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Historisches im Spitzingseegebiet

Blick vom Schilift Brecherspitze ( von Heuss) zur Firstalm

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Vielen, vielen Dank für die Bilder und Infos.

Ich war jetzt erst ein paar Mal beim Skifahren am Spitzingsee (sonst auch Spinnradl etc.), aber das Gebiet ist mir irgendwie sofort sympatisch gewesen.

Irgendwie gibt's da ein komisches Phänomen: Aus RO fahren alle entweder ans Sudelfeld oder gleich nach A, sprich in die SkiWelt, obewohl der Spitzingsee nicht weiter weg ist. Liegt wahrscheinlich an der Geographie: Hundhammer Berg, dann durch die kleinen Ortschaften Elbach, Hundham, usw (alles kleine Landstraßen) ... Aber irgendwie komisch, niemand hat so einen richtigen Draht zum Spitzingsee. Alle kennen nur's Sudelfeld in und auswendig. :)
 
da sind 2 LSAP drauf, der Lyra Lift, und die alte Stümpflingbahn, die als eine der ganz wenigen Bahnen Portalmasten bei den Niederhaltern hatte. Zminderst bei PHB Bahnen in Deutschland. Bei der Eckbauerbahn in Garmisch isses auch so. Insgesamt waren es 3 solche Masten bei der Stümpflingbahn.
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Hi, bitteschön gerngemacht. Warum die Rosenheimer lieber aufs Sudelfeld fahrn -- vielleicht ändert sich das noch, mit den Alpen Plus Saisonkarten kann ma ja überall fahrn. Und mit den 5 Tageskarten, welche ich ja auch hatte ( schon abgefahrn ) . Weil wegs Anfahrt, heuer dürft s ja kein Problem sein, über die meist schneefreien Berge...

Auf jeden Fall der Spitzing lohnt sich schon aus 2 Gründen, die Roßkopf Tourenabfahrt, und der Rauhkopf am Taubenstein. Das sind die Besten Pisten, die auch Gute Fahrer ansprechen dürften. Und am Taubenstein isses ziemlich ruhig -- am Sudelfeld gehts wesentlich mehr zu. Wer als Bayer den Spitzing net kennt, der hat was versäumt. Würd ich mal so sagen. Es wär halt schön, wenn ma die Brecherspitzlifte wieder fahrn lassn könnt, da gabs eine der Besten Pisten -- runter zum Freudenreich, über 350 HM...
 
Hi, Bäckerbursch, vielleicht könntest mal den Leitner fragen, ob er net die Brecherspitzlifte übernehmen möchat.
Ich bin mal vor jahren mit einem ehemaligen Brecherspitzlift Mitarbeiter im Lift hochgfahrn, der hat mir erzählt, daß diese beiden Lifte so ein Glump warn, -- was moanst wia oft mia nachm Schibetrieb noch rumgwerklt hom( echt bayrisch halt) -- vor allem die Bügel- einzugsapparate etc... aber das wär was für nen meinetwegen auch DSB - so viel Betrieb war da nie.
Aber ne Beschneiung bräucht ma auf jeden Fall für den vorderen hang, den zum Freudenreich konnte man eigentlich immer sehr gut befahrn. Ein richtig hochalpiner Hang . Da möcht a jeder n gutes Gschäft machen, und die wirklich Guten und hochgelegenen Hänge lässt ma a so verkommen. Des geht net in meinen Kopf rein...
Meine Vorstellung wär, einen Lift von der unteren Firstalm zum Brecherspitz Tal, nach Vorbild Laubkogel / Westendorf ( 2 Seitenlift), dann 2 Sessellifte anstelle der alten Lifte. Und der Schizirkus wär der Beste in Deutschland...net amal Garmisch könnt da mithalten.

Eine bessere Anbindung zur Taubensteinbahn, sowie vielleicht ein Tunnel zur Stümpflingbahn mit unterirdischem Parkplatz wär auch noch ne Wunschvorstellung...oder ma baut ne Pendelbahn vom Taubenstein übern See zum Kurvenlift. Irgendwie iss die Zufahrt zur Stümpflingbahn oft n rechtes Chaos.
 
