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Kamera gesucht

gerrit

Punta Indren (3250m)
Nachdem ich heuer gesundheitlich etwas angeschlagen bin, möchte ich versuchen, meine Ausrüstung beim Tourengehen möglichst kompakt und leicht zu halten. Bisher bin ich ja meist mit einer DSLR (zuletzt Nikon D7100) bzw. bei Touren in schon bekannter bzw. dokumentierter Umgebung mit einer fixbrennweitigen Kompaktkamera (Fuji X100) unterwegs gewesen, erstere hat natürlich dank entsprechendem Zoom-Objektiv (16-85 entsrpechend 24-127,5 Kleinbild, ggf. auch 70-200 (105-300)) immer gute Bilder geliefert, zweitere bei Fixbrennweite (entsprechend 35mm Kleinbild) zwar sehr gute Landschaftsaufnahmen, aber natürlich keine WW und Teleaufnahmen; ich suche daher nun nach einem Kompromiss in Form einer nicht zu großen und schweren Kompaktkamera mit brauchbarem Zoom und ausreichend großem Sensor. Wichtig für mich ist ein Sucher, in dem man auch bei viel Licht (Sonne + Schnee) noch etwas erkennen kann. Auch ein Autofocus, der schnell genug für Action-Bilder ist, wäre hilfreich. Ich habe zwar in Erinnerung, dass es hier einen Digicam-Thread gibt, aber ich war irgendwie nicht in der Lage, diesen zu finden. Über diesbezügliche Erfahrungstipps wäre ich Euch sehr dankbar!
 
Wenn es etwas teurer sein darf: Sony RX 100 VI oder VII; großer Sensor, ausreichendes Zoom, klein und leicht. Ich habe in den letzten Urlauben meine DSLR-Ausstattung zuhause gelassen und nur noch die Sony (Version VI) im Einsatz gehabt. Ich bin rundum zufrieden mit einer Ausnahme: Die Scharfeinstellung im Nahbereich bekomme ich einfach trotz (oder vielleicht eher wegen) der Fokusvergrößerung nicht richtig hin. Ich mache allerdings keine Videos und kann dazu nichts sagen.
 
Diese Kamera habe ich auf meiner Liste: bist Du mit dem Sucher auch bei hellem Licht zufrieden? Bei früheren Digicams war das bei Sonne und Schnee eher ein Trauerspiel bzw. ein Blindflug.
 
Sony Alpha 6000 oder - wenn es etwas teurer sein darf - Alpha 7
Perfekte Systemkamera.
 
Entscheidend für die Bildqualität ist ja das Sensorformat. Und die Objektive. Alles andere ist fast unerheblich.

Sony und Canon stellen Kameras mit großem Sensor her. Je größer das Zoom, desto teurer.
https://www.sony.de/electronics/kompaktkameras/t/cyber-shot-digitalkameras?bestfor=expert-capability
Der RX Serie muss man da derzeit attestieren, dass sie wirklich das Optimum darstellt. Ich selber habe als Zweitkamera eine RX 100. Die Bildqualität ist nicht immer einfach von der D850 zu unterscheiden. Etwas popelig ist im Vergleich dazu natürlich die Bedienung.
Trotzdem kann man diese Reihe nur empfehlen.
Um so kleiner, um so schwieriger zu bedienen. Deshalb mal in die Hand nehmen.

Aus der Serie gibt es auch immer Auslaufmodelle (online), die sich sehr lohnen. Die BQ ist da seit vielen jahren unverändert.


Gruß!
der Joe
 
Systemkamera sind im Vergleich zu deiner relativ kleinen DSLR nur marginal kleiner uns solange man bei APS-C bleibt werden die Optiken auch nicht wirklich kleiner (Ausnahme ist der Weitwinkelbereich in dem man auf eine Retrofokus Bauweise verzichten kann). Trotzdem bin ich bei einer Canon M3 gelandet, die mit 18-55 (mit dem 22er so und so) noch gerade eben in die Taschen meiner meisten Jacken passt. Für sonnige Bedingungen habe ich einen Aufstecksucher, der hervorragend ist.

