Mein Sohn und ich wollten in seiner letzten Ferienwoche irgendwo in Tirol in ein Hotel mit einem tollen Pool und einer schönen Wellnessanlage. Er mag dies mit 14 schon sehr gerne machen. Problem war, dass viele Hotels dies unter 16 Jahren nicht zulassen und meine Anfragen entsprechend ablehnend beantwortet wurden. Ich verstehe zwar, dass man keine Kindergruppen mit entsprechendem Lärm in den Bereichen möchte, aber Vater und Sohn sind ja nicht wirklich laut… So haben wir uns dann halt doch für unser schon so oft besuchtes Lieblingshotel in Tux entschieden, das diesbezüglich kein Problem darstellt. Nur, wenn ich den (geöffneten) Gletscher schon vor Augen habe, kann ich es nicht sein lassen, ein paar Stunden auf die Skis zu gehen. Mein Sohn zog es allerdings vor, im Hotel zu bleiben.
Um 8.15 Uhr bin ich tatsächlich der absolut einzige Gast an der Türe. Das habe ich noch nie erlebt:
Wie schon bei markman warnte mich der Kassier vor den schlechten Verhältnissen, also stellte ich mich auf ein Desaster ein. Ein erster Blick aus dem GB3:
Oben angekommen bin ich erstmals positiv überrascht. Die Piste sieht gar nicht so schlimm aus… der Rest schon…
Es reicht sogar halbwegs für ein Rillenfoto. Ich nehme in Kauf, dass der Mitarbeiter gleich nebenan ziemlich komisch schaut
Das ist ja viiiiiel besser als erwartet. Eine griffige Oberfläche auf dem harten Untergrund, gut präpariert, nur wenige kleine Eisstellen und vereinzelt ein paar Steinchen bis zum Abzweiger zur DSB. Das macht Spass! Ich habe ein zufriedenes Grinsen im Gesicht! Die nicht mehr so guten Kanten des älteren Skis greifen völlig ausreichend.
Weiter im Flachstück geht es ganz ordentlich, wenn man etwas aufpasst, wo man fährt.
Dann aber verschlechtert sich der Zustand dramatisch. Im ersten Steilhang muss man sehr gut aufpassen, wo man seine Spur legt. Geht aber noch.
Die Querfahrt ist knapp. Mit Skier abwechselnd anheben, kommt man einigermassen gut durch den Wechsel von Schnee, Eis, Dreck, einzelner Steine und Holzreste. Der letzte Hang dann aber katastrophal. Im linken Bereich eine undefinierbare Kombination aus Schlamm und Eis versetzt mit Steinchen. Ein mal bin ich da rein und legte mich fast hin, plus weitere Kratzer im Belag. Die einzige halbwegs weisse Bullyspur hat der dort stehende Bully ohne Fräse aufgebrochen, was am Morgen mit solchen Eisblöcken sehr unangenehm ist. Ich kämpfe mich da runter und quere dann tappend rüber zum abgedeckten und schön präparierten Depot. Wieso sie da keine brauchbare Verbindung gemacht haben, verstehe ich nicht.
Ende der Piste:
Blick von unten:
Dank dem Auftauen der Eisschollen sollte es sich in den kommenden Fahrten dann aber verbessern.
Wieder oben steht als nächstes die DSB an. Ich bin nach wie vor der allereinzige Skifahrer:
Die Zufahrt ist zuerst gut:
Dann aber wird man aufgefordert, zu Fuss zu gehen, was ich das erste Mal befolge:
Dann aber sehe ich, dass man am linken Rand „illegal“ noch viel weiter vor kommt, was ich dann auf den späteren Fahrten auch mache. Der Mitarbeiter hat nichts dagegen und später kommende Skifahrer (insgesamt zähle ich deren 20), tun es gleichermassen.
Die Piste sieht auch vom Sessel recht gut aus. Die ersten „Mitbewerber“ erscheinen.
An der Bergstation muss man halt auch einige Schritte zu Fuss machen.
Die Sonne kommt bei jeder Fahrt besser rein:
So sieht die andere Zufahrt zur DSB dann aus:
Kurz vor 11.30 Uhr mache ich die letzte Fahrt. Ich wollte sowieso um 12 Uhr aufhören, um was mit meinem Sohn zu unternehmen, aber mit der Bahn runter mag ich nicht. Also passt das grad gut so
Auf der letzt Fahrt für wie lange???
Der Gletscher fliesst einem wortwörtlich unter den Skiern weg.
Auf der Abfahrt zum TFH bin ich immer alleine und ich sehe auch nur meine Spur. Es scheint, dass sonst niemand hier runterfährt. Die anderen 20 scheinen an der DSB zu bleiben.
Es hat Spass gemacht. Immerhin 5x GB3, 5x DSB!
Nun widmen wir uns dem Nachmittagsprogramm: