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Jägerndorfer Bahnen HO

Moin Moin aus dem norddeutschen Flachland. Nach meinem Urlaub in Z und dem mehrtägigem exzessiven Matterhorn und Riffelberg Express fahren stand fest: So eine Bahn brauch ich auch in meinen vier Wänden (wenn auch in etwas kleiner). Nach langer Wartezeit trafen dann die neue Lieferung Bahnen beim Händler ein und schwups paar Tage später hat mir der freundliche DHL Paketzusteller ein großen Karton ausgehändigt :-). Den Karton schnell geöffnet und zum Vorschein kam zwei wunderschön detaillierte Stationen, drei Masten und acht Gondeln. WOW... Kein Vergleich mit meinem alten B.... Sessellift von vor 35 Jahren...
Da ich dem Eisenbahnmodellbahnbau abgeschworenhabe (Ist ja fast unbezahlbar geworden und die X-te Auflagen von irgendwelchen antiken Lokomotiven sind auch ziemlich langweilig) stand die Frage im Raum, wohin mit der Bahn. In meinem Büro musste dann kurzerhand ein Wandregal weichen, welches durch eine einfache Konstruktion durch Regalbretter mit Regalklemmen ersetzt wurde. Zugegeben, das ganze sieht recht puristisch aus aber so lenkt nichts von der puren Seilbahntechnik ab...

Gesamtansicht_small.jpg

Gesamtansicht_1_small.jpg


Die Detailtreue des Modells ist einfach der helle Wahnsinn. Was allerdings recht schnell auffiel - und schon in vorherigen Beiträgen beschrieben wurde - ist, dass die Gondel schräg am Seil hängen. Im horizontalen Stationsbereich ist alles OK, aber je steiler die Strecke wird (bei mir bis zu 119% Steigung) sieht das schon sehr krass aus.

Gondel Neuzustand_small.jpg


Nach eingehender Inspektion zeigte sich, dass die Gondelarme nicht verzogen waren, aber dafür die Seilklemmen extrem viel Spiel aufweisen.

Zuviel Spiel_1_small.jpg


Die Frage war nun, wie lässt sich nun das Spiel einfach verkleinern und welcher Effekt stellt sich dadurch ein? Als erstes habe ich dann die Aufhängung in Ihrer Einzelteile zerlegt. Mit einer kleinen Zange lässt sich der Metallstift einfach aus der Klammer entfernen.

Zerlegt 1_small.jpg

Zerlegt 2a_small.jpg


Nach der Demontage zeigte sich, dass die Bohrung "wesentlich grösser als der Durchmesser des Metallstiftes ist. Kleinerbohren geht bekanntermaßen nicht. Buchsen hatte ich auch nicht verfügbar.
Also kam mir die Idee etwas mittelviskosen Sekundenkleber aufzutragen und diesen mit Aktivatorspray schnell aushärten zu lassen. (siehe nächstes Bild). Der Bereich mit dem Sekundenkleber habe ich blau dargestellt.

Nacharbeit_small.jpg


Nach dem Aushärten des Klebers wurde dann der Metallstift wieder eingeführt und oh wunderbar er wackelte nicht mehr hoch und runter, war aber immer noch leicht drehbar.

Korrektes Spiel_1_small.jpg


Die Seilklemme ließ sich auch ohne Probleme montieren und war leicht drehbar wie im Neuzustand - aber ohne das vertikale Spiel ! Die Kabine schnell ans Seil gehängt und was für eine Augenweide: Die Gondel hängt an allen Steigungen absolut gerade ohne Verdrehung.

Waagerechtes Seil_small.jpg

Gondel haengen korrekt_small.jpg


Beim mehrstündigen Testlauf blieben die Gondeln 1a ausgerichtet. Die vor der Nacharbeit beobachteten Entgleisungen an den Robas waren wie weggeblasen und was noch schöner war, das wilde Schaukeln der Gondeln war auch verschwunden. Alles in Allem war die Nacharbeit ein voller Erfolg. Geringer Arbeits- und Materialaufwand. Die Nacharbeitszeit pro Gondel betrug max. 5 Minuten.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder der sehr puristischen Anlage :-)
Bergab_small.jpg