Aber ich hätte noch zwei alternative Vorschläge:

* hast du dir mal das 18-55 für deine D7100 angesehen? spart ca. 300 g
* die Lumix TZ100 - 1" Sensor und ein ganz passables 9,1 – 91 mm Objektiv, Sucher
 
gerrit schrieb:
bist Du mit dem Sucher auch bei hellem Licht zufrieden?
Der Sucher ist auch bei grellem Licht zufriedenstellend. Man muss ihn halt ohne Brille benutzen (wie eigentlich bei jeder Kamera).
Was die Kritik an der angeblich pfriemeligen Bedienung kleiner Kameras angeht, kann ich die nicht nachvollziehen. Ich bin aber seit Jahrzehnten den Umgang mit kleinen Kameras gewohnt.
 
albe-fr schrieb:
Aber ich hätte noch zwei alternative Vorschläge:

* hast du dir mal das 18-55 für deine D7100 angesehen? spart ca. 300 g
* die Lumix TZ100 - 1" Sensor und ein ganz passables 9,1 – 91 mm Objektiv, Sucher

Ich besitze eine Lumix TZ80. Die hat einen kleineren Sensor als die TZ100, dafür den grösseren Zoom. Ist schon meine dritte Kompaktkamera aus dieser Lumix Serie, und ich war bisher immer sehr zufrieden damit.
 
albe-fr schrieb:
* die Lumix TZ100 - 1" Sensor und ein ganz passables 9,1 – 91 mm Objektiv, Sucher
In dem Zusammenhang wäre auch noch deren Nachfolger, die TZ202 zu empfehlen, die hat nochmal etwas mehr Zoom (24-360 mm KB äquivalent), auch einen 1" Sensor, ist aber etwas günstiger als die RX100 VI/VII.
Den im Vergleich zur RX100 festen Sucher sehe ich persönlich als Vorteil, da er die Handhabung mit (dünnen) Handschuhen deutlich erleichtert und auch nicht so exponiert liegt wie der ausgefahrene bei der RX100.
Mit der Helligkeit hatte ich bisher nie Probleme, seit ich die Kamera im September 2018 gekauft habe.
In die Jackentasche passt sie problemlos, das war für mich einer der wichtigsten Punkte (gepaart mit einem möglichst großen Sensor und ausreichend Zoom).
Wie die BQ im Vergleich zu einer DSLR/M aussieht, kann ich aber mangels Erfahrung nicht sagen.
 
Ich danke für die Rückmeldungen, im Moment tendiere ich zur Sony RX100, weil die wirklich sehr klein und handlich ist ohne große Abstriche bei der Bildqualität. Ich war mir ja vor allem wegen des Suchers unsicher, aber nachdem diese Kamera ja von einigen von Euch zum einschlägigen Zweck :wink: verwendet wird, hab ich da keine Bedenken mehr. :D
 
Lieber Gerrit,

Da mir doch nicht ganz unbekannt ist, wie Du die Fuji R 100 schätzt muss ich Dir schon von der hier empfohlenen Sony RX100 abraten. Gleichwohl Optik wie Bildsensor zum Feinsten gehören, so sind Benutzbarkeit und Bildverarbeitung weniger fein. Die Sony RX100 Serie ist bekannt fummelig mit ihren kleine Buttons ohne mechanischen Feed-back ergänzt durch ein Versteckspiel-Menüsystem vom Ravensburger Spieleverlag.
Um den elektronischen Sucher zu aktivieren, muss man diesen zunächst durch einen mechanischen Schiebeschalter zum (federunsterstützten) Rausspringen bewegen. Sodann muss erst das Okular nach hinten gezogen werden. Nach dem Knipsen dann alles wieder retour.
Ebenso wenig überzeugend erscheint mit die Farbwiedergabe bei schwierigen Lichtverhältnissen wenn mit Canon oder Olympus verglichen.



Kris von drüben in Ischl, und so halb glücklicher Sony RX100-IV
knipser... :-)
 
gerrit schrieb:
Ich danke für die Rückmeldungen, im Moment tendiere ich zur Sony RX100, weil die wirklich sehr klein und handlich ist ohne große Abstriche bei der Bildqualität. Ich war mir ja vor allem wegen des Suchers unsicher, aber nachdem diese Kamera ja von einigen von Euch zum einschlägigen Zweck :wink: verwendet wird, hab ich da keine Bedenken mehr. :D

Ist jetzt für den Weihnachtswunsch aber zu spät :wink: .
Frohes Fest :musik:
 
Kris schrieb:
Die Sony RX100 Serie ist bekannt fummelig mit ihren kleine Buttons ohne mechanischen Feed-back ergänzt durch ein Versteckspiel-Menüsystem vom Ravensburger Spieleverlag.
Um den elektronischen Sucher zu aktivieren, muss man diesen zunächst durch einen mechanischen Schiebeschalter zum (federunsterstützten) Rausspringen bewegen. Sodann muss erst das Okular nach hinten gezogen werden. Nach dem Knipsen dann alles wieder retour.
Zur "Fummeligkeit" :Nach meinem Dafürhalten nicht schlimmer als bei den Panasonic oder Ixus, die ich früher hatte. Wer eine wirklich kleine Kamera mit vielen Funktionen haben will, muß sich halt mit kleinen Bedienungselementen anfreunden. Ich habe überhaupt keine Probleme damit.