Als ich den jungen Leitner darauf ansprach (Brecherspitze) hat er gemeint daß die Lifte auch dem Schörhuber gehören. War sich aber nicht sicher.
 
Das könnt durchaus sein, daß der da alles übernommen hat, aber was da passiert iss-- das sowas in Bayern zulässig iss, bei unsren durchaus empfindlichen Umweltschützern, iss echt n Wunder. Genauso in Hausham, der Lift iss doch bestimmt s letzte Mal glaufen, als ich noch a ganz kleiner Bua war. Da hat ma einfach alles stehen lassen, keiner mehr dafür verantwortlich. Den Lift bei Miesbach hat ma abgerissen, den hat so gut wie niemand gesehn, war ganz versteckt an einer Bauernstrassn.
Ich bin auch nur auf den gekommen, weil ma vom Irschenberg mal sowas wie eine Flutlichpiste gesehn hat, und da bin ich mal umanand gfahrn und hab den Lift entdeckt. Das war bereits 1988, als ich beim Bund in Brannenburg stationiert war.
 
Von mir nun noch eine kleine, geschichtliche Ergänzung zum Spitzingsee. Wiederum ergänzt von alten Bildern, Ansichtskarten und Fundstücken.

1930
der erste Fasching auf der Firstalm

1934/1935
Bau der Stocker-Skiabfahrt durch Österreichische SA – Kosten ca. 3.500 Mark.
(siehe hierzu auch den „Pistenplan Skigebiet Schliersee-Spitzingsee 1971“)

1939
wurden beim Firstalmfasching 1274 PKW `s und 146 Motorräder sowie rund 50 Busse gezählt...mit den Sonderzügen warn damals bis zu 10000 Schifahrer aufm Spitzing... ( ob das so genau stimmt ???) wie dem ganzen zu ersehn iss, mußten die Fahrzeugfahrer alle zu Fuß auf den Spitzing raufgehn...
(siehe hierzu auch den Artikel „Fischhausen die Wiege des Skisports in Bayern“)

1948
Mit dem Bau des Sessellifts und des Stümpflinghotels im Jahre 1948 kam ohne Wissen der Beteiligten die Talstation der Sesselbahn mit der Liftstrecke auf Schlierseer Grund und Bergstation mit Hotel auf den Bereich der Gemeinde Rottach zu stehen. Der Marktgemeinderat Schliersee hatte deshalb bereits im Jahre 1952 eine Umgemeindung des Stümpflinghotels beantragt. Dieser wurde aber von der Gemeinde Rottach und vom Landratsamt nicht entsprochen. 22 Jahre später, am 22. März 2974, war aber dann im Miesbacher Merkur zu lesen:
„Rottach und Schliersee über Umgemeindung einig.
(siehe hierzu auch den Artikel „Geschichte des Wintersports in Schliersee“ mit dem zweiten Bild der wohl 1ten von 4 Generationen der Stümpflingbahn)

1949
Bau der Seilbahn Josefstal – Spitzingsattel
Seilbahn Josefstal - Spitzingsee:
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(siehe hierzu auch den Artikel „Geschichte des Wintersports in Schliersee“ mit dem ersten Bild, der Talstation der Bahn)

1950 - 1952
Die Spitzingsstraße, ein Teil der deutschen Alpenstrasse wurde errichtet
Spitzingstraße:
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1951
Errichtung einer Seilbahn zur Schliersbergalm und Bau eines Hotels.
Erste von drei Generationen der Schliersbergbahn:
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(siehe hierzu auch den Artikel „Geschichte des Wintersports in Schliersee“ mit dem dritten Bild)

1953
Vertrag mit dem Forstamt über die Anlage von Skiabfahrten auf 8,3 ha.

Bau und Inbetriebnahme einer Doppelsesselbahn vom Tegernseer Tal auf den Stümpfling -- Suttenbahn.

