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Grundsatzdiskussion Skifahren - Snowboarden

Fab schrieb:
Noch eine subjektive Beobachtung. Sehr oft hab ich das Gefühl, die Boarder sind deutlich besser gelaunt wie die Skifahrer.
marijuana.jpg
 
tiefschnee: ja, "surfen" ist echt geil! was die meisten boarder nicht wissen: das kann man auch mit den skier! ski zusammen (damit erreicht man ähnlich viel fläche wie beim board - und für bodenlosen federleichten pulver gibts ja noch fat ski...), rücklage, gewicht hin und her verlagern. ein traum 8) maaaan wann wirds endlich wieder winter :roll:
zudem hast mit ski im tiefschnee noch weitere techniken zur verfügung, was man mit dem snowboard afaik nicht hat. deshalb meine meinung: auch im tiefschnee ist der ski dem board überlegen!

in einer gemischten gruppe fahren gibt eben doch probleme. snowboarder sind langsamer (aber nichtmal unbedingt auf der piste!), das ewige in-die-bindung-steigen am lift zwingt die skifahrer zu wartezeiten. ich hab mehrere kollegen die genau deshalb wieder auf die ski zurückwechselten in den letzten jahren.

(ich selber hab mal mit 12 oder 13 snowboarden ausprobiert. hat mir aber nicht so gefallen - oberschenkel am skilift, bindung, "an den füssen zusammengefesselt sein" - und so fahre ich seit dann wieder ski. mit immernoch zunehmender begeisterung :) )
 
piano schrieb:
.
Ich war übrigens schon häufiger in Gruppen unterwegs, in denen beide "Rassen" gemischt waren, es gab null Probleme damit.

so gehts mir auch, da wird zwar auch gefrotzelt aber jeder weiß wie es gemeint ist ;)
in meinem bekanntenkreis ist das ganze 50/50 verteilt, mit leichten vorteilen für die boarder

und ja auch da gibts manche die sich über die wartezeit beim bindung zumachen beschweren, aber mit bisschen übung geht das ganz flott würde mal behaupten, bei nem einigermaßen ebenen ausstieg kann das der geübte boarder das in max 60 sek, wer die zeit nicht hat, kann meinetwegen gerne zufahren, hat bisher noch keiner gemacht, ich bin doch zum spaß da, nicht um möglichst viele höhenmeter zu fressen ;)
 
BigE schrieb:
tiefschnee: ja, "surfen" ist echt geil! was die meisten boarder nicht wissen: das kann man auch mit den skier! ski zusammen (damit erreicht man ähnlich viel fläche wie beim board

mag sein, bringt aber auf skiern trotzdem nicht das feeling vom wellenreiten! Liegt schon daran, dass man auf dem Board seitlich steht und der Bewegungsablauf auch ganz anders ist.

Ich bin auch immer mit Skifahrern und Boardern unterwegs. Die Skifahrer die auch mit dem Board umgehen können, bestätigen den Eindruck das im Tiefschnee das Board vom Spassfaktor her, weit überlegen ist.
 
Ist das mit dem Board nur im Pulverschnee so ein geniales Gefühl?

Wie ist das im Firn, windgepresstem Schnee, Buckelpiste, frisch gewalzte Piste?
 
Also ich kann jetzt nur als Race-Boarder sprechen. Fürn Tiefschnee brauch ich eben genug Speed....dann ists aber absolut geil....wie fliegen eben. Das wäre der einzige Grund, mir ein Freestyle/Freerideboard zu kaufen.

Als Racer mag ich feste Kunstschneepisten, und hab auch bei eisigen Pisten keine Probleme. Es geht nichts über ne Bockelharte Kunstschneepiste, auf der man richtig geile Carves hinlegen kann. Seit Sölden ist das für mich der absolute Kick, man brauch allerdings ein sehr hartes Brett dafür.

Sonst...viel Neuschnee ist für mich n Problem, das geht mit Freestyle besser. Firn ist Np. Buckelpiste ist für mein langes Brett ein kleines Problem, macht halt keinen Spass.

@ Skifahren: Ich werds in meinem SFL Urlaub mal wieder ausprobieren. Bin ja vor dem Carver-Boom umgestiegen. :D
 
andyman1609 schrieb:
Ist das mit dem Board nur im Pulverschnee so ein geniales Gefühl?

Wie ist das im Firn, windgepresstem Schnee, Buckelpiste, frisch gewalzte Piste?

