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Grausamer Tierversuch im Ötztal

:echtkrank: Wie krank sind die denn?
 
Krank im Kopp...wenn die Leute etwas mehr studieren würden gäbs das Lawinenproblem nicht...
 
Budi schrieb:
...wenn die Leute etwas mehr studieren würden gäbs das Lawinenproblem nicht...
In Steilhängen wird es immer ein Restrisiko geben. Kein Mensch kann absolut sicher beurteilen. Genereller Verzicht von Hängen die steiler als 25-30° sind, wäre die einzige Möglichkeit sicher zu verhindern, selbst eine Lawine/Schneebrett auszulösen.
 
Was für ein Schwachsinn... nicht der Tierversuch sondern das Geheule darum!

@Arlbergfan... wieso grausam??? Die Tiere werden vorher narkotisiert, was ist daran grausam? ansonsten wären sie halt geschlachtet worden, ich sehe da keinen Unterschied!!! Ok ,wenn Du jetzt Vegetarier bist, ist das was anderes, aber solange Du Gummibären und Schweinenacken frisst, kannst Du Dir keine Wertung darüber erlauben, ob das grausam ist oder nicht!

Ich hab keine Ahnung, ob der Versuch sinnvoll ist oder nicht. Will ich auch gar nicht, es gibt bestimmt Tierversuche, die der menschlichen Zivilisation nen Scheiss an Fortschritt gebracht haben, es gibt aber bestimmt auch Tierversuche, wo man sich früher gefragt hat, was das soll, wo aber im Endeffekt vielleicht ja der eine oder andere Nutzen für unsere Zivilisation bei rum kam. Vielleicht ist dieser Test ja nur eine frühe Stufe zur Erforschung des cryogenen Schlafes, damit wir zu fernen Planeten reisen können :D

Die Tiere werden narkotisiert und getötet, beim Schlachten passiert nix anderes. Gleichzeitig gibt es hunderttausende Hasen, Ratten und Affen, an denen Augentropfen getestet werden oder sonstwas. Da gibt es zwar einige, die protestieren, aber ansonsten ist uns das doch egal, schließlich geht es um die menschliche Gesundheit oder Kosmetik oder was weiß ich was.

Verglichen mit den Tierversuchen im Labor ist das hier doch wirklich nix.
 
Ich hab das so verstanden, dass die Tiere, die nicht eingegraben werden, so langsam vor sich hinsterben. Aber scheinbar werden sie wirklich nakotisiert.

Ich weiß schon, dass es in einem Schlachthaus sicher nicht human umgeht, aber trotzdem ist die Vorstellung komisch, Schweine in den Schnee zu stecken und warten, bis sie erfrieren. Ich kann mir nicht vorstellen, was für eine Erkenntnis man aus so einem Versuch herausfinden will.
 
Der Versuch wurde aufgrund heftiger Proteste bereits eingestellt!
 
So, jetzt hab ich auch den Nutzen gefunden:

Vor dem Hintergrund der tiroler wie der europäischen Lawinensituation mit jährlich zahlreichen Opfern zielt das internationale Projekt darauf ab, den Einfluss der Atemhöhle auf Sauerstoffmangel und Kohlendioxidgehalt in der Atemluft zu bestimmen und so einen effektiven Parameter für die Einschätzbarkeit der Überlebenschance der Opfer zu bekommen. „Da der Luftdruck in großer Höhe in einem Labor nicht simuliert werden kann, bietet die Nachstellung der Verschüttung eine aussagekräftige und für Patientinnen und Patienten direkt verwertbare Lösung“, unterstreicht Notfallmediziner Wenzel. „In der dramatischen Situation nach einer Bergung könnten NotärztInnen somit besser beurteilen, ob und für welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen und wie die MedizinerInnen vor Ort am besten vorgehen.“

Aus: http://www.i-med.ac.at/mypoint/news/2010011401.xml
 
Arlbergfan schrieb:
So, jetzt hab ich auch den Nutzen gefunden:

