noch genug Leute, welche sich dort dieser Gefahr, trotz massiven Warnungen noch aussetzen wollen... 8O

https://www.lacrux.com/alpinismus/erneut-massiver-felssturz-im-mont-blanc-massiv-video/

Dieses Biwak am Mont Maudit kannte ich bisher noch gar nicht...
Es war sicherlich sehr aufwendig, dieses dort auf den Geröllhaufen zu platzieren...
aber eine ruhige Nacht hat man dort sicherlich ohnehin nicht verbracht... :mrgreen:
es hat ja schon sehr abenteuerlich ausgeschaut...
ein Erdbeben wie in Liechtenstein hätte vermutlich ausgereicht...
und dieses Biwak hätte den Abflug gemacht...
( aber ich habe gerade nachgeschaut es wurde bereits 1935 an dieser Stelle errichtet..
mehrfach renoviert, aber es hat somit immerhin fast 90 Jahre an dieser Stelle gestanden... )
 
Ein paar eindrucksvolle Bilder vom Schwarzmilzferner:

1985, Jahreszeit unbekannt, vermutlich Frühsommer:
IMG_20220906_210615_resized_20220907_094838575.jpg


Blick von oben von der Mädelegabel:
IMG_20220906_211031_resized_20220907_094838046.jpg


1986, Mitte September:
IMG_20220906_214036_resized_20220907_094836116.jpg


25.08.2022, der klägliche Rest:
IMG_20220825_095616.jpg

IMG_20220825_095620.jpg

IMG_20220825_100504.jpg

IMG_20220825_101315.jpg

IMG_20220825_101807.jpg
 
Braucht keine weitere Anmerkungen:
»Weltuntergangsgletscher« in der Antarktis könnte schnell schmelzen
Der Thwaites-Gletscher in der Antarktis droht sich vom Meeresboden zu lösen. Laut Forschern krallt er sich nur noch mit den »Fingernägeln« fest. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind besorgt.
...
Der Thwaites bedeckt eine Fläche, die ungefähr so groß ist wie der US-Bundesstaat Florida: 192.000 Quadratkilometer. Zusammen mit dem Pine-Island-Gletscher hindert er den noch viel größeren westantarktischen Eisschild daran, ins Meer zu fließen. Können die Gletscher das eines Tages nicht mehr gewährleisten, würde der Meeresspiegel um mehr als einen Meter ansteigen.
...
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/antarktis-thwaites-gletscher-koennte-schnell-schmelzen-a-69f0ebe9-a5a5-407e-ad03-871206c4f32a
 
Neandertaler schrieb:
Braucht keine weitere Anmerkungen:
»Weltuntergangsgletscher« in der Antarktis könnte schnell schmelzen
Der Thwaites-Gletscher in der Antarktis droht sich vom Meeresboden zu lösen. Laut Forschern krallt er sich nur noch mit den »Fingernägeln« fest. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind besorgt.
...
Der Thwaites bedeckt eine Fläche, die ungefähr so groß ist wie der US-Bundesstaat Florida: 192.000 Quadratkilometer. Zusammen mit dem Pine-Island-Gletscher hindert er den noch viel größeren westantarktischen Eisschild daran, ins Meer zu fließen. Können die Gletscher das eines Tages nicht mehr gewährleisten, würde der Meeresspiegel um mehr als einen Meter ansteigen.
...
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/antarktis-thwaites-gletscher-koennte-schnell-schmelzen-a-69f0ebe9-a5a5-407e-ad03-871206c4f32a

Noch mehr Niederländer in den Alpen?
 
Heute in der FAS

Masseverlustzeitpunkt im Vergleich zum Durchschnitt nicht Median 2011 bis 21 um 1,5 Monate eher - also statt Anfang August Mitte Juni.
So wie wie es hier alle auch empfanden.
Drei Faktoren wenig Schnee im Winter, mehr Wind, Junihitze.

Dateianhang gelöscht wegen Verstoß gegen die Medienregeln.
 
Hallo in die Runde,
beim Ausmisten bin ich auf alte Fotos in meiner Cloud gestoßen. Ich kann mich aber partout nicht mehr erinnern, wo das war, nur durch den damals üblichen Imprint, daß es im September 1994 aufgenommen wurde. Kann das jemand von Euch lokalisieren? Ich würde es nach Österreich verorten, bin aber nicht sicher, ob es das damalige Kitzsteinhorn war (im 2. Foto des gleichen Tages talwärts wird es etwas klarer). Vielen Dank für die Hilfe

Anhang anzeigen 1
Der vom Rauch verdunkelte Himmel über Invermere, British Columbia

 
Die Bilder sind definitiv am Kitzsteinhorn entstanden. Aus der Perspektive im zweiten Bild sieht es heute so aus (14.07.2022 - Bericht):
Anhang anzeigen 211949

Das erste Bild kann ich gerade nicht genau verorten.

