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Gletscher-Abschmelzung

MarcB96 schrieb:
Gibt es eigentlich im zentralen Alpenraum (jetzt mal von den 4000ern der Schweiz und Frankreich/Italien abgesehen) überhaupt noch Gletscher, die ohne Seilbahnfahrt, Hochtour oder Kletterei fußläufig erreichbar sind?

Rettenbachferner könnte vermutlich recht schnell zu Fuß zu erreichen sein.
 
Gaisbergferner, Fornigletscher
 
Jensibua schrieb:
MarcB96 schrieb:
Gibt es eigentlich im zentralen Alpenraum (jetzt mal von den 4000ern der Schweiz und Frankreich/Italien abgesehen) überhaupt noch Gletscher, die ohne Seilbahnfahrt, Hochtour oder Kletterei fußläufig erreichbar sind?

Rettenbachferner könnte vermutlich recht schnell zu Fuß zu erreichen sein.


Das war mal. In der Nähe des Parkplatzes gibt es nur noch Toteis.
 
Bergfan schrieb:
Jensibua schrieb:
MarcB96 schrieb:
Gibt es eigentlich im zentralen Alpenraum (jetzt mal von den 4000ern der Schweiz und Frankreich/Italien abgesehen) überhaupt noch Gletscher, die ohne Seilbahnfahrt, Hochtour oder Kletterei fußläufig erreichbar sind?

Rettenbachferner könnte vermutlich recht schnell zu Fuß zu erreichen sein.


Das war mal. In der Nähe des Parkplatzes gibt es nur noch Toteis.

Auch wenn ich im Sommer länger nicht da war: Man müsste vom Parkplatz Rettenbach den vom Seiterjöchl kommenden Ziehweg hochgehen können. Ungefähr 1km, nicht besonders viel Anstieg.

Am Tiefenbach ist es auch etwa 1km, veilleicht etwas steiler. Versorgungswege zum Schneiteich scheint es zu geben.
 
Ich meinte theoretisch eher sowas wie am Schlatenkees (oder früher bei der Pasterze), wo man quasi bis an die Gletscherzunge kommt, im Bereich der Tauern (hatte ich leider vergessen zu ergänzen🙈🙈). Alles in Richtung Zillertal oder westlich ist etwas zu weit zum Fahren (grad für ne Tagestour).
 
Erneut extrem frühe Ausaperung am Sonnblick
Beim Sonnblick Observatorium, auf rund 3100 Meter Seehöhe, schmolzen die letzten Schneereste des Winters bereits im Juli, ähnlich wie in den Jahren 2023 und 2022. „Kein Schnee am Sonnblick Gipfel ist im Juli extrem ungewöhnlich. Vor dem Jahr 2022 war die geringste Schneehöhe in einem Juli am Sonnblick 30 Zentimeter und die Schneedecke verschwand, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit Ende August oder Anfang September“, sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria.

Quelle: https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/zweitwaermster-juli-der-messgeschichte
 
Wie schaut's denn eigentlich bei den österreichischen Gletscher Skigebieten aus, wie wird denn die Reihenfolgen von deren Ende sein?
Dachstein hat aufgegeben, Mölltal ist keiner mehr!
Wer folgt als nächstes, wer wird als längster durchhalten?
Kaunertal hat nicht mehr viel, wie ist Kitzsteinhorn?
Wie ist eigentlich der Stubaier beinander?
Hintertux, Sölden und Pitztal sieht man auf den Webcams den Zustand ziemlich gut...
 
Den Skibetrieb im Sommer haben bis auf Hintertux (Zukunft unklar) ohnehin alle aufgegeben. Es werden Winterskigebiete mit langer Saison von Oktober bis Mai.

Für den Mölltaler könnte es wegen der abgelegenen Lage schwierig werden. Um die anderen mache ich mir keine Sorgen.
 
Schneefuchs schrieb:
....

Für den Mölltaler könnte es wegen der abgelegenen Lage schwierig werden. Um die anderen mache ich mir keine Sorgen.

Selbst um den Mölltaler braucht sich niemand sorgen machen, wenn man bedenkt, wieviel dort, ab Mitte September bis zum Beginn der Winterskigebiete los war. Für die Teams aus Kroatien, slowenien, und dem ganzen Osten, ist dies der näheste Gletscher und zum trainieren ist der Hang sehr gut. Das Kitzsteinhorn kann den Wegfall des Mölltalers im frühherbst nicht kompensieren.
 
Aber vor ein paar Jahren gab's am Mölltaler noch Sommerbetrieb, letztes Jahr war's schon reichlich Oktober... außer sie gehen die Kaunertal Weg, gleich ohne Gletscher, hat sogar den Vorteil daß man nicht auf Schneefall warten muss!
 
Die Bagger sind ja schon vor Ort :wink:

Mit großen Depots a la Pitztaler und Geländeanpassungen wie in Sölden wird der (früh) Herbstbetrieb wieder möglich sein. Ohne diesem wird es dann für den Mölltaler wirklich eng werden, kann ich mir aber nicht vorstellen dass man das Kerngeschäft aufgibt.
 
Im Umkehrschluss kann man auch fragen, was wäre gewesen, wenn es nicht so viel Schnee im Winter gegeben hätte?
In diesen Tagen sind Gletscherforscher und Hydrologen wieder dabei, Salzburgs Gletscher zu vermessen. Auch wenn noch keine detaillierten Daten und Messergebnisse vorliegen, steht fest, dass die Gletscher auch heuer wieder an Masse und Größe verloren haben.
„Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass die ergiebigen Schneefälle, gerade in den Tauern, die wir ja bis ins Frühjahr und den Frühsommer hinein gehabt haben, wenig dazu beigetragen haben, den Gletscher oder die Gletscher im Allgemeinen zu schützen“, so Zagel. „Man muss sich überlegen: Wir sind in einer Höhe von 2.700 Metern, der Sonnblick reicht bis 3.000 Meter und die hohen Temperaturen und damit diese Abschmelzung in dieser Höhe sind unglaublich.“, sagte Zagel.
Quelle: Gletscher schmelzen fast ungebremst
 
snowflat schrieb:
Im Umkehrschluss kann man auch fragen, was wäre gewesen, wenn es nicht so viel Schnee im Winter gegeben hätte?
In diesen Tagen sind Gletscherforscher und Hydrologen wieder dabei, Salzburgs Gletscher zu vermessen. Auch wenn noch keine detaillierten Daten und Messergebnisse vorliegen, steht fest, dass die Gletscher auch heuer wieder an Masse und Größe verloren haben.
„Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass die ergiebigen Schneefälle, gerade in den Tauern, die wir ja bis ins Frühjahr und den Frühsommer hinein gehabt haben, wenig dazu beigetragen haben, den Gletscher oder die Gletscher im Allgemeinen zu schützen“, so Zagel. „Man muss sich überlegen: Wir sind in einer Höhe von 2.700 Metern, der Sonnblick reicht bis 3.000 Meter und die hohen Temperaturen und damit diese Abschmelzung in dieser Höhe sind unglaublich.“, sagte Zagel.
Quelle: Gletscher schmelzen fast ungebremst

Die Antwort ist klar. Dann wäre der Massenverlust ähnlich groß wie in den Rekordjahren und in der Schlagzeile würde das Wort "fast fehlen".

Wir hatten heuer zwar keine extreme Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, doch für die Gletscher ist weniger entscheidend, ob die heißesten Tage des Jahres jetzt 2°C wärmer oder kühler sind. Auf Dauer setzt den Gletschern mehr zu, dass in Wetterlagen, bei denen es 1980 noch auf 2700 Meter heruntergeschneit hat, es im Jahre 2024 inzwischen bis auf deutlich über 3000 Metern regnet.
 
Martin_D schrieb:
Wir hatten heuer zwar keine extreme Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, doch für die Gletscher ist weniger entscheidend, ob die heißesten Tage des Jahres jetzt 2°C wärmer oder kühler sind. Auf Dauer setzt den Gletschern mehr zu, dass in Wetterlagen, bei denen es 1980 noch auf 2700 Meter heruntergeschneit hat, es im Jahre 2024 inzwischen bis auf deutlich über 3000 Metern regnet.

in den ostalpen sehr wohl, august am sonnblick z.b.

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/klima-aktuell/klimamonitoring/?station=15411&param=t&period=period-ymd-2024-08-07&ref=4

klispi_15411_202408_t_hires.png
 
Bestes Beispiel der heutige Tag: Starke Niederschläge auf den Tiroler Gletschern, aber bei einer SFG von 3.000 m. Das schadet bei weitem mehr, als es nützt.
Früher hätt's dort in den letzten 12 h 50 bis 75 cm Neuschnee gegeben.
 
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