1954
Bayerische Alpine Skimeisterschaften an der Brecherspitze

Errichtung eines Skilifts Unterleiten – Oberleiten; Kosten ca. 40.000 DM
(siehe hierzu auch den „Pistenplan Skigebiet Schliersee-Spitzingsee 1955“ mit Bild)

baute der Firstalmwirt einen Einzelsessellift auf den Nordhang.
Untere Firstalm Skilift:
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1955
Herstellung eines Winterwerbefilms; Kosten 4.000 DM – Vertonung 1.400 DM

1959
Errichtung des sog. „Pfannilifts“ in Neuhaus-Fischhausen – Kosten 15.000 DM

1959 / 60
baute Leitner den Dreitannenlift
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baute Leitner den Nordhang Schlepplift, und verkaufte den kapazitäts- schwachen Einsessellift nach Kitzbühel.

1961
baute Leitner den Osthanglift

1963
Einstellung und Abbau der Kabinenbahn Josefstal-Spitzingsattel.

1968
Gründung der Verkehrs- und Kurbetriebs-GmbH Schliersee zum Bau von Bergbahnen und Fremdenverkehrseinrichtungen.

1969
Einlage von 500.000 DM bei der Verkehrs- und Kurbetriebsgesellschaft mbH (Taubensteinbahn).

Bau der beiden DSB Suttenbahn und Stümpflingbahn als jeweils 2. Bau ( bei der Suttenbahn gabs später einen dritten Bau von Heuss mit Leitner Sesseln)
(Ich gehe davon aus, dass es von beiden Bahnen 4 Generation gibt und gegeben hat:
Erste Generation Suttenbahn:
(keine Bilder)
Zweite Generation Suttenbahn:
(auch zu sehen ein bisher unbekannter Seillift bei der Bäckeralm):
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Dritte (Heuss) und vierte (Doppelmayr) Generation ist bekannt.

Erste Generation Stümpflingbahn (Elektrizitätzswerk Spitzingsee):
(siehe hierzu den Artikel „Geschichte des Wintersports in Schliersee“ mit dem zweiten Bild der wohl 1ten von 4 Generationen der Stümpflingbahn)

Zweite Generation Stümpflingbahn:
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Dritte und vierte (Dopplmayr) Generation ist bekannt.

1970
Errichtung des Spitzingsee-Hotels.
(Nun noch einige Bilder zum Spitzingsee)
Spitzingsee unerschlossen! In den 20iger Jahren führte nur die „Bockerlbahn“ (Eisenbahn) auf den Spitzingsee um die gewaltigen Schäden eines Föhnsturms zu beseitigen.
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(Hierzu auch Infos auf http://www.fischhausen-neuhaus.de/)

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1970/1972
Bau der Kabinenbergbahn auf den Taubenstein und der Skilifte am Rauhkopf und Oberen Lochgraben durch die Verkehrs und Betriebs GmbH.
Taubensteingebiet unerschlossen:
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Taubensteingebiet erschlossen:
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1972
Ausbau der Skiabfahrt Lochgraben durch die Taubensteinbahn AG – Kosten ca. 300.000 DM.

1973
Verkauf der nom. 495.000 DM Aktien der Bergbahn AG Schliersee Spitzingsee zum Preis von 519.750 DM an die Bayer. Hypotheken- und Wechselbank München.

Verbreiterung der Rosskopf-Skiabfahrt – Kosten 40.000 DM

1974
Einstellung des Skilifts Unterleiten wegen Kündigung der Grundeigentümer
(leider taucht der Skilift Oberleiten nie auf. Dessen Fundamente sind dort jedoch noch zu finden

Leitner baut mit seinem Neffen den Kurvenlift Spitzingsee

Ausbau der Kurvenliftabfahrt durch Georg Leitner – Baukosten 287.000 DM.