Bergab2_small.jpg

Bergauf_small.jpg

Streckenverlauf_1_small.jpg
 
Spektakuläre Strecke und das Du die Bahn sehr professionell aufgestellt hast sieht man sehr gut an den ausgeglichenen Stützenseilablenkwinkeln... :top:
Ich würde allerdings hinter der Bahn noch eine Landschaftsfototapete etc. anbringen denn dann käme die deutlich realistischer zur Wirkung. :ja:
Ich hab bei Kundenbahnen das Lochproblem dadurch gelöst das ich die Stifte minimal kürzte, in die Klemmenbohrung einen Hauch sogg. Buchsen - und Lagerkleber einbrachte und dann den Stift soweit reindrückte das sich die Klemme gerade noch leicht schwenken ließ. Dazu auch noch prüfen ob die Klemmen unter Last im rechten Winkel zum Arm rausragt und ansonsten den Arm mit Haarfön erwärmen, in die richtige Position biegen und in Wasser kühlen.
Bitte denk auch dran die Seilrollen häufig mit jeweils einem Minitröpfchen Nähmaschinenöl mittels Stecknadelspitze appliziert nachzuschmieren denn sonst arbeiten die vernickelten Messingseilrollen die Kunststoffstummel auf denen sie laufen sehr rasch ab.
 
Betrifft Fahrtrichtung der H0 Seilbahn. Heute habe ich bei meine JC H0 Seilbahn festgestellt, dass die Fahrtrichtung scheinbar nicht mit der von JC vorgesehenen Fahrtrichtung übereinstimmt. Gem. Bebilderung auf der Prospektseite müsste die Anlage im Uhrzeigersinn laufen. Meine läuft aber in die entgegengesetzte Richtung, egal welchen Stromeingang ich verwende( Buchse oder beigelegtes Kabel) und egal welche Polarität ich verwende. Gibt es eine einfache Abstellmaßnahme ohne die Elektronik zu zerstören ? Für einen kurzen Tip wäre ich sehr dankbar. :?: :?: :?:
 
Wenn Du im Löten etwas Erfahrung und nen kleinen Lötkolben besitzt zwecks besserer Zugänglichkeit zu den Platinenlötstellen zuerst die untere Getriebeabdeckung abschrauben; dann gucken an welchen beiden Anschlüssen an der Platine die zwei auf meinem Bild rechts runterlaufenden Motorlitzen (rot und schwarz) angelötet sind und die einfach gegeneinander getauscht wieder verlöten.
Vermutlich wurden entweder die Kabel im Motor oder auf der Platine bei der Montage vertauscht. Die Platine besitzt einen Gleichrichter und lässt bei egal welcher Eingangsstromvariante oder Polung den Motor nur in eine Richtung laufen.
Danach die Getriebeabdeckung wieder draufschrauben und dabei checken das kein Kabel durch sie geklemmt wird.

Getriebe02.jpg
 
Heute ein kleines Bilderupdate zu meiner noch namenlosen Bahn. Die Bahn ist zwischenzeitlich zu einer Kombibahn umgebaut worden mit folgenden FBM:
11 silberne Gondeln
1 rote VIP Gondel
6 Sessel mit orangen Bubbles.
in den kommenden Monaten wird die Landschaftsgestaltung in Angriff genommen.
Kombibahn1.jpg

Kombibahn2.jpg

Kombibahn3.jpg

Kombibahn4.jpg

Kombibahn5.jpg

Kombibahn6.jpg

Rote VIP Gondel
Kombibahn7.jpg
 
Wie krigt ihr es eigentlich alle hin den Abstand der FBMs so gleichmäßig zu machen :D
 
Hi, die gleichmäßige Verteilung der FBM ist zumindest bei den H0 Bahnen recht einfach. Ich habe zuerst das Seil einigermaßen straff aufgezogen (ohne FBM). Danach habe ich das Seil abgenommen die Gesamtlänge ausgemessen und dann die gemessene Länge durch die Anzahl der FBM geteilt. An den Stellen, an denen die Gondeln oder Sesseln später hängen sollen habe ich kleine Punkte im rechnerisch ermittelten Abstand mit einem weißen Edding "aufgemalt". Nach dem Markieren habe ich das Seil wieder aufgezogen und die Gondeln und Sessel am Seil befestigt. Fertig !
Kombibahn8.jpg
 
Ich hätte Stütze 2 und 3 getauscht.

Wobei dann natürlich die Position etwas angepasst werden muss.


