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Gletscher-Abschmelzung

Man könnte den Abfall auch einfach wieder wegräumen.
 
Das wäre schon eine Idee 👍😉
 
ATV schrieb:
Man könnte den Abfall auch einfach wieder wegräumen.

Ja, das ändert aber nichts am Eintrag von Mirkoplastik während das Vlies noch benutzt wird, so ganz generell. Der Kunststoff ist doch sobald er aufs Eis gelegt wird nie vom Abrieb verschont.
 
Julian96 schrieb:
Der Kunststoff ist doch sobald er aufs Eis gelegt wird nie vom Abrieb verschont.

im Prinzip hast du damit recht und auf Dauer hilft die Vermutung eh nicht... so gesehen spricht vieles dafuer sie einfach generell einzustellen.
 
Hier mal diese Mülldeponie vor 8 Jahren. Seitdem war ich nicht nicht mehr dort. Landschaft und schön ist etwas anderes...
 

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Auch SonntagsZeitung/Tagesanzeiger springen auf die Diskussion auf. Ich finde es mehr als gut und richtig, dass dieser Grotte ein Ende bereitet wird. Schön ist das in der Tat noch nie gewesen. Ich bin auch überzeugt, dass es die Betreiber schaffen, sämtliche Plachen rückstandslos zu entsorgen. Wir sind ja schliesslich nicht im trashigen Italien.

Link mit Vollzugriff: Gletschergrotten für Touristen (Paywall):
https://www.tagesanzeiger.ch/riesenaufwand-um-touristenattraktionen-im-gletscher-zu-erhalten-354705571100
 
Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. So absurd die Grotte in den gegenwärtigen Zeiten auch sein mag, sie macht den Klimawandel, den viele immer kaum spüren wollen, erlebbar. Das wird fehlen.
Ansosnten scheint das ganze auch wirtschaftlich keinen Sinn mehr zu machen.
 
Aktuelles Luftbild von der Pasterze: https://www.facebook.com/mountainrescueworldwide/posts/262654809721461

Folgender Bildkommentar:
JOHANNISBERG & PASTERZERL
Gestern am Morgen bei einem Erkundungsflug für Österreichs renommierte Gletscherforscherin Andrea Fischer und das Fachmagazin analyse:berg (Herausgeber: Alpinpolizei & Kuratorium für Alpine Sicherheit).

Der Schmelzwassersee unter der Franz-Josef-Höhe ist mittlerweile mehr als doppelt so lang wie die Restpasterze. Und das große Schluckloch am unteren Ende der Zunge hat den talseitigen Eisrand mittlerweile auch ganz eingebüßt. Letztes Jahr war es noch kreisrund. Und oben im Ex-Hufeisenbruch könnte der letzte Eisstrom vom Oberen Pasterzenboden heuer auch noch abreißen.

Kleine Fußnote gegen Panikmache: Vor 10.000 bis 15.000 Jahren war es hier viel wärmer als heute. Da reichten sogar dichte Wälder bis hinauf in die Regionen, wo hier alles weiß ist, besonders beim Johannisberg hinten. Es werden nun immer mehr Fragmente von Baumstämmen aus diesen Zeiten ausgeapert.
 
Arlbergfan schrieb:
Kleine Fußnote gegen Panikmache: Vor 10.000 bis 15.000 Jahren war es hier viel wärmer als heute. Da reichten sogar dichte Wälder bis hinauf in die Regionen, wo hier alles weiß ist, besonders beim Johannisberg hinten. Es werden nun immer mehr Fragmente von Baumstämmen aus diesen Zeiten ausgeapert.
Die potenziell dichten Wälder am Johannisberg würde natürlich das Aus fürs Skifahren bedeuten... ;-)
 
Arlbergfan schrieb:
Aktuelles Luftbild von der Pasterze: https://www.facebook.com/mountainrescueworldwide/posts/262654809721461

Folgender Bildkommentar:
Kleine Fußnote gegen Panikmache: Vor 10.000 bis 15.000 Jahren war es hier viel wärmer als heute. Da reichten sogar dichte Wälder bis hinauf in die Regionen, wo hier alles weiß ist, besonders beim Johannisberg hinten. Es werden nun immer mehr Fragmente von Baumstämmen aus diesen Zeiten ausgeapert.

:wall: :wall: :wall: :blablabla:
 
@scratch: Ändert nichts daran, dass früher tatsächlich mal da oben Bäume gewachsen sind. Oder glaubst du, jemand hat die da raufgeschleppt, um sie im Eis zu versenken?
 
Bergfan schrieb:
@scratch: Ändert nichts daran, dass früher tatsächlich mal da oben Bäume gewachsen sind. Oder glaubst du, jemand hat die da raufgeschleppt, um sie im Eis zu versenken?

Nein, natürlich nicht.
Aber dass es immer wieder Zeiten gab, wo es lokal wärmer war, ist erstens ein ziemlich alter Hut und zweitens wird es immer noch als "Argument" hergenommen, dass der aktuelle Klimawandeln doch nix mit Menschen zu tun hat oder überhaupt gefährlich sein/werden könnte obwohl dieser Fakt dafür überhaupt nicht taugt. Also im Prinzip die alten Nebelkerzen, wie seit vielen Jahren.
Es wurde schon zig mal durchdiskutiert und trotzdem gibt es immer noch viele Menschen, die es noch nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht oder einfach nicht einsehen wollen.
Da muss man weder sofort in Panik ausbrechen noch braucht man sich das ganze Schönreden und als "Panikmache" abstempeln.