1976
Bau einer Lawinensprengbahn an der Spitzingstraße. Bauträger: Bayer. Staat, Unterhalt: Markt Schliersee – Baukosten ca. 240.000 DM.

1977
Errichtung eines Skischleppliftes am Heukreuthgraben – Kosten ca. 180.000 DM.



Bzgl. Der Lawinensprengbahn am Spitzingsee:
2005 wurde von Doppelmayr ein Ersatz für die, in die Jahre gekommene, alte Bahn errichtet.

Doppelmayr International 2005:
Scann

Bzgl. Brecherspitzlifte:
Die gehören keinem Leitner und auch keinem Schörghuber. Die einzige Info die ich hab; sie werden vertreten durch einen Anwalt in Miesbach. Der freut sich über jeden, der etwas daraus machen möchte. Aber bitte nicht abreißen. Sie machen den Berg doch erst zu dem was er ist. Markant, Interessant und Erreichbar.

Am Rande nun noch zwei sehr interessante Artikel über die Region und den Skisport sowie dessen Entwicklung plus zwei alte Pistenpläne von 1955 und 1971:
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Quelle: Archiv Gästeinformation Schliersee

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Quelle: Archiv Gästeinformation Schliersee

„Geschichte des Wintersports in Schliersee“
Quelle: http://www.schliersee.de

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Die Erfolgsgeschichte des Wintersports begann in Schliersee bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Der Buchhändler August Finsterlin besorgte sich bereits 1888 seine ersten Skier aus Finnland und hinterließ seine ersten Spuren im Schnee an den Hängen oberhalb von Fischhausen- Neuhaus. Damals waren die Ski noch komplett aus Holz gefertigt, hatten auch keine Stahlkanten und waren 3,2 Meter lang, also fast doppelt so lang wie heute! Bindungen, wie man sie heute kennt, waren damals nicht vorhanden: Man trug feste Lederstiefel, die mit Riemen am Ski fixiert waren.
Außerdem war die Ferse nicht fest in der Bindung fixiert und man ging bei jedem Schwung mit dem kurveninneren Bein in die Knie. Dieser elegante Telemarkschwung erfreut sich auch heute wieder steigender Popularität und man trifft heute immer wieder Telemarker auf den Pisten. Allerings ist man heute mit wesentlich modernerem Material unterwegs.

Im Anschluß an diese ersten Kontakte mit dem neuen Sport fand das Skifahren mit der Zeit immer mehr Begeisterte. Bereits 1893 wurde der „Schneeschuhverein München“ gegründet, dessen Mitglieder fortan häufig im Hotel der Familie Finsterlin übernachteten. Dieses Hotel, auf dessen Grund heute das Haus „St. Leonhard am See“ steht, entwickelte sich mit der Zeit zu einem beliebten Treffpunkt für die Skifahrer der Region.
Bereits 1895 wurde die Rotwand mit Skiern bestiegen (was auch unter heutigen Maßstäben eine anspruchsvolle Skitour darstellt) und zwei Jahre später stand man ebenso im Winter mit Skiern auf dem Gipfel der Bodenschneid. 1904 wurde das erste Skirennen in Fischhausen durchgeführt; bereits 1907 fanden die Bayrischen Skimeisterschaften statt.

Damals hätte allerdings noch niemand daran gedacht, dass sich der Skisport im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem Volkssport entwickeln würde und dass sich bald so etwas wie Winterurlaub geben sollte. Aber langsam aber stetig nahm die Zahl der Skifahrer zu, die sich in und um Schliersee in der weißen Pracht vergnügten. So kamen 1907 bereits um die 2000 Skifahrer an Feiertagen mit der Bahn nach Schliersee; zwischen den Weltkriegen wurden sogar Sonderzüge eingesetzt, um die bis zu 10.000 Skifahrer, die an Wochenenden nach Schliersee strömten, transportieren zu können.