Vor dem Hintergrund der tiroler wie der europäischen Lawinensituation mit jährlich zahlreichen Opfern zielt das internationale Projekt darauf ab, den Einfluss der Atemhöhle auf Sauerstoffmangel und Kohlendioxidgehalt in der Atemluft zu bestimmen und so einen effektiven Parameter für die Einschätzbarkeit der Überlebenschance der Opfer zu bekommen. „Da der Luftdruck in großer Höhe in einem Labor nicht simuliert werden kann, bietet die Nachstellung der Verschüttung eine aussagekräftige und für Patientinnen und Patienten direkt verwertbare Lösung“, unterstreicht Notfallmediziner Wenzel. „In der dramatischen Situation nach einer Bergung könnten NotärztInnen somit besser beurteilen, ob und für welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen und wie die MedizinerInnen vor Ort am besten vorgehen.“

Aus: http://www.i-med.ac.at/mypoint/news/2010011401.xml

Na toll, jetzt soll man auch noch nach reellen Lebenschancen ausgegraben werden, wer kann denn sowas mit bestimmtheit sagen *kopfschüttel*
 
Vor dem Hintergrund der tiroler wie der europäischen Lawinensituation mit jährlich zahlreichen Opfern zielt das internationale Projekt darauf ab, den Einfluss der Atemhöhle auf Sauerstoffmangel und Kohlendioxidgehalt in der Atemluft zu bestimmen und so einen effektiven Parameter für die Einschätzbarkeit der Überlebenschance der Opfer zu bekommen.

So ein Schwachsinn, man weiß ja schließlich nicht, ob eine Atemhöle vorhanden ist und wenn ja, wie groß. Die Berechnungen von Sauerstoffbedarf und Luftkonzentration von Sauerstoff in abgeschlossenen Räumen bei x Verbrauchern ist des Weiteren eine einfache Rechnung, die jeder Mediziner beherrschen sollte.


„Da der Luftdruck in großer Höhe in einem Labor nicht simuliert werden kann, bietet die Nachstellung der Verschüttung eine aussagekräftige und für Patientinnen und Patienten direkt verwertbare Lösung“, unterstreicht Notfallmediziner Wenzel. „In der dramatischen Situation nach einer Bergung könnten NotärztInnen somit besser beurteilen, ob und für welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen und wie die MedizinerInnen vor Ort am besten vorgehen.“

Weiterer Schwachsinn. Der Luftdruck und die Luftzusammensetzung ist mit Hilfe von Klimakammern leicht zu simulieren. Selbst Autokühler werden in solchen Kammern getestet.

Die Überlebenschancen in Abhängigkeit der Temperatur bei Lawinenunglücken sind heute sehr wohl bekannt. Und ich wüßte auch nicht, dass die Retter bei einem Überlebenden erst die Atemhöhle, den Luftdruck und den Partialdruck des Sauerstoffes bestimmen bevor man den Überlebenden ausgräbt.

Der Verleich mit Schlachttieren hinkt.

Der Tod eines Schlachttiers hat einen "Sinn" --> Nahrung
Tierversuche mit neuen Medikamenten haben einen "Sinn" --> Schutz des menschlichen Lebens

Dieser Tierversuch mit Schweinen hat keinen Sinn.
 
Oh, oh, oh, das gibt wohl noch ganz viel negative Publicity. SpOn hat's jetzt auch schon, offensichtlich von der DPA. Morgen dann auch in der Tageszeitung ihrer Wahl: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,671990,00.html

Naja, wenigstens versuchen sie ein bisschen zu differenzieren beim Spiegel...

Üblicherweise haben Menschen keine besonders großen Probleme damit, für ihr Wohl Schweine sterben zu lassen. Mehr als 16.000 der Paarhufer sind nach Zahlen der Bundesregierung 2007 bei wissenschaftlichen Experimenten umgekommen. Eine geradezu winzige Zahl im Vergleich zu der Schweinemenge, die dem menschlichen Appetit geopfert wird: 50 Millionen der Tiere landen jedes Jahr in deutschen Schlachthöfen und anschließend auf dem Teller. Rund einen Zentner Schweinefleisch vertilgt der Durchschnittsdeutsche pro Jahr.