Das geniale, unbeschreibliche Gefühl hast Du in der Tat nur im Tiefschnee. Auf der Piste habe ich aber mit dem (Freestyle) Board auch einen Haufen Spass. Frisch gewalzte, harte Pisten sind genial, nur eisig ist überhaupt nicht lustig, macht keinen Spass.

Beim Tiefschnee fahren muss man aber auch noch zwischen den Freestyle und Freeride Boards unterscheiden. Ein Freestyle Board ist im Tiefschnee, je nach Shape, auch gut zu fahren. Nur ist halt das Freeride Board in dem Gelände die erste Wahl. Dafür ist dieses Board dann halt im Park nur bedingt geeignet.

Ich persönlich fahre Freestyle Board (Burton Dominant 156cm) da ich die meiste Zeit auf Piste und im Park unterwegs bin. Für die "goldenen Tage" des Winters, die mit satt, frischem Pulverschnee, steht dann noch ein Freerideboard bereit, welches aber nur bei solchen Tagen zum Einsatz kommt, da es mir besonders zum springen, einfach zu schwerfällig ist.
 
Also ich fasse mal zusammen:

Ski:
+ Stöcke zum anschieben
+ Schlittschuhschritt
+ kein An- und Abschnallen
+ auch auf Eis gut zu fahren
+ angenehmer, da Beine nicht fixiert


Board:
+ Tiefschneefeeling
+ leichter zu lernen?

Liste darf natürlich jederzeit ergänzt/korrigiert werden. Soll jetzt keine Wertung sein sondern lediglich eine Zusammenfassung der genannten Punkte (und derer, die mir noch eingefallen sind).
Ist Snowboarden wirklich leichter zu lernen oder ist das nur ein Gerücht?
 
andyman1609 schrieb:
Ist Snowboarden wirklich leichter zu lernen oder ist das nur ein Gerücht?
kann man gelten lassen. ich konnte nach einem tag rutschen und nach drei tagen frontside/backside schwünge. aufs skifahren übertragen würde das heissen nach einem tag pflug und nach drei tagen pflugschwung - glaub nicht dass das jemand hinkriegt.
wobei, die meisten lernen skifahren als kleinkind, und da ist man motorisch noch nicht so auf der höhe...kann mal jmd berichten der im erwachsenenalter skifahren gelernt hat?
 
Hab ja auch mal einen Snowboardkurs gemacht, und stimmt, nach zwei bis drei Vormittagen konnte man schon halbwegs einen flachen Hang hinunterkurven.

Da war ich aber 14 oder so und Skifahren habe ich als kleines Kind schon gelernt, da fehlt mir der Vergleich also.
 
Also beim boarden ist sicherlich der Einstieg leichter. Man kann innerhalb von paar Tagen, je nacht Talent, einigermassen den Berg abfahren und hat dann auch gleich schon Spass dabei.

Allerdings um richtig boarden zu können, braucht man auch Jahre. Als ich nach Bayern gekommen bin, vorher gerade mal insgesamt 4 Wochen geboardet, hab ich auch gedacht ich könnte schon recht viel auf dem Board:-) Über die Jahre merkt man dann aber das man am Anfang vielleicht doch nicht so der Held auf dem Board war....

Was beim boarden aber definitiv schwieriger ist, ist freestyle. Da hat man beim skifahren deutliche Vorteile mit dem Gleichgewicht. Das ist vielleicht vergleichbar mit skateboarden und inline-skaten. Mit dem Skateboard braucht man jahrelange Übung um bischen was reissen zu können. Auf Inline Skates kannst Du schon nach paar Tagen irgendwo runterspringen.
 
Als ich das erste Mal auf einem Board gestanden bin, konnte ich schon recht gut Skifahren (Instrukter Level) und so hat das Hinfallen mit dem Board einfach keinen Spass gemach. Also nach einem halben Tag wieder aufgehöhrt und bin" hai go ski hole".

Gruss Herbi
 
Das mit dem einfacher lernen ist bestimmt so, du musst nur das Gleichgewicht finden und nicht aufpassen, dass du dir die Beine verknotest. Bei meinem Snowboardkurs war auch nach 3 Tagen ein sichtbarer Lernerfolg da. Bloß konnte ich schon recht gut Ski fahren und hatte ich keine Lust, nochmal von Null anzufangen, deshalb bin ich Skifahrer und seitdem nie wieder auf einem Schneebrett gestanden. :wink:

Ich kann mir auch vorstellen, dass es vom Bogen fahren zum richtig guten Boarden lange dauert. Aber das ist doch beim Skifahren genauso, da brauchst du auch viele Winter um dich als richtig guten Fahrer (den ich so definieren würde dass er unter allen Bedingungen jede Piste relativ elegant runterkommt) bezeichnen zu können.