Einen großen Aufschwung mit einer bisher unbekannten Dynamik erhielt der Skilauf ab 1950.
Zu dieser Zeit waren erstmals, unter anderem auch bedingt durch gestiegene Löhne und gesetzlich geregelte Urlaubszeiten, breite Bevölkerungsschichten in der Lage, in ihrer Freizeit in die Berge zu fahren oder dort auch Urlaub zu machen. Der Sommertourismus spielte damals noch eine größere Rolle; allerdings gewann das Interesse am Skilauf, der nun durch den Bau von künstlichen Aufstiegsanlagen wesentlich erleichtert wurde, mit der Zeit immer mehr an Bedeutung.

Der erste Sessellift wurde in der Gemeinde Schliersee 1949 gebaut. Er führte vom Spitzingsee hinauf auf den Gipfel des Stümpflings. Allerdings existierte damals noch keine befahrbare Straße hinauf zum Spitzingsee, was den anschließenden Bau einer Seilbahn vom Josefstal hinauf zum Spitzingsattel notwendig machte. Dies verkürzte den Weg ins Skivergnügen deutlich und erschloss zusätzlich eine neue Abfahrt hinab ins Josefstal. Diese Abfahrt kann auch heute noch als Tourenabfahrt benützt werden; auch wenn der Lift nach der Fertigstellung der Spitzingsstraße 1952 bald überflüssig wurde und 1963 schließlich demontiert wurde. Die ehemalige Bergstation dieser Sesselbahn steht auch heute noch am Spitzingsattel.

An der Moni-Alm oberhalb von Rottach- Egern am Tegernsee entstand 1953 die Sutten- Sesselbahn, die von der anderen Seite auf den Gipfel des Stümpflings führte und damit die Verbindung ins Tegernseer Tal darstellte. Die weiteren Anlagen (Lyralift, Roßkopflift, Kurvenlift) entstanden nach und nach im Laufe der Zeit und komplettierten so das Angebot am Spitzingsee.

Aber nicht nur im Gebiet um den Spitzingsee entstanden Aufstiegsanlagen: Auch in Schliersee an der Unter- und der Oberleiten entstanden zwei Schlepplifte; der erste führte hinauf zur Oberleiten und der zweite daran anschließend nach Süden Richtung Burgruine Hohenwaldeck. Sie waren 20 Jahre lang bis 1974 in Betrieb und stellten ein ideales Übungsgelände dar. Die Betonfundamente an der Oberleiten sind sogar noch sichtbar.
Auch am Hang der Huberspitz wurden zwei Lifte errichtet: der eine führte von Abwinkl zwischen Schliersee und Hausham nordseitig steil empor; die Stützen und Lifthäuser sind auch heute noch vorhanden. Der zweite Schlepplift befand sich auf der Südostseite der Huberspitz und zog von Breitenbach/ Waxenstein den Hang bis zur Waldgrenze hinauf.
Auch an der Schliersbergalm, auf die eine Gondelbahn führt, tummelten sich die Wintersportler. Die zwei Abfahrten führten entweder direkt den Südhang hinab zur Talstation oder aber durch eine Waldschneise.

In Neuhaus entstand 1958 mit dem Pfannilift ein Übungslift, der bis heute ein ideales Übungsgelände für die kleinen Skifahrer darstellt.

Die Art und Weise, wie man Ski gefahren ist, war damals aber noch eine total andere als heute: Zum einen waren die Pisten zum großen Teil nicht gewalzt und platt gebügelt, wie sie es heute sind. Oft waren sie gar nicht präpariert oder der Neuschnee wurde mit den Skiern im Treppenschritt verdichtet.
Außerdem entstand damals das, was man heute als „Freeriden“ bezeichnet: Um neue Abfahrten im Tiefschnee fahren zu können, schreckte man damals nicht davor zurück, vorher die Skier zu Schultern und einen Anstieg hinter sich zu bringen. So existierten auch damals schon Abfahrten vom Roßkopf oder durch das Brecherspitzkar, auch wenn dorthin noch kein Lift führte. Auch das gesamte Taubensteingebiet wurde so erschlossen. Einen Überblick über die damals genutzten Abfahrten gibt der alte Liftplan von 1960.