Aber gut, wir haben es nicht besser verdient und deshalb sehe ich es zumindest insofern positiv, dass man mit dem Rad inzwischen viel höher rauf kann und schöne abgeschliffene Steinplatten zum spielen/abfahren hat.
 
Was in dem verlinkten Gesichtsbuch-Posting nicht stimmt, ist die Behauptung:

Der Schmelzwassersee unter der Franz-Josef-Höhe ist mittlerweile mehr als doppelt so lang wie die Restpasterze.

Da hat wohl jemand wie bei den Schipisten das linke und das rechte Ufer addiert und mit der Tiefe multipliziert. :D

Der See ist nicht so lang wie die Restpasterze. Und da das Gelände unter dem Eis vermutlich ansteigt, dürfte der See nicht mehr allzu viel an Länge dazugewinnen, es sei denn, am Abfluss wird ein Staudamm gebaut.

Was jedoch stimmt, ist, dass es nicht mehr allzu lang dauern wird, bis der letzte Rest des Hufeisenbruchs verschwinden wird.
 
scratch schrieb:
Es wurde schon zig mal durchdiskutiert und trotzdem gibt es immer noch viele Menschen, die es noch nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht oder einfach nicht einsehen wollen.
So vermutlich auch hier.

Bergfan schrieb:
@scratch: Ändert nichts daran, dass früher tatsächlich mal da oben Bäume gewachsen sind. Oder glaubst du, jemand hat die da raufgeschleppt, um sie im Eis zu versenken?
Wo da oben? Am Johannisberg? Oder nur auf dem Pasterzenboden - in einer Höhe in der auch heute schon Bäume stehen und potenziell bereits höher wachsen könnten. Auf Eis und blankem Fels wachsen aber bekanntlich keine Bäume (was auch nicht so ganz stimmt, siehe Malaspina). Bäume zeugen jedenfalls nicht davon, dass es früher ein mal wärmer war (als in der Gegenwart). Nur davon, dass die Gletscher ein mal kleiner waren (zumindest die als die heutigen, fossillen Eisreste).

Bergfan schrieb:
Der See ist nicht so lang wie die Restpasterze.
sicher?
Bergfan schrieb:
Und da das Gelände unter dem Eis vermutlich ansteigt, dürfte der See nicht mehr allzu viel an Länge dazugewinnen, es sei denn, am Abfluss wird ein Staudamm gebaut.
Vermutlich? Die Erosionskräfte des Eises sind bzw. waren direkt unterhalb des Hufeisenbruches am stärksten, das Eis am dicksten. Durchaus denkbar, dass der See bis zur Steilstufe reichen wird. Schon bald werden auch die heute sichtbaren "Landfächen", mit Sedimenten bedecktes Toteis, aufschwimmen und dem See zugeführt werden. Ein fast alljärhliches Schauspiel am neuen Pasterzensee. Bin dort selbst schon über "Land" gelaufen, wo heute Wasser ist.
 
noisi schrieb:
........Bäume zeugen jedenfalls nicht davon, dass es früher ein mal wärmer war (als in der Gegenwart). Nur davon, dass die Gletscher ein mal kleiner waren (zumindest die als die heutigen, fossillen Eisreste)...............
Das hatte andere Gründe.
Als der Ruf erging "Spaß beiseite, noisi kommt", zogen sich die Gletscher erschreckt zurück ;D .........




.....oder sollte es doch an den Klimaoptimi des Holozäns vor 6 u. 8Tsd. Jahren gelegen haben?
 
Es wurde schon zig mal durchdiskutiert und trotzdem gibt es immer noch viele Menschen, die es noch nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht
So, um was geht es denn genau? Etwa darum dass wir gerne einen uns genehmen und vertrauten Zustand hätten ohne zu berücksichtigen dass die Entstehung dieses Zustandes für viele Menschen damqls eine absolute Katastrophe war?
Ich glaube um zu erkennen und beurteilen ob eine Klimaveränderung letztendlich gut oder schlecht ist dafür ist unser Zeithorizont schlicht und einfach zu klein und unser persönliches Ego viel zu gross.

Das Studium von Schriften und Chroniken aus dem 17 - 19 Jahrhundert lässt sehr gut darauf schliessen was diese Menschen damals für klimatischen Herausforderungen ausgesetzt waren und man erkennt recht gut dass die Menschen von damals wenn sie eine Wahl gehabt hätten das heutige Klima genommen hätten.

Für den uns so sehr genehmen "ehemaligen Istzustand" welcher unserem gewünschten Sollzustand gleichzusetzen ist mussten Millionen Menschen leiden und grosse Qualen erdulden.
Aber wie geschrieben: Das interessiert uns heute nicht, dafür ist das eigene Ego viel zu gross.
 
Fab schrieb:
.....oder sollte es doch an den Klimaoptimi des Holozäns vor 6 u. 8Tsd. Jahren gelegen haben?
Es wäre verwunderlich, wenn nicht ;-)
 
@noisi

Natürlich hat ein wärmeres Klima immer stets Einfluss auf Vegetation, also auch baumgrenze. Wärmer bedeutet Immer immer, dass es auch günstigere Bedingungen gibt für dichteren Bewuchs. Es sei denn, es ist zuuu heisst. Oder ist dein Beitrag witzig gemeint?
 
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