Edit: hatte das erste und zweite Bild vertauscht. Ist jetzt korrigiert im Text.
 
maba04 schrieb:
Die Bilder sind definitiv am Kitzsteinhorn entstanden. Aus der Perspektive im zweiten Bild sieht es heute so aus
Was die Schneemenge betrifft, erkenne ich kaum Unterschiede.
 
Gestern waren wir eine Runde wandern, es ging von Hinterbichl über die Essener-Rostocker-Hütte und das Türmljoch (2790 m) zur Johannishütte und zurück nach Hinterbichl.
Der Neuschnee der vergangenen Tage hat die Gletscher schön kontrastreich weiß erscheinen lassen, mehr als Kosmetik der die Schmelze erstmal gestoppt hat ist es aber nicht.

20220912_133912.jpg

20220912_132013.jpg

20220912_144109.jpg

20220912_144957.jpg
 
Pitcairn schrieb:
Hallo in die Runde,
beim Ausmisten bin ich auf alte Fotos in meiner Cloud gestoßen. Ich kann mich aber partout nicht mehr erinnern, wo das war, nur durch den damals üblichen Imprint, daß es im September 1994 aufgenommen wurde. Kann das jemand von Euch lokalisieren? Ich würde es nach Österreich verorten, bin aber nicht sicher, ob es das damalige Kitzsteinhorn war (im 2. Foto des gleichen Tages talwärts wird es etwas klarer). Vielen Dank für die Hilfe

berge_09_1994jpg.jpg
berge_09_1994a.jpg

Danke für die Bilder! Das erste Bild zeigt den Hocheiser, 3206 m, südwestlich des Kitzsteinhorns.
 
heute auf orf.at
https://orf.at/stories/3284362/
Der Beitrag ist so... aber die Bilder sind ganz gut!

Das 4. Foto von oben ist wahrscheinlich von der Bergstation Wildspitzbahn aufgenommen worden und zeigt den Fernerkogel von W-SW.

Was mich erschrocken hat, ist der Abstand der Gletscherzunge, die südlich vom Fernerkogel runterkommt zum Mittelbergferner.
Auf google Maps sieht es noch so aus, als wären sie verbunden und wenn ich mich recht erinnere, war das auch in den Einreichunterlagen zur Verbindung noch so drinnen.
Das wären jetzt schon ein paar Hunder Meter bis zur Zunge in einem nicht bearbeiteten Gletschervorfeld und die ganze Südseite wird in 20 Jahren gletscherfrei sein.

Ich glaub ja, dass die BB das Projekt primär deshalb zurückgelegt haben, weil die Gletscherschmelze dem Projekt die wirtschaftliche Grundlage entzogen hätte.
Denn die Skiverbindung vom Fernerkogel runter ins Pitztal wäre, in Jahre wie diesen, im wirtschaftlich wichtigen Frühwinter nicht zu brauchen. Dort bäuchte man derart viel teure Bescheiung, um das Gletschervorfeld befahrbar zu machen, um nicht wieder nach der Reiteralm aufzusperren. Es ist einfach sinnvoller, die vorhandenen Flächen effektiv zu nutzen, als neu Piszen ins Gletschervorfeld zu planieren und sie bis auf die Gipfel zu beschneien.

Im Video sieht man, wie wenig Firn auf der Wildspitze überig ist.(0:20)
Und das Toteis beim ehemaligen untern Mittelbergschlepper ist auch schon weg.(0:34)
 
Noch nie seit Messbeginn haben die großen Alpengletscher so viel Eis verloren wie im vergangenen Sommer. Der Eisverlust übertraf sogar den des bisherigen Rekordsommers 2003 noch bei Weitem. Unsere WetterReporter Marco Kaschuba und David Volken berichten vom Aletschgletscher in der Schweiz.
....
So betrug der Eisverlust im Zungenbereich des Aletschgletschers rund 9 Meter, die der Eisstrom allein in diesem Sommer an Mächtigkeit verlor. Auf dem 2700 Meter hoch gelegenen Konkordiaplatz, dem Zusammenfluss vier großer Eisströme schmolzen über 6 Meter, soviel wie nie zuvor seit Messbeginn auf dieser Höhe.
https://www.wetteronline.de/wetterticker/video-rekord-gletscherschmelze-massiver-eisverlust-in-den-alpen--cb3f4551-4319-4465-b9f7-7bab322be6f1
 
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