Einen weiteren Beweis für die Experimentierfreude der Skifahrer damals ist die Tatsache, dass damals noch zahlreiche Sprungschanzen in und um Schliersee existierten, von denen mit ganz herkömmlichen Skiern gesprungen wurde. So existierte die Jens- Jäger- Sprungschanze an der Unterleiten, die „Spitzingsschanze“ an der Dreitannen- Abfahrt am Spitzingsee und die Toni- Huber- Schanze in Neuhaus Josefstal. Die Anlaufschneise sowie der Auslauf dieser Anlage sind noch westlich der Straße von Neuhaus ins Josefstal zu erkennen.

„Fischhausen die Wiege des Skisports in Bayern“
Quelle: http://www.fischhausen-neuhaus.de/ (ausschließlich Internet Explorer fähig)

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Nur wenige wissen, dass Fischhausen als die Wiege des Skisports in Bayern anzusehen ist.
Im Jahre 1888 zog der Buchhändler August Finsterlin mit seinem Sohn Anton die ersten schwungvollen Spuren auf den Hängen in Fischhausen.
Auf 3,20 m langen finnischen Brettern eroberten die beiden die winterliche Bergwelt rund um den Schliersee. Durch die Verwendung von Fellen war es bald möglich die Rotwand und die Bodenschneid zu erklimmen und anschließend genußreiche Abfahrten zu erleben
Die Mitglieder des 1902 gegründete akademische Schneeschuhverein München waren seiner Zeit, dank der ausgezeichneten Möglichkeiten den Skisport auszuführen, häufig zu Gast im "Hotel Finsterlin". Im selben Jahr fand auch unter reger Teilnahme der heimischen Bevölkerung der erste Skikurs in Fischhausen statt. Das erste Skirennen am Schliersee wurde 1904 abgehalten - Start und Ziel beim Hotel Finsterlin. Bei soviel Begeisterung für den winterlichen Sport war die Gründung eines Skiclubs nur die logische Konsequenz. 1906 gründete sich der Skiclub Schliersee. Im Jahre 1907 wurden in Schliersee auch erstmals die Bayerischen Skimeisterschaften durchgeführt.
Es folgte eine stürmische Entwicklung, begünstigt durch die 1911 enstandene Eisenbahnverbindung München - Schliersee - Bayrischzell mit dem zweiten Schlierseer Bahnhof in Fischhausen-Neuhaus fanden immer mehr Skibegeisterte den Weg über Josefstal hoch zum Spitzinggebiet. Aus den Aufzeichnungen von Jakob Haider, Leiter der Bahnhöfe Schliersee und Fischhausen-Neuhaus geht hervor, dass bis zum Jahre 1916 in der Zeit von Dezember bis März im Schnitt etwa 25.000 Skisportler mit der Bahn anreisten. In den zwanziger Jahren stieg diese Zahl kontinuierlich. An die 110.000 Skisportler wurden 1930 gezählt und die Eisenbahn stieß an ihre Kapazitätsgrenzen. 12 Abendzüge waren erforderlich um die müden Skifahrer zurück nach München zu bringen.
So bewegte sich an schönen Winter-Wochenenden und sonnigen Wochentagen eine lange Schlange von "Brettlhupfer" vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus ins Josefstal und von dort hoch ins Schneereich am Spitzingsee. Wohl gemerkt, alles zu Fuß!
1950 wurde die Seilbahn Josefstal - Spitzingsattel errichtet und damit verkürzte sich in Verbindung mit der bereits 1932 eröffneten Buslinie Schliersee - Josefstal der Weg der Skifahrer erheblich.
1963 wurde die Bahn in Folge des immer stärker werdenden Autoverkehrs bereits wieder demontiert.
Quelle: Chronik von Schliersee
 