Dann macht die Bahn oben nicht so einen "harten Knick" und man hat eine schöne Sicherheitsstrecke vor der Bergstation.
 
Ram-Brand schrieb:
Dann macht die Bahn oben nicht so einen "harten Knick" und man hat eine schöne Sicherheitsstrecke vor der Bergstation.

Schade daß es die Bahn nicht in Natura gibt, allein der harte Knick würde mich reizen. ;)
 
Ram-Brand schrieb:
Dann macht die Bahn oben nicht so einen "harten Knick" und man hat eine schöne Sicherheitsstrecke vor der Bergstation.
Wenn man keine mistige Dt104´s sondern qualitativ höherwertige Klemmen verbaut hätte könnt man sich die Sicherheitsstrecke und die manchmal optisch furchtbare kuppengerüstähnliche Stützenkombinationsoptik an den Bergstationen eigentlich sparen... :P ;D
 
Zu Weihnachten gab es von meinen Lieben eine schöne Ürberraschung. :D
Das Set JC82464, mit der Uni G in der Dacherfarbe: rot/grau/schwarz. Mit dabei 6 x 6-er Sessel in Rot.
Jetzt geht das Basteln los...
 
Dann mal viel Spaß bei der Aufstellung und wenn was nicht so will wie Du Dir das vorstellst einfach beim Petz melden.

Kleiner Tipp gerade weil Du mit den leichteren Sessel fährst:
Mach Dir die Arbeit, bau vor der Aufstellung noch den Spannschlitten der Gegenstation aus, kürze dessen Druckfeder einseitig um etwa 4 mm und bleib mit der Seilspannung dann im niedrigmöglichsten Bereich. Die die Anlage läuft dann nicht nur deutlich ruhiger sondern auch die Klemmen und Seilrollenlagerungen verschleissen langsamer denn die durch die Feder in Originallänge vorgegebene Seilspannung ist deutlich zu hoch.
Prüfe bitte außerdem bei den Umlenkscheiben ob der eingelegte Haftring richtig und nicht etwa irgendwo verdreht oder verkantet in der Rille sitzt.
Die Seilrollenlagerungen mit Nähmaschinen - oder Fahrradöl häufig (etwa alle 5 Betriebsstunden) schmieren wobei es am einfachsten ist mit einer größeren Nähnadel immer ein Tröpfchen direkt stützenseitig auf die Lagerstellen zu applizieren - auch den Balancierlagern tut alle 50 Stunden ein Tröpfchen Öl gut... :wink:
 
Vielen Dank für die Tipps an Petz. :ja:
Aktuell habe ich aber eine andere Herausforderung.

Die Bauarbeiten für die H0 Anlage sind in vollem Gange.
Man muss erwähnen, ich habe keine Modelleisenbahn, es wird also lediglich die Seilbahn
und etwas „Drumherum“ auf den 60x120 cm platziert.
Jetzt ist mir bei der ersten Probefahrt mit angehängtem Sessel das gleiche/ähnliche Phänomen wie bei Mountaineer aufgefallen.
Die Bahn läuft falschrum :rolleyes:
Hier ein kleines Video.

Eigentlich kann man ja beim Aufbau nix falschmachen, oder stelle ich mich da etwas dusselig an?
Eventuell fliesst der Strom in DE auch andersrum als in AT.. :lach:
 
Dann haben die lieben Chinesen wieder mal entweder den Motor verpolt an der Platine angeschlossen oder der Motorenlieferant die Anschlußkabel intern verpolt... :motz:

Ich hoffe mal Du kannst mit einem Lötkolben umgehen denn die Motoranschlußkabel müssen auf der Platine
andersrum angelötet werden; Du siehst auf dem Bild wie das nach Abschrauben der Antriebsabdeckung unterhalb der Bodenplatte aussieht.
Bei jenen beiden Lötstellen wo bei mir ganz rechts auf der Platine das rot - schwarze Kabel des Bühlermotors angelötet ist hängen bei Dir auch die Originalmotorkabel und die brauchst Du nur ab - und verkehrt rum wieder anzulöten.

H0Bühlertauschmotor03Net.jpg
 
Vielen Dank Petz, das habe ich schon befürchtet.
Ich habe jetzt mal Jägendorfer dazu angeschrieben.
Finde es schon etwas befremdlich bei einer neuen Seilbahn
schon zu Beginn mit dem Lötkolben hantieren zu müssen,
damit diese richtigrum fährt. :?
 