Wie das mit dem Freestyle ist will ich nicht beurteilen, hab das noch nie probiert und reizt mich auch nicht. Aber es gibt seit ein paar Jahren ja dort einen unübersehbaren Trend zurück zu Skiern. Vielleicht ist es wirklich einfacher, wahrscheinlich kann man mit beweglichen Beinen einfach vielseitigere Tricks machen als mit zwei auf einem Board fixierten Haxen. wäre mal interessant, was einer dazu meint, der sich im Park mit Ski bewegt.
 
BigE schrieb:
... aufs skifahren übertragen würde das heissen nach einem tag pflug und nach drei tagen pflugschwung - glaub nicht dass das jemand hinkriegt. ...
???

Also die meisten Leute, denen ich Skifahren beigebracht habe, sind nach 3 Tagen blaue Pisten in paralleler Skiführung runtergefahren und konnten auch roten Pisten bewältigen - manche parallel und manche mit leichtem Anstemmen.

Und meine Erfahrung beziehen sich auf etwa 5 Leute, denen ich es einzeln beigebracht habe und eine hohe zweistellige Zahl, der ich es in Gruppen beigebracht habe.

Speziell meine Frau und meine frühere Freundin: Beide sind nach 3 Tagen schwarze Pisten gefahren und rote Pisten komplett parallel.
 
Chasseral schrieb:
BigE schrieb:
... snowboarder sind langsamer ...
Fahr mal mit Xtream! :lol: :lol:
war ja nicht aufs fahren selber bezogen sondern auf das drumherum. aber abgesehen davon - ich kenne keinen einzigen boarder der mir um die ohren fährt! einige wenige kommen nahe ran, aber wirklich generell schneller war noch keiner. also xtream, wenn du mal in der gegend bist schreib mich ruhig mal an :twisted:

edit: ok chasseral, merci für die aufklärung - wusste ich nicht. demnach gilt es zu bezweifeln ob snowboarden schneller erlernbar ist als skifahren.
 
BigE schrieb:
... - ich kenne keinen einzigen boarder der mir um die ohren fährt! einige wenige kommen nahe ran, aber wirklich generell schneller war noch keiner. also xtream, wenn du mal in der gegend bist schreib mich ruhig mal an :twisted:
Ich will auch nicht beschwören, dass er dir um die Ohren fährt (kenne dich ja nicht). Aber ich vermute, das würde ein heisser und spannender Ritt mit euch beiden! :D :lol:
 
ich glaub das Problem mit den "langsamen" snowboardern ist, das viele (ich behaupte mal so 70%) boarden nicht unbedingt als Sport betreiben, sondern eher als Freizeitbeschäftigung für sonnige Tage mit tollen Pisten.
und da auch der "Posereffekt" mit zum tragen kommt. Wenn ich mit meinem Board auf dem Berg bin, dann bin ich halt "trendy", auch wenn man die meiste Zeit nur rumsitzt. Alles andere wäre ja Bewegung und somit Anstrengung und das ist ja mal ganz uncool. Na ja und wer 3 - 4 mal in der Saison an schönen Tagen, für paar Stunden sich auf den Berg bewegt (bzw. bewegen lässt mit nem Lift halt) der wird halt nie grossartig über das "Anfangsstadium" hinauskommen.

Sorry kommt vielleicht ein bischen pauschal rüber, kenne auch genug Leute die aus Leidenschaft boarden und die Sache auch als Sport ansehen, aber auf der anderen Seite muss ich ganz ehrlich sagen, dass der Grossteil der Boarder die man auf einen Berg findet, mich eher aufregen. Deswegen rede ich persönlich auch immer vom Begriff "skifahren" wenn mich jemand fragt was ich gleich
mache.
 
Gute Boarder sind schnell, Anfänger langsam. Genauso ists ja auch bei den Schifahrern. Auch ein logischer Effekt. Das man mit einem Snowboard auf einem Gleitstück im Nachteil ist, is nun mal so.
 
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