Hi, da muß ich mich anschliessen, Super geil. Einige der Karten hab ich auch. Mit dem Stocker Lift in Josefstal wollt ich mal fahrn, aber der Liftmo hat das Türl net aufbekommen... irgendwie passten die Schlüssel net. Und an den Oberleitenlift konnt ich mich auch erinnern, genauso -- da sind wir vor vielen Jahren mal vom Risserkogel zur Suttenstation obiganga, da war tatsächlich ein Seillift nähe Monialm. Das war zu Zeiten, da hatte ich den Suttenlift überhaupt das erste Mal gesehn. Aber das warn Zeiten, 20 Min. Fahrzeit ohne Schutzbügel, die warn für Kinder zu schwergängig, da wär ich fast ausm Lift gefallen, beim Versuch den runter zu holen.
Und die erste Fahrt mitm Pfannilift-- die werd ich auch nie vergessen, da war ma im Schikurs. Glaub 6 Leut an dem Bügel, und der fuhr so schnell... war i froh, als ma oben ankamen. Und dann nochmal, 2 Fahrten... das hat glangt.
Und dann gabs noch einen Seillift, am ``Prinzenweg`` sind wir mal zum Tegernsee gegangen, da war so n Lift am hinteren Seeende.( vom Schliersee)
 
Tolle Bilder, schade das die die Seilbahn nicht mehr haben
 
Mit diesem Bericht hast Du den Bock abgeschossen!!
Super geile, schöne alte Postkarten und Photos!! Bildlich super erklärt, da kommen einen schon die Tränen! Interesant sind auch die Abfahrten 15 , 16, 17. leider noch nie in Winter-Betrichten gesehn...
 
hier noch ein Walter Pause Ski-Heil Artikel von 1961
sorry für die bescheidene Qualität, habe noch keinen Webspace für größere Auflösung...
 

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  • Walter Pause Spitzingsee 1961.jpg
    Walter Pause Spitzingsee 1961.jpg
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@uwater: du hast dir wirklich sehr viel Mühe gegeben. Großes Lob!

@Brecherspitzlifte: Wenn die jetzt wirklich dem Schörghuber gehören denke ich könnte es bald eine Wiedereröffnung geben, denn der Schörghuber kauft keine Lifte nur zum anschauen.
 
also ich schätz, erstensmal bräucht ma da fast ne Beschneiung -- für den vorderen Hang zumindestens, und ich denk mal, daß da alles kaputt iss, zumindestens die Antriebstation müßte erneuert werden. Da ham ma doch einen ausführlichen Bericht gelesen drüber -- irgendwann mal im Sommer. Ich denk mal zu aufwendig. Ausserdem bräucht ma da auch nen funktionsfähigen Zufahrtslift, der iss doch bestimmt nimmer an der zeit-- der alte SEBA Lift zur oberen Firstalm.
 
Ist zwar jetzt ein wenig OT und Utopie... sorry:

Ich denke da an eine DSB mit Mittelstation als Zubringer und eine 4KSB mit Windsesseln die Brecherspitz hoch... zudem eine neue Beschneiungsanlge. Aber wie gesagt der Schörghuber kauft die alten Anlagen nicht zum Spass.

An der Brecherspitz wurde ja schon ein Schlepplift abgebaut (Zubringer), oder täusche ich mich da?
 
ich hätte auch solche Pläne, allerdings würd ich sagen,eine DSB mit Fließband fürn Brecherspitzhang würd vollkommen ausreichen, die schaffen bis zu 3 m / sec. KSB wär zu aufwendig, ausserdem wärn die Stationen zu groß. Die ganze Schleppliftstation iss ja n total schräger Bau... da müßt ma das Gelände korrigieren. Vermute einfach mal.
Zwegs Abbau, der kleine Seba sthet nach wie vor, der große auch, den hinteren kann ma net sehn, außer vom Roßkopf, da hab ich aber net aufgepasst. Da war zuviel Trubel an Fasching...
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Blick vom Stümpfling auf ex Brecherspitze Schiliftstation
 
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