Gerne gemacht und bitte von mir nicht den Kabelfarbenansatz übernehmen sondern wirklich jene bei Dir umpolen weil ja bei meinem Bühlerumbau die erste Riemengetriebeuntersetzungsstufe ersatzlos wegfällt und daher die Motordrehrichtung bei mir auch anders sein kann.

Wenn man allerdings den Zeitdruck kennt unter dem chinesische Arbeiter(innen) Produkte zusammenbauen müssen um auf eine überlebensfähige Bezahlung zu kommen (und das gilt praktisch für jede Branche - Entlohnung meist nach Stückzahlen) braucht man sich trotz Controlling über Fehler nicht zu wundern denn auch die Controller stehen unter demselben Zeitdruck... :wink:
 
Erstmal ein schönes neues Jahr. :hallo:
Die OP ist gut überstanden und die Bahn läuft nun richtigrum. :ja:
Ich habe das auch gar nicht böse gemeint, denke aber Herr Jägendorfer
sollte zu Fehlern informiert werden, nur so weis er bescheid.
Lieber direkt als hintenrum :wink:
 
Danke Mathias und dasselbe wünschen Dir auch alle die hier mitlesen... ;D
Freut mich das der Patient die OP gut überstanden hat denn die Lötstellen sind eher von er mickrigen Sorte und deshalb auch für Leute mit jeder Menge Löterfahrung aber in fortgeschrittenerem Alter wie Petz eine Herausforderung... :rolleyes:

Wenn ich jeden Fehler der mir auffällt JC benachristigen würde müsst ich aktuell bei jeder dritten 1:32er Ersatzroba ne Mail schreiben denn gerade dort ist der Montagetrupp momentan in absoluter "Hochform" da entweder Stifte zuwenig tief eingepresst oder innenseitig zuwenig entgratet sind sodaß bei neuen Robas schon die Zweierbalanciers Bohrungsrisse zeigen und dann meine Ersatzalustifte für Outdoorrobas auch nicht mehr richtig halten ohne das man sie leicht oval verformt... :motz:

Den bis dato amüsantesten Fehler entdeckte ich bei der Wechselstromrailjetlok denn die hat aufgrund des Pukoschleifers nur ein angetriebenes Drehgestell; nun ratet mal in welches der beiden Drehgestelle die Chinis da die Haftreifenräder eingebaut hatten... :wink: :ja:
laugh.gif
laugh.gif
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Sodele, der Aufbau der „Anlage“ schreitet voran. Eigentlich wollte ich das ganz gemütlich
an den Wochenenden machen, so Stück für Stück, aber die Frau des Hauses hat Gefallen daran gefunden und
überrascht mich jeden Abend mit neuen Fortschritten.


Die Bahn läuft erstaunlich ruhig und gleichmäßig. Nur wenn ich die Hauben auf die Stationen setzte ruckelt es manchmal.
Aber hierzu gibt es ja schon etliche Tipps.
Jetzt aber eine andere Frage:
Kann ich einfach einen Trafo an die beiden Kabel für die digitale Steuerung anschließen?

Im Moment läuft die Bahn über den 220Volt Adapter. Das sieht aber auf der platte dann nicht so schön aus,
wenn da das Kabel über den frischen Rasen liegt….
Eine Digitalstation habe ich nicht, da ja auch keine Eisenbahn da ist.
Deshalb die Idee mit dem Trafo. Den gibt es ja günstig zu kaufen.
 
Matz schrieb:
Kann ich einfach einen Trafo an die beiden Kabel für die digitale Steuerung anschließen?
Yep, ist kein Problem und auch egal ob Du einen mit 14 V DC oder 16 V AC (Märklin) nimmst - nur darf beim Märklin die Fahrtrichtungswechselimpulsfunktion nicht verwendet werden denn die wär gefährlich... :!:
Wenn der liebenswerte Herr Kollege zu Petz darüber ein Sterbenswörtchen verloren hätte :ja: würde er mit den beiden Seilen für die 1:32er schon einen Regeltrafo mitgeliefert bekommen haben denn die hab ich lagernd. Also nochmal kurze PN wenn ich einen losschicken soll - Montag käm ich wieder auf´s Postamt und ich würd dem gleich ein Kabel (bitte benötigte Länge angeben) beilegen... ;D
 
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