Nun geht es 29 Schweinen in Österreich an den Kragen - und das Entsetzen könnte größer kaum sein. Denn anders als sonst sollen die Tiere nicht etwa hinter verschlossenen Türen, sondern an einem Berghang ihr Leben lassen - damit Forscher mehr über das Sterben von Menschen in Lawinen erfahren.
 
irgendwo habe ich aber auch was über Gewebeentnahme gelesen, da kann man dann auch das eine oder andere bestimmen. Bei einem Lawinenopfer kann man, ob lebend oder bereits tot, kaum eine Biopsie durchführen!
 
rabiator schrieb:
Na toll, jetzt soll man auch noch nach reellen Lebenschancen ausgegraben werden, wer kann denn sowas mit bestimmtheit sagen *kopfschüttel*

Lesen bildet, wenn man wenig Ahnung hat: Triage.
 
Sauerei! Hättens den Buzi mal vorher gefragt wäre ihnen viel Ärger erspart geblieben. :lol:
Wurde nicht auch der Ötzi da hinten gefunden? In 50 Jahren findens dann der Schweini.

Aber mal im Ernst. Ich kann gar nicht sagen ob ich das gut oder schlecht finde.
Sicher wäre man aber besser beraten sowas auf einer verschlafenen Alm zu machen als dort.
 
mic schrieb:
Wurde nicht auch der Ötzi da hinten gefunden? In 50 Jahren findens dann der Schweini.
Wie, der Schweini wurde mit eingegraben? Sauerei...

mic schrieb:
Aber mal im Ernst. Ich kann gar nicht sagen ob ich das gut oder schlecht finde. Sicher wäre man aber besser beraten sowas auf einer verschlafenen Alm zu machen als dort.
So gehts mir auch. Aber der Medienhype ist grausam. Manche werden sich wohl noch wünschen, mit eingegraben worden zu sein. Welche Sau wird als nächstes durchs Dorf getrieben?
 
Ich hab das so verstanden, dass die Tiere, die nicht eingegraben werden, so langsam vor sich hinsterben. Aber scheinbar werden sie wirklich nakotisiert
Naja, wohl nicht so ganz:
Ein paar der 29 Schweine hat Glück. Sie werden vor dem Ersticken im Schnee narkotisiert. Andere Schweine werden einfach bis zum Kopf in den Schnee gesteckt. Dann kommt das große Warten, bis das Tier endlich die Kraft verlässt und es im Schnee erfriert.
 
^^ Das kann man ja leider nicht kontrollieren.
 
mic schrieb:
Sauerei! Hättens den Buzi mal vorher gefragt wäre ihnen viel Ärger erspart geblieben.

Hätten nicht mich fragen müssen, hätten auch einen anderen Verfahrenstechniker, Laborassistenten, Chemieingenieur, (ordentlichen) Mediziner für die Berechnung und techn. Machbarkeit fragen können...

Das mit den Gewebeproben ist ebenfalls ein "Witz"... Eine Gewebeprobe kann man auch minimal-invasiv am lebenden Organismus entnehmen, meist reichen aber auch ein paar Mililiter Blut.

Das Verhalten und die chem. Vorgänge beim Einfrieren von Fleisch sind eingehend erforscht und bekannt. Auch da kann der Versuch keine neuen Erkenntnisse liefern.


@mic: schön, dass Du Dich noch erinnerst.... Da könnte man mal überlegen, ob es nicht mal Zeit wäre meinen Account "Buzi" wieder frei zu schalten... Ich habe jetzt lange genug "gelitten" *hust**heuchel* :lol:

Grüße Buzi
 
na das wäre wieder ein ganz toller versuch mit super brauchbaren zahlen geworden.
man kann ja den kreislauf und damit den verbrauch an sauerstoff eines in verschütteten menschen in panik,
sicher mit dem eines auf grund der narkose vor sich hin dämmerten schweins vergleichen.
und für so seinen schmarrn gibt die eu geld her, das passt eh wieder zusammen.
 
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