Zum Sucher: Den von Dir beschriebenen Sucher haben die Modelle VI und VII nicht mehr! Bei den neuen Modellen fährt der Sucher komplett in die Funktionsstellung aus und läßt sich aus der auch wieder unmittelbar zurückdrücken. Imho ein entscheidender Fortschritt bei den kleinen Sonys (ich kenne den alten Sucher von der HX 90 und kann Deine Vorbehalte verstehen - aber die sind überholt)
 
gerrit schrieb:
Ich danke für die Rückmeldungen, im Moment tendiere ich zur Sony RX100, weil die wirklich sehr klein und handlich ist ohne große Abstriche bei der Bildqualität. Ich war mir ja vor allem wegen des Suchers unsicher, aber nachdem diese Kamera ja von einigen von Euch zum einschlägigen Zweck :wink: verwendet wird, hab ich da keine Bedenken mehr. :D
Zu welcher RX100 genau? Immerhin gibt es ja 7 verschiedene Versionen mittlerweile.

Hat die TZ202 eine schlechtere Bildqualität?
 
GIFWilli59 schrieb:
Hat die TZ202 eine schlechtere Bildqualität?

ich kann nur RX100-VII und TZ100 vergleichen, die RX hat die bessere Optik, insbesondere in den Bildecken. Dafuer punktet die TZ mit dem besseren Rauschverhalten und aus meiner Sicht ach bei der Bedienung - aber das ist auch Geschmacksache.

Insgesamt sind die Unterschiede aber eher marginal, wobei ich nie Jpegs verglichen habe. Wenn man wirklich eine Stufe höher in der Bildqualitaset möchte, waere eine Lumix DMC-LX100 zu nennen, die hat dann aber "nur" ein 11-34 mm Objektiv (4/3 Sensor).
 
GIFWilli59 schrieb:
gerrit schrieb:
Ich danke für die Rückmeldungen, im Moment tendiere ich zur Sony RX100, weil die wirklich sehr klein und handlich ist ohne große Abstriche bei der Bildqualität. Ich war mir ja vor allem wegen des Suchers unsicher, aber nachdem diese Kamera ja von einigen von Euch zum einschlägigen Zweck :wink: verwendet wird, hab ich da keine Bedenken mehr. :D
Zu welcher RX100 genau? Immerhin gibt es ja 7 verschiedene Versionen mittlerweile.
Seit Jahren habe ich die RX100III (auch) beim Schifahren dabei. Ich bin recht glücklich damit, die Bildqualität ist so gut, dass ich in der Regel keinen Unterschied zur SLT (A77II) erkennen kann.
Was stört mich dabei: Der unhandliche Sucher und etwas zu wenig Zoom. Zwei Dinge die mit den neueren Topmodellen behoben sind.
Allerdings recht viele €€€ für wenig Kamera(-gewicht) - ist es aber Wert.

Horst
 
GIFWilli59 schrieb:
albe-fr schrieb:
* die Lumix TZ100 - 1" Sensor und ein ganz passables 9,1 – 91 mm Objektiv, Sucher
In dem Zusammenhang wäre auch noch deren Nachfolger, die TZ202 zu empfehlen, die hat nochmal etwas mehr Zoom (24-360 mm KB äquivalent), auch einen 1" Sensor, ist aber etwas günstiger als die RX100 VI/VII.
Den im Vergleich zur RX100 festen Sucher sehe ich persönlich als Vorteil, da er die Handhabung mit (dünnen) Handschuhen deutlich erleichtert und auch nicht so exponiert liegt wie der ausgefahrene bei der RX100.
Mit der Helligkeit hatte ich bisher nie Probleme, seit ich die Kamera im September 2018 gekauft habe.
In die Jackentasche passt sie problemlos, das war für mich einer der wichtigsten Punkte (gepaart mit einem möglichst großen Sensor und ausreichend Zoom).
Wie die BQ im Vergleich zu einer DSLR/M aussieht, kann ich aber mangels Erfahrung nicht sagen.

Ich bin gerade zufällig auf diesen Thread gestoßen und da hier auch mehrfach von Lumix die Rede war, interessieren ich mal eure Erfahrungen:

ich bin viele Jahre im Winter wie Sommer mit einer Lumix TZ 8 und als Nachfolger LF 1 in den Bergen unterwegs gewesen, auch als Kompromiss zur DSLR. Natürlich auch in der Jackentasche aufbewahrt; aber meist ohne Hülle, damit sie schnell greifbar war. Nach jeweils ca. 6.500 Fotos ging es dann los: Staubflecken auf dem Sensor 8O . Nun habe ich schweren Herzens auf den Sucher verzichtet und seit Anfang des Jahres eine Canon G7X im Einsatz.

Habt ihr auch solche Erfahrungen mit Staub, gerade bei Lumix-Modellen?
 
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